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    <title>Bärs Bio Blog</title>
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      <title>Eine Ranch in Kanada</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Über Kälber, Kanadische Kultur und Kommunikation
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          Ich reise gerne. Aber noch viel lieber arbeite ich auf meinen Reisen an interessanten, abgelegenen, alternativen Orten, um die Menschen, die Kultur und die jeweilige Landwirtschaft richtig kennenzulernen. Jeder dieser Aufenthalte, sei es über Plattformen wie Workaway (Arbeiten in kleineren Betrieben oder Aushelfen bei Familien), HelpX oder Wwoofen (nur Bio-Höfe) bietet einem im besten Fall die Möglichkeit bei Einheimischen zu leben und zu arbeiten. Oft arbeitet man für circa fünf Stunden fünf Tage die Woche für Kost und Logis mit, manchmal gibt es auch bezahlte Stellen. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, dass ich jetzt mit 35 dringend eine bezahlte Stelle brauche und habe monatelang nach einer Ranch gesucht, die bestenfalls Rinder und Pferde hat. Mit dem großen Ziel, dass ich am Ende des Aufenthaltes, eine Kuhherde mit meinem Pferd treiben kann.
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          Drei Wochen nach meiner ersten Ranch kann ich sagen: ich wurde bezahlt, ich hatte eine warme Unterkunft, immer jede Menge gutes Essen, aber ich habe leider nicht reiten gelernt, denn es war schlichtweg zu kalt und die Pferde sind damit beschäftigt ihr Gewicht zu halten, auch ohne Reiten. Außerdem war die Hochsaison der Kalbungszeit und keiner der Chefs auf der Ranch hatte auch nur ansatzweise Zeit, mir das Reiten beibringen, geschweige denn, während der ersten zwei Wochen mehr als einige Sätze mit mir zu wechseln, die über die Arbeit hinausgingen.
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          Das Schöne war, dass ich sowohl eine andere deutsche Reisende, Annelie, dort getroffen habe, die mir alles gezeigt hatte, was sie in den letzten zwei Wochen auf der Ranch gelernt hatte und mit der ich dann viele Aufgaben gemeinsam absolviert habe. Und die dortige Schwiegertochter in spe, die ebenfalls in Teilzeit neben ihrem Studium der regenerativen Landwirtschaft auf der Ranch arbeitet, war mit ihren 19 Jahren ein absoluter Schatz, denn sie hat sehr viel mit uns gesprochen, wir haben einen spontanen Mädlsabend mit Musikaustausch und Yoga-Session gemacht und sie hat uns viel über das kanadische Ranchleben erzählt.
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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          Auf dieser Ranch selbst leben normalerweise nur die zwei seniors, Mutter und Vater von der Chefin, die jetzt mit ihrem Mann die Ranches von sich und den Eltern zusammen führt. In der restlichen Saison wird auf einer anderen Ranch, eine Meile weiter runter an der Straße gearbeitet und gewohnt. Zur Kalbungszeit sind aber alle auf dieser ersten Ranch. Grundsätzlich arbeiten für die Familie noch ein Work and Traveller aus Neuseeland, der inzwischen in Anahim Lake wohnt, eine Schweizerei, selber Fall, und ein langjähriger einheimischer Mitarbeiter – drei Personen ungefähr in meinem Alter, die ebenfalls sehr nett waren und mir versucht haben, alle meine Fragen zu beantworten und mir ein bisschen was von der Region zu zeigen. Allerdings bin ich wirklich mitten in der anstrengendsten Zeit gekommen, es wurden Tag und Nacht ständig Kälber geboren und somit vor allem gearbeitet. Das bedeutet konkret: Wir haben die zwei großen Gehege überwacht, in der einmal die älteren und einmal die jüngeren Kühe waren, um zu sehen, ob jemand demnächst kalbt. Dafür gibt es bestimmte Anzeichen, zum Beispiel Absondern von der Herde, Nervosität, der Schwanz steht in die Höhe, das Euter ist sehr voll und das Gewicht im Bauch verlagert sich nach hinten oben. Die so identifizierten Kühe kamen dann in kleine Gehen nebenan und man wartete, ob erst zwei Füße, dann der Kopf und schließlich das ganz Kalb rauskommt. Bei Kühen, wo sich nur ein Fuß zeigt, oder die Kuh sehr lange für die Geburt benötigt, wird sie in einen Stall geholt und festgemacht, so dass man bei der Geburt helfen kann. Sprich, mit kleinen Eisenketten und weiten des Geburtskanals das Kalb mit vereinten Kräften herausziehen. Das durfte ich auch mal machen und ich habe unsere Chefin nach zwei Wochen zum ersten Mal richtig Lachen hören, als ich dabei leider auch die komplette Kuhscheiße abbekommen habe. Danach wurde ich zum respektierten Teil des Teams, glaube ich.
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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          Nach der Geburt geht die Überwachung weiter, das Kalb muss innerhalb der ersten zwei Stunden die erste Milch, das Kolostrum, trinken, wenn es das nicht tut, versucht man ihm quasi die Zitzen in den Mund zu stecken, damit es checkt, wie das Saugen geht. Das ist nicht so einfach, denn diese Art von Kühen ist völlig anders als unsere netten Milchkühe, die menschlichen Kontakt gewöhnt sind. Normalerweise weicht eine Ranch-Kuh sofort zurück, wenn man sich ihrer Schulter bis auf eineinhalb Meter nähert. Das macht zwar das Treiben sehr viel einfacher und planbarer, aber wenn man das Kalb an das Euter bringen will, wird es schwierig. Manchmal reicht ein Korb Getreidekörner, manchmal muss die Kuh zurück in den Stall zum Festmachen.
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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          Wenn alles klappt, machen die älteren Kühe, die schon mehrere Geburten hinter sich haben, einen super Job und kümmern sich um ihre Kälber. Die jungen Kühe hingegen, muss man oft daran erinnern, dass sie ein Kalb haben, wo sie es abgelegt haben und dass sie es wiedererkennen. Das bedeutet, dass ich in den letzten drei Wochen jeweils morgens und abends bis zu einer Stunde lang versucht habe, störrische Kälbchen zu störrischen Müttern zu schieben und eine Liste abzuhaken, wen ich schon allen als Paar zusammengebracht habe. Mit Annelie lief das super, vor allem, weil Annelie die Gabe hatte, alle Mutterkühe zu zählen, so dass wir immer wussten, ob die Anzahl zu den Namen passt. Ich habe das alleine nicht geschafft, aber gegen Ende wurden nur noch Kühe hinzugefügt und keine mehr auf die nächste Ranch weggebracht, wenn sie quasi gut erzogen waren ;-). Da waren es dann immer die gleichen Namen und ich habe täglich Kälberpopos inspiziert, um festzustellen, ob sie Durchfall haben. Das hatten immer wieder welche, diese haben dann Medikamente bekommen.
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          Außerdem gab es noch zwei entzückende Jersey Milchkühe, falls Kälbchen zu Waisen wurden oder die Mutter nicht genug Milch hatte. Als ich gefahren bin, hat eine der Kühe mit zwei adoptierten kleinen Angusrindern in einem Gehege gewohnt, die sich ihre super fetthaltige Milch geteilt haben. Die andere Milchkuh, ich habe sie umbenannt in „Patience“ hat immer wieder verschiedenen Kälbern zwischendurch Milch gegeben und wir durften bzw. mussten den Rest mit einer immer nicht gut funktionierenden Mini-Melkmaschine ausmelken. Notfalls auch per Hand und sie hat viele Liter Milch gegeben. Das Interessante war, dass sie auch nach einer halben Stunde (erst Kalb, dann Melkmaschine oder zwischendurch Wartezeit, weil es irgendwer verbummelt hat), total friedlich im Melkstand blieb und nicht mal mit dem Fuß gezuckt hat. Das habe ich noch nie erlebt, einmal habe ich sie einfach so, ohne Melkstand ausgemolken…sie ist einfach stehen geblieben und hat in Seelenruhe ihr Getreide gemampft.
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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          Eine der Hauptaufgaben für uns als sogenannte Ranch Hands war das Öffnen von Heuballen, die von jemandem mit dem Traktor in die Gehege gefahren wurden. Klingt einfach und nett, ist aber meistens dreckig, eisig, matschig, durchaus gefährlich und staubig. Denn viele der Ballen waren keine in Plastik eingewickelte Silage-Ballen, denen  man das Plastiknetz nur abziehen musste, sondern lagen mit dem Plastiknetz schon den ganzen Winter auf Eis und Schnee. Also musste man den riesigen Ballen an einer Seite aufschneiden, dann von der anderen Seite versuchen, die vereiste Unterseite irgendwie nach unten zu zerren und dann noch das Netz von oben herunterzuziehen. Besondern angenehm: wenn der Heuballen vorher durch den aufgeweichten Kuhscheiße-Mist-Matsch gezogen worden ist!
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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          Nächste Aufgabe war Ausmisten der kleinen Kalbungsgehege. Ich mochte das eigentlich gerne, denn die Aufgabe war sehr klar: Kuhscheiße raus, neues Stroh rein, allerdings war die Scheiße in den ersten Tagen meistens am Boden festgefroren…aber manchmal hat einen das dort drin liegende Kälbchen auch gerne bei der Arbeit abgelenkt; um die Mistgabel zu inspizieren, oder sich streicheln zu lassen. Meistens waren sie aber eher scheu und haben darauf gewartet, dass ihre Mamas vom Fressen zurückkommen.
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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          Dann wieder eine Runde gehen, um zu schauen, ob eine Kuh bereit ist zu kalben. Das war so die tägliche Routine, die uns morgens vier Stunden und am späten Nachmittag ebenfalls mindestens vier Stunden gekostet hat. Zu Sonder-Expeditionen komme ich in einem anderen Artikel…
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          Ich reise und arbeite prinzipiell gerne im Ausland, weil ich gerne neue Kulturen und Menschen kennenlerne. Das war in diesem Fall etwas schwieriger, denn alle, bis auf mich und Annelie und die nette Schweigertochter, haben fast ausnahmslos über die Arbeit gesprochen oder waren bei der Arbeit, Tag und Nacht. Außerdem gab es noch einen Krankheitsfall in der Familie, das hat die Situation sicher nicht leichter gemacht. Ich habe zu Beginn sehr an meinem Englisch gezweifelt, denn ich habe so gut wie niemanden verstanden. Ihr könnt euch ungefähr meine Verwundern vorstellen, als ich jetzt nach drei Wochen zu meiner Mitfahrgelegenheit in die nächste Stadt eingestiegen bin, den ich über zwei Stunden hervorragend verstanden habe ;-). Natürlich ist das Gewöhnung an die Sprache dabei, aber es scheint auch zur kanadischen Ranchkultur zu gehören, einsilbig oder in Kurzsätzen oder Halbsätzen, die Familienmitglieder wunderbar verstehen, zu kommunizieren. Ihr wollt nicht wissen, wie oft ich gefragt habe: "Could you say that again, please?"
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  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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          Nächster Kulturunterschied: das Essen. Sagen wir mal, ich habe noch nie so viel Hackfleisch und Eier zu jeder Tageszeit gegessen. Es war völlig normal, dass es zum Frühstück für jeden mindestens zwei Spiegeleier, dazu entweder Würste oder Fleischpflanzerl gab, dazu so eine Art Riesen-Rösti, also geriebene Kartoffeln in der Pfanne mit Butter angebraten. Ich bin nur deshalb nicht völlig aus den Klamotten rausgeplatzt, weil ich irgendwann auf morgens Joghurt umgestiegen bin (ihr könnt euch die amüsierten Blicke vorstellen) und weil die Arbeit anstrengend war.
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wunderschön war, wenn abends einer der Söhne, der nur am Wochenende da war, weil er unter der Woche bei einer Gastfamilie in der Stadt vier Stunden weiter weg, in die Schule geht, seine Gitarre gepackt hat und Country-Songs gesungen. Ich habe selten jemand Talentierteren mit so einer angenehmen Stimme gehört. Die Stimmung war toll, leider war er nicht so oft da. Als die älteste Generation zwischendurch einige Tage zum Krankenhaus musste, haben wir jüngeren Mädels das Kochen und Backen übernommen und es wirklich schön, etwas zusammen zu machen und dann auch gemeinsam zu essen. Der Rest hat sich meistens nur kurz Teller geholt und ist wieder zum Arbeiten verschwunden. Das Haus stand uns komplett offen, wir durften nutzen in der Kühe und aus dem Vorratsraum, was immer wir wollten. Wir haben dafür auch natürlich auch für alle gekocht, abgespült und ein bisschen aufgeräumt, weil das einfach zu den Dingen gehört, bei denen man keine langen Erklärungen braucht.
         &#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Für mich war es eine neue Erfahrung alleine an einem Ort für längere Zeit zu sein, bei dem der Fokus der Gastfamilie nur auf der Arbeit liegt. Ich war sehr froh über Annelie und die anderen jungen Mitarbeiter, mit denen ich mich dann mehr unterhalten habe. Für mich scheint wohlwollende Kommunikation (mit Wörtern, egal in welcher Sprache) doch ein erheblich wichtiger Teil für mein Wohlbefinden zu sein, auch das gegenseitige Interesse füreinander und die Möglichkeit voneinander zu lernen, Neues zu erfahren und gemeinsam etwas zu erleben. Ich bin sehr froh, dass ich aber auch festgestellt habe, dass ich auch an einem Ort zurecht komme, wo das vielleicht nicht so sehr der Fall ist. Das ist dann kein Ort für mich, wo ich lange bleibe, aber wo ich dennoch eine gute Zeit haben kann, wenn es ein paar kommunikative Menschen gibt und wenn die Arbeit interessant ist. Vielleicht gibt es Menschen, die erst nach Wochen oder Monaten bereit sind, mehr über sich preiszugeben oder sich erst dann für das Leben anderer Menschen interessieren, wenn klar ist, dass diese langfristig bleiben. Oder die einfach in der Hochsaison keine Kraft oder Zeit dafür aufwenden können. Ich habe immer gedacht, dass es eine Frage der Persönlichkeit ist, ob und wie man sich für andere Menschen und Leben interessiert, weniger eine Frage der Zeit oder Dauer, wie lange man jemanden kennt. Vielleicht werde ich es auch nie herausfinden, weil ich meine Gedanken und Gefühle ziemlich auf der Zunge trage, um mich anderen Menschen verständlich zu machen. Und dasselbe gerne von ihnen erfahre, um sie verstehen zu können und ein gutes Miteinander zu finden. Manchmal freue ich mich auch, dass meine Neugier auf die Welt noch immer so groß ist, auch wenn ich nun schon mehr Lebensjahre und Erfahrung auf dem Buc
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           kel habe, als viele andere junge Reisende.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es hat sich gelohnt, nach Kanada aufzubrechen, neue Menschen kennenzulernen, in einer sehr extensiven Landwirtschaft mitzuarbeiten, ein anderes Klima zu erleben und diesem zu trotzen, und die lieben Menschen, die ich kennen und schätzen gelernt habe zu treffen. Ich darf die junge Schwiegertochter in spe zitieren, der ich einen kleinen Abschlussbrief geschrieben hatte. Sie hat mir geantwortet: 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
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    &lt;i&gt;&#xD;
      
           „I am so glad, I got to meet you as well! Your work ethic, humor, outlook on the world, and kind heart is such an inspiration to me! […] Keep on rocking it and don’t forget what you came to do… explore, adventure, meet interesting people, and show the world who you are.“
          &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 17 Apr 2026 04:42:42 GMT</pubDate>
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      <title>Welcome to British Columbia</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Hanni in der großen weiten Welt
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/1000022312.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Seit einer Woche bin ich alleine unterwegs - es fühlt sich gar nicht so lange an, weil ich so viel erlebt habe und so viele neue Eindrücke auf mich eingestürmt sind. Ich versuche das hier mal zu sortieren ;-)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Anreise von München nach Vancouver
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ganz früh in der Früh hat Tobi mich am letzten Montag zum Flughafen gefahren - was lange Zeit etwas unklar war, weil Tobi sich ja leider die Woche davor das Knie ordentlich verdreht, angerissen, gestaucht hat und wir die letzte Woche damit verbracht haben zu Orthopäden, MRTs und Sanitätshäusern zu fahren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich gebezu, dass ich mir manchmal gewünscht habe, schon im Flieger zu sitzen. Nicht, weil ich nicht gerne mit Tobi in Niederbayern bin, sondern weil wir doch mit manchen Lebensbereichen in den letzten Monaten viel Pech hatten und ich mir gewünscht habe, freier von Schwierigkeiten zu sein. Ein mehr als kaputtes Auto inklusive ständigem Pannenservice, Streitereien mit der Versicherung, eine Wohnungssuche, ein kaputtes Knie, viel Nebel, die Suche nach einem neuen Auto und diversen anderen lebensbeschwerenden Umständen habe ich mich danach gesehnt, für möglichst wenig verantwortlich zu sein. Tobi weiß das, wir würden diesen Lebensabschnitt nicht so gestalten, wenn wir uns nicht einig wären, dass es uns beiden hoffetnlich gut tun wird. Nur zur Versicherung, dass wir nach wie vor das Knuddel-Dreamteam-Wir-sind-am-liebsten-immer-zusammen-Pärchen sind. Jeder von uns erhält nur eine Auszeit von dem bisherigen Alltag. Ich in Kanada und Tobi in Niederbayern.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dennoch hat es sich seltsam angefühlt, alleine hinter der Sicherheitssperre am Flughafen zum Gate zu laufen. Ich bin einmal vorher alleine für die Arbeit geflogen, daher war es nicht ganz so komisch, aber doch sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man nicht zusammen wartet, Toiletten sucht (jetzt muss man immer sein Zeug mit auf die möglichst größte Toilette, die man findet, nehmen), ich selbst mein Gepäck in die Abteile über den Sitzen hieven muss und es so still im persönlichen Plauderradius wird.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Tatsächlich glaube ich, dass ich, wenn ich mit Tobi reise, mit mehr Menschen Kontakt aufnehme. Ich dachte immer, ich hätte total authentisch immer dieselbe Persönlichkeit - wenn ich alleine unterwegs bin, genauso wie wenn wir zu zweit reisen -, aber scheinbar bin ich deutlich schüchterner und zurückhaltender alleine. Ich suche gar nicht unbedingt die Gesellschaft anderer oder erst nach einer gewissen Zeit. Vielleicht zeichnet sich eine Partnerschaft dadurch aus, dass es diesen einen Menschen gibt, dessen N
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ähe selbstverständlich ist, den man immer um sich herum haben will oder haben kann, bei dem man sich keine Mühe machen muss für ein schweigendes oder ein kommunikatives Miteinander. Früher habe ich immer Menschen um mich herum gesucht, jetzt merke ich, dass ich gerne Zeit und Ruhe für mich habe. Erstaunlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Flug von München nach Paris war ziemlich ereignislos, in Paris musste ich mein Gepäck abholen und hatte meinen ersten hochinteressanten Kulturschock. Die Rollbänder der Gepäckabholung waren umrandet von arabisch gekleideten Menschen, sehr viele Kopftüchern, Kaftanen, riesigen Koffern und arabisch beschrifteten Paketen, die alle sehr ähnlich aussahen. Ich habe das durch die Bilderkennung gejagt, weil ich neugierig war. Es hat sich herausgestellt, dass viele dieser Menschen frisch aus Mekka kamen und heiliges Wasser in Kartons importiert haben. Ein französisches Ehepaar, das zwei Monate in Asien war, war völlig überfordert von all den Menschen - ich befürchte, sie haben keine besonders netten Kommentare gemacht über "Fremde" in Frankreich. Ich habe versucht, ihnen zu sagen, dass ich verstehe, dass alles "Fremde" einem erstmal Angst macht (so sind wir Menschen eben), aber das es eigentlich sehr schön ist, welche kulturelle Vielfalt am Pariser Flughafen ist. Ich fand es jedenfalls deutlich spannender und interessanter als die Business-Anzugträger am schicken Münchner Flughafen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Außerdem
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
             haben mich diese Pakete schwer an das Weihwasser aus Lourdes erinnert, das Tobi und ich mitgenommen hatten. Die Menschheit mag auf den ersten Blick total unterschiedlich sein, auf den zweiten Blick haben wir aber sehr ähnliche Bräuche, die absolut selben Hoffnungen für ein gutes Leben und im besten Fall kommen wir alle gut miteinander aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Paris hatte ich eine lange Umstiegszeit, die ich auch noch außerhalb der Sicherheitssperre verbringen musste. Für den teuersten Kaffee meines Lebens habe ich mir einen Platz in einem Flughafen-Café gesichert und erstmal einige Telefonate geführt, die ich schon lange auf der Agenda hatte. Von München ging es mit einem Neun-Stunden-Flug nach Calgary und ich hatte mich noch so gefreut, dass ich mega schlau nach dem Sitz am Notfallausgang ergattert habe. Nie wieder, sage ich euch, erstens steht da immer die Schlange vorm Klo, die Leute machen Dehnübungen und dann hat sich auch noch eine osteuropäische Reisegruppe lauthalts festgequatscht, als ich grad schlafen wollte. Beinfreiheit hin oder her, das nächste Mal nehme ich lieber meine Ruhe! 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Calgary hieß es dann, dass ich noch hier an diesem Flughafen meine Einreisepapiere und meine Arbeitserlaubnis checken lassen muss, so dass ich schon dezent Panik entwickelt habe, dass ich meinen Flug nach Vancouver verpasse. Vor allem, als der Immigration Officer gefragt hat, ob ich denn nicht meinen medizinischen Check gemacht habe für das Arbeitsvisum. Eine sehr fiese lange Minute hat er dann seine eigene Webseite gecheckt und Entwarnung gegeben, dass ich das (so wie ich das auch gecheckt hatte vor einem Jahr, aber mich nicht mehr so gut erinnern konnte) nicht brauche. Puh!!!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In Calgary am Flughafen war es dann so schön, dass jemand in der Ankunftshalle Indie-Country-Musik gespielt hat, das hat eine so schöne Atmosphäre gemacht und ich habe mich sehr fröhlich willkommen geheißen gefühlt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jetzt der Schnelldurchlauf für Vancouver ;-). Ich hatte ein nettes Air Bnb, wo ich gleich in der Früh beim Frühstück eine nette Kanadier-Chinesin getroffen habe und wir so ein nettes internationales Gespräch geführt haben. In Richmond, der Stadt direkt unterhalt von Vancouver, wo meine Unterkunft war, sind ungefähr neunzig Prozent der Bevölkerung asiatisch oder asiatischer Abstammung. Egal, ob auf der Behörde, wo ich meine Sozialversicherungsnummer in weniger als einer halben Stunde erhalten habe, oder bei der Bankfiliale, wo ich ein Konto aufgemacht habe - ebenfalls super schnell und super freundlich - oder in allen Restaurants, wo dann tatsächlich auch Chinesisch gesprochen wird (mit allen außer mir und noch zwei westlich aussehenden Personen ;-). Mit dem Skytrain, einer Art S-Bahn, die entweder auf einer Trasse über den Straßen oder unterirdisch fährt, bin ich dann ins Zentrum von Vancouver. Es wird oft von Vancouver geschwärmt, wie schön die Stadt liegt, am Meer, umrahmt von Bergen, mit einer Art "Altstadt" - mir hat das irgendwie nicht so eingeleuchet. Cool sind die Wasserflugzeuge, die man starten sieht, aber Wolkenkratzern und ein paar wenigen kleineren Häusern und Pubs in einer Straße kann ich einfach nicht so viel abgewinnen. Historische Altstädte mit Häusern aus verschiedensten Baustilen, mit Kirchen, Palästen, Gärten oder kulturellen Gebäuden liegen vielleicht eher in meiner DNA bei der Bewertung von schönen Städten.
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Interessant war übrigens auch die Erfahrung, alleine in Cafés oder im Restaurant zu sitzen, zumal ich meistens mein Handy den Kellner*innen zum Aufladen in die Hand gedrückt habe. Dann saß ich auf einmal alleine, ohne Handy da. Das war sowas von ungewohnt, weil ich gar nicht wusste, was ich mit mir anfangen sollte. Ich bin dazu übergegangen, meine Umgebung viel mehr wahrzunehmen; wer neben mir sitzt, wer vorbeiläuft, wie die Häuser gebaut sind, wie schön warm die Sonne durchs Fenster scheint und nebenbei meinem Gedanken nachzuhängen. Es war irgendwie sehr entschleunigend und beruhigend.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Beruhigung hatte ich nötig, dann am nächsten Tag sollte es dann mit einem winzigen Flugzeug in den Norden, nach Anahim Lake gehen...inklusive angekündigtem Schneesturm und lediglich einem Namen von der Familie von der Ranch, wo ich hinwollte. Keine Adresse, Minus 15 Grad in der Früh angekündigt und eine ORtschaft mit 82 Einwohner*innen. Aber davon beim nächsten Mal mehr ;-)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 29 Mar 2026 20:58:28 GMT</pubDate>
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      <title>Das Jahr 2025 – Teil 1</title>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Teil 1
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;a href="/"&gt;&#xD;
    &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20250206_133704.jpg"/&gt;&#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
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&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am zweiten Januarwochenende hat mir Tobi auf einer sehr lustigen Familienfeier jemanden mit den Worten vorgestellt: da ist jemand ein Fan von uns &amp;#55357;&amp;#56842;. Und mir ist das Herz aufgegangen. Uns hatten auf dieser großen Feier von Tobis großem Bruder schon einige Menschen gesagt, wir toll sie unsere Erlebnisse und Unternehmungen finden. Mit am nettesten war die Begrüßung: „Oh Tobi, der Kleine! Du bist genau wie früher und bringst allen Schnaps“, denn Tobi war damals in der Musikkapelle immer einer der Jüngsten gewesen. Dass er nun fast alle überragt, hat niemanden davon abgehalten, in den Kleinen zu nennen und völlig überrascht zu sein, dass er schon seit über sechs Jahren verheiratet ist…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber zurück zu unserem Fan &amp;#55357;&amp;#56842;. Es hat sich herausgestellt, dass die liebe Bekannte immer so gerne unsere Berichte und kleinen Posts liest und sich richtig darüber freut, wenn wir etwas schreiben. Das war so schön zu hören, denn oft sitze ich vor meinem PC und frage mich, wer das liest und ob das überhaupt Sinn macht, zu schreiben. Es ist zwar in jedem Fall auch wie ein bisschen ein Tagebuch für uns, aber als Buch wollte es bisher auch keiner herausbringen. Also wird es wohl einfach weiter ein Blog sein, aber einer, den ich auch wieder mehr wertschätze, weil ich weiß, dass es doch einige liebe Menschen gibt, die ihn gerne lesen!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Jahr 2025 haben wir kaum etwas geschrieben, also werde ich jetzt einen kurzen Jahresdurchgang machen. Vom Obstbäumeschneiden in Niederbayern über wunderschöne arbeitsreiche Monate auf einer Schweizer Alp und einer kleinen Tour de France, die schließlich in eine echte Auszeit in der Bretagne gemündet ist.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Winter und Frühling
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    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
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      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vielleicht passt Winter und Frühling ganz gut zu den beiden Orten, an denen wir in den ersten Monaten des Jahres 2025 gearbeitet haben. Einerseits war Tobi in einem Seminarhaus an unserem damaligen Wohnort tätig, andererseits haben wir beide beim Streuobstbetrieb Stöckl in Niederbayern gearbeitet. Es fällt mir schwer über die frostige, winterliche Zeit am ersten Ort zu schreiben, denn es hat sich herausgestellt, dass dort nicht der richtige Ort für uns war. Auch wenn wir dort viele sehr nette Menschen kennengelernt haben und im Jahr zuvor einen ganzen kleinen Gemüsebetrieb aufgebaut haben (mit Gewächshaus und Businessplan etc.), haben manche Begegnungen dazu geführt, dass wir sehr traurig und psychisch heftig angegriffen nach einem anderen Wohn-, Arbeits- und Lebensort gesucht haben. So viel zu diesem Winter-Teil, wer mehr wissen möchte, darf sich gerne direkt an uns wenden!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der parallel verbrachte Frühling bei Familie Stöckl in Niederbayern, so nennen ich es jetzt mal, auch wenn es manchmal fünf Grad und Nieselregen waren, haben uns oft über die schwierigen Zeiten weitergeholfen. Gemeinsam bei Sonne, Regen, Wind und Wetter die Obstbäume in Zentralbayern so zu schneiden, dass sie optimal wachsen und qualitativ hochwertige Früchte tragen, hat im gemeinsamen Team immer Freude gemacht. Selbst wenn man mit der Mistgabel dem Anhänger hinterherläuft, um den Mist auf der 2 Hektar großen Wiese unter den Bäumen mit Schwung zu verteilen, ist die Arbeit immer wohltuend, nie stressig, aber durchaus herausfordernd und vor allem sehr zufriedenstellend gewesen. Auch die Tage, die ich im Büro verbracht habe, habe ich in guter Erinnerung. Nicht nur, weil immer ein Kaffee und ein Schwätzchen in der Küche mit jemandem aus der Familie möglich ist, sondern auch, weil es ich zwar nach wie vor eine sitzende Tätigkeit vor einem Bildschirm nicht mag, aaaaaaber die Verwaltung eines Betriebs nun einmal sein muss und ich dabei einen Beitrag leisten kann. So nutzt das Computer- und Verwaltungswissen einem guten Zweck und Selbstwirksamkeit hat ja noch keinem geschadet! Der wirtschaftliche Streuobstanbau ist für mich ein Betriebszweig, der wirklich Sinn macht – dort werden Umweltschutz und regionale Lebensmittelversorgung, lokal verfügbare Arbeitsplätze mit hohem Weiterbildungs- und Verwirklichungspotential und der Schutz der Biodiversität zukunftsfähig zusammengedacht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Außerdem haben wir die lustigste Fortbildung unseres Lebens gemacht und sind jetzt Staatliche geprüfte Obstbaumpfleger. Nach vier Ausbildungswochenenden in Passau, so viel Lachen, wie man sich niemals vorstellen kann, ein paar geschnittenen Bäumen, einer saftigen Prüfung haben wir Freunde fürs Leben gefunden und dürfen jetzt ganz offiziell Förderungen aus dem Streuobstpakt beantragen…(oder so ähnlich).
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir haben lange überlegt, ob wir nicht gleich nach Niederbayern ziehen und zu echten Streuobst-Mit-Bauern werden, aber der Drang, nochmal etwas Neues kennenzulernen, war dann doch größer und wir haben uns ziemlich spontan eine Schweizer Alp gesucht. Denn auf die Frage, was wir am liebsten arbeiten, lautet die Antwort scheinbar alle paar Jahre wieder: „Zwischen Kühen sitzen!“
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Deshalb haben wir Anfang Mai unser Hab und Gut in einen Container geräumt (Spoiler-Alarm, dort ist es noch immer!) und den Rest in unser Auto gepackt. Auf dem Weg in die Schweiz, wo wir bereits erwartet wurden, denn die Kühe waren dank des milden Frühlings schon ohne uns auf der Alp, ist uns unser Auto mitten auf der Bundesstraße ausgegangen. Wir dachten beide, wir spinnen. Nach super stressigen Umzugs-/Putz-/Erledigungstagen hatten wir alles in das Auto gequetscht und dann geht es einfach aus. Und es war leider keine einfache Panne, sondern der Motor war kaputt. Ja, richtig gehört, Zahnriemen gerissen, kurz nach der Gewährleistungsfrist und keine Werkstatt, die das so einfach richten kann. Kostenaussicht 5.-10.000€. Wir waren mental so fertig, dass wir eigentlich gar nicht mehr wussten, ob wir lachen oder weinen sollen. Gottseidank neigen wir beide in solchen Situationen nicht zum Verzweifeln, sondern zum sofortigen Handeln und so waren wir ein paar Stunden nach der Panne, in einem zu kleinen Mietwagen mit nur der Hälfte von unserem Zeug, auf der Autobahn Richtung Schweiz. Völlig ungeplant haben wir dann die Nacht mal wieder bei unseren lieben Freunden auf einem Schafshof bei Mindelheim verbracht, zum Weiterfahren war es einfach zu spät. Und am nächsten Tag waren wir in der Schweiz – auf der Alp – und sind dort eingezogen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Drama, wie unser Auto schließlich doch noch repariert worden ist, wie der Mietwagen NICHT zurück an den richtigen Abgabeort gekommen ist und wie sehr wir uns mit der Autovermietung gestritten haben, lasse ich an dieser Stelle aus. Sonst rege ich mich zu sehr auf und ich glaube, das habe ich damals schon genug getan. Seltsamerweise wird alles irgendwann gut – auch wenn es uns zwei Monatsgehälter gekostet hat. Das ist wohl der Preis für das Alles-Gut-Werden, aber im Grunde genommen – und das habe ich von Tobi gelernt – ist es „nur Geld“. Nicht unsere Gesundheit, nicht ein schlimmer Unfall und nicht unser Lebensglück.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zum Thema Geld, ich glaube, das ist ein wichtiges Thema, gerade bei „Weltreisenden“ oder wie sie gesehen werden &amp;#55357;&amp;#56842;. Es mag sie geben, die Menschen, die mit null Euro Startguthaben oder auch nur mit 2000 Euro auf dem Bankkonto um die Welt ziehen. Wir waren das nie und werden das auch nicht sein; denn finanzielle Sicherheit ist mir unglaublich wichtig. Die Frage, woher wir das Geld haben, so viel zu reisen oder nicht jahrelang demselben akademischen Job nachzugehen, hat viele Facetten. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die erste und wichtigste ist, dass wir beide unglaublich großzügige Eltern und Verwandte haben. Wir haben beide ein Studium finanziert bekommen, dazu teilweise auch noch die Mieten als Studenten und wirklich großzügige Geschenke zu Weihnachten, Geburtstagen oder auch einfach sonst einmal. Dafür sind wir unendlich dankbar, denn das Glück, in Familien aufzuwachsen, die uns finanziell und emotional mehr als nur eine stabile Basis gegeben haben, ist weltweit sehr selten. Auch aus diesem Grund schreiben wir über unsere Erlebnisse – damit alle, die es gerne möchten, aber aus verschiedenen Gründen nicht können oder wollen, diese ein bisschen miterleben. Wenn wir das alles erleben dürfen und können, dann möchten wir es so vielen Menschen wie möglich auch zur Verfügung stellen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dieser familiäre Grundstock hat es uns dann ermöglicht, zu sparen und wir sind während unserer Studien beide auch Studentenjobs nachgegangen. Und schließlich haben wir beide gut bezahlte Jobs (für den sozialen Bereich &amp;#55357;&amp;#56841;) gehabt, in denen wir einige Jahre lang gearbeitet haben. Auch wenn wir natürlich viel Geld für die Miete in München und Umgebung ausgegeben haben, pflegen wir außer unseren Reisen und gutem, ökologischem Essen keine kostspieligen Hobbies (okay, das mit dem Tauchen hätten wir nicht anfangen sollen, wenn es danach geht). Sagen wir mal, wie haben keinen kostspieligen alltäglichen Lebensstil – keine unnötigen Amazonbestellungen, kein Schmuck, keine schicken Autos, keine technischen Gadgets, wenig Klamotten und Schuhe, kaum Deko – wobei ich finde, wir haben eh unendlich Kram! – und vermutlich vergesse ich all die Dinge, an die wir einfach nie denken würden, sie zu kaufen. Also zum Beispiel auch kein Haus, kein Grundstück, kein Darlehen dafür und keine finanziellen familiären Verpflichtungen. Das Allerwichtigste finde ich, dass jeder das für sich macht/kauft/tut, was zu ihm passt. Bei uns sind es eben die Reisen, dafür aber viele andere Sachen nicht, die für andere Menschen wichtig sind. Bei all unseren Jobs achten wir darauf, dass wir genug verdienen, um unseren Alltag und die Zeiten der Reisen finanzieren können und nebenher noch etwas für die Rente zur Seite zu legen. Also nein, wir sind nicht die Mit-Null-Euro-Um-Die-Welt-Backpacker. So mutig (?) wären wir nie und wollen es auch nicht sein. Vielleicht ist damit das Geheimnis um unsere Weltreise-Geldbeutel gelüftet &amp;#55357;&amp;#56842;. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Da ich völlig vom Thema abgekommen bin, werde ich über die 22 gemütlichen Schweizer Milchkühe, das kleine Kälbchen und die Tonnen an Käse aus Miraculix Kupferkessel das nächste Mal schreiben! Ich freue mich, wenn ihr dabei seid!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 12 Jan 2026 16:55:22 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Schon wieder von der Wehmut</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kurz vor der Alp-Abfahrt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist einer der letzten Morgen, an denen wir unsere Kühe melken. Und es ist schon wieder ein Abschied. Unser Lebensstil hat es so an sich, dass wir permanent Neues entdecken – aber dazu gehören auch immer die Abschiede von den Orten, Menschen und Tieren, die wir vor gar nicht allzu langer Zeit kennengelernt haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist mir klargeworden, als ich mit dem Melkaggregat (Milchmaschine für Nicht-Landwirte &amp;#55357;&amp;#56841;) wie immer zu meiner ersten Kuh gegangen bin: Delfine, von mir in letzter Zeit liebevoll Fienchen genannt. Sie hat sehr helles Fell, vom Körperbau ist sie ziemlich groß und mehr wie ein Stier. Wenn man sie krault, dann „krault“ sie zurück, in Form von Schlecken mit ihrer Zunge, was super lieb ist, sich aber auf der Haut am Arm ganz schön rau anfühlt. Aber was tut man nicht alles, um Teil der Herde zu sein! Auf jeden Fall ist morgen Alpabtrieb bzw. Alp-Abfahrt, wie ich Tobi seit Tagen korrigiere. Es ist zu weit von der Alp im Kanton Vaud zum Hof in Gstaad, Kanton Bern; deshalb werden unsere Kühe gefahren. Wir verstehen das völlig, aber es fehlt uns dennoch das gemeinsame Nach-Hause-Gehen mit den Kühen. Denn das ist ein Abschied, bei dem man sich voll und ganz auf die Kühe und ihre neugierigen Ausbruchsversuche vom Weg konzentrieren muss. Man ist angestrengt vom Hinterher-, Vorneweg-, Ausbrecher-in-die-Spur-bringen-Laufen und nimmt dennoch den Weg ins Tal in einem langsamen Tempo wahr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei der Alp-Abfahrt dauert es nicht lange und die Kühe werden in den kleinen Transporter verladen, schwups, die kurvige Straße ins Tal gefahren und dann springen sie dort auf die nächste Weide. Ab da sind sie nicht mehr in unserem Verantwortungsbereich. Wenn wir Glück haben, erkennen sie uns noch am Geruch und meiner klangvollen hellen Stimme (wer sie noch nie beim Singen bzw. Rufen gehört hat, dem sei verraten, dass das hier ironisch gemeint ist). Aber meistens gehören wir Älpler ab dem Alpabtrieb nicht mehr zur täglichen Lebensrealität unserer Kühe. Das ist hart für uns, aber nicht für die Kühe. Sie haben dort wieder ihren Bauern, den sie seit ihrer Geburt kennen, der schon so viele Jahrzehnte länger Erfahrung hat mit dem Melken, den Kühen und den Weiden. Wir wissen, dass er sie gut behandelt, gut pflegt, aber wir wissen auch, dass er die Entscheidungen fällen muss, welche Kühe wann gehen werden. Denn er ist der Hauptverantwortliche, auch wenn wir die letzten vier Monate auf seine Tiere geachtet haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist aber nicht nur schwer von den Kühen auf der Alp Abschied zu nehmen – es ist im Grunde auch ein Segen für uns. Denn wir entscheiden nicht, ob eine Kuh geschlachtet werden muss. Wir entscheiden nicht, wann eine Kuh noch wirtschaftlich ist oder ob sie zu krank ist, um weiter zu leben. Wir müssen nicht die Rechnungen bezahlen für Mineralsalz, die Wartung der Melkmaschine, das kaputte Mähwerk, den neuen Laufstall, den Tierarzt, die Besamerin oder eine neue Käsejärbe. Die vier Monate großer Verantwortung für 23 Milchkühe und 5 Jungkühe, die Alp und den Käse sind gefolgt von einer Zeit der Entlastung. Aber ein emotionaler Abschied ist es dennoch; die Kühe sind Lebewesen, mit denen wir eine Beziehung aufgebaut haben. Soweit wir das erkennen können, vertrauen sie uns, folgen uns - manchmal zumindest - von der Weide in den Stall und strecken ihre Hälse, wenn wir sie kraulen. Sie sind flauschig, manche kuscheln gerne, andere wollen einfach nur in Ruhe gemolken werden. Wenn sie krank sind, reiben wir sie mit Salbe ein, lassen uns die Hände einquetschen beim Versuch, ihnen Medikamente zum Schlucken zu verabreichen, wir beobachten, ob sie humpeln und jagen ihnen im Stall hinterher, wenn sie beschließen, dass sie heute gerne das Salz von jedem anderen Kuh-Platz aufschlecken wollen. Am liebsten sehen wir sie beim Grasen rund um unsere Alp, in dieser wunderschönen Landschaft der Schweizer Alpen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir geben unsere Kühe jetzt wieder zurück in verantwortungsvolle Hände; wir legen den Käse in den Gstaader Käsekeller und putzen die Alp so, dass sie im nächsten Jahr wieder bezogen werden kann. Unsere Aufgabe endet am nächsten Freitag. Und damit auch die wunderschöne Zeit auf der Alp La Neyrivue. Wir werden es vermissen hier zu sein, zu leben, zu arbeiten, zu wohnen und unseren Alltag mit den Kühen zu teilen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: Aber wer weiß, vielleicht nur bis zum nächsten Sommer…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 21 Sep 2025 05:52:13 GMT</pubDate>
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      <title>Das Leben geht weiter</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/das-leben-geht-weiter</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein Update
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      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe den Duschkopf kaputt gemacht. Beim Versuch, gleichzeitig zu duschen und die Dusche zu putzen. In unserer neuen Wohnung. Also in unseren eineinhalb Zimmern. Mit Bad. In einem Pfarrhaus im ersten Stock. Und Küche im Keller. In der Nähe von Ingolstadt. Nach einem dreitägigen Umzug, den wir mangels guter Planung und unserem coolen neuen Transporter irgendwie zu zweit gestemmt haben. Ich hasse umziehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           …aber von vorne. Beziehungsweise von da, wo wir aufgehört haben, regelmäßig unseren Blog zu schreiben. Wir haben oft daran gedacht, weitere Artikel zu verfassen, doch das Leben ist dazwischen gekommen. Mit schönen, aber auch mit sehr traurigen Dingen. Ich fasse das Jahr 2023 mal zusammen:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im ersten halben Jahr die Fortführung unserer wundervollen Wwoof-Weltreise, von Australien nach Neuseeland, nach Hawaii und schließlich ins Pantanal nach Brasilien. Ich verspreche, dass ich die unglaublichen Dinge, die wir erlebt haben, auf jeden Fall noch posten werde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im zweiten halben Jahr dann unsere verfrühte Heimreise, die schwere Krankheit meines Papas und sein plötzlicher Tod – mit allen Konsequenzen, die das für eine Familie hat. Der gescheiterte Versuch, einen Hof in der Bretagne zu kaufen – mit der Einsicht, dass niemand, der über genügend Kreditmöglichkeiten verfügt, uns zutraut, eine Landwirtschaft in Frankreich wirtschaftlich erfolgreich aufzubauen. Aber gottseidank auch ein halbes Jahr der überraschenden Begegnungen, einer anstrengenden, aber erfüllenden Apfelernte mit herzensgutem Familienanschluss in Niederbayern, die beste kurzzeitige Anstellung unseres Lebens auf einem völlig betrunkenen Tollwood, ein eigener Weihnachtsstand auf dem Christkindlmarkt in Kelheim und ein sehr weihnachtliches Weihnachten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und jetzt wohnen wir in der Oase Steinerskirchen. Wie wir dorthin kommen? Auch das liegt an sehr netten Menschen. Denn es ist die wichtigste und schönste Erfahrung, die wir auf unserer Reise, aber auch hier in der bayerischen Heimat machen durften. Es sind die Menschen, die entscheidend dafür sind, ob wir uns an einem Ort wohlfühlen. Die netten Menschen, die ihre Häuser und Höfe für Fremde öffnen, die einem Neues beibringen, die sich für Lebensgeschichten anderer interessieren, denen es egal ist, wie alt man ist, woher man kommt, welches Geschlecht man hat, wie groß oder stark man ist. Sondern denen wichtig ist, dass man freundlich ist, vorurteilslos, sich auf Neues einlässt und hilft, wo und so gut man kann. Und diese Menschen gibt es gottseidank überall auf der Welt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hier in der Oase Steinerskirchen, zwischen Ingolstadt und Schrobenhausen, führen die Brüder der Herz-Jesu-Missionare und ihre Mitarbeiter*innen ein Bildungshaus. In einer ruhigen Idylle, die umgeben ist von 30 Hektar ökologisch bewirtschafteter Flächen, auf einem Hügel mit einer hübschen Kirche für die kleinste Pfarrei Bayerns und alle Besucher*innen, die zahlreich zu Seminaren kommen. Und eben diese Gemeinschaft hat uns angeboten, dass wir bei ihnen Flächen für unseren Gemüseanbau pachten dürfen, bei ihnen wohnen können und Tobi eine halbe Stelle als Pastoralreferent ausfüllen kann. Im Idealfall werden wir das Gemüse von unseren 2000 Quadratmetern, die wir für einen ambitionierten Start halten, direkt an das Bildungshaus verkaufen und für die Besucher*innen kleine kulinarische Mitbringsel im Foyer anbieten. Einer der ausschlaggebenden Gründe hierher zu ziehen, ist aber auch unsere Tätigkeit beim Streuobst-Hof Stöckl in Rohr in Niederbayern, die wir 2024 weiterführen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Georg Stöckl hatte uns auf unsere Hofsuche Anfang des Jahres genantwortet, dass er zwar keinen Hof direkt zur Übergabe hätte, aber er könnte sich eine Zusammenarbeit gut vorstellen. Der Kontakt hat sich so nett entwickelt, dass uns, wieder zurück in Deutschland, unser erster Arbeitsweg direkt nach Rohr geführt hat. Wir sind seit September bei Familie Stöckl beschäftigt – haben die Obsternte im September und Oktober zusammen bewältigt, viele tausend Liter Apfelsaft gepresst, lange Gespräche über Streuobstwiesen geführt, durften in der Regierung der Oberpfalz Säfte verkaufen, haben tonnenweise Äpfel sortiert und viele, viele Armmuskeln bekommen. Im gemeinsamen Gespräch hat sich auch die Idee entwickelt, dass wir als Jung-Unternehmer im Dezember mit den Apfel-Produkten auf einen Christkindlmarkt gehen könnten – Apfelpunsch, Apfelbrot, Apfellebkuchen etc. Doch auch darüber werden wir gesondert berichten; ich verrate jetzt schon mal so viel: unser Gewerbe, das wir im September angemeldet haben, ist noch immer nicht vollständig genehmigt; der Christkindlmarkt ist aber schon lange rum… Bürokratiewunder Deutschland, ich wollte es nie so richtig wahrhaben als Juristenkind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun, apropo Juristenkind. Ich habe meinen Papa sehr lieb gehabt. Er war ein wunderbarer Mensch – sicher nicht gegenüber jedem; aber für mich war er es. Er hat mich über alles geliebt, er wäre um die ganze Welt gefahren, um mir zu helfen und – was ich erst jetzt langsam verstehe – er hat meine Entscheidungen, schon als Jugendliche, akzeptiert. Vielleicht fand er sie nicht immer gut oder nachvollziehbar. Aber er hat mich machen lassen. Für beides, seine grenzenlose Fürsorge und sein Vertrauen in mich, werde ich ihm immer dankbar sein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 07 Jan 2024 19:26:29 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>You fly to Honolulu, you lucky things!</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ein Paradies die Erwartungen übertrifft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
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  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20230521_131229.jpg"/&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "You fly to Honolulu - you lucky things!" , so wurden wir von der Stewardess in Auckland begrüßt, die sichtlich neidisch war, ob unseres nächsten Ziels.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Apropo Auckland; kurz vor unserem Flug haben wir uns dort noch mit Finnja getroffen. Finnja ist das super nette Aupair-Mädchen, das wir bei unserer ersten Station in der Nähe von Christchurch getroffen hatten und die inzwischen ihren Einsatzort gewechselt hatte. Bei Finnja haben wir mehrere Dinge festgestellt, die zu sehr interessanten Erkenntnissen über uns selbst geführt haben. Finnja hat nämlich eine andere Sprache gesprochen. Es war eindeutig Deutsch, aber das Deutsch einer 18-Jährigen, das sich erheblich von unserer Alltagssprache unterschieden hat. Auch in diesem Moment ist uns bewusst geworden, dass wir nicht mehr zu der jungen Generation gehören, die nach der Schule in die weite Welt ziehen und erwachsen werden. Bei uns hat es sehr viel länger gedauert, diesen Weg einzuschlagen - aufgrund von Ängsten, Krankheiten oder anders gedachten Lebensplanungen. Finnja hingegen ist mit ihren 18 Jahren auf die andere Seite der Welt gereist, um dort auf fremde fremdsprachige Kinder aufzupassen. Und zwar alleine! Ich habe großen Respekt vor ihr, zumal sie dann auch noch die Familie wechseln musste und sich wieder an einem neuen Ort eingelebt hat. Ich finde es super, wenn junge Menschen so früh lernen, selbstständig zu denken, zu handeln und Entscheidungen für sich treffen, was ihnen gut tut! Und für uns war es schön - wir wurden quasi von einer alten Freundin aus Neuseeland verabschiedet :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ortswechsel: Das Navi im Auto ist programmiert auf "Honolulu". Und jetzt kurz aufgepasst - und zwar egal, ob Reisefans oder Zu-Hause-ist-es-am-schönsten-Blog-Leser. FAHRT NACH HONOLULU. Auch wenn ihr nur einen Tag lang habt, um die Insel Oahu zu erkunden; die Anreise, das investierte Geld und die Zeit lohnen sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oahu, mit seiner Hauptstadt Honolulu, ist einer der schönsten Orte der Welt. Wir haben uns eine Woche lang einfach selig gefühlt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von den weißen Stränden und dem türkisblauen, warmen Meer, von den Bananenstauden, unter denen wir an einem der wenigen privaten Campingplätzen Hawaiis geduscht haben, von der Wärme und Sonne des Tages, die einen auch Abends noch im T-Shirt den Sonnenuntergang hat genießen lassen, von den mit Regenwald überzogenen tiefgrünen Bergrücken, von den Riffen mit bunten Fischen und Schildkröten, die einem gegen die Füße geschwommen sind, wenn man nicht aus dem Weg gehüpft ist, von den Cocktails zu hawaiianischen Klägen und spontanen Tanzeinlagen älterer Damen, von den Kokospalmen (unter die man sich natürlich nicht direkt legt), von den frischen Bio-Litschis, die am Straßenrand vom nächsten Pick-up verkauft werden, von den Familienbarbecues, die stets fröhlich an jedem Strand stattfinden, von Pearl Habour, das zu einem Ort des internationalen Friedens geworden ist, von den Surfern am Waikiki-Beach.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hawaiis Hauptinsel hat unsere völlig überzogenen Fernseh-Erwartungen übertroffen. Vielleicht ist es auch einer der wenigen Orte, wo Amerika so ist, wie es sein sollte. Menschen jeder Hautfarbe und jeder Herkunft leben hier friedlich zusammen - jeder verwirklicht sich so, wie er möchte, die Menschen leben ein Leben im Kreis ihrer Familien und Freunde. Sie nehmen sich Zeit für die wunderschöne Natur und man sieht nicht den allgemeinen Festland-Stress in ihren Augen. Zwei kleine Anekdoten dazu: als wir frisch angekommen waren und in Honolulu eine Sim-Karte besorgen wollten, hat Tobi geparkt und ich habe mich schonmal orientiert. Da läuft ein junger Mann mit Surfbrett die Straße Richtung Strand entlang und fragt, ob wir zufällig eine Schere haben. Er hat unseren vollen Kofferraum gesehen, glaube ich ;-). Ich suche schnell und gemeinsam schneiden wir ein kleines Band von seinem Surfbrett ab, das sich teils aufgelöst hatte. Er ist voller Dank und wünscht uns einen schönen Aufenthalt. Dann stellen wir fest, dass wir kein Kleingeld für die witzigen Parkuhren haben, die natürlich nur eine kaputte Kreditkartenfunktion haben. Mal davon abgesehen, dass die Parkuhren so steinzeitlich sind, dass wir nicht mal die Bedienung richtig checken. Wir halten eine junge Frau an und fragen, ob sie weiß, wie das geht. Auch sie versucht es mit unserer Kreditkarte; als das alles nicht geht, leer sie ihre gesamte Tasche aus und gibt uns ihr Kleingeld, damit wir die Parkzeit einwerfen können. Ich will ihr wenigstens einen äquivalten Dollarschein in die Hand drücken. Aber sie sagt nur: "Welcome to Honolulu!"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 29 Jul 2023 10:43:09 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Goodbye Aotearoa</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/goodbye-aotearoa</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwillinge, Dusty und Biertasting
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als wir uns verabschieden wollten, ging das leider nicht ganz wie geplant. Denn Jack hing an Tobis Bein und hat sich einfach mit jedem Schritt mittragen lassen. Inklusive 5-jährigem Geheul: I don't want that you leave! Stay here!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Derselbe kleine Jack, der uns  mit seiner Zwillingsschwester Elli die Tage zuvor ein ganz bisschen in den Wahnsinn getrieben hat. Naja, so haben wir auch noch auf Englisch gelernt zu schimpfen ;-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das hört sich spannend an? Es kommt noch viel besser; denn Jack und Elli sind nur die zwei jüngsten Mitglieder einer sechsköpfigen deutsch-neuseeländischen Familie, die unsere letzten Gastgeber auf Neuseeland waren. Dukessa ist schon als kleines Kind mit ihrer Familie von Deutschland nach Neuseeland ausgewandert - doch sie versucht, ihr deutsches Erbe zu bewahren und hat jahrelang für ihre Kinder deutsche Aupair-Mädchen eingestellt und mit ihren Kindern deutsch und englisch gesprochen. Die Aupairs war auch nötig, denn Dukessa hat uns erzählt, dass sie die Chefin für den Hochwasserschutz in Auckland war - bevor sie mit ihrem Mann beschlossen hat, dass sie ein anderes Leben führen wollen. Mit mehr Zeit für ihre Kinder und vor allem auf dem Land. Sie konnten sich ein Wahnsinns-Anwesen kaufen, circa eine Stunde nördlich von Auckland; die Ziegen des Schweizer Vorbesitzers gleich inklusive. Daher werden jetzt in der Früh sieben sehr nette Ziegen gemolken und die Milch für den Privatgebrauch verwendet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach unserer fantastischen Erkundung des Hohen Nordens von Neuseeland mit sturmflutartigen Regenfällen haben wir uns also für unsere letzte Woche in Neuseeland ein großes Familienanwesen als Wwoof-Station ausgesucht mit Ziegen, einem tollen Gemüsegarten, einem eiskalten Pool und vor allem vier absolut beeindruckenden Kindern und zwei sehr netten Eltern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die faszinierendsten Erfahrung, die wir dort gemacht haben, war die des Babysittens für einen Abend. Dukessa hat uns gefragt, ob wir bereit wären, einen Abend auf die Kinder aufzupassen, dann könnte sie und ihr Mann Dan mal zusammen Essen gehen. Tobi und ich können ja schwer nein sagen, also haben wir genickt und waren dementsprechend aufgeregt. Wir kannten die vier Kinder, dreizehn, elf und zweimal fünf Jahre alt, gerade mal ein paar Tage - und dann das Ganze noch auf Englisch; und zwei Hunde, davon einer sehr gechillt, der andere ein Ausbund an Energie und Blödsinn im Kopf. Prost Mahlzeit. Gottseidank waren die Eltern zum Abendessen noch da, denn das war der Zeitpunkt, an dem Jack gerne Quatsch gemacht hat und nebenher immer das Essen vergessen hat. Aber was dann passierte, hat uns völlig überrascht. Die Eltern verliesen das Haus, die älteste Schwester brachte die Zwillinge ins Bett und wir schauten mit dem elfjährigen William noch seine Star Wars-Serie. Um kurz vor neun sagte er (ehrlich!): "Für eine zweite Serie ist es schon zu spät, ich muss jetzt dann ins Bett. Soll ich euch noch etwas zum Ansehen in der Mediathek suchen?" Er zappte uns noch zu einer alten Serie, die wir schon ewig mal wieder sehen wollten und verschwand ins Bett. Einmal schrie der kleine Jack nach seinem Kuscheltier, das aus dem Bett gefallen war - Tobi gab es ihm wieder, dann war Ruhe. Und ansonsten haben wir von allen vier Kindern nichts mehr gehört; den ganzen Abend lang, bis die Eltern wieder heimkamen. Und Dusty, der kleine, aufgeregte, schnuffelige Hund? Der wollte auch nur mit uns kuscheln und war ganz brav und zufrieden, wenn wir ihn gestreichelt haben ;-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kinder waren übrigens mit Abstand die selbstständigsten Kinder, die wir je erlebt haben. Abends hat William immer alle Brotboxen hergerichtet, bevor er wirklich beeindruckend Klavier gespielt hat. Die älteste Tochter hat abends die Kleinsten ins Bett gebracht, manchmal auch im Bad fertig gemacht und jeder hat sein Geschirr brav in den Geschirrspüler geräumt. Elli hat mir (mit kleinem Schemelchen und jede Menge Seifenpulver) beim Abspülen geholfen und um die zwei Hunde haben sich alle ohnehin ganz rührend gekümmert. Der ältere Hund hat sich übrigens auch sehr niedlich um den kleinen Dusty gekümmert - obwohl der ständig spielen und der ältere Hund sichtlich seine Ruhe haben wollte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Elli wollte auch unbedingt am ersten Morgen, noch vor der Schule, zusammen mit uns die Ziegen melken. Sie ist wirklich extra früher aufgestanden, das war für uns eine große Ehre; und auch eine Erfahrung, die wir immer sehr schön fanden. Kinder freuen sich so sehr, neue Leute kennenzulernen. Für sie bedeutet es keinen zusätzlich Stress, andere Leute in ihrem Leben und Haus willkommen zu heißen. Egal, wo wir hingekommen sind, die Kinder wollten immer Zeit mit uns verbringen, sie wollten uns helfen (dazu kommen wir im Fall von Elli und Jack noch), sie wollten mit uns spielen und uns nach kurzer Zeit nicht mehr gehen lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So, nun aber: bei Dukessa haben wir vor allem ihre Hochbeete neu gefüllt und die Wege zwischen den Beeten mit Steinen aufgefüllt. Sie hatte extra vom Bauhof Schüttgut geholt, das wir mit Schaufel und Schubkarren zwischen die Beete verteilt haben. Es ging vom Anhänger per Schubkarren über die nasse, abschüssige Wiese und dann wieder etwas bergauf. Und Jack hat es geschafft, ständig im Weg zu stehen - was Tobis Geduld mit einem voller Steine beladenen Schubkarren schwer auf die Probe gestellt hat. Und Elli wollte natürlich auch immer helfen. Irgendwann haben wir es aber geschafft, die beiden - jeden Tag, als sie von der Schule heimgekommen sind und sofort zu uns in den Garten gelaufen sind - für vernünftige Arbeiten einzuweisen. Sie haben dann wunderschön das ganze Schüttgut neben den Trittplatten verteilt. Hund Dusty durfte natürlich auch nicht fehlen, er ist immer irgendwo dazwischen gelaufen. Der andere Hund hat sich hingegen immer bredlbreit dahin gelegt, wo ich gerade arbeiten wollte ;-).
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und noch ein Projekt haben wir in Angriff genommen: die Haselnusssträucher im Hühnergehege! Wir haben uns alles im Internet dazu angelesen und dann ging es los mit kleiner Motorsäge und großer Zwickschere. Wir hoffen sehr, dass der Haselnussertrag im nächsten Jahr hervorragend wird (und wir nicht sämtliche Sträucher zerstört haben). Naja, das werden wir erst in ein paar Monaten erfahren! Schön ist aber, dass wir uns so selbstständig gefühlt haben bei dieser Arbeit. Dukessa hat darauf vertraut, dass wir uns gut informieren, wir mit ihrem Werkzeug umgehen können und dann hat sie uns einfach mal machen lassen. Und wir hatten keinerlei Probleme damit - denn Gartenarbeit ist das beste Beispiel für Learning bei doing...
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie immer waren wir von der großen Gastfreundschaft unserer Gastgeber beeindruckt - auch wenn wir im Lauf der Woche herausgefunden haben, dass wir politisch deutliche Differenzen haben; so fand ich den Rückzug der jungen neuseeländischen Premierministerin ins Private einen sehr mutigen Schritt; kaum jemand in höheren Ämtern gesteht sich und der Öffentlichkeit ein, dass der Arbeits- und Leistungsdruck oft einfach zu viel ist. Unsere Gastgeber waren aber sehr grundsätzlich nicht mit der laufenden Politik einverstanden - sie fühlen sich zunehmenden eingeschränkt durch die Regierung und finden auch, dass zu viele Gruppierungen sozial unterstützt werden, die dies nicht verdient haben. Daher war die Premierministerin ohnehin ein rotes Tuch... Wir haben es in der Woche dann eher vermieden über Politik zu sprechen; hier ist uns doch auch die Sprachbarriere aufgefallen. Und ich mag es generell auch nicht, über Dinge zu diskutieren, bei denen ich mich nicht sehr gut auskenne (wie der neuseeländlischen Politik). Im Alltag aber hat alles sehr gut funktioniert, wir haben die Familie sehr gemocht und ich glaube, Dukessa war froh, dass sie tatkräftige Unterstützung für den Selbstversorger-Garten hatte. Wir haben auch einen Strandausflug mit ihr und den Zwillingen gemacht, inklusive Bierverkostung, als Dukessa uns zu einem Treffen mit einer Freundin mitgenommen hat. Bei diesem Ausflug sind wir erst an einen wellenumtosten Strand gefahren; die Zwilling wollten aber viel lieber mit uns auf den Spielplatz gleich daneben gehen. Auch das haben wir gemacht und, sieh an, Tobi und ich hatten sehr viel Spaß mit den beiden auf einem Trampolin rumzuspringen und ihnen beizubringen, wie man von einem Trampolin zum nächsten kommt. Ich glaube, uns fehlt manchmal das Sorgen-Gen, das Eltern für ihre eigenen Kinder instinktiv haben... und spielen einfach mit ihnen (mit allen Vorzügen: Abenteuer, neues Lernen - und allen Nachteilen: möglicherweise etwas halbsbrecherische Aktionen...).
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            Ein sehr herzerwärmender Moment ist dann in der kleinen Stadt passiert, als wir vorm Biertasting noch ein bisschen Zeit hatten und zur wunderhübsch angelegten Flusslandschaft gegangen sind. Wir haben uns auf den Steg gesetzt und zusammen riesige Fische angeguckt und dann hat Elli mich angestrahlt und gesagt: "Kann ich dir was zeigen?" Sie dann ihrer kleinen Hand meine Hand genommen und mich rennend mitgezogen bis zu einem kleinen Wasserfall, den wir dann gebührend angesehen haben. Da kannten wir uns gerade so fünf Tage und ich hätte sie am liebsten eingepackt, so süß hat sie gelacht. Wir haben übrigens dann auch noch Sticker von ihr an dem Tag bekommen, Tobi eine Leiter und ich ein Küken (s. Fotos). Es war super...
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           Alles in allem war es wieder eine spannende, erlebnisreiche Woche - wir haben etwas über Hochbeete gelernt, über Ziegen (ich durfte sogar Mozzarella herstellen, das ist vielleicht heiß für die Finger!), über Haselnüsse und über Familiendynamiken. Und das Ganze auch noch in einer richtig luxuriösen Unterkunft mit einer richtigen Wohnung für uns. Wie immer in tierischer Begleitung; Dusty war mit der süßeste Hund, der uns auf der ganzen Reise begegnet ist! Es war ein schöner Abschied aus Neuseeland - ein Land, in dem wir so viele nette, herzliche, offene Menschen kennengelernt haben. Die mit den unterschiedlichsten Herkunftsgeschichten in dieser einmaligen Landschaft leben und sie bewirtschaften. Auch wenn es bei ihnen selbst manchmal eher wie ein nebeneinander Herleben wirkt - es wäre, glaub ich, eine tolle Idee, wenn die Neuseeländer sich gegenseitig auf ihren Höfen besuchen und sich über ihre wundervolle Lebensgrundlage mehr ausstauschen würden. Das würde die Stimmung im Land, die wir als etwas frustriert und schwierig erlebt haben, vielleicht wieder heben. Denn privat und zu aufgeschlossenen Fremden waren alle unglaublich freundlich und fröhlich.
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           Ps: Unser Auto konnten wir einfach nicht verkaufen. Wir haben es nicht übers Herz gebracht. Zumindest nicht, es zu Spottpreisen zu verschleudern... und deshalb haben wir es bei einer völlig dubiosen Art Werkstatt, deren Besitzer aber persönlich aber sehr vertrauensvoll wirkte, stehen gelassen. Er wird es dann gegen 20% Provision verkaufen. Ich verstehe überhaupt nicht, warum unsere Mütter uns einfach nicht glauben wollen, dass das schon klappen wird. Sie sind aber auch nicht Dukessa begegnet - sie ist unsere Rückversicherung, falls das mit dem Autoverkauf nicht klappen sollte. Ich habe sie einmal am Telefon mit AirBnb streiten hören. Ich bin mir seeeeeeeeehr sicher, dass sie dem Autoverkäufer die Hölle heiß macht, wenn er versucht, uns übers Ohr zu hauen!
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      <pubDate>Wed, 19 Jul 2023 11:10:51 GMT</pubDate>
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      <title>Brummbrumm auf Neuseeländisch</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aus Sicht von Eddy
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hallo, ich bin der Eddy. Wenn mich Freunde genauer beschreiben würden, dann würden sie vermutlich sagen, dass ich ein gemütlicher, nicht ganz übel aussehender, etwas beleibter Zeitgenosse bin. Mein Nachname heißt Nissan Elgrand, ich bin Baujahr 2006. Prinzipiell geht es mir ganz gut, ich hatte einen ruhigen Frühling und Sommer, bin aber etwas eingerostet.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Seit zwei Monaten habe ich neue Besitzer! Die sind ganz nett, auf jeden Fall ist mords was los, seit die beiden mich gekauft haben. Wir sind schon über die ganze Südinsel von Neuseeland gefahren, da kannte ich bisher nur einen kleine Region. Und stellt euch vor, jetzt sind wir mit der Fähre auf die Nordinsel. Im Gegensatz zu meinem Vorbesitzer sind die beiden sehr soziale Auto-Kumpels. Sie nutzen mich nicht nur, um von A nach B zu kommen, sie schlafen sogar in meinem langen Kofferraum! Sogar frühstücken tun wir zusammen jeden Morgen. Und wenn sie mal in ein Café gehen, bringen sie mir ab und an sogar etwas Motoröl mit, da steh ich total drauf. Nichts für diese neuen, oberschlanken Autos, die da nicht mehr soviel davon brauchen ;-). Ich könnte Liter davon trinken!
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Auf jeden Fall darf ich euch jetzt auf unserer letzten Neuseeland-Etappe mal die Erlebnisse aus meiner Sicht erzählen. Nachdem ich gemütlich bei John auf der Farm eine Woche unterm Baum gestanden bin, ging es wieder los. Und zwar ein ganz schönes Stück Richtung Waitomo, wo die beiden Glühwürmchen anschauen wollten. Keine Ahnung, was das ist, ich habe ja nur Zündkerzen. Aber sie waren ziemlich begeistert, als sie wieder zum verregneten Campingplatz zurückgekommen sind, auf dem ich mich ausruhen durfte. Scheinen ziemlich viele Glühwürmchen und ne wahnsinnig große Höhle gewesen zu sein. Da hätten Sie mich aber trotzdem nicht mitnehmen können, es war unterirdisch und ein heiliger Ort.
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      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ui, aber am nächsten Tag ging es dann nach Hobbiton!!! Das war sooooo toll, weil wir uns nämlich während der Reise nochmal alle drei Herr der Ringe-Filme abends im Auto angesehen haben. Und dann sah das aber exakt so idyllisch aus, wie im Film. Kleine Hütten in den Hügel gebaut, Butterbier, das einen ganz schön betüddelt macht und die internationalste Besuchergruppe, die man sich nur vorstellen kann. Den Guide aus Kanada haben meine beiden Fast-Native-Speaker ja mal gar nicht verstanden, sie waren voll im Neuseeland-Slang.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der größeren Stadt Hamilton waren die beiden dann in ziemlich coolen international angelegten Gärten. Und das Schöne: sie waren auch noch kostenlos. So teuer es manchmal im Ausland sein mag, es gibt auch nette Orte, die gratis sind. Ich hab bei sowas immer Verschnaufpause gemacht und mich mit den anderen Autos auf den Parkplätzen unterhalten. Wir hatten ja keine Verständigungsprobleme, ursprünglich sind wir nämlich alle aus Japan. Aber mit Import nach Neuseeland selbstverständlich bilingual.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leider, leider hat mein altes Problemchen an der Rückscheibe in den nächsten Tagen ziemlich geleckt - aber ich habe versucht, dass es möglichst nur einen von den beiden beim Schlafen mit Wassertropfen erwischt. Ist mir ganz gut gelungen! Aber dafür, dass die beiden Luftmatratzen mit der Zeit Löcher bekommen haben, dafür konnte ich wirklich nichts. Ich habe einen fast geraden Kofferraum...
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine beiden Mitfahrer hat der ganze Regen und das kalte Wetter übrigens nicht davon abgehalten, eine der bescheuertsten Aktionen überhaupt durchzuführen. Sie sind eines Tages mit mir an den Strand gefahren. Bei ordentlich Wind und Regen. Und dann haben sie auch noch zwei Schaufeln ausgeliehen und sind irgendwo am Strand verschwunden, hinter einem Felsen. Nach einer Stunde sind sie patschnass und völlig verfroren wieder aufgetaucht und ich habe sie aber sowas von sofort zur warmen Campingplatzdusche gefahren. Und stellt euch vor: am nächsten Tag haben die das wieder gemacht!!! Da habe ich mich dann doch mit ein paar einheimischen Autos unterhalten, das kam mir alles sehr neuseeländisch vor. Scheinbar gibt es an diesem Strand eine heiße Quelle, also Wasser, das richtig warm aus dem Boden sprudelt. Blöd war nur, dass am ersten Tag schon die Flut da war und die lieben Menschen, die versucht haben, eine kleine warme Badewanne bei gefühlten 15 Grad zu schippen, ständig von eiskalten Wellen überspült wurden. Am nächsten Tag haben sie es wohl dann mit vielen Leuten zusammen geschafft, einen Pool zu buddeln. Sie kamen deutlich fröhlicher und weniger verfroren zurück :-).
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
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      &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Halbinsel Coromandel, wo wir da übrigens waren, gehört zu den schönsten Orten Neuseelands. Allerdings haben wir das durch den Regenschleier nur ein bisschen gesehen. Aber was soll man machen?
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Statt zu verzweifeln, sind wir in die Hauptstadt gefahren, um auch Schlechtwetterprogramm zu machen: auf zum Rugby-Spiel im Eden Park. Das war vielleicht lustig, ich hab sogar was mitbekommen, weil ein Parkplatz in der Nebenstraße vom Stadium frei und kostenlos! war. So nette Fans und so ein seltsamer Sport. Diesmal hat unsere Mannschaft gewonnen. Wir waren eigentlich für die andere Mannschaft, aber Hanni und Tobi haben vorm Stadium nur Fanartikel für das Heimteam erhalten. Macht nix, die einen waren hellblau, die anderen dunkelblau - war kein emotionales Problem für uns.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Nun kommen wir zur einzigen Wwoof-Begegnung, die nicht besonders nett war. Wir sind, wie ausgemacht, auf einem Pferdehof angekommen. Dort wollten wir ein bis zwei Wochen bleiben, mitarbeiten und großartig angekündigt war, dass meine beiden Besitzer dann auch mal richtig reiten lernen. Finde ich persönlich als ihr Transportmittel ja nicht nötig, aber bitte. Keiner hat die beiden empfangen, die Unterkunft war so dreckig, dass die beiden nicht mal einen Fuß hineingesetzt hatten und als der Besitzer dann hereingeschneit kam, hat er gemeint, die beiden und die netten französischen Mädels, die am Tag vorher gekommen waren, um drei Monate zu bleiben, könnten sich einfach aus dem Kühlschrank bedienen. Im Kühlschrank waren zwei Toastpackungen und ansonsten war alles in der Küche grob widerlich. Wir sind kurzerhand am nächsten Tag wieder gefahren, Hanni hat der Wwoof-Seite geschrieben, dass dieser "Gastgeber" von der Webseite gelöscht werden muss und dann haben wir noch den französischen Mädels organisatiorisch und emotional geholfen, von dort wegzukommen. Interessant ist, dass meine beiden Fahrer früher bestimmt länger geblieben wären - aber sie haben wohl gelernt, dass man sich wirklich nicht alles gefallen lassen muss. Das haben sie zumindest beim Fahren bequatscht. Ehrlich gesagt, habe ich mich ein bisschen gefreut. Ich wusste, dass wir nur noch zwei Wochen zusammen hatten und statt im Pferdemist zu stehen, wollte ich viel lieber mit den beiden weiterreisen! Und das haben wir dann auch gemacht...
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind gemeinsam in den hohen Norden Neuseelands gedüst. Das sommerlich tropische Wetter war allerdings mehr ein winterliches Überschwemmungswetter. Während meine lieben Begleiter gemütlich geschlafen haben, wäre ich beinahe am Campingplatz in einem See aus Regenwasser versunken. Das haben Hanni und Tobi dann beim morgendlichen Aussteigen auch festgestellt. Na, wir sind noch losgekommen und dank meines erheblichen Protestes sind wir auch nicht die völlig überschwemmte Bundesstraße gefahren. Das hätte mein Auspuff nämlich nicht mehr mitgemacht und wir wären genauso in der Riesenpfütze gestrandet wie manch anderer... wir sind dafür abenteurliche Umwege gefahren, bis wir endlich am Nordcap, dem Cape Reinga angekommen sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich hätte beinah laut gehupt, so schön war es da! An diesem Ort, so sagen die Maori, verabschieden sich die Seelen von ihrem irdischen Leben und ziehen weiter in das nächste Leben. Ein Gänsehaut-Ort, der aber mit seiner strahlenden Schönheit, dem weißen Leuchtturm, den zusammenfließenden Wellen der beiden Ozeane und den grünen Klippen verheißungsvoll und friedlich wirkt. Wir waren alle innerlich ganz aufgeräumt und glücklich dort.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Doofe war, dass wir diese innerliche Ruhe auch dringend gebrauchen konnten, ich habe mir nämlich am nächsten Morgen auf dem Campingplatz einen Platten gefahren. Sowas von gemein, sag ich euch, einfach die Luft raus. Und weil ich so neben der Spur war, konnte ich den beiden auch nicht sagen, dass mein Reservereifen unter dem Kofferraum eingebaut ist und Hanni musste telefonieren und telefonieren mit der nächsten Werkstatt und wie wir dort hinkommen könnten. Gottseidank halten Camper zusammen und es dauerte nicht lange bis ein ausgebildeter Hobby-Auto-Doktor kam und meine Batterie aufgeladen hat und das Reserverad schließlich doch noch montieren konnte. Ich mache die Sache mal kurz, mir ist der Zwischenfall ja seeeeeeeehr peinlich, denn die beiden wollten mich ja in den nächsten Tagen verkaufen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich hatte mir aufgrund der aufregenden Fahrt und der vielen Kilometer einen Riss in der Felge zugezogen. Aber in Neuseeland ist das Autosystem ja etwas schwierig, es gab keine Ersatzfelge im Umkreis von 100km und jede Werkstatt hat uns weitergeschickt. Erst gegen vier Uhr hatte jemand die geniale Idee, dass man meine Felge einfach ein bisschen zusammenschweißen könnte und dann würde der Reifen wieder gut halten. Mehrere gute Seelen haben uns schließlich Freitag Nachmittag um 16:55 Uhr unsere Weiterfahrt gerettet und mich liebevoll verarztet. Wir waren also bereit für das letzte Wwoof-Abenteuer und ebenso meinen Weiterverkauf...
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mehr dazu lest ihr im nächsten Blogeintrag.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Hup-Hup
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Euer Eddy
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 17 Jul 2023 17:32:26 GMT</pubDate>
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      <title>Apfelvertrauen &amp; Gangkriminalität</title>
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  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hawke's Bay, Rotorua, Bay of Plenty
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Hawke's Bay ist der Obstgarten Neuseelands und die Region, wo wir eigentlich zuerst hinwollten. Denn der Obstgarten wurde durch den Zyklon Gabrielle im Februar zerstört und wir wollten helfen. Das ging dann leider nicht, denn es gab keine Fähren (s. letzter Artikel zum Fährdesaster in Neuseeland), so dass wir uns nicht als Helfer*innen anbieten konnten. Wir sind nach unserem Tongariro-Crossing dann durch einige der zerstörten Dörfer und Felder gefahren und waren wirklich entsetzt, wie die Schlammlawinen die gesamte Landschaft völlig verändert haben. Ob sich dort jemals wieder Menschen oder Landwirtschaft ansiedeln, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dennoch war nicht alles zerstört und unsere nächsten Wwoof-Gastgeber wohnten dort auf einer intakten kleinen Farm in der Nähe von Nelson; die zwei Briten Alistair und Jane. Und auch Christine, Alistairs Mutter wohnte auf dem Grundstück mit ihrem entzückenden Schoßhund Lucy-Lou. Ich habe immer über kleine Hunde gelacht und fand sie irgendwie doof. Aber Lucy war dermaßen niedlich, dass ich sie gleich bei unserer Ankunft hochgehoben und geknuddelt habe. Die Woche bei unseren britischen Gastgebern war wundervoll - ein eigenes kleines Cottage mit Bad und Küche, unterhaltsame Teepausen auf Christines Terrasse mit Christine, die etwas schwerhörig war und wir immer nicht genau wussten, ob es an unserem Englisch oder ihren Ohren lag. Auf jeden FAll können wir UNS JETZT AUCH PRIMA SEHR LAUT AUF ENGLISCH UNTERHALTEN. Alistair und Lucy-Lou waren natürlich auch da. Gearbeitet haben wir durchaus hart, doch das Kompliment am Ende hat sich gelohnt. Jane sagte, wir hätten die Ehre der deutschen Wwoofer wiederhergestellt, sie hätten jetzt neues Vertrauen. Es waren wohl in den vergangen Monaten einige sehr junge Deutsche da, die weder Eigeninitiative, noch Arbeitsinteresse gezeigt haben, sondern vor allem mit ihrem Handy gespielt haben.
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            Wir hingegen hatten wirkliches Interesse an den zwei Hektar Land, das mit unzähligen Haselnuss-, Walnuss- und Obstbäumen bepflanzt war. Wir haben wilde Rosen entfernt und dabei die tollsten Arbeitshandschuhe der Welt kennengelernt (aus Leder, den ganzen Arm hoch), wir haben Rasen gemäht mit Freischneidern (australisch: Whipper-Snipper :-) ), Zäune aufgewickelt, Walnüsse aufgesammelt und getrocknet und schließlich sogar Apfelbäume geschnitten. Es war ganz faszinierend für uns, dass Alistair nach einer längeren Erklärung uns einfach seine Apfelbäume überlassen hat und wir haben natürlich unser Bestes gegeben. Was im Übrigen verdammt schweißtreibend ist, wenn man ständig die Leiter hoch und runter muss, die richtigen Äste ausfindig macht und sich über die Baumkrone in drei Metern Höhe lehnt und trotzdem nicht an den letzten zu entferndenen Ast kommt. Am Rande erwähnt, kostet es durchaus Nerven, sich mit dem Partner darüber zu kabbeln, warum man jetzt welchen Ast abschneidet oder stehen lässt - wenn eigentlich beide erst eine Stunde Apfelschnitt-Erfahrung haben :-). Aber auch das haben wir gemeistert und hoffen nun, dass an Alistairs Bäumen im nächsten Jahr wieder zahlreiche Äpfel wachsen.
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            Nach der menschlich super netten und landwirtschaftlich sehr interessanten Woche ging es hoch in den östlichen Norden, mit einem kleinen Umweg über Rotorua, dem geothermalen Zentrum Neuseelands. Rotorua ist auch ein Zentrum der Maori-Kultur und so haben wir uns entschieden, ein sogenanntes Hangi mit Haka-Tanz zu besuchen. Ein Hangi ist ein traditionelles Essen, bei dem in einem Erdloch mittels heißer Steine und Glut Gemüse und Fleisch gegart werden. Das Buffet war unglaublich vielseitig und qualitativ hervorragend; tatsächlich schmeckt das Essen durch den rauchigen Geschmack und die lange Garzeit deutlich anders als unsere Gaumen es gewöhnt sind. Wir saßen an einem internationalen Tisch mit Australiern, Kanadiern und noch irgendeine Nationalität, an die ich mich nicht erinnern kann. Ehrlich gesagt, ist es auch völlig wurscht, weil es sich gezeigt hat, dass man mit Menschen aus allen Ländern gut quatschen kann. Mit den einen mehr, mit den anderen weniger, das liegt dann aber nicht an der Nationalität - sondern meistens an kommunikativen Fähigkeiten, die sich oft auch im Beruf widerspiegeln. Der Herr, der unsere Tischrunde inoffiziell geleitet hat, war verantwortlich für mehrere Einrichtungen für behinderte Menschen im Süden Australiens.
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           Selbst der Haka - der Kriegstanz der Maori war sehr gelungen, denn er wurde nicht von irgendwelchen Schaupspielern vorgeführt, sondern von den sympatischen Mitgliedern der lokalen Maori-Community, auf deren Gebiet auch einer der faszinierendsten Geysiere der Welt liegt. Der größte Geysir der südlichen Hemisphäre ist in Wolken gehüllt und lila beleuchtet vor uns aufgestiegen und hat geblubbert. Nebendran gibt es Treppenstufen, die von unten gewärmt werden - es war ein wunderschöner Abend!
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      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Doch auch in Rotorua ist nicht alles so in Butter, wie es auf diesem Hangi erschien. Unsere britischen Gastgeber hatten uns vorgewarnt, dass in der Gegend sehr viele arme Menschen bzw. auch Menschen, die ihre Wohnungen beispielsweise während Covid verloren haben, von der Regierung in die vielen Motels in Rotorua gesteckt wurden. Auch, weil es einen erheblichen Mangel an erschwinglichem Wohnraum in Neuseeland gibt. Corona ist zwar in Neuseeland ziemlich rum, aber die Menschen sind geblieben. Wohin sollten sie auch? Tatsächlich haben wir in Roturua Probleme dieser missgestalteten Wohnungspolitik gesehen.
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      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Nicht ganz so wohl haben wir uns tatsächlich auch außerhalb unserer nächsten Farm gefühlt im Nordosten der Nordinsel. Mal davon abgesehen, dass ich es ziemlich cool finde, wenn die Dorfjugend auf dem Pferd zum Subway reitet, war der nächstliegende Ort wirklich heruntergekommen. Ob die Jugendlichen nicht besser in der Schule aufgehoben gewesen wären, ist hier auch die Frage. Auf der Farm hat man uns dann erzählt, dass die Gegend durchaus berüchtigt ist für seine Gangs und Bandenkriminalität. Aber wenn man die Jungs, die mit aufgemotzten Motorrädern durch die Straßen fahren, freundlich grüßt, hätte man wohl nichts zu befürchten. Na, Prost Mahlzeit!
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      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Wir hingegen haben uns innerhalb der größten Farm, die wir je gesehen haben, sehr wohl gefühlt; nach kleinen Anfangsschwierigkeiten, da unser Gastgeber John derzeit auf Keto-Diät war und Tobi und ich nicht eine Woche lang Hackfleisch und Eier zu jeder Tageszeit essen wollten. Aber John war sehr nett und hat uns einfach jede Menge Geld in die Hand gedrückt und zum Einkaufen geschickt. Was durchaus zu seinem Vorteil war, denn ab diesem Zeitpunkt haben wir die Regie in der Küche übernommen. Tatsächlich habe ich das aber gerne gemacht - denn John hat gleich nach der ersten gekochten Mahlzeit gesagt, wie dankbar er ist, dass er nach einem Tag langer Arbeit vor einem leckeren Essen sitzt :-).
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           Dennoch: die Farmzeit bei John war ein durchaus sehr alternatives Erlebnis. Mit allen Vor- und Nachteilen. Nachteil: Maus läuft durch die Küche. Vorteil: Man lernt Baggerfahren. Nachteil: spartanisches Bad. Vorteil: Wir durften einfach die 200 Kühe mit-melken, die übrigens nur einmal am Tag gemolken werden. Nachteil: Man muss selber Essen kochen. Vorteil: Man darf ohne Sattel die anwesenden Pferde reiten. Egal, ob man es kann oder nicht. Tobi hat sich klasse geschlagen, er ist sogar auf das Pferd aufgesprungen!!! Hanni hat sich hingegen gewundert, warum ihr Pferd nicht so schulmäßig reagiert. Als John sagte, super, die Pferde wurden nie geschult und sind ewig nicht geritten worden, war das dann auch geklärt.
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           John hat mit seinen super lieben Mitarbeiter*innen die 200 Milchkühe und ungefährt 100 Kälber gemanaget auf 100 Hektar. Nebenher hat er in den letzten Jahren einen Avocado-Garten angelegt und baut Kiwis an. Alles öko und mit einer unglaublichen Ruhe und Beständigkeit. Er hatte es im Leben wirklich nicht leicht, er kümmert sich auch noch um seine verrückte Mutter (seine Worte, sie ist wirklich sehr speziell gewesen) und hat es an einem bestimmten Zeitpunkt geschafft, all die Grantigkeit in echte Selbstliebe zu verwandeln. Wir haben sehr tiefgründige Gespräche geführt über Gott und die Welt. Und es ist beeindruckend zu sehen, wie John beispielsweise seine junge Angestellte auf der Farm fördert und ihr alles beibringt, vor allem Selbstvertrauen. Auch uns hat er wirklich beraten und intensive Gespräche mit uns geführt zu unserer künftigen Farm. Wir haben ihn dafür zu seinem neuen Logo beraten und zugeredet, dass er öko bleibt, auch wenn das in Neuseeland wenige finanzielle Vorteile bietet. Und dann haben wir noch nen Haufen Feuerholz produziert. Am meisten hat mich dabei gefreut, wie stolz Tobi auf mich war, als ich den Haufen Baumstämme, die kreuz und quer übereinander lag, mit der Motorsäge bezwungen hat. Und ich habe gestaunt, warum Tobi die riesigen Klötze mit der Axt auseinander bringt, wo meine Axt nicht mal drin hält, wenn ich mit voller Kraft draufhaue. Aber auch das hat Tobi mir beigebracht und mit dem richtigen Schwung, kriege ich jetzt auch einen gewissen Durchmesser gespalten.
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            Im Grunde war es bei John das echte Wwoof-Erlebnis. Man lebt und arbeitet zusammen, man darf alles ausprobieren und hilft bei allem. Sogar seinen Kälbchen durften wir mit Medizin versorgen. Auch wenn keiner von uns jemals vorher das Maul von einem Kalb aufgedrückt hat und eine lange Stange mit einer Tablette darin versenkt hat. Seit der Zeit auf dieser Farm sind übrigens kaum mehr Klamotten auch nur halbwegs sauber. Ich sage nur, auch neuseeländische Kühe können panik-schei***.
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           Und natürlich haben wir auch nichts dagegen gesagt, als wir auch auf dieser Farm mal wieder Süßkartoffeln ausgraben sollten. Hier war es etwas einfacher, da sie auf Hügeln gewachsen sind. Aber ja, wir können bestätigen, dass die Kumara-Ernte in diesem Jahr nicht so besonders ist und wir sie NIE anbauen werden ;-).
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  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 16 Jul 2023 14:06:24 GMT</pubDate>
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  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wwoofen auf zwei Inseln
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    &lt;/span&gt;&#xD;
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem wundervollen Besuch von unseren lieben Freunden Corinna und Felipe aus München, mit denen wir den Süden der Südinsel unsicher gemacht haben, sind wir in Richtung Norden gefahren zu unserer nächsten Wwoof-Station. Und weil wir gerade heimatlich unterwegs waren, hat es sich wundervoll getroffen, dass wir bei Eva und Christian mit einer österreichischen Jause begrüßt wurden! Die beiden haben einen paradiesischen Obstgarten aufgebaut mit unzähligen verschiedenen Obstsorten, drei Schäfchen und zusätzlich einen riesigen Gemüsegarten. Wir waren wirklich beeindruckt, wie hübsch man seinen Garten (und sein Haus!) anlegen kann. Die Woche war für uns wunderbar, wir hatten einen modernen eigenen Schlafraum, durften das modernste Bad Neuseelands benutzen und haben für die Familie das Erdbeerbeet einmal durchgesiebt. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass wir das alle nochmal besser hätten absprechen müssen. Im Endeffekt haben wir nämlich auch all das Gute aus dem Boden herausgesiebt, nur um ein paar böse Wurzeln loszuwerden...naja, wir haben alle dazugelernt! Auf jeden Fall haben wir eine eigene kleine Erdbeer-Anzucht angelegt mit 150 Setzlingen!
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Nach dieser ruhigen, sehr angenehmen und kulturell heimatlichen Woche haben wir uns zu einem ganz speziellen Abenteuer aufgemacht, einer Dreitages-Wanderung durch den Abel-Tasman-Nationalpark. Um es kurz zu machen: die Landschaft mit goldenen Sandstränden und Regenwald direkt an der Küste war wunderschön. Sein eigenes Zelt und Essen für drei Tage herumzuschleppen war weniger schön. Die Nacht im Zelt am einsamen Strand mit Vollmond haben wir sehr genossen, die kaputte Matratze, die ihre Luft über Nacht entleert hat, eher weniger. Nach zwei Tagen haben wir dann einfach das Wassertaxi genommen und festgestellt, dass wir jetzt genug gewandert sind und trotzdem ganz viel gesehen haben :-)
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           .Na, und dann wollten wir gerne mit der Fähre auf die Nordinsel übersetzen. Wer in den letzten Monaten in Neuseeland war, der weiß, dass das Thema Fähre äußerst heikel ist. Es gibt zwei Fährunternehmen, die beide ständig Probleme mit ihren Fähren haben. Das bedeutet, dass sehr häufig Fahrten ausfallen, sie die Passagiere umbuchen müssen und manche Menschen wochenlang auf eine neue Überfahrt warten. Wir hatten davon natürlich gewusst und selbstverständlich rechtzeitig gebucht. Morgens um sechs Uhr standen wir am Fähranleger. Außer uns: niemand. Wir haben irgendwann herausgefunden, dass unsere Fähre abgesagt wurde, aber wir keinerlei Nachricht erhalten haben. Das Blöde war nur, dass ich einen Arzttermin für den Nachmittag in Wellington, auf der anderen Seite des Cook-Straße ausgemacht hatte. Und an Arzttermine kommt man als Ausländer erheblich schwierig. Wir sind also aufgebracht zum Büro der anderen Fährgesellschaft gefahren, weil dort das nächste Boot ablegen sollte. Die Dame sagte uns an dieser Stelle seelenruhig, dass wir die nächsten Tickets für ein Boot in zwei Wochen kriegen könnten. Also haben wir weiter gerödelt und haben festgestellt, dass zwar bei unserer Fährgesellschaft niemand ans Telefon geht, dass aber sehr wohl das Büro am anderen Ende des Hafens offen hat. Das Ende vom Lied war, dass wir - allerdings mit Priorität! - vor der nächsten Fähre um 11 Uhr in der Stand-by-Position warten durften. Falls noch Platz auf dem Boot frei wäre, dann dürften wir mitfahren, so das Versprechen. Und tatsächlich, wir hatten Glück und fünf Minuten vor meinem Arzttermin standen wir doch glatt vor dem Ärztezentrum in Wellington. Wie absurd Arzttermine im Ausland ablaufen, ist dann wiederum eine andere Geschichte. Sie wollten mich doch glatt fast zurück auf die Südinsel schicken, weil mein Ultraschall-Befund nur an die Ärtzin zurückgehen könne, die mich dort untersucht hatte und die Überweisung an den Ultraschall-Arzt geschrieben hatte. Am Ende hatten alle Mitleid mit mir und sagten mir, dass sowieso alles in Ordnung sei und dass sie mir AUSNAHMSWEISE den Befund ausdrucken würden. Mit Menschlichkeit lösen sich dann doch die meisten Probleme.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber weiter in der Reiseroute! Es war Ostern :-). Und weil Tobi und ich normalerweise großes Familien-Kirchen-Feiertags-Getöse gewohnt sind, wollten wir auch hier etwas Besonderes unternehmen. Am Karfreitag ist Tobi daher in einen vollgestopften katholischen Maori-Gottesdienst in einem Vorort einer kleinen Stadt gegangen. Am Karsamstagabend kam dann das Highlight, denn wir hatten zufällig von einem Heißluftballon-Festival mitten im Nirgendwo gehört. Tatsächlich haben sich dort auf einer riesigen Wiese tausende Menschen und unzählige Food-Trucks versammelt, um bei leiser Beschallung einer netten Band nach Einbruch der Dunkelheit zehn Heißluftballons im Takt der Musik leuchten zu sehen. Es war toll und wir waren glücklich (und uns war sogar fast warm mit unseren jeweils zwei Hosen übereinander, einem Neopren-Schwimm-Shirt, zwei Pullovern, T-Shirts und unseren Jacken).
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      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Auch wenn es uns schwer gefallen ist, das alleine, in vollkommener Freiheit zu Reisen wieder aufzugeben, haben wir unsere nächste Wwoof-Station angesteuert. Wie immer hat es sich sehr gelohnt, denn Daniela, die sich nach kurzer Zeit als Deutsche herausgestellt hat, die vor langer Zeit nach Neuseeland ausgewandert ist und den Kiwi Chris geheiratet hat, hat uns herzlich empfangen. Die nächsten Tage haben wir mit Chris vor allem Süßkartoffeln (hier Kumaras genannt) ausgebuddelt - mal ehrlich, das ist eine Schweinearbeit. Die Kumaras wachsen unterirdisch wie Kartoffeln. Überirdisch hingegen bilden sie ein unendliches Blätter-Schlingpflanzen-Gewirr, dass man nur unter erheblichem Kraftaufwand entfernen kann. Und wenn es dann endlich mit dem Messer und jeglichem Körpereinsatz auf einem riesigen Haufen liegt, beginnt man in der in unserem Fall nassen, schweren Erde, mit der Grabgabel den gesamten Acker umzupflügen, um die violetten Knollen im Boden zu finden. Und das möglich unversehrt, ohne ständig eine aufzuspießen, die man dann nicht richtig lagern kann. Gemeinerweise war die Ernte dieses Jahr auch noch so richtig mies... Aber: wir haben ganz viel von Chris über Bodenbearbeitung gelernt - wir durften keine einzige Wurzel vom Boden entfernen, Chris hat uns immer wieder ermahnt, dass der ganze Humus unbedingt auf dem Acker bleiben muss. (Man erinnere sich, an der Station vorher haben wir die komplette Erde gesiebt und alles rausgeschmissen, was nicht durchs Sieb gepasst hat.) Danach musste man die Kumaras dann noch waschen und ganz vorsichtig abbürsten. So begeistert wir vom Blaubeeranbau sind (die werden wir auf jeden Fall auf unserem Hof haben), so wenig wird es bei uns Süßkartoffeln geben. Niemals! Auch wenn sie gedünstet und mit Salz und Butter echt hevorragend schmecken.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Schöne bei Chris und Daniela war, dass ihre Farm komplett ökologisch geführt war. Auch die hunderten Schafe, die sie haben, werden rein ökologisch gezogen und es geht ihnen gut. Nach der Umstellung auf Bio hat es einige Jahre gedauert, bis sich die Böden und die Tiere an die neue, natürliche Bewirtschaftung gewöhnt hatten. Aber seitdem haben sie auf der Farm sehr viel weniger Probleme als vorher. Die Tiere sind widerstandsfähiger und bekommen nicht dieselben Krankheiten ihrer konventionellen Nachbarn. Chris und Daniela bauen eigentlich Macadamia-Nüsse an und haben sogar eine Verarbeitungswerkstatt vor Ort. Ich durfte einmal sogar die Schoko-Macadamia-Nussriegel mit Labeln versehen. Tobi haben sie da lieber nicht rangelassen als er schon bei dem Wort Schoko-Riegel leuchtende Augen bekommen hat!!! Am Ende der Woche hat uns der am ersten Tag noch sehr wortkarge Chris - der mit 77 mehr Power und Kraft hatte beim Ackerbau als wir beide und nebenbei noch Surf-Wettbewerbe gewinnt - mit kleinen Tränen in den Augen verabschiedet und gesagt, wir dürften jederzeit wiederkommen. Haben wir uns doch in sein Herz gequatscht und gearbeitet beim Kumaras ausbuddeln!
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      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Für uns ist es dann weitergegangen auf die andere Seite der Insel. Allerdings mit dem winzigen Zwischenstopp, dass wir die Tongariro-Überquerung gehen wollten. Dazu werde ich nichts schreiben, es gibt aber einige Fotos, unterlegt mit Musik, die die vorerst letzte große Wanderung meines Lebens illustrieren. Am Ende haben wir den Schicksalsberg aus dem Herrn der Ringe bezwungen - niemand sollte so etwas freiwillig machen müssen, der arme Frodo und Sam ;-)! Fotos findet ihr auf Instagram!
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
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  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 05 Jun 2023 23:38:18 GMT</pubDate>
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  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wenn man sich am anderen Ende der Welt trifft
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ...um gemeinsam Neu(see)land zu entdecken. Es war so schön und unvergesslich, dass ihr beiden einmal um die Welt gereist seid, um euren Urlaub mit uns zu verbringen und uns zu besuchen. Und natürlich, um uns unsere warmen, kuscheligen Schlafsäcke vorbeizubringen ;-).
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    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So lautete unser Instagram-Post an Corinna und Felipe, die doch tatsächlich um Weihnachten herum gefragt hatten, wo wir denn im März sein würden. Eine Woche später schrieb Corinna: "Felipe sucht schon nach Flügen." Wir waren völlig perplex, da Neuseeland ja wirklich das Reiseziel ist, das am weitesten weg von Deutschland ist. Und wir haben uns unglaublich gefreut, einen Teil unserer Reise gemeinsam mit Freunden zu erleben.
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    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es wurde noch viel toller, als gedacht. Wir vier haben uns prima verstanden (alle wussten, dass Felipe morgens einen Kaffee braucht und ich jede Menge Schlaf), sogar beim Goldgräber spielen gleich an unserem ersten Reisetag haben wir uns geholfen. Aber leider trotzdem kein Gold gefunden, auch wenn Tobi und Corinna so fest daran geglaubt hatten als wir uns in einem kleinen ehemaligen Goldgräberdörfchen drei Goldpfannen ausgeliehen haben. Einige eiskalte Füße und Hände, einen Snack und zwei riesige Eistüten für Felipe und Hanni - Corinna wollte gerade nicht, Tobi hatte Magenprobleme und musste leider mit großen Augen verzichten - fuhren wir mit unserem super Van Eddy weiter an die Ostküste nach Dunedin. Wir wollten unbedingt Pinguine sehen, die dort immer abends an die Küste schwimmen und in ihre Nester in den Dünen klettern. Leider war die geführte Tour erstens wahnsinnig teuer und zweitens hatten sie keine Plätze mehr. Da half auch alles betteln nichts. War aber eigentlich auch nicht nötig, denn wir haben schließlich von etwas weiter oberhalb auf der beeindruckenden Otago-Halbinsel mit unserem Fernglas und einer netten anderen deutschen Familie wunderbar diese süßen kleinen Wesen auf den Strand wackeln sehen. Alle waren glückselig! Solange bist uns aufgefallen ist, dass wir wohl kein Essen mehr bekommen würden, da in Neuseeland allerhöchstens bis halb acht in jedem Restaurant gekocht wird. Fünf Minuten vor Supermarkt-Schließung konnten wir wenigstens noch Chips ergattern... Das kommt davon, wenn man so ausgiebig reist ;-).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Den nächsten Tag haben wir damit verbracht, die Küste der Südinsel abzufahren und immer wieder stehen zubleiben und bei plötzlichem Sonnenschein wundervolle fröhliche Meeresbewohner zu beobachten. Seehunde und Delphine sind durchs Meer gehüpft und Tobi hat es sich nicht nehmen lassen, ebenfalls in das eiskalte Wasser zu hüpfen, um mit seinen Lieblingstieren, den Delphinen, zu schwimmen. Wir anderen standen mit Mütze, zwei Hosen und dicken Jacken am Strand :-). An diesem Tag hatten wir gottseidank ein Appartment und konnten uns, von Hanni langersehnte, Spaghetti mit Tomatensauce kochen und auch am nächsten Tag ausgiebig frühstücken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt stand noch ein Highlight auf unserer Reiseliste, der Milford-Sound. Ein Fjord, der weltbekannt für seine Schönheit und Unberührtheit ist. Und übrigens auch für sein Regenwetter. Doch diesmal war uns das Glück hold und die Sonne schien die ganze Bootsfahrt über. Wir alle waren sehr glücklich und tief beeindruckt, von den hohen Bergwänden, dem tiefblauen Wasser und dem sehr nassen Wasserfall, der bei Wind auch uns alle auf dem Schiff erwischt hat. Den Abend haben wir dann erst mit einem ebenso weltberühmten Ferg-Burger ausklingen lassen - erstaunlich, wie ein Fast-Food-Restaurant solch einen Ruf bekommen kann. Die Burger waren auf jeden Fall riesig und lecker, aber man konnte sich kaum wo hinsetzen, so groß war der Andrang.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir waren richtig traurig, als wir dann nach einem witzigen letzten Cocktailabend in der Bar wieder Abschied nehmen mussten. Für uns waren die Tage mit unseren beiden Freunden mit die schönste Zeit in Neuseeland. Es ist einfach etwas anderes, wenn man Erlebnisse zusammen teilt, wenn jeder gute Ideen und witzige Gesprächsbeiträge beisteuert und man gemeinsam die Welt entdeckt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Liebe Corinna, lieber Felipe, wir danken euch so sehr, dass ihr einmal um die Welt geflogen seid, eure Reisepläne mit unseren zusammengelegt habt und wir uns so toll verstanden haben. Wir werden die Tage in Queensland, Dunedin, den Catlins und am Milford-Sound nie vergessen und haben so viel gelacht. Und wir haben endlich nicht mehr gefroren :-))).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 28 May 2023 01:14:30 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Kiwis, Kiwis, Kiwis</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/kiwis-kiwis-kiwis</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grün, großartig, Greenwashing in Neuseeland
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20230317_110420.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ach, Neuseeland - ich habe da eigentlich immer an das Auenland aus den Herr der Ringe Filmen gedacht. Grün, ökologisch, extensive Tierhaltung, Bio-Lifestyles-Restaurants, Menschen, die auf den Wert der Natur achten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind inzwischen seit zweieinhalb Monaten in diesem Land und Neuseeland schaut an manchen Stellen wirklich aus wie die Hobbitlandschaften. Zwei wirklich ökologische Höfe haben wir mit intensiver Suche gefunden, Greenwashing ist zwar vielen Neuseeländern ein Dorn im Auge, aber grundsätzlich allgegenwärtig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            An vielen Stellen sieht man radikal abgeholzte Hügelketten mit tonnenweise Resten an Rinde und Zweigen von Pinien-Monokulturen. Dazwischen schlammige, abgerutschte Hänge, weil der Boden bei schweren Regenfällen einfach heruntergewaschen wird. Viele Straßen sind daher teils einspurig oder weggeschwemmt; in Neuseeland hat es - laut Aussage eines Einheimischen (Kiwi 1) - seit 18 Monaten nur geregnet. Die großen Schäden, die der Zyklon Gabrielle im Januar angerichtet hat, sind zum Teil auch auf diese rücksichtlosen Rodungen zurückzuführen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist auch nicht unüblich, dass man an Horden von Kühen und Schafen vorbeifährt, die teilweise auf engstem Raum grasen, obwohl wahrlich genug Fläche da wäre. Die Abwässer der Tierhaltung werden einfach ungefiltert in die Wasserwege geleitet, eine Vielzahl an Seen ist nicht zum Schwimmen geeignet, weil sie zu verseucht sind. Bioprodukte findet man kaum, höchstens in größeren Städten gibt es Bioläden, die den Stand von deutschen Reformhäuser von 1970 haben. Kaum jemand ernährt sich ökologisch und selbst an unseren Wwoof-Stationen wurde Glyphosat verwendet, um die Wiese um die Terrassen "schön" zu halten. Die Kiwi-Plantagen (Kiwi 2), Äpfel-Hektare usw. sind reine riesige Monokulturen, die nur von ausländischen Pflückern beerntet werden. Das Gemüse im Supermarkt stammt hingegen aus Australien und der Käse wird aus Europa importiert. So viel zu diesem angeblich so grünen Land. Die Wirtschaft ist es auf jeden Fall nicht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da Neuseeland relativ groß ist, aber nur wenige Menschen hier leben, ist aber gottseidank auch viel Platz für echte grüne Landschaften und Wildnis. Wir haben unfassbar schöne und wilde Flusstäler, raue Gebirge, tiefblaue Seen, weiße Gletscher und grünen Hügel gesehen. Sind stundenlang durch Regenwälder mit Riesenfarnen gefahren, haben aber leider nie Kiwi Nummer drei, den flugunfähigen Vogel gesehen. Dafür unzählige andere Vögel, Insekten und Meerestiere! Die Küsten sind oft unverbaut und in den Bergen in der Mitte der Südinsel sieht man kilometerweit kein Haus. Dieses Fehlen von Zivilisation war sehr wohltuend und das, was Neuseeland so deutlich von Europa unterscheidet und macht auch Mut für eine wachsende Weltbevölkerung. Ein bisschen Platz wäre in Neuseeland noch ;-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir hoffen sehr, dass Neuseeland insbesondere in seiner Forst- und Landwirtschaft umdenkt. Das Potential dieser Landschaften, der Natur und der Offenheit der Menschen ist enorm. Wir haben bei Neuseeländern, Franzosen, Engländern, Österreichern und Deutschen gewohnt, - die sich alle miteinander mit vielen weiteren Nationalitäten zwei kleine, klimatisch äußert günstig gelegene und beeindruckende Inseln teilen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ansonsten lassen wir an dieser Stelle mal die Fotos sprechen. Der Text soll nur eine kleine Einführung geben, dass nicht jede Ecke in Neuseeland so atemberaubend aussieht :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 10 May 2023 07:01:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/kiwis-kiwis-kiwis</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Ein Brite, ein Neuseeländer und eine Deutsche</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/ein-brite-ein-neuseelaender-und-eine-deutsche</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein wahres Witzgespräch
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20230504_111637.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als wir nach einem Tag strömenden Regens endlich an einem Campingplatz im hohen Norden von Neuseeland angekommen sind, springt Hanni aus dem Van und läuft durch den Regen zur Rezeption. Dort stehen zwei Männer im Weg, die sich angeregt unterhalten. Hanni schlüpft durch sie durch (es regnet!!!) und es entspinnt sich folgendes Gespräch:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Brite (derzeit wohnhaft in Australien):
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oh Mann, was für ein Wetter - wir haben sowas von Pech mit unserem Urlaub!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Neuseeländer (Inhaber des Campingplatzes):
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Naja, also soll ich Ihnen noch was verraten? Es regnet die ganze Woche so weiter ;-). Aber wenn deutsche Camper kommen, denen sage ich immer, dass am nächsten Tag strahlender Sonnenschein ist. Ach, übrigens, wo sind Sie denn her?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Johanna:
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus Deutschland ;-). Aber wir haben festgestellt, dass es in Neuseeland meistens eine Woche regnet, eine Woche schön ist.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brite: Wir haben nur zehn Tage.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Johanna: Ach, und der Wetterbericht ist sowieso immer falsch. Das Wetter ändert sich hier ständig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuseeländer: Du weißt schon, dass der führende Wettervorhersager in Neuseeland aus Deutschland kommt?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brite: Oh, ich habe fünfzehn Jahre in Deutschland gelebt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Johanna: Ui, wo denn?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brite: Ach, ich war bei der Armee, wir waren vor allem in der Gegend um Hamburg, Hannover, aber auch runter nach Bielefeld etc.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Johanna: Wart ihr auch im Süden? Bei München? An den Alpen? Da ist es besonders schön!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brite: Aber natürlich, ich bin mit meiner Frau sechs Wochen durch ganz Europa gefahren! Neuschwanstein und so (er spricht das so aus: Njuswanstin).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuseeländer: Also München haben wir nicht gefunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Johanna: Wie, nicht gefunden??? Es ist schon eine größere Stadt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuseeländer: Naja, wir kamen aus der Schweiz und auf keinem Schild stand Munich ausgeschrieben. Wir sind dann nach Salzburg und Berlin gefahren. (Anm. der Autorin: auf spätere Nachfrage: das war tatsächlich kein Witz, sie wussten nicht, dass Munich auf deutsch München heißt).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ach, ich war übrigens bei der Marine, wir durften damals als erste Nation nach dem zweiten Weltkrieg den Jangtse mit dem Schiff herunterfahren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brite: Na, das dürfte sich nur wiederholen, wenn ihr jetzt dort einfallt...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Brite reibt sich seinen Arm und sagt: Ach, es geht jetzt schon wieder, ich packs mal.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Johanna schaut fragend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brite: Ach, ich bin auf dem Gras hier auch noch ausgerutscht, wirklich furchtbarer Urlaub. Als wir gestern hier am Flughafen angekommen sind, hatten wir eine Stunde Verspätung. Dann mussten fünf Flugzeuge auf einmal abgefertigt werden und tausend Personen durch die Grenzkontrolle. Deswegen sind wir zu spät zum Wohnwagen-Verleih gekommen. Sie waren gerade noch da, haben uns aber erklärt, dass sie eine Viertelstunde später zugemacht hätten, auch wenn sie die Flugdaten der Kunden haben. Wir hätten dann morgen Früh wieder kommen können... Dann haben wir den Campingplatz angerufen, um zu sagen, dass wir etwas später kommen. Die Dame am Telefon hat erwidert, ob er eigentlich wüsse, dass sie auch ein Leben zu führen hätte. Also ich halte die Gastfreundschaft in Neuseeland nach bisherigem Stand gescheitert. Also Sie (meint den Neuseeländer) sind aber ja sehr nett.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuseeländer: Da gebe ich ihnen absolut recht, dass was in Neuseeland nicht stimmt. Wir sind irgendwie nicht wieder richtig in die Pötte gekommen nach Covid.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Brite: Also wir wollten morgen hier eine Bootstour machen, die wurde jetzt auf Freitag verschoben, wo wir abends nach Hobbiton wollten. Das Tongariro-Crossing hat schon für nächste Woche seine Tour verschoben...hoffentlich klappt noch alles.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuseeländer: Ach, hoffentlich ist mein Rasen ganz geblieben bei Ihrem Sturz?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Brite: Aber ja, nur ein paar Grashalme haben gelitten, die habe ich wieder zurückgelegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Johanna kringelt sich vor lachen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Brite verabschiedet sich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuseeländer: Also, du brauchst nur einen Stellplatz für eine Nacht?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Johanna: Ja, genau, ohne Strom, das wäre toll. Einfach ein Stellplatz, wo wir nicht so nass werden. (Es schüttet draußen weiterhin).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuseeländer: Aber klar, ich geb euch den mit Sonnenschein, ohne Regen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Johanna: Das wäre klasse :-)... mal ehrlich, hört man eigentlich meinen deutschen Akzent?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuseeländer (zögert kurz): ein bisschen, aber einige Wörter sprichst du exakt aus wie ein POM.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Johanna: Was ist denn ein POM???
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neuseeländer: Prisoner of Mother England :-). Ach übrigens, die Briten sind bekannt dafür, sich dauernd zu beschweren...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Johanna: Achja, wir Deutschen auch. Aber in der jüngeren Generation wird's besser ;-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: So geht Völkerverständigung!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 09 May 2023 04:36:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/ein-brite-ein-neuseelaender-und-eine-deutsche</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Motorsägen und Meinungsbildung</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Home away from home
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20230308_115102.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kann man sich mit Menschen gut verstehen, die völlig andere Werte und Ansichten haben als man selbst? Bisher dachte ich immer, das wäre ausgeschlossen. Ich habe während Corona jegliche Diskussion mit Corona-Leugnern/Verharmlosern/Schimpfern schlichtweg umgangen oder mich abgewandt. Bei befreundeten Zweiflern, die im Rahmen dessen Sorgen oder Ängste ausgedrückt haben, war das natürlich etwas anderes!
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Na, und dann wäre da noch, dass ich als Juristenkind aufgewachsen bin - mit zwei Eltern, die über Jahrzehnte für den bayerischen Staat gearbeitet haben. Familiär haben wir sozusagen immer das Team Rechtsstaat, soziale Marktwirtschaft, Errungenschaften der Demokratie, Wahlpflicht, Verfassungsgericht, gesetzlich verpflichtete Krankenversicherung, ordentliches Schulwesen etc. angefeuert. Ich habe daher ein großes Grundvertrauen in gut geführte Gerichte, die Ausbildung unserer Ärtze, die Grundversicherung in Krisenzeiten und zusätzlich die Entscheidungsfindung basierend auf wissenschaftlichen Studien.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Andererseits sehe ich mich als Weltenbürger. Was das heißt? Ich finde, ich habe kein Vorrecht auf meinen deutschen Pass - ich hatte einfach nur Glück, in einem Land geboren zu werden, in dem Frieden und Wohlstand die Normalität sind. Aber ich finde, dass jeder Mensch auf dieser Welt das Recht auf diese Lebensbedingungen hat. Daher denke ich, dass jeder Mensch auch ein Recht, diese Bedingungen zu suchen und in einem Land zu finden, das möglicherweise nicht sein Herkunftsland ist. Wir alle auf der Welt müssen dafür sorgen, dass das jeder Mensch so leben kann. Und nicht die Grenzen eines Landes für andere Menschen schließen, in dem wir zufällig geboren wurden.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ihr fragt euch vermutlich, warum ich über solche Themen schreibe und was das mit einer Weltreise zu tun hat. Die Gespräche mit unseren Wwoof-Gastgebern Judy und Grant, einem neuseeländischen Ehepaar mit sehr netten Kindern und Enkeln, haben mich dazu angeregt, über diese Themen nachzudenken. Auch weil die beiden manches etwas sehr anders gesehen haben als wir.
            &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Das Schöne war, wir konnten Meinungen austauschen und dennoch die des anderen stehen lassen. Ehrlich gesagt, habe ich das selten erlebt, dass man wirklich mit ähnlichen Redeanteilen einfach seine Position darlegt, sich nicht verteidigen muss, sondern einfach sagt, wie man so denkt und der andere hat zugehört. Danach hat der andere hat seine Meinung gesagt und dann hat jeder ein bisschen nachgedacht, glaube ich. Das war ein wirklich positives Erlebnis.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Das Schönste an unserer Wwoof-Station war aber, dass wir uns bei Judy und Grant einfach wohlfühlen durften. Sie haben uns gleich beim Reinkommen gesagt, dass bei ihnen gilt: Feel at home and help yourself. Wir durften also auch bei ihnen kochen, haben jeden Abend mit Grant ein Bierchen auf der Terrasse genossen, hatten ein eigenes Badezimmer und gemütliches Schlafzimmer und waren aber auch immer eingeladen, den Abend mit ihnen im Wohnzimmer zu verbringen. Sie haben uns gemästet, alles über ihr Leben erzählt, alles mit uns geteilt, haben uns die Gegend gezeigt und wir sind sogar zu ihren Kindern mit Enkeln zum Besuch gefahren. Es war Wwoofen, wie man es sich im allerbesten Fall vorstellt. Ein interkultureller Austausch, jeder trägt etwas bei (Grant hat sich in unseren Apfelstrudel verliebt :-) ), man diskutiert die Weltthemen und hat sich nach einer Woche richtig gern.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Außerdem haben Grant und Judy ein paar Charaktereigenschaften, die ich sehr bewundert und genossen habe. Neben ihrer Großzügigkeit und Offenheit, fremde Menschen einfach in ihr Zuhause aufzunehmen, haben uns die beiden sehr viel beigebracht und uns ermutigt, Dinge auszuprobieren. Grant hatte beispielsweise ein Quad - das ist absolut nötig auf einer Farm, man kann circa drei Leute drauf transportieren und jede Menge Gerät. Er hat uns dann erklärt, wir man das Ding fährt, damit wir es in diesen Tagen nutzen können. Als wir dann das nächste Stück zusammen fahren wollten, hat er MICH gefragt, ob ich jetzt nicht fahren möchte. Ich bin Feministin (eine, die für die Gleichberechtigung der Geschlechter ist!), weil unsere Gesellschaft noch lange nicht so weit ist, Frauen dieselben Dinge zuzutrauen wie Männern. Aber dass ein weißbärtiger neuseeländischer mittelälterer Herr zuerst die junge Frau - und nicht den Mann - fragt, ob sie sein Quad fahren will, hat mich trotzdem überrascht. Er hat uns später gesagt, dass er das oft so macht, vor allem auch mit seinen Enkelkindern. Die/Derjenige, der bei etwas am Unsichersten ist oder am meisten Sorgen oder am wenigsten Erfahrung hat, denjenigen fragt und ermutigt er zuerst. Es ist ein tiefes Zutrauen in die schüchterneren Menschen der Weltbevölkerung und ein toller Charakterzug, jungen Menschen neue Erfahrungen und mehr Selbstvertrauen zu ermöglichen. Entgegen jeglicher Vorurteile, seien es das Alter, das Geschlecht oder die Herkunft. Grant und Judy haben in uns eigentlich nur gesehen, dass wir alles lernen können, wenn wir wollen. Und Grant hat wirklich nicht an Lob gespart, als er uns dann behutsam, aber mit demselben Zutrauen wie für das Quad oder das Traktorfahren, Motorsägen verschiedener Größen in die Hand gedrückt hat.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Wir hatten viel Spaß, wir haben neue Menschen richtig kennengelernt, wir haben viel gelernt und wir hoffen, dass wir für Grant und Judy gute erste Wwoofer waren. Sie haben auf jeden Fall weitergemacht und uns ein total süßes Review geschrieben:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Friendly, helpful and positive
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Wow, what a wonderful couple Tobi and Johanna are. We have enjoyed their week stay with us very much. They have been willing, capable and keen to learn and try new things including using farm machinery and the quad, which they both did very well. Both are passionate about sustainable living and organic growing and they have some real dreams to live and farm that way when they return home. Judy and I wish them all the best for their future together and, knowing that they are genuine, honest and strong, have no doubts they will achieve their plans. Well done, travel safely and thank you again.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Ps: The apple strudel was fantastic!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pps: Die Fotos, die augenscheinlich nicht vom Farmleben erzählen, stammen von zwei Ausflügen! Einmal zu einem nahegelegenen Wildfluss und einmal zum Lake Takepo, eine faszinierende Landschaft mit kargen Hügel und einem tiefblauen See.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 22 Apr 2023 08:09:56 GMT</pubDate>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Vegane Gartenbeete</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/vegane-gartenbeete</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wwoofen in Neuseeland zum Ersten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20230304_122933.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir haben lange nichts geschrieben. Warum? Die Gründe dafür sind wahrscheinlich genauso interessant wie die Erlebnisse der letzten Wochen. Also fange ich erstmal mit einer Entschuldigung an: Liebe "Follower" - und das meine ich im besten Sinne -, es tut uns leid, dass wir in den letzten Wochen unseren Blog nicht so regelmäßig geführt haben. Viele von euch schreiben uns immer so aufmunternde Worte zu unseren Artikeln. Das tut gut zu wissen, dafür schreiben wir!
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Ich glaube, dass wir jetzt nach fünf Monaten des Reisens ein bisschen müde geworden sind. Wir sind jeden Tag unterwegs, jeden Tag begegnen uns neue Menschen, neue Landschaften, neue Städte, jeden Tag schlafen wir an einem anderen Ort. So sehr das ein Traum ist, den wir hier leben, so anstrengend ist er auch. Nicht zu wissen, wo man am Abend schläft, wie die Gastgeber der nächsten Wwoof-Station sind, wo man was zu essen findet, hält einen im dezenten Dauerstress (Tobi möchte dieses Wort eigentlich nicht v. Unsere Tage sind gefüllt von morgens bis abends, wir nehmen uns selten die Zeit, einen Tag einfach nur an einem Ort zu bleiben und vielleicht auszuspannen. Wenn wir gerade nicht mit dem Auto auf der Straße sind, stehen wir an einem Parkplatz oder Campingplatz und beantworten Mails, versuchen Bilder auf Instagram zu posten, zu telefonieren, um unsere Kontakte in Deutschland zu pflegen, die weitere Reise zu planen oder - vielleicht am mental herausfordernsten - unsere Zukunft auf einem Hof zu planen. Nur falls jemand glaubt, eine Reise und ein Urlaub wären dasselbe :-).
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Dann gibt es noch den anderen Grund, warum wir mehr offline sind und der wäre, dass wir in Neuseeland in einem Land gelandet sind :-), das uns kulturell sehr nah ist. Teils auch landschaftlich mit Bergen, Seen, Weiden, Wiesen und Wäldern, kulturell auf jeden Fall. Jeder dritte ist hier eingewandert, die meisten aus Europa. Vermutlich haben wir während der Zeit in Australien viel Austausch mit Zuhause gebraucht, weil so viele fremdartige Eindrücke nach einem bekannten Ausgleich verlangen. Neuseeland hingegen ist klimatisch mild bzw. eher kühl, die Menschen sprechen besser verständliches Englisch, es ist ein kleines Land mit Wohlfühlcharakter.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            So, jetzt reicht es aber mit dem Meta-Lamentieren, ihr seid bestimmt gespannt, wie unsere Wwoof-Erlebnisse waren. Eins sei im Vorhinein verraten: sie waren international und völlig unterschiedlich.
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Ein paar Tage nach unserer Ankunft sind wir bei einer französischen Paar mit zwei kleinen Kindern angekommen. Dort haben wir im Hausbus gewohnt - dieser ist in keinster Weise vergleichbar mit dem Caravan aus Australien, lediglich von außen... Innen war der ehemalige Reisebus ausgebaut mit Badewanne, Komposttoilette (die aber leider verstopft war, sonst wäre das cool gewesen) und einem sehr bequemen Doppelbett. Wir waren auf der Banks Peninsula, ein Naturparadies in der Nähe von Christchurch.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Unsere Gastgeber Marine und Sebastian waren sehr nett, wir haben viel gequatscht und gelacht; leider waren sie auch ziemlich vegan, allerdings nicht von der Sorte Veganer, die genau wissen, was sie tun und hervorragend kochen können. Es war eher so, dass der Kühlschrank wenig Zutaten enthielt und am ersten Tag in der Früh keiner wach war und wir in der Küche keine Chance hatten, etwas Essbares zu finden. Kein Brot, keine Milch oder Milch-Ersatz fürs Müsli, kein Obst... gottseidank kam Marine irgendwann und hat uns die Reste der selbstgemachten Hafermilch aufgemixt und wir konnten Müsli essen.
             &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Unsere Arbeit bestand dann auf dem coolen acht Hektar großen Gelände daraus, einen Teil der Wiese zu entfernen und die Erde für das Gartenhaus zu präparieren, Gartenbeete zu bauen, zu platzieren und mit einem Holz-Erde-Kompost-Gemisch zu füllen. Leider war die Rolle vom Schubkarren kaputt, was mit einer vollen Ladung Erde ziemlich unangenehm ist. Aber irgendwann kam der neue Reifen, wir haben ihn montiert (Tobis Frage: wieso kannst du das? Konnte ich beantworten mit: Ich habe immer mal wieder versucht, mein eigenes Fahrrad zu richten, das hilft!) und es ging besser ;-). Etwas überrascht waren wir jedoch, als ich Sebastian sagte, dass ich Tobi brauche, um einen vollen Schubkarren Erde zu schieben, weil der zu schwer ist für mich. Daraufhin sagte er: Achso, das wüsse er ja gar nicht, er habe noch nie selber so einen geschoben. Im Lauf der Woche haben wir dann erfahren, dass eigentlich alles, was bisher im großen Garten um das Haus geschehen ist, von Wwoofern gebaut wurde. Das Hühnerhaus und Gehege, das Spielhaus für die Kinder, das Baumhaus und die Hundehütte, in dem ein nicht erzogener, junger Hund den ganzen Tag an der Leine gelegen ist, obwohl er dringend Auslauf und Erziehung benötigt hätte. Was die beiden den ganzen Tag getan haben, ist uns im Nachhinein etwas schleierhaft. Sebastian hat zwar nachts für seine IT-Firma gearbeitet, Marine hat teils auf die Kinder aufgepasst, teils einen Unverpackt-Shop für den Wochenmarkt entwickelt. Allerdings gab es da auch noch Finnja, ein super nettes Aupair-Mädchen aus Deutschland, die auch vierzig Stunden die Woche auf die Kinder aufgepasst hat. Gekocht hat tendenziell niemand und als ich aufgehört habe, den Abwasch zu machen, ist der einfach stehen geblieben. In der Woche, in der wir dort waren, haben wir uns einfach gefreut, dass wir bei einer netten Familie waren und ein Bett und ein Badezimmer zur Verfügung hatten. Allerdings bestand das Mittagessen manchmal aus einer Schüssel Couscous-Salad für sechs Personen (und wir hatten vier Stunden körperlich hart gearbeitet). Das war irgendwann dann nicht mehr so lustig. Aber man lernt dazu: wir haben nach einer Zeit einfach selbst Dinge in der Küche gesucht, die man essen konnte und sie uns genommen. Trotzdem muss ich im Nachhinein sagen, dass das eigentlich keine gute Wwoof-Erfahrung war. Für mich sollte Wwoofen heißen, dass man bei jemandem wohnt, sich kulturell austauscht und dass man etwas über ökologische Landwirtschaft lernt. Und dass man zusammen mit seinen Gastgebern Projekte auf der Farm/im Garten verwirklicht, dabei etwas lernt und man für seine volle Arbeitskraft, die man zur Verfügung stellt, eine saubere Unterkunft und leckeres Essen erhält. Wir hatten drei Tage lang kein Klopapier, weil keiner der beiden zum Einkaufen gehen wollte. Während wir gearbeitet haben, saßen die beiden auf dem Sofa oder waren mit den Kindern spazieren. Und es ist eine Sache, wenn man selbst so leben will, aber es ist eine andere, ob man Gäste im Haus hat, zu denen auch ein Aupair und Wwoofer zählen sollten und von denen man eine andere Arbeitseinstellung verlangt. Im Grunde hätten wir das bei unserem Aufenthalt auch sagen sollen - aber die Hemmung, sich als Gast zu beschweren, war doch größer. Und man nimmt manche Dinge auch erst wahr, wenn man eine gänzlich andere Erfahrung macht ;-). Zu unserem Wohlfühlzuhause bei Judy und Grant kommen wir im nächsten Artikel!
            &#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
        
            Ps: Mitte der Woche kamen Sebastians Eltern, die kaum ein Wort Englisch gesprochen hatten. Was dazu geführt hat, dass die Konversationssprache einfach in Französisch geändert wurde. Mich hat das gefreut, so konnte ich mein Französisch aufpolieren. Für Tobi und Finnja war es aber gar nicht lustig, um nicht zu sagen grob unhöflich, weil beide kein Französisch können. Immerhin habe ich endlich das Problem überwunden, dass ich nicht gleichzeitig Französisch und Englisch sprechen kann. Das klappt jetzt auch ganz gut parallel!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
    &lt;p&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 17 Apr 2023 19:49:13 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Neuland in Neuseeland</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/neuland-in-neuseeland</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Autokaufen ist sooooo einfach ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20230225_185240.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Mitten in der Nacht ist es soweit: nach zweieinhalb ungeheuer spannenden, aufregenden und lehrreichen Monaten in Australien betreten wir NEU-LAND. Ähm, ich meine natürlich NEU-SEE-LAND! ;-) Die Abfertigung im Flughafen Christchurch verläuft ähnlich derer von Australien. Alles muss angegeben werden, was potentiell neue Arten oder Kleinstlebewesen einführen könnte. Normalerweise kein Problem. Hat man Früchte dabei - haben wir nicht. Tiere - auch nicht. Waffen - sicher nicht. Tauchsachen oder Campingausrüstung - oh Mist, beides dabei. Pflichtbewusst geben wir natürlich alles an und sind gespannt, was jetzt passiert. Glücklicherweise haben wir scheinbar kein allzu schlimmes Gefahrgut dabei, denn der Beamte lässt uns nach Überprüfung unserer Liste und einem kritischen Blick auf unsere "Wanderschuhe" (er sagt das auf Deutsch!) passieren und wir sind kurz nach Mitternacht eingereist (jippi, dadurch können wir einen Tag länger im Land bleiben ;-)). Vom Flughafen geht es in die Stadt. Wir müssen dringend schlafen, denn für den nächsten Tag steht nur eines auf unserer To-Do-Liste: der Autokauf!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir hatten uns nach all unseren Erfahrungen in Australien dazu entschlossen, dass es die praktischste, hilfreichste und günstigste Möglichkeit ist, uns ein eigenes Auto zu kaufen, in dem wir auch schlafen können und dieses am Ende unserer Neuseelandreise einfach (hoffentlich!) wieder zu verkaufen. Vorab haben wir schon ein paar Besichtigungs- und Probefahrttermine vereinbart, also stiefeln wir nach einem kleinen Frühstück fröhlich los. Nicht ganz acht Stunden, viele Fuß-Kilometer, Probefahrten, Verhandlungs- und Reisetippsgespräche später haben wir IHN gefunden: Eddi, unseren Nissan Elgrande. Das intelligentest gebaute und praktisch durchdachteste Auto, dass wir je gesehen haben und das, obwohl es schon 2006 gebaut wurde! Volltreffer!!! Wir sind restlos begeistert, zumal ich gerade so der Länge nach im Kofferraum Platz habe, nachdem man Sitz Nr. 6 und 7 vollständig zu den Fenstern hoch(!)klappen kann. Der Wagen ist eigentlich kein Campervan, aber es lassen sicht trotzdem die Sitze der mittleren Reihe drehen und der Mittelsitz zu einem Tisch umfunktionieren, der durch den ganzen Kofferraum gefahren werden kann. Genial, oder? Und da haben wir noch gar nicht vom Bordentertainment, der elektrischen Schiebetüre, den an jedem noch so versteckten Platz befindlichen Stauraum und dem witzigsten Highlight gesprochen: alles (Knöpfe, eingebautes Navi, Erklärungen) ist auf Japanisch ge- und beschrieben und kann in keine andere Sprache gewechselt werden ;-). Das liegt ganz einfach daran, dass Neuseeland so ziemlich alle Autos aus diesem asiatischen Land importiert - na dann: こんにちわ (kon'nichiwa)!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir vereinbaren also den Abholungstermin für den nächsten Vormittag, sodass die WOF (Warrent of Fitness = soetwas wie der TÜV) nochmal neu gemacht werden kann, die hier je nach Alter des Autos dann ein halbes oder ein ganzes Jahr gültig ist. Völlig k.o., aber sehr zufrieden gehen wir noch zum ersten Mal in unserem Leben super lecker philippinisch essen, fallen dann in unser Motelbett und träumen vom Roadtripstart mit unserem eigenen Auto.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorerst sollte es am nächsten Tag dann auch bei einem Traum bleiben. Frohen Mutes erreichen wir nach Hannis Geburtstagsfrühstück den richtigen Verkäufer/Händler. Am Tag zuvor hat alles ein Kollege von einem anderen Autohaus gemanaget - vielleicht hätten wir da schon stutzig werden sollen - der uns sagt, dass es wohl noch dauern werde, weil so viel bei der WOF-Stelle los sei. Also warten wir und warten und warten und warten... bis gegen Mittag die Nachricht kommt, dass unser Auto jetzt dran ist und es nicht mehr lange dauern kann. Also warten wir und warten und warten... und dann kommt es: etwas ist am Auto defekt und muss repariert werden. Erst heißt es, wir können Eddi trotzdem haben und müssen dann in ein paar Tagen nochmal in die Werkstatt, wenn das Teil da ist. Dann ändert sich alles, weil das Auto ohne diesem Teil auch keine vorübergehende WOF bekommt. Aussage: das Teil kommt morgen und wir können das Auto dann abholen. Während dem ganzen Warten hatten wir allerdings schon eine Sunset-Kajak-Tour zu Seelöwen, Robben und Delphinen sowie einen Campingplatz 2h nördlich von Christchurch gebucht - um Hannis Geburtstag zu feiern. Das konnten wir uns also abschminken, mittlerweile war es schon zu spät, um dort noch rechtzeitig anzukommen. Der Autoverkäufer gibt uns stattdessen einen Leihwagen und wir machen uns am späten Nachmittag auf die Suche nach einer Unterkunft und finden ein wirklich sehr hübsches Boutiquehotel. Als wir vor dem Hotel stehen erhalten wir jedoch einen Anruf von der Webseite, über die wir gebucht hatten, mit der Info: das Hotel hat leider doch kein Zimmer mehr frei, sie würden uns stattdessen in ein anderes Hotel umbuchen. Dieses entpuppte sich jedoch als ein mehr also nur kleines Downgrade und nach langen Verhandlungen wurde uns dann doch eine schöne Unterkunft genehmigt. Wir waren echt mit den Nerven durch. Hanni hatte, Gott sei Dank, schon am frühen Nachmittag beschlossen, ihren Geburtstag einfach auf ein paar Tage später zu verschieben und hat für diesen Tag mit verhandlerischem Geschick geglänzt: einen Autorabatt wegen der Umstände und ein teureres Hotel. Wir gehen noch schön essen direkt am Flussufer mitten in Christchurch und genehmigen uns danach einen gemütlichen Serienabend im Hotel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer hätte das noch gedacht: am nächsten Tag können wir tatsächlich unser Auto abholen. Zwar nicht, wie wegen den Unannehmlichkeiten versprochen, einmal grundgereinigt, aber das ist uns jetzt einfach egal. Hauptsache wir kommen endlich los. Das Wetter hat mittlerweile leider umgeschlagen. Während es die Vortage sonnig-warme 27/28 Grad hatte, gab es in der Nacht einen Temperatursturz auf 11 Grad und windigen Nieselregen. Wir beschließen, bevor wir in unser Auto einziehen und uns alles selber dazu kaufen, es erst einmal putzen zu lassen. Währenddessen schauen wir uns Christchruch ein bisschen an. Auffallend ist dabei, dass in der Innenstadt riesige Flächen brach liegen oder als Grünanlagen neu angelegt wurden - wir vermuten, dass das die leerste Innenstadt der Welt sein dürfte. Der Grund dafür ist jedoch sehr traurig: die Flächen wurden durch den Einsturz von Häusern beim verheerenden Erdbeben 2011 frei. Darüber hinaus ist es aber ein ganz nettes Städtchen, durch das man sehr schön durchschlendern kann. Es gibt sehr moderne neue Stadtviertel, vieles in ist in schwarz-weiß gehalten und die Parks geben der Stadt ein grünes Flair.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach dem Stadtbummel holen wir unser Auto wieder ab und können es kaum fassen: wir können endlich los!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachtrag: Ein paar Tage später landen wir dann doch wieder bei unserem Autoverkäufer. Es hatten sich einige Mängel herausgestellt, die unter die Garantie fallen, die man uns handschriftlich auf der Rückseite der Visitienkarte gegeben hatte. Unter anderem ist der Kofferraumdeckel undicht, die Tankanzeige funktioniert nicht usw. Diese Sachen wollen wir beheben lassen, was auch, oh Wunder, ohne Probleme in Kürze erledigt wird :-). Wir kriegen sogar noch einen Autokauf-Vertrag, nachdem wir mehrfach gefragt hatten, ob wir nicht doch irgendetwas unterschreiben könnten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: Alles in allem sind wir aber heilfroh, uns ein eigenes Auto gekauft zu haben. Wir genießen es sehr, unser eigenes kleines zu Hause auf Rädern immer dabei zu haben! Und das Beste ist, dass es bürokratisch überhaupt kein Problem ist in Neuseeland ein Auto zu erwerben, da die Um- und Anmeldung in weniger als 15 Minuten erledigt ist. Das ist echt genial unkompliziert!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 24 Mar 2023 22:35:23 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Wenn man sich als Europäer fühlt</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/wenn-man-sich-als-europaeer-fuehlt</link>
      <description>Australien, Europa, Kultur, Weltreise, Travelblog</description>
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Australien - kulturelle Unterschiede eines Kontinents
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20230124_143717.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Früher hätte ich gesagt, dass man sich dann als Europäer fühlt, wenn man grenzenlos in andere Länder mit anderen Sprachen fahren kann, die jeweilige Landesküche genießt, man sich tolerant und weltoffen fühlt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt würde ich sagen: Man ist Europäer, wenn man merkt, dass die Geschichte Europas tausende Jahre alt ist, auf griechisch-römischer Philosophie aufbaut mit christlicher Historie und vielen weiteren, multikulturellen Einflüssen über Jahrhunderte. Das drückt sich aus in verschiedenen Sprachen, in verschiedenen Staaten mit sich deutlich unterscheidenden Kulturen, in unzähligen Baustilen und historischen Gebäuden, gewachsenen Städten, im positivsten Fall in einem Gespür für bereichernde Unterschiede, in inhaltlich und von der Machart differierenden Kulturbetrieben und -aufführungen. Im schlechtesten Fall entstehen Ausländerhass, Überheblichkeit, Nationalismus und die Ablehnung von Innovationen zur Bewahrung der Tradition.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Australien ist anders - in jeglicher Hinsicht. Es ist kein einzelnes Land mit einer durchgängigen Kultur. Es ist ein Kontinent, der seine alte, altehrwürdige Kultur (die es ohne Zweifel in beeindruckender Weise gab) gezielt vernichtet hat und das heute ohne eine aufgebaute Kultur als Einwandererland mit unzähligen Lebensweisen aufwartet. Insofern Kultur etwas mit Geschichte zu tun hat, ist Australien kulturlos - mit Ausnahme von Museen mit Aborigene-Bezug und den dezent wachsenden Kunstgalerien mit faszinierendem Dotpainting der Ureinwohner.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ansonsten lebt man in Australien einfach so, wie man möchte. Kaum Traditionen - ein mächtiges Weihnachtsessen funktioniert einfach nicht bei 40 Grad, kaum Familiengeschichte, keine Denkmäler vor 1918, junge Freikirchen statt römisch-katholischen Stein-Kathedralen, Pappadeckel-Bauten (so nennt Tobi sie) statt soliden, mehrstöckigen Familienhäusern, aber auch ultramoderne Wolkenkratzer am Strand, ein modernes Nahverkehrssystem, bei dem man nur seine Kreditkarte beim Ein- und Aussteigen nutzen muss, multikulturelle Restaurants, Stadtviertel, Beziehungen - es ist egal, wo man herkommt, solange man hart arbeitet und/oder Englisch lernt. Ganz viel Natur, Sport, Alkohol - ganz viel Unverbindlichkeit ("Ach, irgendwann fährt euch schon jemand in die Stadt"), sehr viel britisches Erbe (Tee, Sprache, Staatsoberhaupt, Clubs, aber für jedermann/frau) und je mehr man nach Süden kommt, umso mehr moderne, anspruchsvolle Unterhaltung in Oper (geht auch mit Flip Flops), Street Art, Museen und designten Häusern (nördlich herrscht Wellblech vor).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Manchmal wirkt das Leben sehr viel freier in Australien - jeder kann überall leben, wie und wo er möchte. Es stehen keine festgefahrenen Traditionen, Herkunftsgrenzen oder Erwartungen im Weg. Manchmal macht es das Leben aber auch ein wenig ärmer, finde ich. Die Städte sind vor allem funktionell und nicht schön, das Essen ist überall so unterschiedlich, dass es im Grunde überall gleich ist. Und manchmal ist uns auch ein gewisser Starrsinn auf Farmen aufgefallen, dass man nicht von den anderen lernen will, sondern nur auf dem eigenen Lösungsweg pocht, den man sich nach selfmademan/women-Art ausgedacht hat. Auf unserer
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/blaubeerparadies"&gt;&#xD;
      
           Blaubeerfarm
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hingegen haben wir uns wie zu Hause gefühlt - in Gesprächen über Weltgeschichte und anerkennend für alle bereichernden Unterschiede.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am Ende sind es immer und im jeden Land die einzelnen Menschen, die ein Land ausmachen. Und die Australier haben uns alle mit offenen Armen empfangen - mit viel Interesse, keiner Beurteilung unserer Pläne oder höchstens mit Bestärkung, alle Farm-Gastgeber haben uns als Wildfremden ihre Türen geöffnet, uns bekocht und von ihrem Land vorgeschwärmt, das wir in aller Ausführlichkeit versucht haben, kennenzulernen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tatsächlich fällt es im Nachhinein nicht leicht ein Fazit über diesen Kontinent zu schreiben. Er ist zu groß und zu vielfältig in seinen Lebensräumen und Lebensweisen, als dass wir nach drei Monaten ein einheitliches Bild zeichnen könnten. Vielleicht ist dies das Typische an Australien: es ist einfach nicht zu fassen. Am eindrücklichsten haben wir das am
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/das-richtige-australien"&gt;&#xD;
      
           Ayers Rock
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            erlebt. Eine völlig lebensfeindliche Gegend mit drückender Hitze und Schwärmen von Fliegen, aber dennoch so eine berückende Schönheit, dass man stundenlang fasziniert die Naturphänomene betrachten will.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: Die Fotos sind Schnappschüsse aus zweieinhalb Monaten Australien - die wunderschönsten Aufnahmen zu den einzelnen Themen findet ihr bei den jeweiligen Blogartikeln!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 10 Mar 2023 05:22:48 GMT</pubDate>
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    </item>
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      <title>Strahlend blauer Himmel, türkisblaues, kristallklares Meer - ein Tauchparadies</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/strahlend-blauer-himmel-tuerkisblaues-kristallklares-meer-ein-tauchparadies</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nur nicht für uns
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist doch schon ein bisschen wie verhext. Da freut man sich kurz nach Weihnachten auf den wunderschönen dreitägigen Tauchtrip im Great Barrier Reef - doch dann kommt Corona dazwischen. Wir haben es eigentlich schon abgehackt, da unsere weitere Reisroute ja Richtung Süden führen sollte. Schließlich haben wir uns aber dann doch erinnert, dass wir eigentlich nur für das Tauchen genau dort diesen Sport eigentlich gelernt haben. Nach langen Überlegungen entschließen wir uns also dann doch einen Flug (was wir wirklich vermeiden wollten, aber uns alles andere einfach nicht möglich erschien) zurück nach Cairns zu buchen. Ach Cairns - mal wieder.... Während Hanni sich sehr gefreut hat, war meine Vorfreude, aus bislang immer noch unbekannten Gründen, irgendwie zurückhaltend.
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bereits beim Hinflug hatten wir eine erste Panne: unter unserem Flugzeug bildete sich während des Boardings ein großer Kerosin-See. Alle mussten so schnell wie möglich wieder zurück in den Terminal, die Feuerwehr kam, große Aufregung. Doch knapp 1,5h später konnten wir fliegen - mit dem selben Flugzeug. Bis heute wissen wir nicht wirklich, woher das Kerosin kam, aber angeblich war (nach Nachfrage bei der Crew) das Flugzeug sicher. Ein erster Vorbote? Im Nachhinein betrachtet vielleicht schon ;-).
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      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einen Tag später wurden wir bei Sonnenaufgang von unserer Unterkunft abgeholt und zu unserem Liveaboard-Boot gebracht, wo wir unsere 28 anderen Mittaucher*innen kennenlernten. Und ja, das sind viele Menschen für ein sehr kleines Boot ;-). Glücklicherweise hatten wir eine der beiden Doppelbettkabinen ergattert - Danke an meinen lieben Schatz für die Orga!!! Wir liefen aus, kurz ließ sich die Sonne blicken, bevor wir in die erste Regenfront hineinfuhren und wir uns von der lieben Sonne, was wir nicht wussten, für die nächsten Tage verabschieden mussten. Das Wetter sollte es nämlich alles andere als gut mit uns meinen. Als wir auf dem Riff angekommen waren, starteten wir unsere ersten beiden Tauchgänge. Die Unterwasserwelt war, trotz schlechter werdenden Sichten sehr hübsch. Wir sind uns nicht ganz einig, aber die Korallen waren hier größer und intakter, während uns der Fisch- und Lebewesenreichtum vor Sulawesi mehr begeisterte. (Und, was uns wirklich noch einmal bewusst geworden ist: Johanna, Gaby, Kati und Franz - wir hatten einfach eine unvergleichliche Zeit mit euch - vielen, vielen lieben Dank nochmal an euch alle!!! :-))
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Nach unserem zweiten Tauchgang gegen Mittag herrschte auf einmal große Hektik an Bord. Während wir dachten, dass liegt an der rießigen Unwetterfront, die auf uns zukommen sollte, lagen wir völlig falsch. Von uns unbemerkt, wurde eine Mittaucherin von einer Anfänger-Kurs-Gruppe unter Wasser ohnmächtig und unser Schiff wurde für eine mögliche Hubschrauberlandung vorbereitet. Außerdem starteten wir sofort zurück Richtung Hafen. Während der Rückfahrt verschlechterte sich das Wetter ziemlich, das Meer wurde zur windgepeitschten See und sich auf den Beinen zu halten eine echt Herausforderung. Schließlich kam der Helikopter, der erhebliche Probleme hatte zu landen und die Patientin aufzunehmen. Wir waren also sehr, sehr lange auf dem Weg zurück nach Cairns, was für Hanni wirklich sehr unangenehm war, weil sie unglaublich Seekrank wurde und nur noch auf den Horizont starren konnte. Zurück im Hafen beruhigte sich alles ein wenig und wir gingen schlafen, morgens um 3 Uhr sollten wir zurück aufs Meer fahren, die Wettervorhersage verhieß nichts Gutes. Gegen 4.30 Uhr wurden wir mehr als nur unsanft geweckt, als unser Bötchen zum Spielball der Wellen wurde und wir gleich mit. Während es im Halbschlaf irgendwie auszuhalten war, setzte zunehmend unser Hirn ein, was bei der Hanni zu einem fluchtartigem Verlassen des Bettes Richtung nächster Mülleimer führte. Ab da an saß sie am Heck und war in einem Wettbewerb mit einigen andere Passagieren, wer die meisten Tüten brauchen würde (Spoiler: Hanni hat, glaub ich, mit knapp 15 gewonnen...). Während ich jetzt spaßig schreiben kann, war es in der Situation einfach nur furchtbar, denn ich konnte nichts tun und gleichzeitig erwischten mich erhebliche Kreislaufprobleme mit Ganzkörper-Zittern und nicht mehr Herr der Lage/des Körpers sein-Gefühlen - eine echte Grenzerfahrung. Nach gut drei Stunden erreichten wir wieder das Riff und es wurde etwas ruhiger. Da es Tag war, konnten wir auch den Horizont wieder fokussieren, was sehr hilfreich war. Wir ließen dann den ersten Tauchgang aus und fühlten uns zum Zweiten ganz ok. Also probierten wir es und es klappte. Inklusive einer wunderschönen Schildkröte. Bis zum nächsten Abtauchen drehte der Wind ein wenig, was uns wieder erheblich mehr Wellen und Seekrankheit bei der Hanni brachte. Wir versuchten den nächsten Tauchgang bei strömenden Regen, doch bereits beim Abtauchen musste Hanni erneut .... Das war es für diesen Tag, kein vierter und kein Nachttauchgang für uns. Stattdessen meditatives Horizontanstarren. Abends beruhigte sich alles ein wenig und wir gingen früh schlafen, was mit der Vorstellung, das wir in einem Wasserbett in einem Wellnessbereich liegen, erstaunlich gut klappte (ohja, die Macht der Immagination ;-)). So gut, dass wir am nächsten Tag alle drei Tauchgänge mit mehr oder weniger Übelkeit absolvieren konnten. Die Sichten waren zwar sehr schlecht, aber immerhin kam beim Letzten ganz kurz die Sonne raus - so könnte das hier über und unter Wasser also aussehen - sehr interessant. Schlussendlich waren wir einfach nur froh und erleichtert, als der Hafen wieder in Sicht war und wir festen Boden unter den Füßen hatten.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Fazit: Es hat irgendwie nicht so richtig sollen sein, aber hey: wir waren im Great Barrier Reef tauchen! ;-)
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      &lt;br/&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Die kommenden 1,5 Tage verbrachten wir tatsächlich fast ausschließlich in unserem sehr schönen AirB&amp;amp;B und versuchten uns zu erholen. Und jetzt sitzen wir, immer noch mit leichtem Seegang im Kopf, im Flugzeug. NEUSEELAND - WIR KOMMEN!!! :-D
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
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    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 25 Feb 2023 00:50:25 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Das richtige Australien</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/das-richtige-australien</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Uluru &amp;amp; Kata Tjuta
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Ayers Rock wird endlich offiziell Uluru genannt - so wie er für die Aborigines heißt, die ursprünglichen Bewohner Australiens.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Viele Menschen fahren nach Australien - sicherlich mit dem Gedanken, diesen roten Fels im Zentrum des Kontinents zu besuchen. Wenn man sich aber in Australien befindet, dann ist der Uluru noch immer von fast jedem Ort gute 2000-4000 Kilometer entfernt. Die meisten Besucher*innen entscheiden sich - wenn überhaupt - für einen kurzen Hinflug ins Outback und springen zwei Tage später wieder ins Flugzeug. Für sie muss die Hitze, die Ebene und der herausragende rote Fels noch viel unwirklicher erscheinen als für uns.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für uns zwei, die so wenig wie möglich fliegen wollten, blieb keine andere Wahl, als tagelang durchs bis zu 43 Grad heiße Outback mit dem Auto zu fahren. Ehrlich gesagt, traue ich mich im Nachhinein nicht, nachzulesen, ob wir damit wirklich weniger CO2 produziert haben - bei 4567 gefahrenen Kilometern. Es war ein Abenteuer; nur seltsamerweise ein ziemlich grünes! Also jetzt nicht wegerm Co2, sondern wegen der Landschaft ;-). Da in diesem Jahr das Wetterphänomen La Niña zuschlägt, hatte es kurz vorher zu einer äußerst ungewöhnlichen Zeit - im Sommer! - geregnet und das Steppengras, alle Büsche und Bäume sprossen frisch und in allen erdenklichen Grüntönen. Immerhin, zwischendrin hat man schon die rote Erde gesehen ;-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insgesamt sind wir hin und zurück vier Tage nur gefahren - fünfundvierzig Stunden mit 110, kaum anderen entgegenkommenden Autos und zwei sehr interessanten Stops in der Opalstadt Coober Pedy. Der Campingplatz mit Pool war unsere Rettung im Nirgendwo. In dieser Stadt haben wir zum ersten Mal einen höheren Anteil Aborigines gesehen - die vermutlich mit den klimatischen Bedingungen eher klarkommen als jede hellhäutige Person. Ganz davon abgesehen, dass Aborigines schon seit 65.000 Tausend Jahren dieses Land bewohnen und die erstaunliche Fähigkeit hatten, ohne moderne Einrichtungen zu überleben. Im Outback hat man sie möglicherweise nur deshalb nicht so sehr vertrieben, weil das Land für weiße Siedler größtenteils unbrauchbar war - bis man Edelmetalle gefunden hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach langer, langer Zeit schließlich tauchte das Ayers Rock Resort auf - ein Outback-Dorf mit Hotels, Campingplatz, Restaurants, Kunstgalerien und ein paar Wohnungen. Eine rein touristische Infrastruktur - immerhin halbwegs dezent in die Landschaft eingepasst und endlich mit vernünftigen Ausbildungsprogrammen für die Ursprungsbevölkerung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben am ersten Abend den Sonnenuntergang im Uluru-Nationalpark beobachtet, daraufhin Fliegennetze für unsere Hüte gekauft, am nächsten Tag den Sonnenaufgang über dem Uluru und Kata Tjuta angesehen und anschließend eine geführte Tour am Uluru von einem einheimischen Ranger besucht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aus tiefstem Herzen: es ist einer der schönsten, beeindruckendsten Orte, die wir je gesehen haben. Die unglaubliche Hitze, die uralten Felsenzeichnungen und Erzählungen der Aborigines, die sie über Generationen zu Wasserlöchern geführt haben, ihre Weisheit über natürliche Abläufe, die Größe des Felsens und seine verschiedensten Seitenansichten, die Vögel, das Licht und die Sonne, die Blumen und die unendliche Ebenen in alle Richtungen haben eine ganz spezielle Wirkung. Zunächst denkt man, in einer äußerst lebensfeindlichen Umgebung zu sein; doch der rote, riesige Fels ist ein Quell voller Leben. Verschiedenste Sträucher mit schmackhaften Blüten, viele unterschiedliche Tiere und tatsächlich Wasser, dass sich am unteren Ende der riesigen Wände sammelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am nächsten Morgen sind wir um fünf Uhr aufgestanden, um durch das Tal der Winde in Kata Tjuta zu wandern. Kata Tjuta (früher die "Olgas" genannt) ist eine Ansammlung von 36 Felshügeln, die in ihrer Mitte ein kleines fruchtbares Tal geschaffen haben. Der Wanderweg war einmalig, auch wenn es morgens um neun bereits deutlich über dreißig Grad hatte. Um jede Ecke bzw. um jeden Felsen hat sich eine neue atemberaubende Aussicht geboten. Jemand hat schon gefragt, ob wir uns eigentlich vor einer Fototapete fotographieren haben lassen ;-). Und als der Lärm der Hostel-Reisegruppe verschwunden war, hat man sogar den Wind durch die Felsspalten säuseln hören.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Rest war wieder Fahren, Fahren, Fahren - und ein neues Gefühl, auch das ganz innere, vielleicht das authentischste Australien erlebt zu haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um ehrlich zu sein, waren es vermutlich nur circa 4000 Kilometer im Outback, denn wir haben unseren Mietwagen bereits in Melbourne geliehen und sind nach einem normalerweise alltäglich anmutendem Stadtwochenende (Friseurbesuche, Unterwäsche nachkaufen, Freunde treffen - Danke Gaby und Roland für den schönen Spaziergang durchs nächtliche Melbourne! -, Wäsche waschen, Nudeln kochen, ausschlafen) die Great Ocean Road Richtung Adelaide gefahren. Tobi konnte an seinem 33. Geburtstag im erfrischenden Meer schwimmen gehen und wir haben Billard im südlichsten Pub Festland-Australiens gespielt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pps: In Melbourne haben wir eine wunderschöne Ausstellung besucht - auch hier absolut kein traditionelles Museum, sondern mehr eine Show aus Ausschnitten von Bildern der Impressionisten mit passender Musik unterlegt. Wunderschöne Details, ein riesiger Raum, tolle Zitate. Die Australier können moderne Kunst!
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fotos Outback: Uluru &amp;amp; Kata Tjuta
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h4&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fotos Melbourne &amp;amp; Great Ocean Road
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h4&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 24 Feb 2023 23:15:01 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Tassie</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/tassie</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Oh, Tassie is so wonderful!"
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ausnahmslos alle Menschen eine Sache für die Schönste überhaupt halten, ist meines Erachtens immer irgendetwas falsch. Oder - aber das hatte ich nicht einmal in Betracht gezogen - die Sache ist absolut überwältigend schön; und zwar für die gesamte Menschheit. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tassie ist letzteres.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wovon ich spreche? Tasmanien ist der kleinste und südlichste Bundesstaat Australiens. Eine Insel, auf der jeder stolz ist, wenn ihm der (Tasmanische) Teufel höchstpersönlich begegnet. Eine Insel, die vor Nationalparks nur so wimmelt. Eine Insel, deren Naturwunder von schneebedeckten Bergen, über Regenwälder bis zu türkisen Sandstränden reicht. Eine Insel, die das abgefahrenste Museum beherbergt. Und das auf einer Fläche so groß wie Bayern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gaaaaaaanz ursprünglich haben unsere Reisepläne damit begonnen, dass wir zu abgelegen, wenig bekannten und besuchten Zielen wollten. Wir genießen die Wunder dieser Erde am liebsten, wenn sie so unberührt wie möglich sind. Tasmanien stand ganz oben auf unserer Liste. Weil wir dachten, dass man dann gleich Australiens Festland auch noch ansehen sollte und Tauchen lernen in Indonesien billiger ist als in Australien, hat es drei Monate gedauert, bis wir endlich nach einer ruhigen Nacht mit der Fähre auf Tasmanien ankamen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der erste Eindruck war erstmal total daneben, wir haben morgens um acht eine Stunde vorm Mietwagenverleih gewartet, am Fährhafen... die angegebenen Telefonnummern waren alle nicht besetzt. Tasmanien ist ja sowas von super, dachten wir uns!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das war allerdings der letzte auch nur ansatzweise unschöne Moment. Wir sind zwei Tage lang durch Wälder mit Riesenfarnen, an endlosen weißen Sandstränden mit himmelblauem Meer und rötlichen Felsen vorbeigefahren und waren im Mona (Museum for old and modern art) in Hobart. Wir sind keine Museumsfans - die meisten Führungen in unserem Leben waren monoton und langweilig, die Museen verstaubt, veraltet, viel zu groß oder überlaufen (Anstehen vor der Mona Lisa!!!) und mehrfach sind wir einfach eingepennt. Im Stehen im Louvre oder nebeneinander auf einer Bank bei der Nofrete. Man kann uns nun für Banausen halten - oder aber die Museen für schlecht gemacht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Mona war anders, es ist im Grunde kein Museum. Es ist ein Ort des Staunens, des Verlierens und Findens, von riesigen Unterschieden, von architektonischem Einfallsreichtum und von ausgesuchter Freundlichkeit. Am Eingang wird man darauf hingewiesen, dass msn ohne die hauseigene App verloren sein wird (wortwörtlich), steigt man die Wendeltreppe in den Untergrund, ist man völlig verloren. Eine Bar am Eingang, keine Hinweisschilder zu irgendetwas und unvermittelt ratternde Kunstwerke. ABER: überall stehen jüngere und ältere Mitarbeiter, die einem weiterhelfen. Man weiß jetzt, dass der Ticketpreis einige Arbeitsplätze sichert. Als wir uns unsicher umsehen, spricht uns jemand an, ob er helfen kann. Wir sagen, dass wir uns etwas verloren fühlen - der junge Mann freut sich und sagt: Wunderbar, genau darum geht es hier! Sich verlieren und sich finden. Er erklärt uns den Weg und die App und wir tauchen ein in Lichtinstallationen, alte Bilder, Neuinterpretationen und so vieles, dass wir es nicht beschreiben können. Auf jeden Fall kriegen wir uns hier nicht in die Haare, ob das denn nun Kunst ist oder nicht. Es ist definitiv der coolste Kunst-Ort, den wir je gesehen haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Kunst geht es weiter, jetzt allerdings auf einer Farm! Wir sind zu Gast bei Mike und Noah, die zusammen ein kleines Farmrestaurant betreiben mit einem riesigen, kunstvoll angelegten und gepflegtem Garten. Sie haben einen riesigen Gemüsegarten, den ich erstmal anbiete aufzuräumen. Möglicherweise habe ich mich da im Englischen etwas im Wort vergriffen, aber das arme Gemüse hat es nötig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Während Noah den Blumengarten völlig unter Kontrolle hat und jeden Tag dort arbeitet, kümmert sich Mike um alles andere (kochen, einkaufen, organisieren etc.). Sein Gemüsegarten kommt etwas zu kurz. Naja, unsere belgische Wwoof-Bekanntschaft Thomas hätte sich über die Tomaten, die nun sehr deutsch in Reih und Glied angebunden sind, fröhlich kaputt gelacht. Ich hingegen habe jetzt eine Tomatenobsession entwickelt und bin immer abends nochmal kurz zu meinen Zöglingen ins Gewächshaus gegangen. Dass ich bei der Gelegenheit eine komplette Riesenzucchini gekappt habe, lassen wir mal unter den Tisch fallen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ansonsten kennt sich Tobi jetzt klasse mit Disteln aus und dem Verlegen von Wasserschlauch ;-). Ich durfte/musste am Wochenende in der Küche helfen, was wohl meinen Schnell-Spülkünsten von der Alm zu verdanken war. Naja, Salat durfte ich auch anrichten. Für die Garnierung mit Petersilie war ich aber scheinbar nicht geeignet genug. Aber meine Mama wäre stolz auf mich, so schön klein habe ich Zwiebeln, Schnittlauch, Petersilie, Koriander (dieser Gestank!!!), rote Beete etc gehackt. Und mich nur einmal mit den verteufelt scharfen Messern geschnitten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit das Schönste an der Zeit in der Boomer Bay war unser kleines Cottage, in dem wir wohnen durften. Mit eigenem Bad und Terasse (mit Tomaten drauf, die sehen jetzt auch wieder nach was aus) und vor allem: mit zwei Pferden, dir ab und zu zum Terasseneingang hereingeschaut haben. Eins hieß Toby - wundervolle Idee, wenn ich mal ein Pferd habe. Dann kommen immer Ehemann und Pferd, wenn ich rufe ;-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da die Farmküche nur am Wochenende geöffnet war und wir Mikes Auto verwenden durften, hatten wir Zeit, die wunderschöne Tasman Peninsula zu erkunden. Einmal ein Ausflug zu zweit, bei dem wir zufällig zwei sehr aktive Delphine in einer Bucht gesichtet und tolle Strände besucht haben. Und das andere Msl in super netter Gesellschaft von Marlon, ein junger deutscher Wwoofer, der zum Ende unserer Woche auf die Farm kam. Ohne ihn hätten wir die sechsstündige Wanderung zum Cape Hauy vermutlich nicht durchgehalten, aber wir wollten ja nicht so alt erscheinen ;-). Es hat sich sowas von gelohnt, im Grunde war es eine der schönsten Wanderungen meines Lebens.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seeeehr witzig war übrigens auch die Autofahrt zum Ausfangspunkt. So apropos Spinnen. Hatte ich Mike bereits beim Abholen gebeten, eine Spinne während der Fahrt neben meinem Sitz zu entfernen, schrie Tobi nach zehn Metern plötzlich los und wir sahen eine ca. 5 Zentimeter große Spinne direkt hinterm Lenkrad vorkrabbeln. Ich gebe zu, ich bin sofort aus dem Auto gesprungen. Tobi hat das Auto abgekürzt und dann dasselbe getan. Inzwischen wussten wir auch die Art der Spinne, aber unterschiedliche Gerüchte über die Gefährlichkeit! Marlon hat sich auf dem Rücksitz kaputt gelacht, Tobi hat die Spinne routiniert verscheucht, aber leider nicht aus dem Auto bekommen. Sie ist unter den Pedalen verschwunden. Ich habe vor der Tür geschlottert. Marlon erzählte dann, dass er eigentlich kein Problem mit Spinnen hat, er hasst nur die Vorstellung, dass sie z.B. unter den Ärmel krabbeln könnten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwei Minuten später, wir alle wach und voller Adrenalin, schreit es von der Rückbank. Ich schaue mich um, ein noch ein bisschen größeres Exemplar krabbelt auf Marlons Hose Richtung Hosenbeineingang. Ich brülle Tobi an, dass er rausfahren soll, Marlon brüllt die Spinne an und Tobi manövriert uns irgendwie in eine Tankstelle. Diesmal springen alle aus dem Auto. Wir einigen uns darauf, dass die Gerüchte darauf hindeuten, dass die Spinne nicht tödlich, nur schmerzhaft ist. Der restliche Tag verläuft ohne sichtbare Spinnen, mit einer atemberaubenden Aussicht und spannenden Gesprächen. Danke Marlon für den super schönen Tag!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aud der Rückfahrt zur Fähre nehmen wir uns noch zwei Tage einen Mietwagen, um die Westküste anzusehen. Es erwartet uns das faszinierendste Hochlandpanorama, das wir je gesehen haben und völlige Einsamkeit. Riesige Seen mit grün bewachsenen Bergen, wechselnde Wetterstimmungen und die klarste Luft der Welt (ist bewiesen). Nicht einmal die unzähligen Fotos geben die Schönheit Tassies vollständig wieder. Wir können euch eine Reise nur empfehlen...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobis Ergänzungen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ich einen Artikel fertig habe, liest Tobi ihn meistens durch und fängt an, mir zu sagen, was ich alles vergessen habe zu berichten. In diesem Fall wäre das:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wetterkapriolen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben gefroren. Von wegen Australien und Hitze und so - Tasmanien ist dahingehend eher wie das deutsche Klima, nachts hatte es gut und gerne 5-10 Grad. Und wir hatten nur geklaute Decken von der Fähre (wir haben sie bei der Rückfahrt zurückgegeben), unsere Hüttenschlafsäcke und alle Klamotten, die wir mitgenommen haben. Das heißt, wir haben geschlafen mit mehreren T-Shirts und Pullovern, zwei langen Hosen übereinander und dann noch unsere Handtücher über uns geworfen! Das ging dann einigermaßen...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wasserknappheit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Australien herrscht teilweise Wasserknappheit. Ja, teilweise ist richtig und witzigerweise nicht im heißesten Norden. Da regnet es nämlich im Sommer durchaus stetig und es gibt genug Flüsse. Weiter gen Süden und in speziellen Regionen, so wie dieser in Tasmanien, in der wir gewohnt haben, muss Wasser teuer gekauft werden. Das hat dazu geführt, dass Tobi eines Tages unter der Dusche stand - schön einshampooniert - und plötzlich gerufen hat: es kommt kein Wasser mehr! Was folgte, war die Zuschaltung des Notfall-Wassertanks, lange Predigten darüber, dass wir nicht so viel Wasser verwenden dürfen (dabei waren wir eh so sparsam) und dass man in Australien strenge Wasserrestriktionen hat. Keine Dusche über drei Minuten (probiert das mal!). Diese Kultur des Wassersparens in einem westlichen Land wird uns vielleicht auch einmal treffen. Unter diesem Gesichtspunkt sind übrigens Toiletten, die mit Trinkwasser gespült werden, das Unökologischste, was man sich nur vorstellen kann. Ich frage mich oft, warum wir unsere Ressourcen so unüberlegt verschwenden und vor allem, wie man das rückgängig machen kann!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 18 Feb 2023 23:45:03 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Blaubärchis</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei Ed und Sue auf der perfekten Farm
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20230114_184611.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sue ist 82, drahtig und spricht akzentloses, herrlich verständliches Englisch - auf unsere Eingangsfrage, warum sie eine Blaubeerfarm hat, sagte sie: "Mein Mann wollte gerne aus Melbourne rausziehen und Blaubeeren anbauen. Warum, weiß ich auch nicht so genau." Jetzt, circa dreißig Jahre später, hat sie dreitausend Blaubeersträucher, ein preisverdächtiges Wellblechhaus mit hohen Glasfronten, eine Zitronen- und Limettenplantage, ein Gewächshaus, zwei Hühnergehege und ausgerechnet Sohn Ed, für den es am wenigsten wahrscheinlich war, übernimmt die Farm Stück für Stück.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir verbringen eine geniale Woche bei Sue und Ed. Warum wir sie so super schön empfunden haben? Vielleicht einfach, weil wir uns wwoofen genauso vorgestellt haben. Wir helfen auf einer professionellen, aber kleinen Farm, sind Teil des Teams, tauschen uns mit Menschen über den Ökolandbau und alles andere im Leben aus, ernten und essen feine Sachen aus dem Garten, können unseren Gastgebern wirklich weiterhelfen (ich sage nur 100kg Blaubeeren, die wir in einer Woche im Akkord für sie gepflückt haben). Es ist ein menschlich sehr netter und finanziell fairer Ausgleich - wir haben ein eigenes Schlafzimmer mit frisch bezogener Bettwäsche, bekommen sogar blaubeerenfarbene Arbeitsshirts, können unsere Wäsche so oft waschen, wie wir wollen, werden zum Schwimmen im Pool von Ed eingeladen und auch zum Pizzaessen. Wir jäten jede Menge Unkraut, pflücken Blaubeeren, Zitronen, ernten Zucchini, säen Gründünger an und bedecken diesen mit Stroh, wässern, säubern die Dachrinne von Blättern und den gesamten Hof und kochen am Ende als Dank ein deutsches Abendessen mit Rindsrouladen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Damit euch nicht fad wird, es gab natürlich auch sehr lustige, nicht perfekte Anekdoten. Unsere Rouladen wurden zwar am Abend gegessen, aber keiner wollte Nachschlag und am nächsten Tag wurde mehr als entschieden abgelehnt, sie nochmal zu essen ;-). Wir fragen uns bis heute warum, sooooooo schlecht waren sie auch nicht!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobi hat es geschafft, richtig aufzuholen beim Blaubeerpflücken. Hat er am Anfang nur die Hälte von mir geschafft, waren es am Ende fast zwei Drittel pro gemeinsamer Pflückzeit ;-). Es steht 73,7kg zu 37,3kg...allerdings wurde Tobi irgendwann von Ed immer zu anderen Aufgaben geschickt. Ich habe hingegen stundenlang pflücken müssen - manchmal frage ich mich, ob Tobi sich doch schlauer anstellt als ich...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sehr nett waren übrigens auch unsere sogenannten "Smokoes", der Name kommt von Bauarbeitern für die Raucherpause. Bei uns bestand die Pause aus gemütlichem Zusammensitzen am Vormittag mit Tee (verdammt englisch die Leute im Süden! Es war nicht mal Kaffee im Haus ;-) ) und oft Blaubeermuffins, wenn wir Glück hatten, und sie nicht im Farmshop verkauft wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am meisten hat uns aber gefreut, dass wir völlig unvermittelt am dritten Abend zu einem Barbecue von Ed und seiner unglaublich netten Frau Joan eingeladen wurden. Sie hatten zwei andere Pärchen eingeladen und wir durften einfach dazukommen, inklusive Fahrservice hin und zurück. Wir wurden einfach in die Freundesrunde aufgenommen, alle waren ehrlich interessiert an dem, was wir in Australien und zu Hause machen und haben uns sämtliche kulturelle Fragen beantwortet, die uns eingefallen sind. Wir waren so glücklich, dass wir in der eigentlich Fremde so freundschaftlich aufgenommen worden sind und alle so gewirkt haben, als würden sie sich wirklich freuen, dass wir diesen Abend miteinander verbracht haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ed und Sue haben uns tagsüber, so viel sie nur wussten, über Ökolandbau erklärt. Wie ihre elektrische Bewässerungsanlage funktioniert, inklusive digitaler Diagramme, wir haben etwas über Gründüngung gelernt, die den Boden zwischen bestimmten Gemüsesorten wieder mit Nährstoffen anreichert und durften die Mischung aus Erbsen und Leguminosen auch selbst ausbringen, ich habe zum ersten Mal jemanden Kupfer auf Tomatensträucher sprühen sehen (selbstverständlich habe ich kritisch nachgefragt), wir haben zehn Sorten Blaubeeren kennengelernt, natürlich mit ausführlicher Verkostung, wir haben viel über Kundenbingung für einen Hof-Verkauf gesprochen, ungefährt hundert Blaubeerpflückeimer gewaschen, Hühner gefüttert und Eier eingesammelt, Lauchpflanzen vereinzelt - und abends in Eds Pool das eine oder andere Bier geleert, mit Blick auf herumhüpfende Kängurus am Hügel nebenan.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war eine rundum schöne Woche - wir haben uns wohl gefühlt, wir waren nützlich, wir hatten alles, was wir gebraucht haben. Nette Menschen, interessante und herausfordernde Arbeit und ein wohliges Heim. Was lernen wir daraus?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf unserem zukünftigen Hof wird es ganz bestimmt Blaubeeren geben!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 12 Feb 2023 09:00:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/blaubeerparadies</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Snapshots of 3500 km</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/snapshots-of-3500-km</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein ganzer Kontinent
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/1000016486.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind in 13 Tagen 3500 Kilometer gefahren – die australische Ostküste entlang, zuerst mit einem kleinen Mietwagen und einem Zelt, dann mit einem Campervan, den wir für eine Autovermietung zurückgebracht haben (dümmste Idee überhaupt).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Da wir so viel erlebt haben, dachte ich mir, ich packe es in Augenblicke, die diese Reise am besten beschreiben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst stellte sich die Frage: wie bereist man ein Land, in dem man von einer Stadt zur nächsten 16 Stunden braucht? Und wie macht man das, ohne unendlich viel Geld auszugeben? Zeit ist gleich Geld, also war klar, dass wir nicht wochenlang herumfahren konnten. Und nach unseren ersten beiden Wwoof-Stationen war uns auch klar, dass man zwar unglaublich viel erlebt und die australische Kultur auf sehr interessante Weise kennenlernt – dass man aber die größeren Orte alle nicht sehen wird. Denn es gab erstens genug Arbeit auf den Farmen, zweitens hatten wir kein Auto und drittens hatten unsere Hosts unterschiedliche Vorstellungen, was in ihrer Region sehenswert ist ☺.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Augenblick „Camping-Idee“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also haben wir festgestellt, dass es außerordentlich doof war, unsere gesamte Campingausrüstung im Lager in Jesenwang bzw. in meinem alten Kinderzimmer in Neuried zurückzulassen und machten uns auf Shoppingtour durch die Campingausrüster von Cairns. Ein Mini-Zelt (ich verfluche Tobi jedes Mal, wenn wir drin liegen und uns nicht umdrehen können ohne den anderen aufzuwecken), das er gekauft hat, als ich Essen gesucht habe, und zwei aufblasbare Isomatten (ich bin Tobi jedes Mal dankbar, diese teurere Variante genommen zu haben, sie sind platzsparend und bequem), die wir nach langer Diskussion zusammen gekauft haben. Die Idee zu campen schien uns bei 30-40 Grad Außentemperatur eine gute Idee, wir hatten schließlich immerhin unsere Hüttenschlafsäcke dabei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Augenblick „Nasses Zelt“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erster Abend, wir waren eine gute Strecke endlich raus aus Cairns gefahren, das uns über Weihnachten und Silvester und Covid fest im Griff hatte. Und es schüttete in Strömen, hatte auf ca. 20 Grad abgekühlt und das Ende vom Tag war, dass ich im Bikini das Zelt aufgebaut habe, während Tobi Regenschirme über das Innenzelt gehalten hat, damit wir dann trocken schlafen konnten. Ich habe danach ein Bad im Campingplatzpool genommen, so warm war es wenigstens. Der strömende Regen hat uns allerdings vollends verwirrt, waren wir doch grundsätzlich heißen Sonnenschein gewöhnt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Augenblicke „Tierbegegnungen“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Begegnungen mit Koalabären auf Magnetic Island, mit Cassowaries bei Mission Beach und Meeresschildkröten bei Mon Repos waren die absoluten Highlights dieser Ostküstenreise. Dazu gibt es einen eigenen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="/australiens-tierwelt"&gt;&#xD;
      
           Blogartikel
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           !
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Augenblick „Baden im Paradies“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man stelle sich vor: eine kleine Sandbucht, eingerahmt von kleineren Felsen, azurblaues und türkises Wasser, Palmen am Strand und keine Quallen. Was für ein Paradies im Norden Australiens! Wir haben es uns nicht nehmen lassen, an diesem Tag unseren Stopp an diesem wunderhübschen Strand einzulegen und ausführlich baden zu gehen. Sonnenschein, Wärme und ein wundervolles kleines Strandcafé…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Augenblick „Brisbane“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unsere Reaktionen konnten nicht unterschiedlicher sein, Tobi fand Brisbane ganz beeindruckend, eine überraschend schöne Stadt und wollte unbedingt auf einer Dachterrasse Cocktails trinken. Ich war völlig vom Großstadt-Hochhaus-Leben abgeschreckt und wollte nur wieder zurück auf endlose kleine Straßen durch die Wildnis. Es ist ein Cocktail auf einer Hochhaus-Dachterrassen-Bar geworden, der wirklich nicht übel war. Aber die Menschen in schicken Klamotten, der Straßenverkehr, die Parkplatzsuche und das versiegelte städtische Ambiente waren der pure Horror für mich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Augenblick „Schmutziger Campervan“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am nächsten Tag holten wir den Campervan ab, den wir in sechs Tagen nach Melbourne zurückbringen sollten. Leider hatten wir wohl viel Pech und sie haben uns (trotz Nachfragen) ein sehr altes Modell, das nicht im mindesten geputzt war, angedreht. Nach einigem eigenen Putzen war er zumindest zum Schlafen nutzbar sowie das Waschbecken. Dusche und Toilette haben wir nicht ausprobiert…obwohl wir eigentlich so gerne mal eine echte Campervanerfahrung machen wollten. Aber ich glaube, wir lieben unser Zelt. Der Van war riesig, hat unendlich Sprit verbraucht und war, wie gesagt, schon völlig abgenutzt. Aber er hat uns ermöglicht, dass wir auf Plätzen stehenbleiben konnten, für die man kein Geld zahlen muss, wo man aber mit dem Zelt nicht bleiben darf. Meistens liegen diese Stellwiesen wunderschön an Flüssen oder mitten im Nirgendwo!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Augenblick „Sydney Opera“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wow – ein Highlight unserer Reise und eine unglaublich spannende kulturelle Erfahrung. Es war ein heißer Ritt zur Oper, weil wir uns erst kurzfristig zu einem Besuch entschlossen hatten und mit dem Van spät dran waren. Aber als wir fünf Minuten vor der Vorstellung für ein Heidengeld die Karten gekauft hatten, waren wir glücklich. Es hat sich wahnsinnig gelohnt – die Aufführung hieß Amadeus und – man muss es so sagen – einer der Vampire aus der bekannten Vampirsaga hat die Hauptfigur, Mozarts Gegenspieler Salieri, verkörpert. Er hat fantastisch gespielt, man hat richtig mit ihm mitempfunden. Da kommt ein junger Knabe und spielt „viel zu viele Noten“, die eine einmalige musikalische Kehrtwende darstellen. Salieri selbst gibt sich Mühe, ist anerkannt, aber er weiß, dass seine Musik niemals an Mozarts spielerische Genialität herankommen wird. Er intrigiert und intrigiert trotz seiner Bewunderung. Seine Intrigen sind erfolgreich, doch er ist nicht glücklich, kämpft er doch mit der musikalischen Bewunderung und der moralischen Verpflichtung.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mozarts Musik ist wunderschön, vor allem, wenn Salieri sie begleitend erklärt. Sehr unangenehm ist es aber, wenn seine Monologe die Musik überlagern. Die Kostüme sind hoffentlich satirisch gemeint, dann wären sie gelungen – historisch sind sie auf keinen Fall. Das Bühnenbild ist schlicht, das Orchester tritt oft nur im Hintergrund auf. Mozart wird als menschliche Witzfigur dargestellt – seine Musik aber voll anerkannt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Menschen in der Oper haben Abendkleider oder Flipflops an. Wir sind mit unseren Wanderschuhen gut mittig platziert. Beeindruckend ist, dass die Oper von Sydney es geschafft hat, Menschen allen Alters und jeder Herkunft erfolgreich zu ihren Aufführungen einzuladen. Ein Herr aus Dubai bietet uns in der Lobby an, uns zu fotografieren – auch er ist weit gereist für dieses einmalige Erlebnis. Der Ausblick aus dem Opernhaus auf den Hafen, auf die Harbourbridge ist wunderschön. Sydney gefällt uns beiden!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Augenblick „Surfen im Kalten“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sydney hat einen ganz berühmten Strand – und da mussten wir auch hin und tatsächlich versuchen, unsere Surfkünste zu verbessern. Da wir ja an die warmen Gewässer gewöhnt waren, haben wir noch gelacht, als man uns zu den Surfboards auch Neoprenanzüge andrehen wollte. Als wir dann ins Wasser gegangen sind, haben wir endlich gecheckt, dass wir inzwischen gute 2500km in den Süden gefahren waren *brrrr*. Im Surfen waren wir richtig schlecht, aber wir haben nette Gespräche mit anderen Surfern geführt und Sydneys berühmtesten Familienstrand gesehen. Abends sind wir noch in ein sehr nettes Viertel mit kleinen älteren Häusern direkt unter der Harbour-Bridge geschlendert und einen traditionellen Burger genossen. Sydney ist wirklich eine Reise wert!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Augenblick „Museales Canberra“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der kürzeste Weg nach Melbourne führt an Canberra vorbei – wo wir eigentlich nicht hinwollten, hört man über die konstruierte Hauptstadt doch nicht das beste. Wir besuchen das sogenannte Highlight der Stadt, das Nationalmuseum; und sind begeistert. Das Museum ist der erste Ort, an dem uns die Kultur der Aborigines (inzwischen First Nations genannt) endlich näher gebracht wird. Ein bisschen Traurig nach fast sechs Wochen Australien. Das Museum ist modern, von außen, von innen, mit unterschiedlichen Medien und Materialien, es ist wirklich bewegend. Am nachhaltigsten bleibt uns der Ausschnitt aus der Rede des Premierministers in Erinnerung, der sich 2008 zum ersten Mal umfangreich bei den First Nations entschuldigt hat. Seitdem scheint sich etwas in Australien zu ändern – aber nur ganz langsam und vielleicht schon zu spät.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Augenblick „Cricket in Melbourne“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Melbourne müsst ihr unbedingt in das Melbourne Cricket Ground (MCG)-Stadion hat man uns gesagt. Und was läge da näher, als ein Cricketspiel anzusehen? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der größte Unterschied zu einem Fußballspiel in einem deutschen Stadion dürfte sein, dass Cricket eine Veranstaltung für Familien ist. Sogar Gegner sitzen nebeneinander, ohne Witz. Cricket ist nicht langweilig, es ist etwas bedacht, man versteht es nach einer Zeit sogar und – ok, das ist richtig – die Stimmung ist etwas gesetzt. Der Versuch zweier kleiner Jungs eine Laola-Welle loszutreten wird eher aus Mitleid mitgemacht, denn aus purem Enthusiasmus. Ziel des Spiels ist es, mehr Punkte als die gegnerische Mannschaft zu erreichen. Jede Mannschaft darf eine Halbzeit lang versuchen, einen geworfenen Ball mit einem Schläger zu treffen, die andere Mannschaft muss ihn dann möglichst fangen bzw. schon richtig fies werfen. Jeder Spielzug dauert etwas und ganz viele Bälle werden gar nicht getroffen (man sagte uns, das sei seeeeeeehr komplex^^). ABER: das Spiel wurde nach guten vier Stunden am Ende richtig spannend durch den letzten Ball entschieden. Auch das musste man uns allerdings erstmal erklären, wir hatten die Spielanzeige immer anders interpretiert ;-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind durch einen ganzen Kontinent gefahren. Das nördliche Cairns hat so gut wie nichts mit dem südlichen Melbourne zu tun. Das Klima, das Meer, die Landschaft, die Gebäude und die Menschen sind völlig anders. Die Tierwelt ist überall beeindruckend, bei der Kultur gibt es ein gewisses Süd-Nord-Gefälle. Aber dazu mehr: wir wollen unbedingt einen Artikel über Australiens Kultur schreiben. Aber erst, wenn wir alles gesehen haben ☺, wir wurden schon zu oft überrascht!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 06 Feb 2023 08:19:00 GMT</pubDate>
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    </item>
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      <title>Mein Manifest</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wo das Glück der Erde liegt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/1000016357-bd542402-3956c731.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerade sitze ich vor einem wunderschönen Garten mit riesigen Lavendel- und Rosmarinbüschen. Im Hintergrund läuft leise klassische Musik, Tobi macht eine Meditationsübung – es ist zufällig genau das Musikstück, das er aus seiner Ausbildung kennt. Wir haben gerade leckere Sandwiches gegessen, in einer Küche zubereitet, die nicht unsere ist – am anderen Ende der Welt. Nehmt euch einfach, was ihr braucht, hat uns das nette Paar gesagt, weil beide mittags unterwegs sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erst schaue ich Tobi zu, dann fällt mein Blick auf meine Beine. Heute habe ich mal eine kurze Hose an – überall sonst war es in Australien zu heiß (Sonnenbrand) oder die Arbeiten in hohem Gras etc. Ich sehe bei meinen Beinen vor allem eines: Dreck auf der Haut. Und ich muss lächeln. Ich fühle mich glücklich und ausgeglichen. Atmosphärisch mag das auch an der ruhigen, melodischen Streichermusik liegen. Aber vor allem bin ich innerlich tief zufrieden, weil ich mir die Hände und die Beine schmutzig gemacht habe. An meinem rechten Arm sehe ich ein paar Pusteln – Tomatenpflanzen sind nicht so gut für die Haut, dazu eine kleine Wunde, die von den Blaubeerbüschen letzte Woche kommt. Meine Fingernägel sind schwarz, meine Finger blau (Brombeeren) und erdig. Trotz "Vor dem Essen Hände waschen" – das früher nie so richtig Sinn gemacht hat. Meine Computertastatur war sehr sauber und oft desinfiziert.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine liebe ehemalige Kollegin und Freundin hat mich gebeten, einen Artikel über die Unterschiede und Auswirkungen von körperlichem und digitalem Arbeiten zu schreiben. Hier ist er nun.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Spüren im Freien
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man hört manchmal, dass Menschen versuchen, sich selbst zu spüren. Fand ich immer etwas esoterisch bzw. spirituell angehaucht. Und ich fand es auch immer absurd, dass es in unserer westlichen Welt klimatisierte Fitnessstudios gibt. Ich halte sie für ein extrem aussagekräftiges Bild unserer Gesellschaft, die sich im Alltag nicht spüren kann. Man arbeitet im Büro an einer hochtechnisierten Maschine, bekommt davon Rückenschmerzen und versucht diese in seiner Freizeit in einem geschlossenen Raum loszuwerden, wiederum an komplex konstruierten Maschinen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jeder Bauer, jede Bäuerin dieser Welt, der/die nicht völlig hochtechnisiert arbeitet, ist täglich weit davon entfernt, sich auf ein Laufband zu stellen oder mit Hanteln zu pumpen. Denn das passiert schon bei der Arbeit! Man läuft und läuft und läuft, vom Acker zur Scheune, in die Küche, in das Lager, zurück zum Lager… und dann hebt man dort Schüsseln, Eimer, Unkraut, pflückt Beeren, jätet Unkraut, wäscht ab, mäht zwischen Obstbäumen etc. Man spürt seinen Körper, man spürt aber auch die Natur (dazu habe ich mal in einem Blog zu unserer Alm geschrieben, s. ). Wenn man einen Ausgleich braucht, dann ist es vielleicht eher das Buch am Abend oder einen Film – oder man freut sich, wenn Freunde oder Familie zu Besuch kommen, denn Gesellschaft bzw. Kontakt zu Kollegen hat man tagsüber manchmal nicht. Meetings? Zoom-Calls? Fehlanzeige.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Rhythmus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ich Tobi heute im Auto auf dem Weg zum berühmtesten Tasmanischen Nationalpark gefragt habe, wo für ihn der größte Unterschied ist zu seiner alten Arbeit, sagte er: Wir haben einen anderen Rhythmus und die Arbeit fühlt sich mehr nach Leben an, weniger als Arbeit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Man könnte das so knapp stehen lassen, aber dafür schreiben wir ja keinen Blog :-). Also: wir stehen um sieben oder acht Uhr auf. Eine Uhrzeit, zu der man früher von mir ein „Lass mich in Ruhe, ich schlafe noch!“ oder ein „Mach das Licht wieder aus!“ angegrummelt bekommen hat. Heute war unser freier Tag und um kurz vor acht war ich wach und ausgeruht. Die Sonne hat zum Fenster hereingeschienen und ich hatte Lust, die Tomaten vor unserem kleinen Cottage auszugeizen. Ich fasse zusammen: Freier Tag, morgens um acht, Lust auf „Arbeit“. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Kontrast dazu war: sich morgens um halb neun aus dem Bett kämpfen, ins Bad schlurfen, in die Küche schlurfen, auf dem Weg den Computer anmachen, um neun Uhr (verratet nicht, liebe Kolleginnen, dass es meistens erst halb zehn war!) sich in eine Decke wickeln – auch im Sommer, weil mir immer kalt war, da mein Kreislauf nicht in Schwung gekommen ist – und beginnen, die Mails zu checken. Bis man abends nach einem Spaziergang durch den Münchner Vorort mit Reihenhäusern und dem immer gleichen Waldstück, um wenigstens einmal nach draußen zu kommen, sich aufs Sofa hat fallen lassen für den Fernseher. Leben hat dann am Wochenende noch stattgefunden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So sehr ich meine Arbeit inhaltlich geliebt habe und für so sinnvoll und erfüllend ich sie auch gehalten habe. Die Art des Arbeitens war es nicht; und ich glaube, es war auch alles andere als physisch und psychisch gesund. Ich war intellektuell gefordert, organisatorisch, sozial und teils auch kreativ. Alles, von dem ich dachte, dass ich es benötige, um glücklich zu sein und meiner Verantwortung für meine Talente nachzukommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seltsamerweise habe ich mich aber immer müde, oft körperlich und in meiner Konzentration ausgelaugt und oft gestresst gefühlt. Dabei habe ich „nur“ 32 Wochenstunden gearbeitet, dies aber mit allem, was ich hatte. Ich habe es quasi in den Computer gequetscht; in Tabellen, in Zahlen, selten in Texte, in die Moderation von Meetings, in unzählige Emails. Über meine Augen, meine Stimme und meine Finger in den digitalen Raum geschickt – in der Hoffnung, dass etwas Sinnvolles und Erfolgreiches dabei irgendwoanders herauskommt. Natürlich haben wir Erfolge gefeiert. Wobei „natürlich“ auf diesem schwierigen Feld des Kampfs gegen chemisch-synthetisch Pestizide nicht selbstverständlich ist. Natürlich gab es geniale Mitgliederversammlungen und Pressekonferenzen, in denen ich richtige Freude und auch Selbstwirksamkeit gespürt habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leben
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber ehrlich gesagt, bringt einem im Alltag nur sehr selten eine Mail so viel Freude wie ein voll gepflückter Eimer voller Blaubeeren oder das Wiehern eines Pferdes, das auf einen zugetrabt kommt. Es ist kein Zuckerschlecken in der Landwirtschaft zu arbeiten und es ist immer wieder auch körperlich unangenehm. Aber der täglich sichtbare Erfolg, der Kontakt mit Tieren, die schlichtweg nicht kompliziert sind, und die körperliche, um nicht zu sagen sportliche Arbeit, führt dazu, dass ich physisch und psychisch gesünder, ausgeruhter, stärker und zufriedener bin. Wir leben hier mehr jeden Tag, es ist weniger das Gefühl von Arbeit, mehr das von einem vollen Leben. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Kontakt mit der Natur, alleine der permanente Aufenthalt IN der Natur, DRAUSSEN, elementar zu dieser Wahrnehmung von weniger Stress, einem Ausgefülltsein in allen Sinnen und die Unmittelbarkeit der Tätigkeit zu einem erfüllterem Gefühl von Leben beitragen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Stress
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wer von euch hat schon einmal eine Kuh angeschoben? Oder an einer Tomatenpflanze gezogen, damit sie wächst?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Gegensatz dazu: Wer hat schon mal versucht drei verschiedene Emails zu schicken, um jemanden dazu zu bringen, etwas rechtzeitig abzugeben? Oder eine EU-Verordnung zu ändern? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Letzteres braucht Jahre, wenn nicht Jahrzehnte – und tausende Menschen. Im Vergleich dazu wächst eine Tomatenpflanze größtenteils von selbst, jedes Jahr neu für eine Saison. Vielleicht ist das das Schönste an der Landwirtschaft, nämlich dass ein Teil der Arbeit von der Natur selbst erledigt wird. Diesen Teil kann man unterstützen und ein wenig steuern. Aber am Ende sind wir darauf angewiesen, dass Pflanzen und Tiere von selbst leben. Die Kuh gibt nicht mehr Milch, nur weil ich sie schneller in den Stall bugsiere oder melke. Und sie gibt auch nur zweimal am Tag Milch – die ständige Verfügbarkeit in der modernen Arbeitswelt (ich arbeite, wann ich will!) funktioniert auf einem Hof schlicht weg nicht. Man muss das Heu machen, wenn das Wetter es zulässt. Man arbeitet im Gewächshaus, wenn das Wetter es zulässt. Und man melkt die Kuh, wenn die Kuh es zulässt ;-). Diese starke Determiniertheit von Abläufen – Jahreszeiten, Wachstumszeiträume, Reifung – sind sehr hilfreich und auf eine bestimmte Art stressfrei. Man muss sich nicht jeden Tag fragen, welche Arbeit zu tun ist, denn man sieht sie. Man muss sich nicht jeden Tag motivieren, denn die Arbeit ist durch ihre einfache Notwendigkeit festgelegt. Man muss sich nicht jeden Tag fragen, ob man etwas Sinnvolles tut; denn essen müssen wir alle jeden Tag und die Nahrungsmittel zu produzieren ist eine Voraussetzung menschlichen Lebens. Und die Natur ist geduldig. Tomaten hängen auch ein paar Tage länger am Strauch, man muss sie nicht innerhalb von fünf Minuten ernten, sobald sie fertig sind. Ganz anders bei einem Zoom-Call mit dem Landwirtschaftsminister, zu dem man besser nicht fünf Minuten zu spät kommt. Die Natur verzeiht, wenn man dem Baum ein paar Blätter zu viel abschneidet (meistens), sie fordert einen zwar heraus (Unkraut), aber sie verlangt im Grunde genommen keine schnellen, komplexen Entscheidungen direkt von uns.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Stress, der durch die hohen Anforderungen in unserer modernen Arbeitswelt entstanden ist, möglichst alles nebeneinander und sofort zu erledigen, kostet viel Kraft im Alltag. Denn es ist digital so viel möglich, wenn man schnell tippen kann. Ich habe immer gesagt, mein Zehnfinger-Schreibkurs war das Wichtigste was ich in der Schule gelernt habe. Aber vielleicht auch der größte Fluch? Geschwindigkeit verursacht größten Stress – und in der Landwirtschaft sind wir durch die natürlichen Kreisläufe beschränkt in der Schnelligkeit, in der Dinge überhaupt zu einem Erfolg gebracht werden können. Ehrlich gesagt, fühle ich mich mit dieser Limitierung sehr wohl, sie passt mehr zu meinem Wesen als Mensch, der ebenfalls dieser natürlichen Umgebung entstammt und sich darin angemessen schnell bewegt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Generalisierung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Insgesamt vermute ich, dass es sehr vielen Menschen so ähnlich geht. Manch einer mag zufrieden sein mit dem Bürojob und dem Fitnessstudio oder dem täglichen Joggen durch den Stadtpark. Wunderbar. Aber fast alle unserer Freunde haben in den letzten Wochen und Monaten zu uns gesagt: Ihr macht es richtig… ich würde auch am liebsten… nutzt die Zeit, das hätte ich auch machen sollen… macht weiter so, das ist ja so toll… wie schön, da wäre ich auch gerne… ich würde jetzt am liebsten auch Kühe streicheln… Ich habe mir oft überlegt, wie man für die gesamte Gesellschaft einen Ausgleich schaffen könnte. Und eigentlich verstehe ich nicht, warum wir als Stadt- und Land- bzw. Büro- und Bauernmenschen nicht mehr zusammenarbeiten. Jeder Bauer wäre um Hilfe dankbar – viele Stadtmenschen brauchen einen physischen Ausgleich. Warum kommen nicht jeden Nachmittag oder am Samstag die Stadtmenschen auf die Höfe und helfen dort mit? Sie würden sich den Mitgliedsbeitrag für das Fitnessstudie sparen, pures Glück erfahren bei der erfolgreichen Ernte, sie würden Nahrungsmittel mehr wertschätzen und der Bauer könnte vielleicht den Sonntag auch mal frei haben, weil am Samstag so viel getan wurde. Es wäre eigentlich nicht schwer, oder? Vielleicht gibt es so eine Initiative schon oder vielleicht macht der ein oder andere bereits so etwas. Wenn nicht, dann suche ich hiermit Interessenten, die mit mir so etwas aufbauen wollen! Für mehr Glück, Gesundheit und bessere Nahrungsmittel für alle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Glück und Notwendigkeit 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine von Zeugnissen bestätigten Talente mögen mich vielleicht für ein anderes Arbeiten prädestinieren. Ich komme aber immer mehr zu der Erkenntnis, dass meine oberste Priorität im Leben nicht die Leistung und die Ausnutzung aller Talente ist, sondern das Erfahren von Glücklichsein mit einem Leben, in dem man etwas Gutes für diese Welt bewirkt. Ich hoffe, dass mein Gefühl und meine Empathie für unsere Welt meine eigentlich größten Talente sind – in engen Kontakt mit der Natur zu Leben und zu arbeiten ist zugleich aber auch die Notwendigkeit für mein eigenes Glück.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: Für eine kleine witzige Anekdote nach diesen grundlegenden Zeilen. Ich trinke wieder Bier. Fast zehn Jahre habe ich kaum ein Bier angerührt, ich möchte es nicht mehr. Nach einem schweißtreibenden Tag, an dem wir hunderte Bäume im heißen Nordaustralien abgehackt haben, sind wir in den Schatten des großen Baumes am Hof gefallen und haben eiskalte Bierdosen zugeworfen bekommen. War das gut!!!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pps: Meine schlaflosen Nächte sind verschwunden, ich bin auf unserer Alm in kürzester Zeit weggepennt. Und auch auf den Farmen schläft man lange und ruhig, um den Körper erholen zu lassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 29 Jan 2023 08:16:24 GMT</pubDate>
      <author>183:907428640 (Johanna Baer)</author>
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    <item>
      <title>Christmas ist anders als Weihnachten</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von Zimt-Sangria, Uluru-Plätzchen und Palmenstränden
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/1000016463.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das kann ja wohl nicht wahr sein. Einmal, nur einmal wollte ich...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die letzten Jahre war der Tag des Heiligen Abends doch immer davon geprägt noch ganz, ganz schnell die letzten Dinge zu erledigen, Weihnachtskarten zu basteln und zu verschicken ;-), Traditionen zu pflegen, eine der Weihnachts-Feiertags-Predigten zu schreiben bzw. Wortgottesdienste vorzubereiten uvm.. Zu pendeln zwischen überfüllten Läden, meiner weihnachtlichen Schaltzentrale namens Büro und dem eigenen oder einem Familien-Zuhause. Es hatte schon sowas wie seinen ganz eigenen Takt:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fahrtzeit, Fahrtzeit, Fahrtzeit,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Parkplatzsuche, Parkplatzsuche,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ausverkauft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fahrtzeit, Stau, Parkplatzsuche, Parkplatzsuche, Parkplatzsuche,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kassenschlange
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fahrtzeit, Parkplatzsuche,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Laden schon geschlossen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           - was, schon so spät? -
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Büro, Büro, Büro, Büro, Büro, Weihnachtsgottesdienst,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fahrtzeit, Fahrtzeit,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Essen, Bescherung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           - was, schon so spät? -
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fahrtzeit, Fahrtzeit,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weihnachtsgottesdienst,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fahrzeit, Fahrtzeit,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weihnachten vorbei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nur einmal wollte ich heuer also an Weihnachten: AUSSCHLAFEN. Doch gerade eben hat um 6.15 Uhr der Handywecker (eigentlich für das Aufstehen auf unserer letzten Wwoof-Station) auf Hannis Handy am anderen Ende unseres sehr netten, kleinen Appartments geklingelt. Hatte ich den nicht gestern früh ausgeschaltet!? 6.15 Uhr – eine Uhrzeit, zu der in Deutschland der 24.12. noch gar nicht begonnen hat und das Christkind wohl gerade fleißig durch die vorweihnachts-abendlichen Wohn- und Esszimmer schwebt. 6.15 Uhr und ich bin: WACH! Na toll...Weihnachten am anderen Ende der Welt fängt ja schon gut an.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (verfasst am 24.12.22 um 6.15 Uhr ;-))
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Naja, was heißt Weihnachten. Wir müssen zugeben, dass wir bis auf wenige Ausnahmen* tatsächlich bis zum 24.12. nicht wirklich viel von Weihnachten mitbekommen haben, geschweige denn so etwas wie Weihnachtsstimmung aufgekommen wäre. Daher, und, weil es uns sonst wohl etwas sehr schwer gefallen wäre, dieses besondere Fest nicht – wie in den letzten gut 30 Jahren üblich – im Kreise unserer Familien zu feiern, haben wir beschlossen: X-Mas wird heuer völlig anders begangen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            So war der erste morgendliche Grummler schnell wieder verflogen, als wir bei einem sehr leckeren Frühstücksbrunch mit Smashed-Avocado-Eier-Toast auf unserem Balkon im 2. Stock auf Augenhöhe mit den umstehenden Palmen saßen. Für einen Hauch von weihnachtlicher Dekoration sorgten ein paar kleine Kugeln + Kerze – so ganz ohne alles wäre ja auch seltsam gewesen, oder!? ;-). Anschließend wollten wir uns dann einen Traum erfüllen: Einmal an diesem Tag im Meer baden. Man könnte meinen, dass dies ein einfaches Unterfangen in einer Stadt direkt am Ozean wäre. Aber weit gefehlt. Auf Grund der Süßwasserkrokodile und sehr gefährlichen Quallen ist das Baden nur in kleinen, mit Netzen abgesicherten Bereichen an Stränden außerhalb der Stadt möglich. Also nahmen wir den Bus und fuhren ein gutes Stück hinaus in die Vororte. In Palm Cove angekommen ging es, nach einem kleinen Happen zu Essen, direkt an den Strand. Das Wetter war nicht ganz so Sommer-Sonne-Sonnenschein mäßig, wie in unseren Träumen bestellt, aber sehr warm, also stürzten wir uns gleich in die Fluten und konnten es nicht fassen: Es war der 24.12. und wir Meer! Jippie!!! Wir genossen den Nachmittag mit Faulenzen und Schwimmen bevor wir zurück fuhren, um uns für etwas sehr Untypisches fertig zu machen – nämlich schön Essen zu gehen am Weihnachtsabend.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach vielem Suchen hatten wir uns einen ganz besonderen Italiener mit selbstgemachter Pasta ausgesucht und er sollte uns nicht enttäuschen. Das Essen war HIMMLISCH :-). Da ja in Deutschland erst früher Morgen des selbigen Tages war, starteten wir eine gemütliche Familien-Freundes-Anruf-Runde bevor es mit unserer Kneipen-Tour losgehen sollte. Ja ihr habt richtig gehört – wir wollten ganz gediegen von Pub zu Pub ziehen, ein bisschen Billard spielen und sehen, was der Abend so bringen würde. Ja, wir wollten… denn was wir nicht einberechnet hatten, war, dass in Cairns um 21.00 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden und das auch für diesen Abend galt. Nach mehreren Versuchen waren wir wirklich demotiviert und konnten uns auch nicht mehr zur einzig stattfindenden Absteigen-Wet-T-Shirt-Contest-Party durchringen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also gingen wir zurück zur Promenade und gönnten uns noch einen riesigen süßen Churro. Da ich gelesen hatte, dass es bei wunderschönem Kerzenschein eine Einstimmung auf die Mitternachtsmesse in der Kathedrale geben sollte, entschieden wir uns dort vorbei zu schauen. Nun ja… Australien und Kultur ist so eine Sache. So entpuppte sich diese Einstimmung als ein Neon-Beleuchtetes-70er-Jahre-Kirchen-Ensemble mit Plastik-Christbaum, der in allen Farben blinkte. Die Musik war zwar sehr schön, aber nicht wirklich weihnachtlich. So entschieden wir uns, da nach 45 Minuten noch kein Gottesdienst begonnen hatte und wir sehr müde waren, nach Hause zu wandern. Was für ein wunderschöner Moment. Wir hörten uns vom Handy Weihnachtslieder auf Englisch an und schlenderten durch ein menschenleeres Cairns unterm Sternenhimmel kurzärmlig mitten in der Nacht nach Hause. Es war doch Weihnachten!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Den 1. Weihnachtsfeiertag wollten wir dann doch ein wenig traditioneller verbringen und versorgten uns dafür im Vorhinein mit allem, was das Koch-Herz begehrt, um uns ein leckeres Weihnachtsmenü zu zaubern. Gleichzeitig hatten wir von unserer letzten Farm noch Mangos, Limetten und Minze mitbekommen. Daher sollte uns eine fruchtiger X-mas Sangria über den Tag begleiten. Also begannen wir frohen Mutes unsere Kochorgie in unserer kleinen Appartment-Küchenzeile (2 Töpfe, 1 Pfanne, 2 Kochplatten, kein Backofen, ein wenig Kochgeschirr – das war’s). Wir sind gelinde gesagt wirklich stolz auf das, was da am Ende auf unseren Tellern landete.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Menü:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -	In Butterscotch und Limetten geschwenkte Garnelen (bzw. frisch panierter Camembert) an bunten Blattsalaten mit getrockneten Mango-, Bananen- und Pistaziendressing
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -	Lasagne NON Forno
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           -	Schokoladen-Eis-Mousse mit betrunkenen Früchten
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um uns danach nicht bewegen zu müssen, haben wir uns an eine weitere Tradition gemacht: Das Weihnachtspuzzle, das wir uns noch besorgt hatten – ein witziges Unterfangen voll gefuttert und leicht angeschickert mit Sangria in der Hand. Ausklingen lassen haben wir den Tag dann bei einem gemütlichen Filmabend. Und schon war der Christmasday, den die Australier ja wie die Amerikaner an diesem Tag begehen, auch schon vorbei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           *
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vorweihnachtliche Weihnachtsstimmungsausnahmen waren derlei vier:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So waren wir mehr als nur etwas verwirrt, als wir bei unserer Ankunft in Mareeba bei knappen 40 Grad noch schnell mit unseren Mango-Farmern in den Supermarkt gegangen sind. Dieser war auf frostige Temperaturen heruntergekühlt, dennoch haben wir den Song aus den Lautsprechern "I've dreaming of a white christmas" überhaupt nicht mit der äußeren Realität auf einen Nenner bringen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Woche später auf der Limetten-Farm realisierten wir einen sehr liebgewonnen Brauch zusammen mit unseren Mit-Woofern: Wir backten Plätzchen oder versuchten es zumindest ;-). Raus kamen statt der geplanten Terrassen nach bärschem Familienrezept die australische Version namens Uluru, was wohl am meisten an den fehlenden Ausstecherlan, Nudelholz (es wurde eine Bierflasche verwendet), dem Mehl, das Backpulver enthalten hatte (oh ja, die Plätzchen wurden seeeehr groß) und der kurzerhand selber gemachten Mangomarmelade mangels Beerenmarmelade, lag. Geschmeckt haben sie alle mal sehr lecker – jawohl! 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf der gleichen Farm überraschten uns kurz vor unserer Abreise die Eltern der Bäuerin, die gerade aus Großbritannien zu Besuch waren, die irgendwo, wo auch immer, einen Stollen aufgetrieben hatten, nachdem wir uns über Weihnachtsbräuche unterhalten hatten. Wir waren so gerührt von dieser unfassbar lieben Geste – wir waren echt sprachlos. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und als Viertes gab es etwas, was uns den ganzen Advent begleitete und uns wohl am meisten weihnachtlich werden ließ, nämlich zwei Adventskalender im Postkartenformat – vielen lieben herzlichen Dank an Hannis Tante Wuddy für dieses wunderbare Reisemitgebsel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 09 Jan 2023 10:05:12 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Australiens Tierwelt</title>
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      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Koala, Känguru und Co.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/1000016480-610eecad.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und da saß er: der erste richtige Koala, den ich je gesehen habe. Wir waren nach Süden unterwegs, um die gesamte australische Ostküste zu besichtigen und bestimmt schon vier Wochen in Australien. Bis dato hatten wir keinen einzigen Koala gesehen. Daher haben wir beschlossen, egal, wie knapp unsere Zeit mit dem Mietwagen auch sein mochte, einen Ausflug auf Magnetic Island zu machen. Eine Insel, auf die vor vielen Jahren Koalas ausgesiedelt wurden, weil ihr Lebensraum auf dem Festland zunehmend in Gefahr geraten ist. Im Reiseführer und auf der Webseite der Insel stand: gehen sie wandern auf dem Rundwanderweg in der Mitte der Insel zu den ehemaligen Fort-Anlagen. Mit etwas Glück sehen Sie dort wilde Koalas in der Nähe des Wanderweges. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alles klar, also: wir fahren erstmal in die richtige Stadt, suchen die Fähre, fahren vierzig Minuten durch tropisch blaues Wasser und schließlich noch mit einem Bus quer durch die Insel. Wir steigen aus bei heißen 35 Grad und machen uns auf den Weg; immer mit dem Blick nach rechts und links in die Bäume. Wir unterhalten uns, machen Witze über Wandern bei dieser Hitze und ich habe im Grunde nicht geglaubt, dass wir Koalas sehen werden. Vielleicht irgendwann im Süden. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dann sitzt er da im Baum. Ich greife nach Tobi und flüstere ihm leise zu: „Da, da ist einer!!!“ Dann schaue ich nochmal, sehe den niedlichsten Koala der Welt, der sowas von entspannt zwischen den Ästen hängt und schläft. Und dann habe ich einfach geweint. Ich war so überwältigt – vielleicht auch etwas von dem Auskurieren von Covid, der Hitze, der Reise und überhaupt – aber vor allem davon, dass es sie wirklich gibt. Diese flauschigen Tiere, die schon immer meine Lieblingstiere waren, seitdem ich ein Kuscheltier namens Koali hatte, das seine flauschigen Pfoten über seinem Bauch mit Klettverschluss geschlossen hatte und der völlig abgeknuddelt noch heute in meinem alten Kinderzimmer wohnt. Er war die Vorstellung schlechthin von einer Ferne, in der alles anders ist, die im Grund unerreichbar zu sein scheint, wo Tiere überleben, die 20 Stunden am Tag schlafen und die ich irgendwann, wenn ich groß bin, einmal besuchen werde. Vielleicht auch ein wenig ein Tier, das nur in meiner Phantasie existiert, dem ich all meine Sorgen, Tränen und Ängste anvertrauen konnte, die es in sein flauschiges Fell aufgenommen hat. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben dann noch einen weiteren Koala gesehen, der uns sogar hat zusehen lassen, wie er in aller Ruhe eine neue Schlafposition in einer Astgabel sucht. Absolut niedlich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In Australien gibt es übrigens Tiere, von denen wir in Europa noch nie gehört haben. Oder kennt jemand einen Cassowarie? Uns waren diese Emu-Straußen-ähnlichen Vögel gänzlich unbekannt, damit sind sie faszinierend! Sie haben einen blau-roten Hals und Kopf und einen riesigen Boppel auf dem Kopf, mit dem sie harte Früchte knacken können. Es gibt sie nur in Papua-Neuguinea und in Australien und ehrlich gesagt, sieht man sie wohl sehr selten. Mal wieder ein Tipp aus dem Reiseführer: Fahren Sie an den Strand nach Etty Beach und mit etwas Glück sehen Sie einen Cassowary. Nun, wir hatten Glück – mitten auf der Straße lief ein ausgewachsener Vogel mit seinem Nachwuchs herum (noch flauschig hellbraun). Die Tiere werden durchaus so groß wie ein Mensch und können ziemlich aggressiv sein. Wir sind absolut stillgestanden, als sie auf uns zugewackelt gekommen sind. Eieiei, mehr Interesse hatten sie dann an unserem Auto, in dem sie sich spiegeln und denken, dass dort weitere Cassowaries sind. Auf jeden Fall eine neue Entdeckung in unseren tierischen Begegnungen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Und dann wären da noch die Schildkröten. Neben den entzückenden kleinen Seeschildkröten gibt es an Australiens Küsten auch große Meeresschildkröten. Und irgendwo hatte ich gelesen, dass es ein tolles Schutzgebiet mit Nachtführungen zu brütenden Schildkröten gibt – alles unter Aufsicht von Biologen. Wir waren gelinde gesagt etwas spät dran, die Führungen waren für die nächsten drei Wochen ausgebucht. Aber mit Wartelisten, nervigen Anrufen an allen möglichen Stellen haben wir auf einmal einen Rückruf bekommen, dass wir genau an diesem Abend, wo wir in der Nähe zelten wollten, einen Platz bekommen würden.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Krass – so war unser Fazit. Wir hätten nie gedacht, dass wir a) je im Leben die Eiablage von Schildkröten hautnah beobachten können b) das ganze so wundervoll begleitet wird, so dass die Schildkröten nur minimal (und das müssen die Forscher ohnehin) beeinträchtigt werden und c) dass sie wirklich so groß und majestätisch sind.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zunächst waren wir geschockt, dass so viele Menschen, ca. 100 Personen, zum Infozentrum am Mon Repos Beach kommen durften. Ich habe schon das Schlimmste für die Schildkröten befürchtet. Aber: nach einem kurzen, informativen Vortrag konnte man durch das echt coole Infozentrum zu den Meeresschildkröten schlendern oder Videobeiträge ansehen, während man darauf gewartet hat, dass die eigene Kleingruppe aufgerufen wird. Als es bei uns soweit war, war es schon dunkel und um das Zentrum gibt es nur wenige rote Lampen, damit die Schildkröten nicht von der Lichtverschmutzung in die falsche Richtung gelockt werden. Wir folgten unserer Rangerin alle im Gänsemarsch an der Wasserkante über den Strand entlag, um die bereits brütenden Schildkröten nicht zu stören. Keine Taschenlampen, aber es war fast Vollmond und somit richtig hell. Wir sind in einem großen Bogen in Richtung „unserer“ Schildkröte gelaufen; sie hört unsere Geräusche tatsächlich nicht und kann im Rücken nichts sehen. Also durften wir uns von hinten nähern, sobald sie mit der Ei-Ablage in ihr vorher gegrabenes Sandloch angefangen hat. Davor sind die Schildkröten sehr schreckhaft, aber wenn sie einmal mit der Ablage begonnen haben, hören sie nicht auf und die Forscher können zu den Tieren gehen, ihre Nummern ablesen, den Panzer vermessen, nach Verletzungen schauen und schließlich auch die Eier zählen. Daher dürfen Interessierte mitkommen, wenn sie sich adäquat verhalten. In einem sehr kurzen Zeitraum sind Fotos erlaubt, sogar mit Blitz – auf meine Nachfrage, ob das wirklich nicht stört, haben wir plausible Antwort bekommen, dass die Schildkröten die Fotos mit Blitz wie ein Gewitter wahrnehmen, vor dem sie keine Angst haben. Nachdem die Schildkröte mühsam, aber in aller Ruhe ihre Eier mit Sand zugedeckt hat, ist sie den Strand hinunter und schließlich ins dunkle, unendliche Meer verschwunden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Info- und Forschungszentrum leistet wirklich coole Arbeit, ich war beeindruckt, wie gut man Öko-Tourismus gestalten kann! Mit ihrer Forschung (Auflistung aller Tiere, Brutzeiten, Versorgung kranker Tiere) über fünfzig Jahre konnten sie belegen, dass die riesigen Fischerboote mit ihren Netzen vor der australischen Küste erheblich zur Dezimierung der Schildkrötenpopulation beitragen. Diese Daten haben dazu geführt, dass nach zehn Jahren Gerichtsprozess die Boote andere Netze verwenden müssen, aus denen die Schildkröten nach oben herausschwimmen können. Seit Anfang der 2000er ist endlich wieder eine Zunahme an Schildkröten am Mon Repos Beach zu verzeichnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: An den australischen Stränden findet man so gut wie kein Plastik. Das Meeresschildkröten-Infozentrum verzeichnet neben den Schildkröten übrigens auch, dass viele Kinder, die einmal die Nachttour besucht haben, später wiederum mit ihren Kindern kommen. Was für ein Erfolg!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 07 Jan 2023 08:11:04 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Covid, Cairns und Cricket</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ein Durchhänger
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist der 26.12. in Cairns, Australien. Alle, wirklich alle Menschen schauen Cricket, von dem wir die Regeln auch nach Stunden noch nicht verstanden haben – das Spiel kann übrigens mehrere Tage lang dauern. Alle außer mir, ich liege mit Kopfweh im Bett. Was eher weniger an dem weihnachtlichen Sangria liegen kann, den wir uns zum ersten Weihnachtsfeiertag gemixt haben. So viel Alkohol war das nicht, der wäre viel zu teuer in Australien. Naja, trotzdem Migräne mit Lichtempfindlichkeit etc. Aber wir hatten ohnehin nichts vor – außer Cricket schauen und schön essen. Am 27. bleiben wir daher auch noch in unserem Appartement und puzzeln traditionell ein Weihnachtspuzzle, das wir später in einem Charity-Laden abgeben. Auf unser Reise können wir so gut wie nichts kaufen, ohne dass nicht etwas anderes aus dem Rucksack fliegen müsste!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am nächsten Tag schleppt Tobi mich mit einem Mietwagen, der es mit seiner Vielfalt an Kratzern schon fast mit der gebrochenen Windschutzscheibe in Argentinien aufnimmt (der Verleiher in seiner Gechilltheit ebenfalls), in die Atherton Tablelands. Nach der Abfahrt aus dem heißen, trockenen Cairns und einer äußerst kurvigen Straße, die ich völlig verpenne, fahren wir plötzlich durch nebligen Regenwald und schließlich öffnet sich der Blick auf eine grasgrüne Hochebene mit Milchfarmen. Dass sich eine Landschaft innerhalb einer Autostunde so verändern kann, war absolut beeindruckend. Weniger angenehm war allerdings das Regenwetter, in dem wir aber dennoch niedliche kleine Süßwasserschildkröten in einem See bewundern konnten. Ein See, in dem die Australier munter geschwommen sind, mit Pavillons und Barbecue am Ufer, um nicht von oben nass zu werden. Das Warnschild, dass im See ein Süßwasserkrokodil wohnt, das man bitte nicht ärgern soll, weil es dann unangenehm werden kann, hat keiner so genau gelesen – außer den deutschen Touristen natürlich. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Interesse für den ökologischen Landbau hat uns dann noch zur Mungalli-Farm geführt, eine regionale Farm, die Joghurt und alle möglichen Milchprodukte bis in die Supermärkte an der Küste verkauft. Und: für deren Mangojoghurt wir die Mangos auf unserer ersten Wwoof-Farm geschnitten und eingefroren haben. Im kleinen Farmcafé gab es wundervollen Karottenkuchen, einen herrlichen Ausblick über die grünen Hügel und mit kühlem Nieselregeln hatten wir eine sehr britische Atmosphäre.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leider sind meine Ohren immer wieder zugefallen und ich habe einen gewissen Schnupfen entwickelt. Das Blöde war, dass wir für den nächsten Tag eine dreitägige Tauchsafari im Great Barrier Reef gebucht hatten. Und wir auch noch die Unterkunft für eine Nacht wechseln mussten, raus in einem Vorort von Cairns, da wir diese schon vor längerer Zeit gebucht hatten. Auf dem Weg zum B&amp;amp;B mit dem Mietwagen sagte Tobi schließlich, ich könne ja mal einen Corona-Test machen – nur, weil ich Angst bekomme habe, dass ich vielleicht Fieber und damit Malaria haben könnte. Ich hatte bis dato, nach drei Jahren Pandemie und keiner Corona-Infektion, nicht ein einziges Mal daran gedacht, dass ich Covid haben könnte. Der Test am Abend fiel folgendermaßen aus: „Oh, das hatte ich ja noch nie!“ Gemeint waren die zwei Striche im Sichtfeld. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So viel zu unserer Tauchsafari, die wir mitten in der Nacht noch absagen mussten. Was am nächsten Tag folgte, war eine Safari durch das australische Gesundheitswesen, um einen Corona- und einen Malariatest zu bekommen. Heute können wir darüber lachen, damals war ich ziemlich fertig, als ich bei 35 Grad vor der Notaufnahme im Krankenhaus gewartet habe (Tobi derweil unser Gepäck etc. in einem Hotel abgeladen hat, wo wir uns in Isolation begeben wollten), weil man einen Test nur auf ärztliche Anweisung machen darf und kein Doktor in diesem Land uns sehen wollte. Einerseits weil sie ohnehin keine neue Patienten aufnehmen, andererseits, weil man schon vor jeder Tür mit einem Schild abgewimmelt wird, dass man mit Symptomen draußen bleiben muss. Zwei Teledoktoren (per Video bzw. Telefon) konnten keine Test-Überweisung ausstellen und im Krankenhaus hat man mich wieder weggeschickt mit dem Kommentar: „Wir nehmen hier nur richtig Kranke, einen Malariatest bekommen Sie nur, wenn Sie im Liegen mit einem Fieberschub eingeliefert werden.“ Schließlich hat uns nach einigen Stunden eine 24h-Praxis geholfen, dieser Arzt konnte sogar eine Überweisung ausstellen und nach zweimal zwanzig Minuten warten bei 35 Grad Hitze auf dem Asphalt, wurde ich doch tatsächlich im Labor auf Covid und Malaria getestet. Warum Malaria? Wir waren vor unserer Reise nach Indonesien im Tropeninstitut und dort sagte man uns: wenn man danach Fieber bekommt und nicht innerhalb von einer Woche behandelt wird, könne niemand mehr etwas für einen tun. Klasse für einen Krankheits-Hypochonder wie mich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Naja, der Covidtest war ziemlich positiv und mein sonst positiver Tobi war ausnahmsweise noch symptomfrei. Ihn hat es zwei Tage später erwischt. Die Tage in einem Hotel in Cairns, an denen wir kaum rausgehen konnten (zu heiß, zu erledigt) werden wir sicher nicht vergessen. So schön wir Cairns einmal fanden, so ungern wollten wir noch länger hier bleiben. Aber wir hatten für den 2. Januar unseren Mietwagen gebucht, für die erste Strecke der Küste nach Süden. Einiges an Burgern, Frittiertem und Cricketspielen später sind wir aber wieder halbwegs fit geworden und haben uns auf den Weg nach Süden gemacht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt also auch diese Zeiten, wenn man lange auf einer Reise unterwegs ist. Viele Bilder schauen immer so wundervoll und paradiesisch aus, aber alltägliche Schwierigkeiten holen uns auch hier ein. Aber wir haben unglaublich viele liebe Nachrichten bekommen von Freunden und Bekannten, die uns alle gute Besserung gewünscht haben – das war toll, ganz lieben Dank :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: Wie Silvester und Weihnachten war, lest ihr demnächst in Tobis Artikel!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pps: und wie es uns hier, 3000km weiter südlich ergeht, folgt ebenfalls in Kürze!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 03 Jan 2023 07:33:05 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Limetten und Kastrieren</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/limetten-und-kastrierung</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Harte Sitten und weiche Hände
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/1000016338.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nächste Farm, nächstes Glück: so hatten wir uns das vorgestellt. Cowboys auf ihren Pferden, harter australischer Slang, Countrymusik und jede Menge Bier. Haben wir alles auf unserer Limettenfarm bekommen :-). Aber von vorn:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben unsere nette Mangofarm bei guten 45 Grad verlassen und sind ca. 100 km weiter südwestlich gefahren zur Stannery Hills Farm. Dort erwarteten uns ca. 38 Grad, was für eine Erleichterung, zwei sehr nette Wwoofer (der deutsch-vietnamesisch Trung und der belgische Thomas), ein sehr witziger Farmer, der als erstes unsere Rucksäcke in eine seiner fünf Gefriertruhen gepackt hat, um ja keine Bettwanzen zu bekommen, ein junger Cowboy wie aus der Werbung (Sohnemann Jordi) und die restliche Familie inklusive Besuch der fast 80-jährigen Schwiegereltern aus Großbritannien, die nicht so viel zu tun hatten und sich mit uns in den nächsten Tagen sehr gerne unterhalten haben, wären wir gearbeitet haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gewohnt haben wir hier in einem eigenen kleinen Cottage (so heißen hier schöne Wellblechhütten, die bemalte Wände haben und ein gefließtes Bad!), Tobi und ich in einem Stockbett, gemeinsam mit einem der Wwoofer im Zimmer. Klimaanlage war übrigens kaputt. Und wir Wwoofer hatten einen eigenen riesigen Kühlschrank und ein nettes Wohnzimmer mit Küche. Eine kleine Veranda, eine eigene nicht-funktionierende Waschmaschine - sie hat Tobi den letzten Nerv geraubt - und es lagen sogar Arbeitsklamotten für uns bereit, wie cool!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der erste Tag war sehr entspannt, wir sind bei Jordi auf dem dicken Auto auf der Ladefläche über die Farm gefahren und haben ab und an nasse Tücher gehalten, wenn er Zaunlatten abgeschweißt hat. Damit kein Feuer ausbricht! Die Hunde auf der Farm habe ich ausgiebig gestreichelt, bis mir der Farmer mit einem zuckersüßen Lächeln erklärt hat, dass das ganz schlecht ist, weil es Arbeitshunde sind. Ich habe zunächst seinen Ton und den Inhalt nicht zusammengebracht, er hat immer so nett gelächelt. Bis ich verstanden habe, dass wir die Tiere wirklich nicht streicheln sollen, weil es Jagdhunde sind, die die Familie beschützen und sich durchaus im Blut vom Wallabys wälzen. Naja, was soll ich sagen...in den nächsten Tagen sind sie aber immer wieder gekommen und ich konnte ja schlecht ohne Hallo-Sagen an ihnen vorbeigehen :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So, jetzt aber zu unseren weiteren Tätigkeiten: morgens um sieben gings los, die drei Jungs und ich sind mehrfach Richtung Limettenplantage gestartet und haben stundenlang in der Hitze gepflückt. Nicht so einfach, man muss nämlich sehr genau schauen, welche Früchte reif sind! Und teils sitzen die dann noch weiter oben, dann braucht man einen Stock mit Abschneidevorrichtung. Zwischen 10/11-15 Uhr haben wir immer Pause gemacht, es ist einfach zu heiß zum Arbeiten in dieser Zeit. Abends dann nochmal bisschen pflücken, oder - wen wunderts - Mangos pflücken und verarbeiten für den Privatgebrauch. Nur, dass man hier eine dreimal so schnelle Methode gefunden hat, Mangofleisch von der Mango zu trennen. Wir waren etwas konsterniert über unsere Arbeiten der letzten Woche auf der Mangofarm...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Irgendwann hat unser Farmer beschlossen, dass es derzeit zu wenig Geld für seine super sexy Bio-Limetten gibt und dass wir jetzt nicht weiterpflücken. Leider ist der junge Farmersohn erst langsam dabei die Farm zu übernehmen und sah sich vor der Aufgabe, vier motivierte, tatkräftige Wwoofer zu beschäftigen. Dass wir die nächsten Tage ein riesiges Feld von kleinen Bäumen säubern würden und das mit zwei Äxten, hätte ich jedoch nie für möglich gehalten. Mit Blasen, Rückenschmerzen, Halb-Hitzschlag und völlig demotiviert, als der Farmer zu seinem Sohn sagte, dass man das ja auch hätte bei Regenwetter ganz einfach mit dem Traktor machen können, haben wir aber immerhin ordentlich das Feld gerodet. Ich warte noch auf die Bestätigung, ob dort jetzt wirklich Heu gemacht wird oder wir einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme aufgesessen sind... Na, unseren Muskeln hat es nicht geschadet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Eines Abends kamen Nachbarn vorbei, mit denen wir uns beim Feierabendbier (ich habe zum ersten Mal verstanden, wie schön ein kaltes Bier nach getaner Arbeit sein kann) unterhalten haben. Sie erzählten von ihrer "kleinen" Farm und dass sie am Wochenende ihre neuen Kälber kastrieren und mit einem Brandmal versehen würden. Die Nachbarin Cathy hatte Jahre in Deutschland gelebt und wir haben sehr nett geplauscht. In Australien glaubt man übrigens, dass derzeit alle Menschen in Deutschland frieren, weil sie sich die Heizung nicht mehr leisten können!
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      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also fragte ich unseren Farmer Graham, ob wir nicht Cathy besuchen könnten, um eine Rinderfarm zu sehen. Er sagte dann am nächsten Tag im Auto, als ich gefragt habe, was wir heute machen: wir werden heute viel Blut sehen, wenn die Nachbarn die Kälber kastrieren und die Hörner abschneiden. Tobi hat sich nur noch gekringelt, als ich eine Diskussion über die Hörnerfrage angefangen habe und gefragt habe, ob wir das heute wirklich machen.  Scheinbar wirke ich manchmal etwas naiv, unser Farmer hat mich gefragt, ob ich das wirklich sehen will. Ich sagte: I may be soft, but I want to see the reality.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Um es kurz zu machen, es war ein faszinierendes und tatsächlich nicht abschreckendes Erlebnis. Die beiden Famerfamilien (jeweils drei erwachsene Kinder im selben Alter) haben so reibungslos, schnell und ruhig zusammengearbeitet, dass man mit Fug und Recht behaupten kann, dass so ein Rinderleben in Australien ziemlich cool sein muss. Wir fuhren durch das Outback und an der riesigen Weide angekommen haben wir mit den dicken Range Rovern (mit uns auf der Ladefläche) ganz ruhig die Kühe zusammengetrieben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            In einem kleinen Gehege werden dann die Kühe und die Kälber getrennt, die Kühe warten dann auf der Weide auf ihre Kälber, die bis auf diesen einen Tag immer bei ihnen sind und von ihnen zwei Jahre lang aufgezogen werden. Ich durfte die Aufgabe wahrnehmen die Kühe zu zählen, als sie gegen Botulismus geimpft wurden. Bis auf einen Stier habe ich das auch gut hinbekommen. Dann kamen die Kälbchen und mir war etwas schwummerig. Sie hatten uns gewarnt, dass die Kastration ohne Betäubung von Statten geht. Ein Tierarzt wäre viel zu teuer - und aus ihrer Sicht auch unnötig.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das lief folgendermaßen: die Kälbchen gehen durch einen Gang und werden einzeln hintereinander in eine Metallvorrichtung geklemmt und quer auf den Boden gelegt. Der Farmer der Rinderfarm (Cowboyhut, Jeans, Zigarette im Mund, verhärmtes Gesicht, schelmisches Grinsen) hatte ein kleines desinfiziertes Skalpell in der Hand und hat dem Kalb tatsächlich die zwei Hoden herausgeschnitten. Klingt gruselig, aber das Kalb hat meisten nicht einmal gezuckt, weil es so schnell ging. Auch die Brandzeichen haben die meisten Kälber wohl kaum gespürt, nur die kleineren (was nicht toll war, aber schnell vorbei) Die Impfung fanden die meisten allerdings nicht angenehm und was wirklich nicht schön war, ist das Herausschneiden der Hörner und das Abzupfen von Ohrteilen zur Markierung. Das habe ich auch nicht ganz verstanden, aber scheinbar gibt in es Australien massenhaft Rinderdiebe, die die Brandmarkierungen fälschen und man braucht deshalb mehrere Markierungen an einem Rind. Und die Hörner? Im Gegensatz zu unseren braven Kühen (die Farmer wollten nicht glauben, dass wir ernsthaft Kühe mit Hörnern gestreichelt haben), die Menschen gewohnt sind, sind die australischen Rinder sehr wild. Sie sind kaum Menschen gewöhnt und mit Hörnern wäre jede Begegnung ein hohes Risiko. Zudem dürfte es auch zu ziemlichen Verletzungen innerhalb der Herde kommen. Naja, so ganz behagt hat mir dieser Teil nicht, aber man muss sagen, dass jedes Kalb nach ca. 30 Sekunden in der Metallhalterung aufgesprungen und davongehüpft ist. Danach kam keinerlei Klagelaut mehr und die Herde ist ruhig von dannen gezogen. Wenn Tierhaltung, dann vielleicht doch am ehesten noch so!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Limetten pfücken, Rinder kastrieren und Bäume ausreißen - eine interessante Woche im australischen Busch. Wie immer ohne Internet, stattdessen mit netter Gesellschaft, selbst gemachtem Butterscotch, internationalen Gesprächen und viel Schweiß. Mal sehen, wie Weihnachten in Australien wird!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 31 Dec 2022 09:53:26 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>WWoofen im Nirgendwo</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/wwoofen-im-nirgendwo</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Mangofarm im Outback
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20221213_093653.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nicht nur konsumorientiert herumreisen, sondern der Welt ein bisschen was zurückgeben von unserem Lebensglück und zugleich tiefgründigeren Kontakt zu Land und Leuten aufzubauen; das ist ein Ziel unserer Unternehmung. Deshalb auch der Name Wwoof-Weltreise. Wer mich schon ein bisschen länger kennt, weiß, dass ich bereits in der Bretagne wundervolle worldwide opportunities on organic farms (= weltweite Möglichkeiten, auf ökologischen Höfen zu leben und zu arbeiten) gefunden habe. Damals habe ich festgestellt, dass es sehr alternative Lebensarten gibt – die mir teils sehr zusagen, teils abschrecken und dass es Menschen gibt, die Wildfremde einfach als Familienmitglieder in ihr Haus aufnehmen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Auf verschiedenen ökologischen Farmen mitarbeiten, Erfahrungen sammeln für einen möglichen eigenen Hof und gemeinsam Ausflüge mit den Menschen vor Ort machen, war auch unsere Devise für Australien. Und so sind wir von Darwin nach Cairns gekommen und schließlich mit dem Bus in die Kleinstadt Mareeba im Landesinneren. An der Bushaltestelle haben uns Debra und Neil erwartet, ein älteres Ehepaar, das eine Bio-Mangofarm betreibt. Nach einem sehr netten Mittagessen in ihrem Stadtclub (Australiens soziales Leben scheint in Clubs stattzufinden), fuhren wir noch eine Dreiviertelstunde ins Outback. Das Handynetz blieb auf der Strecke, uns begegneten wenige Autos, aber eine wundervolle Natur mit weitläufigen Wäldern, Seen, Flüssen und Termitenhügeln. Von der Teerstraße ging es schließlich in einen Feldweg bis zu einem kleinen Zaun und dort fängt das Grundstück der beiden an. Mitten im Nirgendwo, nur Natur um einen herum.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und so leben die beiden auch. In einem offenen Wellblech-Verschlag, mit einer riesigen Spinne über dem Küchentisch, nur das Badezimmer hat tatsächlich eine Tür und Mauern. Unsere Unterkunft ca. 500 Meter weiter im Wald war ein uralter Wohnwagen und ebenso ein Bretterverschlag mit einer „Küche“, in der ebenfalls jede Menge Spinnweben hingen. Für die Dusche gab es zwei Möglichkeiten: outdoor mit einer Duschbrause, die am Schuppen aufgehängt war oder indoor mit zwanzig Spinnennetzen. Plumsklo ohne Tür und ein (tatsächlich gut funktionierendes) Aggregat zur Stromerzeugung rundeten die Unterkunft ab. Um es kurz zu sagen: wir waren geschockt. Steht doch in jedem Reiseführer und sprach aus den Augen unserer Mütter große Sorge vor Spinnen, Schlangen, Skorpionen, Krokodilen und weiterem tödlichen Getier. Man darf sich unsere Blicke vorstellen, als unsere Gastgeber uns noch vorschlugen, wir könnten ja dann in dem kleinen Flüsschen nebenan noch baden gehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach einer Woche und vielen, vielen Fragen und Bedenken wissen wir nun: es ist in Australien in den letzten Jahrzehnten ein Mensch an einem Spinnenbiss gestorben, Krokodile sind wirklich nicht überall und eine Schlange haben wir noch gar nicht gesehen. Das eigentlich Gemeine sind alle anderen Insekten, die einen stechen und nerven und die unglaubliche Hitze, die einen wirklich im Sitzen schwitzen lässt. Die Australier laufen schlichtweg in Flipflops durch den Urwald und sie tragen nie lange Hosen – entgegen jeglicher Vorschläge von schlauen Reiseführern und Tropeninstituten. Von einer Impfung zur Japanischen Enzephalitis hat hier übrigens noch keiner gehört! (s. Blogartikel Reisevorbereitungen) In einem Reiseführer stand sogar, man solle doch bitte auch ein langes Sweatshirt mit Rollkragen tragen – ehrlich gesagt, regt es mich inzwischen auf, dass sogenannte Experten (Reiseführer, Auswärtiges Amt, Tropenärzte) völlig unrealistische Dinge zu Ländern schreiben und damit Reisende auf eine falsche Spur locken oder gar abschrecken. Es ist schlichtweg nicht möglich bei 42 Grad mit langen Klamotten herumzulaufen und gleichzeitig keinen der ebenfalls hochgradig vorgewarnten Hitzschläge zu bekommen. Ich habe exakt einen meiner drei Pullover in fünf Wochen benutzt. Ein lange Badehose hingegen wäre sinnvoll gewesen aufgrund der UV-Strahlung!!! 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: Im Jahr 2018 sind in Deutschland bei Verkehrsunfällen 3265 Menschen ums Leben gekommen. In Australien waren es 1286 (noch immer sehr viel für ein so wenig besiedeltes Land). Und exakt eine Person ist in den letzten vierzig Jahren an einem Spinnenbiss in Australien gestorben. Ein bisschen mehr Realitätssinn wäre angebracht für einen verantwortungsvollen globalen Journalismus, denke ich.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 20 Dec 2022 07:00:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>36 Grad und es wird noch heißer</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/36-grad-und-es-wird-noch-heisser</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Outback mit Kakadus
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die australische Lebensart wird einem klar, wenn man aus dem Flugzeug aussteigt. Wenn man mit sehr hellhäutigen Menschen nachts um drei bei dreißig Grad auf dem Flugfeld entlangspaziert ins Terminal. Niedliche Securityhunde beschnüffeln die Einreisenden, ob sie auch ja keine fremden Lebensmittel ins Land bringen, um eingeschleppte Krankheiten oder invasive Arten zu verhindern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Szenenwechsel, der nächste Vormittag: wir betreten bei vierzig Grad die Straße vorm Hotel. Eine heiße Wand versucht uns zurückzudrängen in die gekühlten Räume des Hotels. Ein indisch-australischer Uberfahrer fährt uns zur Mietwagenstation und erklärt uns, dass er gerne in einer anderen Stadt leben möchte, aber hier auf seinen Einbürgerungsbescheid warten muss. Später erfahren wir, dass der australische Sommer im äußersten Sommer Australiens leider auch die höchsten Selbstmordraten hat. Ob ein makaberer Witz oder nicht, niemand, aber wirklich niemand ist auf den Straßen unterwegs; auch im weihnachtlich dekorierten Shoppingcenter (der Place to be in australischen Städten) sind kaum Menschen zu finden. Im Gegensatz zu Indonesien bekommen wir hier allerdings innerhalb weniger Minuten eine funktionierende Sim-Karte. Auffällig ist nur, dass der arme Servicemitarbeiter uns sowohl im Shop als auch später per Sms mehrfach bittet, dass wir im gute Bewertungen geben. Auch ein Arzttermin für Hannis Bali Belly ist schnell arrangiert, der Vorschlag sind Antibiotika, die alles kaputt machen ;-), aber einen funktionierenden Verdauungstrakt garantieren. Ein menschlich und kulturell sehr nettes Erlebnis machen wir in einem der wenigen Buchläden Darwins: für uns wurde schon ein Australien-Reiseführer zurückgelegt nach schriftlicher Vorbestellung. Außerdem lassen wir uns noch ein Buch empfehlen: leicht zu lesen auf Englisch und möglichst zum Lachen. Der Buchverkäufer, der in dem Laden äußerst heimisch wirkt und diesen als echten Wohlfühlort gestaltet hat, schaut erst etwas zögerlich, dann grinst er und drückt mir ein Buch in die Hand. Wie witzig es wirklich ausgerechnet für uns als Reisende ist, erzähle ich später. Wir erklären ihm dann noch, dass heute in Deutschland St. Nikolaus-Tag ist und Tobi mir deshalb das Buch schenkt. Wir lachen viel mit ihm, der nächste kulturelle Austausch ist geglückt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Warum überhaupt nach Darwin? Im Nachhinein würde ich auch keinen halbwegs vernünftigen Menschen im Dezember hierher schicken. Es ist absolute Nebensaison, weil es viel zu heiß ist, um auch nur ein paar Meter auf der Straße zu gehen. Der Flug war allerdings der kürzeste und günstigste von Bali aus und es gibt wirklich weltbekannte Nationalparks in der Gegend (drei Stunden Fahrt ist quasi um die Ecke). Dass sich auch diese für einen Besuch derzeit nicht eignen, stellen wir fest, als wir alleine auf dem großen Parkplatz des Visitor Centers stehen, später alleine uralte Felsenmalereien der Aborigines ansehen und wiederum alleine zu einem Aussichtspunkt über hunderte Kilometer Buschland wandern. Zu diesem Zeitpunkt hat Hanni bereits einen Hitzschlag (ungelogen), trotz drei Liter getrunkenen Wassers in drei Stunden. Unfassbar gemein und nicht vergleichbar mit ein paar Fliegen auf deinem bayerischen Misthaufen, sind außerdem die Insekten im Kakadu-Nationalpark. Sie fliegen im Sekundentakt ins Gesicht, in den Nacken, in die Ohren. Man läuft mit beiden Händen wedelnd durch die Hitze. Ergänzend dazu tropft einem das Wasser von den Haaren ins Gesicht.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trotzdem lohnt sich der Ausflug: wir sehen schwarze und weiße Kakadus, Kängurus (absolut niedlich), riesige Felsformationen aus rotem Gestein, die zwischen der endlosen grünen Urwaldweite herausragen, verschiedene riesige und winzige Vögel, mannshohe Termitenhügel und schließlich noch ein Krokodil, das ganz kurz mal in einem der unzähligen Wasserlöcher (Billabongs) auftaucht. Keine Bange, wir sind auf einem abgesperrten Weg über die Wetlands gewandert, auf denen man die Wildtiere ungestört beobachten kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abends sehen wir schließlich noch eine Spezies, von der wir nicht gedacht hätten, dass wir sie noch entdecken. Wir gehen laut Empfehlung einer weltbekannten Traveller-Internetseite in ein Lokal. Als wir das Auto auf dem Parkplatz des zugehörigen Bootsclubs abstellen, kommen Hanni Zweifel, ob das Bistro wirklich so gut sein kann. Der Ort ist zunächst nicht der allerhübscheste, aber schließlich sehen wir Sandstrand und das Meer zwischen den Werkshallen. Tobi ist guten Mutes und uns fällt auf, dass unzählige Autos auf dem Parkplatz stehen. Wir gehen in den Eingang des Bootsclubs und schwupps: da sind sie, die Australier!!! Es ist eine Mischung aus riesigem Selbstbedienungsrestaurant mit hervorragendem Essen, einer langen Bar, Sportfernsehern, einem Zimmer für die älteren Bridgespieler, einem Meetingraum für den Bootsclub und das ganze unterlegt mit guter Musik und dem fröhlichen Gequatsche aus unzähligen jüngeren und älteren Mündern. Wir genießen die phantastische Atmosphäre, super australisches Essen (Burger, Steak, Salat und Pommes), einen eisgekühlten weihnachtlich gewürzten Sangria und den langen Sonnenuntergang. Wir sind glücklich in Down Under.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: Wir beginnen das empfohlene Buch zu lesen. Es handelt von einer  kleinen Stadt im Outback, in der in der Nebensaison so gar nichts los ist...keiner aus dem Bus ein- oder aussteigt und es unendlich heiß ist. Manchmal wird ein Kaffee die Woche oder einer im Monat verkauft. Genau das wären dann wir gewesen...
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 17 Dec 2022 01:37:41 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/36-grad-und-es-wird-noch-heisser</guid>
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      <title>Widersprüchliches Bali</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/widerspruechliches-bali</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allein auf der Touristeninsel
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20221204_163512.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bali aus dem Reiseführer
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie möchten eintauchen in die bekannteste Urlaubsinsel der Welt? Kommen Sie nach Bali und erleben indonesisches Lebensgefühl, bestes Wetter an weißen Sandsträngen, Ausflüge in das idyllische Hinterland, Sonnenaufgangstouren und ein aufregendes Nachtleben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es gibt Unterhaltung für jeden Geschmack, ob kulturelle Tempelbesuche, Banana-Boat-Cruisen oder Kochkurse zwischen Reisfeldern. Es ist immer angenehm warm, Bali ist das ganze Jahr über ein ideales Reiseziel. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sie finden günstige Einkaufsmöglichkeiten und lernen eine bunte, vielfältige, multiethnische Kultur 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           kennen. Hinduistische Tempel begeistern mit farbigen Statuen, die Reisterrassen Ubuds gehören zum 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Weltkulturerbe. Sogar Julia Roberts dreht hier Filme!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bali aus Hannis Vorurteilen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Massenhaft Touristen, die oben ohne an einem Strand mit Bettenburgen liegen, völlig überlaufene 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tempel, in denen Händler einem aufdringlich alles Mögliche aufschwatzen wollen und Touristen alles 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nur durch ihre Fotoapparate sehen. Unzählige Shops von den üblichen weltbekannten Marken in 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schicki-Micki Einkaufszentren. Die Reisterrassen sieht man vor lauter Verkaufsständen und 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fotobloggern nicht mehr. Vielleicht gibt es im Norden noch ein paar schöne Flecken und 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           möglicherweise gutes Essen, da sich die Ökoszene im Hinterland angesiedelt hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Bali unserer Reise
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Plötzlich sind wir alleine – und das auf Bali. Unsere liebe Reisebegleitung Johanna, die uns durch ganz 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sulawesi begleitet hat, ist wieder nach Hause geflogen. Und in unserem kleinen Hotel, zu dem uns 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ein äußerst netter, sehr gut englisch sprechender Guide mitten in der Nacht fährt, sind wir die 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           einzigen Gäste. Es ist ein seltsames Gefühl, wenn man mit Touristenmassen gerechnet hat und 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           vorher in einer netten Reisegruppe unterwegs war. Aber wir richten uns wie zu Hause ein, die 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Angestellten sind sehr freundlich und sprechen alle sehr gut englisch. Zwischendurch sehen wir sie 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           sogar beim gemeinsamen Englischkurs.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir können uns hier sehr gut organisieren und ausruhen – nach drei Wochen Abenteuerreise haben 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wir das nötig. Tobi genießt feinstes vegetarisches Essen, Hanni hingegen Haferbrei und Reis mit 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemüse und Bali Belly-Tabletten. Wir lassen uns unfassbar günstig von fröhlichen Balinesinnen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           mass(akr)ieren und schwimmen im Pool. Warum ein Pool, wenn das Meer vor der Türe ist, das habe 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ich mich gleich gefragt, zumal das Hotel auf Nachhaltigkeit pocht. Aber der Steinstrand vor dem Hotel 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ist zwar einerseits voller hübscher Fischerboote, die täglich hinausfahren, andererseits auch voller 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Plastik. Und zwar nicht nur am Strand, auch wenn man schwimmen will, dann schiebt man bei jedem 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schwimmzug einen Flipflop, zwei Plastikstücke und einen Joghurtbecher von sich weg.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Einheimischen leben hier gleich nebenan, die Kinder spielen am Strand, die Fischer fahren nachts 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           raus und verkaufen ihren Fang oben an der Straße. Wir wollen den Markt gerne sehen und laufen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nach dem Frühstück einfach drauflos. Statt eines kleinen Spaziergangs kehren wir schweißgebadet 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           nach einer Stunde zurück, der Weg war weiter als gedacht und der Fischmarkt hatte schon zu. Dafür 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bekommen wir ein paar Bananen und werden von allen Einheimischen fröhlich begrüßt. Eine ganze 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schule winkt uns zu, da Touristen hier wohl eher selten vorbeilaufen. Wir entdecken einen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wunderschönen Tempel – wiederum ist kaum ein Mensch hier, dabei ist der Tempel so farbenfroh 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           und dekoriert mit kleinen Opfergaben von den Einheimischen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zwei Ausflüge machen wir dann Ende der Woche noch neben all der Verwaltung: einmal zu einem 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           schwarzen Sandstrand, weil wir doch gerne im Meer schwimmen und einen Sonnenuntergang 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bewundern wollen. Das Glück des Sonnenuntergangs war uns hold, allerdings haben wir – trotz 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Strand im Norden – einen kleinen Vorgeschmack bekommen, was an Händlern und Touristen im 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Süden zu erwarten gewesen wäre. Und doch ist es anders: unserem netten Fahrer trägt der Kellner 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           seine vergessenen Zigaretten hinterher. Wir sind also doch in Indonesien.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausflug zwei führt uns zum Schnorcheln – Tauchen können wir nicht, da wir auch noch in die Berge 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wollen und der Wechsel des Luftdrucks sonst zu einer Dekompressionskrankheit führen könnte. Also 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           beschließen wir, das Wrack der US Liberty nur von oben anzusehen. Wir fahren durch ein 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           touristenleeres Nord-Bali, bis wir zum Tauchspot kommen. Hanni trifft der Schlag, Tobi sagt: Was 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           hast du anderes erwartet? Es wimmelt vor westlichen Tauchern und der Fahrer lacht und sagt, wir 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           könnten uns wohl nicht vorstellen, was hier zur Hauptsaison los ist. Naja, wir schnorcheln los und 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           entdecken zwischen all dem Plastik dann doch noch eine wunderschöne Unterwasserwelt. An dem 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           alten Wrack haben sich Korallen und Algen angesiedelt und somit auch farbenfrohe Fischschwärme, 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           die um uns herum schwimmen. In der selben Bucht gibt es noch einen Korallengarten und als wir 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           hinüberschwimmen, wer begegnet uns da? Eine kleine Karettschildkröte!!! Und das auf Bali! Wir 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           waren begeistert und der Eindruck der Schönheit und Eleganz dieser jugendlichen Schildkröte 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           beeindruckt und bis jetzt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Ausflug führt uns weiter nach Amed, wo wir nochmals in wunderschönen Korallen schnorcheln 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           und ein Mittagessen am Strand genießen. Und dann geht es in die Berge – trotz aller Vorurteile 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wollen wir den größten Tempel Balis, Besakih, besuchen. Als wir ankommen, schüttet es in Strömen, 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wir sehen keine anderen Touristen. Ein bisschen nass betreten wir anschließend mit einem netten, 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           aber schwierig zu verstehenden Guide den Tempel, der für die Hindus Balis von größter Bedeutung 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           ist. Täglich finden Zeremonien statt, uns begegnen viele Familien in weißen Kleidern. Touristen sehen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wir kaum, die Wolken reißen auf und wir genießen die Sicht über Balis Ostküste und die 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           beeindruckende Tempelanlage. Auf dem Heimweg passieren wir noch einen riesigen Kratersee mit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Panoramablick auf den höchsten Berg Balis und seine so völlig anders wirkende Dschungel&amp;#65534;Hochgebirgslandschaft. Hier ist Bali am wenigsten so, wie wir es vermutet hatten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bali ist nett und kann anders sein, als gedacht. Für uns war es eine günstige Zwischenstation, um uns 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           zu organisieren. Wer aber Indonesien kennenlernen und neben dem Touristenmainstream reisen 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           will, dem legen wir Sulawesi ans Herz. Das ist Indonesien pur. Bali ist mehr light ;-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: In Bali funktionieren sogar die Sicherheitsgurte!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 17 Dec 2022 01:31:19 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/widerspruechliches-bali</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Tana Toraja</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/tana-toraja-grenzerfahrungen-im-inland</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grenzerfahrungen im Inland
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20221125_152210.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute waren wir in Tana Toraja – wenn jemand Sulawesi kennt, dann entweder wegen der tollen Tauchspots oder wegen Tana Toraja. Ich spanne euch nicht länger auf die Folter, was sich hinter diesem Namen verbirgt: eine Region in der Mitte Sulawesis, gelegen ca. 700m über dem Meeresspiegel auf einer Hochebene. Wir sind hier, um mit unserem Guide Henrik zwei Touren zu machen: Kultur mit dem Besuch einer Beerdigungszeremonie und traditionellen Dörfern und Natur mit wunderschönen Reisterrassen, einem Berg mit 1700m, Flüssen und Dschungel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute also Kultur; wir sind in den vergangenen Wochen und Tagen tausende Kilometer gereist, um die berühmten Beerdigungszeremonien in den traditionellen Dörfern der Torajer kennenzulernen. Dank Reiseführer gut vorbereitet, wussten wir, dass auf den Beerdigungen Wasserbüffel und Schweine getötet werden. Aber: Wer sensibel ist und nichts über geopferte Tiere lesen möchte, der muss an dieser Stelle aufhören zu lesen (ernsthaft). Der ein oder die andere fragt sich nun: Hm, die tierliebende Johanna ist nicht sensibel? Die Antwort lautet: doch. Aber auch sehr neugierig, wissbegierig und jetzt um ein furchtbares Erlebnis, aber auch einen tiefen Einblick in eine andere Kultur an Erfahrung gefüllter. Reicher möchte ich nicht schreiben, aber es hat mich mal wieder zum Nachdenken gebracht, welche ethischen Grundlagen weltweit gelten sollten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also zum Tagesgeschehen: in der Früh sind wir zu viert aufgebrochen, nach feinen Ananas-Bananen-Pancakes in unserer süßen Unterkunft von unserem Guide. Modern und sauber, das Badezimmer westlich (man darf das Klopapier in das Klo werfen!!!), aber ohne Internet. Auf Sulawesi geht das noch. Gottseidank ist unsere liebe Reisebegleitung, Johanna 1 (so stellen wir uns immer vor: Johanna1, Johanna2 und Johanna3/äh, Tobi) stets großzügig mit ihrem Hotspot…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben zunächst die Felsengräber der Toraja besucht, wo die Toten in Kammern, die in den Fels gehauen werden, bestattet sind. Davor stehen lebensgroße Statuen mit den Gesichtszügen der Verstorbenen. Unser Guide hat uns im Laufe des Tages unglaublich viel über die Kultur der Torajer erzählt; vor allem, dass der Zusammenhalt in den Familie und in der gesamten Region unglaublich stark ist und durch häufige Zeremonien, Geschenke und einen ausgeprägten Ahnenkult gepflegt wird. Zum Beispiel werden die Toten einmal im Jahr mit (falls noch vorhandener) Haut und Knochen aus den Gräbern geholt, gewaschen und neu eingekleidet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber um zur Beerdigung selbst zu kommen, die übrigens kein trauriges Ereignis ist. Eine Beerdigung muss man sich hier leisten können, die Zeremonie, die wir heute besucht haben, war einem Großvater gewidmet, der vor 17 Jahren gestorben ist. Solange musste die Familie sparen, um dieses riesige Event auszurichten. Inzwischen ist noch eine Familienangehörige gestorben, so dass die Zeremonie nochmals größer war. Ein bisschen muss man sich das vorstellen, wie einen Jahrmarkt: in der Mitte das große traditionelle Familienhaus, gegenüber die kleineren, schmuckvoll verzierten Reisspeicher. Diese Gebäude stehen immer dort. Um sie herum, werden dann weitere Gebäude für die Zeremonienwoche aufgestellt: ein Haus für die Geschenkübergabe an die Familie, das riesige Haus für die beiden Särge, eine riesige Küche zur Verkostung der Gäste und unzählige kleine Pavillons für die Gäste. Als wir ankamen, mussten wir schwarze Saris anziehen, Männer wie Frauen, ansonsten ist die Kleiderordnung seltsamerweise sehr frei (von Flip Flops über Sonnenhüte, Gummistiefel und kostbare Hemden).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Leider habe ich schon aus dem Fenster gesehen, wie ein großes, dunkles Schwein, auf der Seite liegend, mit einem großen Flammenwerfer, aus dem Feuer kommt, die Haare abgeflammt worden. Gottseidank war es schon tot, im Gegensatz zu vielen weiteren Schweinen, die an Bambusstangen festgebunden gequiekt und geschrien haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als wir schließlich das Dorf betreten haben, mussten wir auf dem Weg durch alle Schweine, die teils quiekend lebendig, teils bereits tot und blutend und teils schon halb ausgenommen auf dem Weg lagen. Schweineköpfe, Menschen, die die Gedärme aufgewickelt haben und mit Macheten die Knochen gespalten haben und schließlich in der Mitte des Platzes vier tote Wasserbüffel, ebenfalls blutend, teils ohne Haut und teils schon ausgenommen. Als ich aufgrund dieser Eindrücke die Zeremonie verlassen wollte, hatte unser Guide gerade mit jemanden aus der Familie gesprochen, die uns in einen Sitzpavillon eingeladen haben. Daher konnten wir nicht gehen ohne die Familie zu brüskieren… wir wurden sehr liebevoll versorgt mit Tee, Kaffee und Keksen – stets von Menschen, die kein Wort Englisch sprechen, für die es aber selbstverständlich ist, Fremde als Gäste willkommen zu heißen. Von dort hat man die Schlachtungen nicht gesehen, dennoch aber gehört und die lebendigen, festgezurrten Schweine gesehen. Mir hat es das Herz zerrissen und ich kann nach wie vor nicht verstehen, wie alle Menschen diese Leid aushalten können. Was ich aber schon verstehe, ist, dass wir in Europa völlig abgeschnitten vom Leid der sogenannten Nutztiere sind. In Toraja sehen Kinder von klein auf, wie Tiere geschlachtet werden und wissen, dass sie deren Fleisch verzehren. Bei uns geschieht das hinter verschlossenen Schlachthoftüren und wir bekommen von allem Blut reingewaschenes Fleisch im Supermarkt. Kaum jemand von uns hört ein Schwein quieken oder einen Wasserbüffel ausbluten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Fazit: ich finde, dass in keiner Kultur Tiere leiden dürfen. Man sollte keine Schweine an Bambusstangen festbinden und in der Sonne liegen lassen, so dass sie Schmerzen haben. Aber wenn ich Fleisch esse, muss mir bewusst sein, dass ein Lebewesen getötet wird und wie das passiert. Die Tötung selbst muss aber schmerzfrei geschehen und die Haltung der Tiere artgerecht. Wir sollten uns in Deutschland nicht überlegen fühlen, solange wir Massentierhaltungsanlagen haben – in Sulawesi leben Hühner, Schweine und Wasserbüffel wenigstens in der Natur!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der kulturelle Hintergrund dieser Opferungen ist außerdem sehr interessant: die Torajer glauben, dass je mehr Tiere geopfert werden, desto besser werden diese Tiere den Toten in das Paradies begleiten. Sie sind auch fest davon überzeugt, dass es ein Gleichgewicht zwischen Lebewesen geben muss; so darf man beispielswiese Bäume auch nur für einen guten Grund fällen und muss in einer Zeremonie darum bitten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Zeremonien sorgen für einen großen gesellschaftlichen Zusammenhalt – schön bürokratisch wird notiert, wer kommt und wie viele Büffel man mitbringt (ein Durchschlag für die Familie der Beschenkten, einer für die Behörde und einer für einen selbst). Sollte in dieser Familie einmal jemand sterben, so ist der heute Beschenkte verpflichtet, ebenfalls wieder einen Büffel zu schenken. Man stelle sich vor, dass Schweine und Büffel zwischen 500€ und 40.000€ kosten (kein Tippfehler)…die Torajer scheinen somit eine der wirklich reicheren Regionen Indonesiens zu sein, was man auch an den wunderschönen traditionellen Häusern sieht. Zum Vergleich: ein normales Monatseinkommen eines Arbeiters hier liegt zwischen 200€ und 600€.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Tag ging dann übrigens noch sehr interessant weiter, wir haben Höhlengräber besichtigt und Kindergräber. Das hört sich nun traurig an, ist aber eine sehr schöne Tradition, wie ich finde. Wenn Kinder tot geboren werden, beerdigen die Familien sie in einem Loch in einem lebenden Baum. Der Saft der Bäume ist weiß wie Muttermilch und das Loch wächst mit der Zeit zu und die Seele des Babys wächst mit dem Baum weiter. Man kann sich auch von anderen Kulturen etwas abschauen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: ein Artikel, der chronologisch früher eingeordnet wird, erscheint auch demnächst (also in die älteren Beiträge gucken ;-) ).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 28 Nov 2022 05:53:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/tana-toraja-grenzerfahrungen-im-inland</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Eine Schiffahrt, die ist lustig</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/eine-schiffahrt-die-ist-lustig</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Drei Touristen als Fotoattraktion
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Reise geht weiter! Nach zwei Wochen Tauchurlaub im Paradies wollten wir nun Kultur ansehen...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von der Insel Saronde mussten wir irgendwie in das Inland von Sulawesi kommen, das hatten wir geplant. Jetzt war nur noch die Frage wie? Die meisten Menschen wären vom Flughafen von Gorontalo (ca. zwei Stunden Fahrt) nach Makassar geflogen (ca. zwei Stunden Flug), um dann mit einem Fahrer nach Rantepao zu fahren (ca. 7 Stunden). Da wir uns aber vorgenommen haben, so wenig wie möglich zu fliegen auf unserer Reise und wir ja gerne etwas vom Land sehen wollten, sind wir insgesamt drei Tage ökologischer unterwegs gewesen. Ohne jeglichen Sightseeingstop, nur Fahrerei…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Morgens sind wir unter Tränen von unserer Paradiesinsel Saronde auf dem Tauchschiff eine halbe Stunde nach Kwantang geschippert worden. Dort haben wir Agus, unseren Reiseorganisator gefunden, den ich über Instagram kennengelernt habe. Ich vermute, wir haben einen zu hohen Preis bezahlt, das Handeln habe ich erst später gelernt. Aber Geld hin oder her, Agus hat uns wie die Könige behandelt und gesagt, dass er uns jetzt zur Fähre bringt, aber von uns immer Statusberichte möchte, ob es uns gut geht :-). Das ging so weit, dass uns in jeder Stadt jemand abgeholt hat, den Agus kannte und uns Menschen zwischendurch angesprochen haben, ob wir die Touristen sind, die nach Rantepao wollen… Man muss noch dazu sagen, dass Agus vorher von Lando, unserem Resortleiter in Saronde, angerufen worden war, weil auch Lando dafür sorgen wollte, dass wir uns wohlfühlen. Indonesien ist ein fürsorgliches Land :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nachdem wir uns mit exotischen Früchten und einem Mittagessen eingedeckt hatten, ging es dann auch zur Fähre. Weit und breit waren keine anderen Touristen zu sehen und das blieb auch so. Agus hat uns auf die Fähre gebracht und uns unsere Kabine gezeigt. Was war ich schockiert, als wir festgestellt haben, dass das die Kabine der Crew war, die für einen winzigen Betrag bereit sind, ihre Betten inklusive benutzter Bus-Bettwäsche an Touristen zu vermieten. Als dann auch noch ein Hahn laut aus einer Kiste direkt vor der Kabinentür gekräht hat, war uns klar, dass das die Fährfahrt unseres Lebens werden könnte. Da man sich in der Kabine kaum umdrehen konnte, haben wir uns vorne, ganz oben aufs Deck gesetzt. Wo man auf normalen Schiffen nie hin darf, weil da ja der Kapitän rausschauen muss etc. Nicht so in Indonesien. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Allerdings wurden wir noch vor Abfahrt des Schiffes entdeckt und sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr aus dem Blitzlichtgewitter herausgekommen. Ständig kamen Menschen, die mal mit, mal ohne zu fragen Fotos mit und von uns gemacht haben. Ich durfte sogar mit dem Sohn einer Indonesierin Videotelefonieren, dem ich aber gleich gesagt habe, dass ich schon einen Ehemann habe… daraufhin sagte mir die Schwester meiner Sitznachbarin „I love you“. Wir vermuten, das sind die bekanntesten englischen Wörter. Insbesondere Männer haben dann irgendwann Tobi gefragt, ob sie ein Foto von Johanna1 (unsere Reisebegleitung) und Johanna2 machen dürfen… Oder sie haben zwei niedliche Kleinkinder neben ihn gesetzt und abgedrückt! Weder die Babys noch Tobi wussten so recht, was ihnen da geschieht! Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt, dass wir, die wir die Attraktion und das Exotische in der Fremde gesucht haben, selbst in der Fremde zur Attraktion geworden sind. Menschen schütteln uns die Hand, packen alle Fremdsprachenkenntnisse aus, die sie irgendwo her haben und posten uns auf Instagram. Inzwischen drehen wir den Spieß um und machen immer auch selbst gleich ein Foto mit unseren Handys. Dennoch ist es nach wie vor seltsam, wenn einen ALLE anstarren! 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir sind schließlich wundervoll bei lauer Nacht und kaum Wind lange Zeit am Oberdeck und irgendwann in unserer Kabine Richtung Togian Inseln gefahren. Gegen zwei Uhr Nacht waren wir alle durchgekocht, weil die angepriesene Klimaanlage nicht mehr ging. Um halb sieben sind wir dann aufgestanden, um uns das Anlegen in Wakai auf den Togian-Inseln anzusehen. Uns hat gleich jemand begrüßt, ob wir die Touristen sind, die dann nach Rantepao wollen…das war ein Cousin von Agus, wie sollte es anders sein, er hat uns kostenlos Kaffee angeboten!! Das Treiben im Hafen war ein sehenswerter Prozess, bei dem kiloweise Reissäcke in Holzkarren, Wasserflaschen und Menschen aus- und eingeladen wurden. Absolutes Highlight war aber die Schlappohren-Ziegen-Familie, die erst friedlich im Hafen graste und dann wirklich auf unser Schiff eingeladen wurde. Man muss sagen, dass wir gottseidank in Sulawesi schon so beheimatet sind, dass uns das auch nicht mehr gewundert hat.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einige Stunden später schließlich holte uns Pjie (sprich: Fiedsche) ab, der uns zunächst sechs Stunden nach Tentena und am nächsten Tag elf Stunden nach Rantepao gefahren hat. Wir waren sehr froh, dass wir uns auf Englisch mit ihm unterhalten konnten und noch glücklicher, dass er ein wirklich umsichtiger, geübter Autofahrer war. Die Straßenverhältnisse in Sulawesi sind grundsätzlich kurvig. Wir haben wenig Zeit auf einer geraden Strecke verbracht, wo wir mit achtzig alle Rollerfahrer überholt haben und die meiste Zeit in engen, bergigen Kurven. Jedem von uns war zeitweise schlecht, die Überholmanöver waren manchmal trotz grundsätzlich super Fahrt halsbrecherisch und zwischendurch hört die Straße, auf die mehr ein als zwei Autos nebeneinander passen, einfach auf und man fährt über Schotter. Zwischendurch hat ein Sturm einen Erdrutsch verursacht inklusive herunterhängender Stromleitung. Wir mussten etwas warten und sind zur Freude der Wartenden an den Autos zum Ort des Problems spaziert. Nicht ohne ausführlich begrüßt zu werden. Komischerweise war nach einer Viertelstunde alles aufgeräumt; wir vermuten, dass ein Bulldozer, der tatsächlich bereitstand, einfach Straße mit Kabel zur Seite geräumt hat… kann man machen in Sulawesi!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir haben für insgesamt ca. 600 km Straße und 261 km Wasserweg am Ende also 36 Stunden gebraucht und sind völlig fertig in Rantepao angekommen. Dort wartete schon unser nächster „Aufpasser“, der fröhlich ankündigte, dass wir am nächsten Tag um 7:30 Uhr frühstücken würden… (wollte ich nur erwähnen, falls jemand denkt, wir machen noch immer Urlaub!)!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu unseren Erlebnissen in der traditionsreichen Region um Rantepao lest ihr im nächsten Artikel zu Tana Toraja.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 27 Nov 2022 07:30:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/eine-schiffahrt-die-ist-lustig</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Plastikkatastrophe</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/plastikkatastrophe</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum wir reisen und Dokus nicht reichen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20221109_162919.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war unser Ankunftstag in Sulawesi, genauer gesagt, in dem Moment, als wir an dem winzigen Hafen im Norden von Manado standen und auf unser Boot nach Sahaung gewartet haben:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Plastik überall.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun wird es für euch so sein, wie es für mich immer war; jemand schreibt über das viele Plastik im Meer und man ist schockiert. Man stellt sich Plastikflaschen und Tüten vor, die am Strand liegen und fragt sich, wie diese dort eigentlich hinkommen. Denn (Deutsch)-Mann/Frau recycelt ja brav!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Punkt eins: man kann sich nicht vorstellen, welche Mengen an Plastik hier in Indonesien an den Straßenrändern, an den Stränden, im Dschungel, in den Wellen, in den Städten und an jedem noch so abgelegenen kleinen Fleck liegen. Plastiktüten, Plastikflaschen, Fischernetze, Plastikbecher, Strohhalme, Hello-Kitty-Rucksäcke, FlipFlops (reicht für einen Schuhladen pro Strand), Müllsäcke, alle möglichen Verpackungen, Styropor, Kanister, Flaschendeckel und jede Menge weiterer Müll wie Klamotten, Fernseher, Spraydosen, Aluverpackungen, Autoreifen etc. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Punkt zwei, den ich betone: es ist nicht vorstellbar, wenn man es schwarz auf weiß liest oder eine Doku darüber sieht, welche Mengen an Plastik in anderen Teilen der Welt in der Natur landen. Dennoch möchte ich an dieser Stelle euch diesen Eindruck nicht vorenthalten, denn er ist – neben all der Schönheit Indonesiens omnipräsent. Egal, wo man ist und wo man hinsieht. Vier Jahre lang habe ich für eine Umwelt-NGO gearbeitet und gewusst, dass wir ein Problem mit Müll im Meer haben. Aber ich habe es einfach nicht in diesem Maß begriffen, wie ich es hier tue. Es ist schrecklich und es macht einen sehr hilflos, wenn man sieht, dass hier fast alle Menschen ihren Müll einfach aus dem Autofenster oder gleich direkt ins Meer werfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Punkt drei: Allerdings dürfte einiges von diesem Müll leider auch aus Europa kommen. Wo Unternehmen das, was wir fein säuberlich trennen, an Länder wie Indonesien verkaufen und es dort schlichtweg ins Meer geworfen wird. Unser Konsumverhalten ist also sehr wohl ausschlaggebend und ebenfalls Umweltgesetze, die solch ein Vorgehen von vornherein verhindern. Außerdem sollten wir unser europäisches Verhalten dringend wieder gut machen! Seien es Bildungsprogramme – es gibt dazu tolle kleine Initiativen in Indonesien –, Entwicklungshilfegelder, die in Recyclingprojekte gesteckt werden…ODER
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Punkt vier: Auf unserer Reise sammeln Tobi und ich Ideen, was wir weiterhin in unserem Leben anpacken wollen. Auch wenn der Fokus grundsätzlich in der Landwirtschaft liegt, lässt uns derzeit der Gedanke nicht los, dass man auf Sulawesi ein gewinnbringendes Recycling-Unternehmen aufziehen könnte, das erstens aus dem Müll neue Gebrauchsgegenstände macht, zweitens die Menschen für das Müll-Sammeln Geld erhalten, drittens somit neuer Müll verhindert wird, weil beispielsweise Plastikmüll als finanzieller Wert angesehen wird, so dass die Menschen ihn nicht mehr wegwerfen und viertens Arbeitsplätze geschaffen werden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sollte jemand Kontakte oder Ahnung haben mit der Müllbranche oder dem Recycling, meldet euch gerne bei uns! Es gibt noch viel zu tun auf der Welt…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 24 Nov 2022 12:30:04 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Ein Tag im Paradies</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/ein-tag-im-paradies</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit Fun Facts
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20221118_165114.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           5:43 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es kitzelt an der Nase, die ersten Sonnenstrahlen leuchten in unserem Bungalow, der direkt am Strand liegt. Während Hanni grummelig weiterpooft, ist Tobi zum ersten Mal wach.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6:33
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobi beginnt am Handy zu daddeln, Hanni pooft weiter.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           6:34
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobi beschließt, sich nochmal umzudrehen und doch nochmal zu schlafen. Er nimmt Hanni in den Arm, beide schwitzen wie blöde. Temperatur 30 Grad.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           06:50 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobis Wecker klingelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           07:08
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobi steht auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           07:10
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hannis Wecker klingelt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           07:15 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hanni steht auf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           07:30 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle anderen Gäste sitzen vor unserer Villa beim Frühstück.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           07:32 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hanni zu Tobi: „Wir kommen schon wieder zu spät, bist du endlich fertig?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           07:35 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch wir sitzen beim Frühstück, das gerade angeliefert wird. Es gibt Toast, Omelett oder Spiegelei, Nasi oder Mie Goreng (gebratener Reis oder Nudeln), Marmelade, Käse, Butter und immer frische Früchte. Alle witzeln darüber, dass es schon wieder Wassermelone gibt, obwohl sie teils stehengelassen wird und wir sie nicht mögen. Dass wir alle exotische Früchte lieben, scheint trotz gemeinsamem Ausflug mit dem Resortleiter und den Angestellten auf den Markt nicht durchgedrungen zu sein. Reihum darf jeden Tag einer von uns bitten, ob wir die exotischen Früchte auch haben dürfen ;-). Kati und Franz (Schweizer Ehepaar mit insgesamt über 6000 Tauchgängen), Gaby (ebenfalls sehr erfahrene Taucherin und liebenswerte Österreicherin), Johanna1 (junge, abenteuerbegeisterte Veganerin) und wir beide diskutieren über die Energiewende, Plastikprobleme oder veräppeln uns reihum.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           08:15
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle stellen fest, dass wir uns dringend zum Tauchen fertig machen müssen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           8:30 Uhr 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Fast alle sind auf dem Boot – Hanni steht noch am Strand und ruft nach Tobi, ob er nun auch endlich kommt… Wir werden fröhlich von unserer Tauchcrew begrüßt „Selamat pagi! Guten Morgen!“ und los geht’s. Im Boot stehen unsere Kisten mit den Tauchmaterialien, die Luftflaschen sind gefüllt und wir breiten unsere Handtücher auf dem kleinen Deck aus und genießen die Fahrt zum Tauchplatz durch lauter kleine Dschungelinseln mit weißen Sandstränden und türkisblauem Meer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           09 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Tauchguide gibt Bescheid, dass wir uns umziehen können. Während Hanni in ihren Neoprenanzug schlüpft, die Neoprenschuhe anzieht und Flossen und Tauchmaske herauslegt, versucht Tobi ein Bein in seinen Anzug zu stecken. Gottseidank gehen unsere erfahrenen Tauchfreund immer vor uns ins Wasser, so dass wir etwas mehr Zeit haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Alle legen ihre Bleigürtel und Tauchjackets an (in die man Luft blasen kann, mit der man den Auftrieb unter Wasser regelt), testen die Luftschläuche und schultern die schwere Ausrüstung, um sich auf den Bootsrand zu setzen. Die Crew hilft beim Anziehen der Flossen, man steckt den Atemschlauch in den Mund, setzt die Maske auf und *schwups* lässt man sich nach hinten ins Wasser fallen. Das kostet zwar erstmal Überwindung, aber das Lustige ist, dass man ja ausnahmsweise mal kein Wasser in Mund und Nase bekommt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           09:30 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Tauchgang beginnt. Einer der Guides passt immer auf uns beide auf, weil wir ja blutjunge Tauchanfänger sind und zu allem viel länger brauchen. Alle anderen Taucher sind schon längst unter Wasser. Tobi und ich liegen im Wasser, schauen uns an und machen die Zeichen für „Abtauchen“ und „Ok“. Langsam tauchen wir ab und lassen Luft aus unserem Tauchjacket. Wir sinken hinunter und halten uns immer wieder die Nase zu, um den Druck auf den Ohren auszugleichen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und irgendwann sind wir unten und es geht los: wir sehen Korallen in allen Formen und Farben, kleine und große Fische, Krebse, Schnecken in unfassbar bunten Farben und versuchen zu alledem immer schön uns auszutarieren, damit wir gerade so einen halben Meter über dem Untergrund schweben. Ganz ehrlich: lernt tauchen, es ist unfassbar schön!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           10:20
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobi geht langsam die Luft aus, er nimmt Hannis zweiten Luftschlauch und wir tauchen noch etwas weiter. Eine unserer Tauchfreundinnen schilderte eines ihrer Highlights des Tauchgangs: zwei Bären, die Händchen halten! Dann tauchen wir langsam wieder auf und lassen uns vom Boot einsammeln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           10:30-12 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir machen alle zusammen eine lustige Oberflächenpause mit Kuchen, frischen Früchten und warmen Tee (Lufttemperatur ca. 35 Grad). An einem ganz besonderen Tag sind wir auf Bogisa Island gefahren, eine winzige Insel mit einem Sandstrand, der sich weit ins Meer zieht. Wir gehen am Strand spazieren, sammeln Muscheln (nur zum Fotografieren, nicht zum Mitnehmen) und als wir zurück zum Boot kommen, spielt die Bootscrew Gitarre und singt Lieder. Wir gehen im türkisblauen Wasser schwimmen und versuchen lustige Seesterne als Gruppe zu bilden. Es ist ein wunderschöner Tag!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           12-12:50 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zweiter Tauchgang; wiederum unglaubliche Eindrücke unter Wasser!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           13:30 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Duschen im Draußen-Bad unserer Strandvilla und anschließendes Mittagessen. Es gibt bestimmt etwas Frittiertes ;-). Unser lieber Chef des „Restaurants“ (wir sind ja nur sechs Personen) bedankt sich nach dem Essen immer, dass wir bei ihm gegessen haben, er ist immer sehr nervös und äußerst bemüht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           14:30-16 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jeder genießt die Ruhe, man liest, liegt im Schatten oder in der Villa, Tobi daddelt am Handy, Hanni schläft. Die Wellen rauschen…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           16 Uhr irgendwas
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Franz kommt mit Caramello auf dem Arm. Alle Frauen stürmen zu ihm „Ooooooh, ist der süß! Wie niedlich! Darf ich auch mal halten?“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hiermit möchten wir euch Caramello vorstellen: den Welpen der Insel, der gerade so ein bisschen herumtapsen kann und karamell-braun ist. Und unfassbar süß.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir durften ihn alle mal auf dem Arm halten, gottseidank haben wir uns alle so gut verstanden, dass wir ihn uns auch untereinander weitergegeben haben. Ich glaube, jeder hätte ihn am liebsten für sich behalten. Irgendwie ist dann die Idee entstanden, dass wir mal auf die andere Seite der kleinen Insel gehen (50m), um den Sonnenuntergang anzusehen. Die nächste Idee zu einem Sundowner-Cocktail war da in greifbarer Nähe. Also machten wir uns mit Caramello auf den unterschiedlichen Armen oder alternativ mit dem Handy zum Fotos knipsen in der Hand auf den Weg durch die Palmen zum anderen Strand. Hanni ist dann mit Caramello und einem der anderen jungen Hunde zu Caramellos erstem Strandspaziergang aufgebrochen; selten ist etwas niedlicher als ein kleiner Hund, der immer den Wellen ausweicht. Und ein etwas größerer Hund, der sich liebevoll um den kleinen kümmert und sich aber wirklich alles gefallen lässt, was dem kleinen einfällt: auf ihm herumkrabbeln, an den Ohren knabbern, in den Hals beißen etc.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           17 Uhr irgendwas
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Sundowner mit Arak und frischem Ananas-Saft ist fertig. Nach dem ersten Schluck sind alle begeistert. Nach der Hälfte das Glases traut sich jemand zu sagen, dass das eigentlich ganz gruselig schmeckt . Macht aber nix, die Stimmung ist hervorragend.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Angestellten starten ihre Jam-Session bei ihren Bungalows, wir fragen, ob sie nicht zu uns kommen wollen und wir singen bzw. schunkeln gemeinsam. Die Sonne geht unter und beleuchtet uns und unser paradiesisches Eiland.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           18 Uhr irgendwas
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unsere Tauchguides drücken sich charmant um das Tauchdebrefing, wo man bespricht, was man gesehen hat. Macht nix, alle sind leicht angetüdelt und wir bringen zu sechst Caramello wieder nach Hause in die Mitte der Insel.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           19 Uhr
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mit leichten Kopfschmerzen treffen wir uns zum Essen wieder, es gibt garantiert Frittiertes und die süße Dip-Sauce wandert in hohem Tempo über den Tisch, da wir alle verrückt da nach sind. Die Angestellten lassen es sich nicht nehmen und kommen nochmals mit Gitarre und selbstgebautem Schlagzeug. Ein paar von ihnen tanzen ein bisschen – da steht Franz auf und tanzt mit, bis wir schließlich alle ausgelassen um den Tisch herumhopsen. Alle Gäste, die Crew der Insel, der Resortleiter und die Hunde. Mehr kann man sich für einen Tag nicht wünschen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir freuen uns unseres Lebens und des Glücks, wohlbehalten an einem solch wunderschönen Ort mit solche wundervollen Leuten sein zu dürfen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 20 Nov 2022 06:18:49 GMT</pubDate>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ein ganz besonderer Augenblick
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Ein Blogbeitrag, der bereits vorgestern Abend kurzerhand entstanden ist...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hallo ihr lieben alle, 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           es ist hier bald 22:00 Uhr und eigentlich sollte ich schleunigst schlummern (dazu später mehr), aber ich muss jetzt einfach noch ein bisschen etwas schreiben, weil ich heute diesen EINEN Moment erleben durfte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war gerade eben beim Abendessen. So weit, so unspektakulär – könnte man meinen. Doch dieses Menü war mit einigen ganz speziellen Zutaten gewürzt. Schon alleine der Ort, an dem es stattgefunden hat, hat MICH ;-) kurzfristig sprachlos gemacht. Wir, das heißt die vier anderen Gäste, die sich zum soft-opening des zukünftigen Partnerressorts unseres bisherigen Blue Bay Ressort eingefunden hatten und, die wir alle von dort bereits kannten, und wir beide, saßen an einer gemeinsamen Tafel, die mitten am feinen weißen Sandstrand der klitzekleinen Südseeinsel Saronde in der Celebessee aufgebaut war. Wir sind erst heute morgen, nach einer abenteuerlichen, 12-stündigen Nachtfahrt im strömenden Regen hier angekommen und hatten unsere nagelneue Meerblick-Villa direkt am Strand bezogen. Hinter uns brandete nun also das Meer sanft an das kleine Eiland, die Sonne war schon untergegangen, dafür schwebten über uns ein paar bunte Lampions und die Villa hinter uns war hübschestens indirekt beleuchtet. Der Tisch war maritim und schlicht-elegant mit der Vorspeise gedeckt, also fingen wir gleich zu tafeln an. Währenddessen kamen einige der Angestellten mit ein paar Instrumenten, setzen sich dazu und fingen gleich an uns ein kleines Live-Konzert wunderschöner indonesischer Lieder zu singen und zu spielen. Und während wir da so saßen, so nett plauderte oder lauschten, war er plötzlich da – dieser eine Moment – voller Glück, voller Dankbarkeit, voller Zufriedenheit. Wenn oft in Dokumentationen solche Inseln und Stände gezeigt wurden, habe ich zum einen nie gedacht, dass ich einmal an einem solchen Ort landen bzw. ihn finden würde, auch wenn ich es mir sehr gewünscht habe bzw. dachte ich auch, dass die Welt einfach schon zu touristisch erschlossen ist und all solche Flecken völlig überlaufen. Und zum anderen habe ich mir dann immer auch ein bisschen meine eigene Trauminsel in Gedanken zusammen gebastelt. Et voilà – in diesem Moment hat alles zusammen gepasst. Ich bin immer noch ganz mitgenommen vom Gerührt-sein und gleichzeitig so unfassbar dankbar, dass ich/wir die Chance haben, dass hier alles erleben zu dürfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir erleben es als riesiges Privileg und Geschenk, dass wir uns auf unsere Wwoof-Weltreise machen konnten. Ja, sicherlich haben wir dafür gearbeitet und gespart, aber das war uns nur dank unserer Geburt in Mitteleuropa und unserem aufwachsen in unseren Familien – einmal ein ganz liebes und großes DANKE an unsere lieben Eltern und Familien, für all das, was ihr uns in unserem Leben bisher ermöglicht habt! – möglich! Es geht uns hier nicht um den „Luxus“ oder eine neue Strandvilla. Beides hat uns eher an diesem Ort erst einmal ein wenig abgeschreckt. Wir hatten unseren Aufenthalt hier auch ein bisschen unwissentlich gebucht, da dieses Tauchressort ja gerade eben erst gebaut wird. Vielmehr ist vieles hier schlicht von der enormen Freundlichkeit, Offenheit und Lebensart der indonesischen Bevölkerung und der noch nicht touristisierten Gegend hier im Norden Sulawesis geprägt und, ehrlich gesagt, auch ein bisschen vom Robinson-Cruso-Gefühl auf diesem kleinen Fleckchen Erde und unseren so liebenswerten Mitgästen. Den vielen Zufällen, die uns hierher gebracht haben, sei DANK.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So, jetzt aber Schluss für heute. Schließlich muss ich schlafen gehen, denn morgen geht es früh los. Es steht das Tauchen mit Waalhaien auf dem Programm – wieder so etwas, mit dem ich nie in meinem Leben gerechnet hätte…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Euer zu tiefst staunender und all das, was ich auf dieser Reise alleine bisher erleben durfte, nicht fassen könnender Tobi
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 18 Nov 2022 13:56:37 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Angekommen</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/angekommen</link>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
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           Tauchkurs, Langstrecke, Indonesien
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           Heute Abend haben wir mit unserem Tauchlehrer Yustus Cocktails getrunken, zum Cinderella-Lied der indonesischen Belegschaft getanzt und mit unseren neuen deutsch-schweizerisch-finnischen Tauchfreunden gescherzt und gegessen. Im Hintergrund rauschte leise die Celebessee in unserer geschützten Blue Bay, die zwei Haushunde Maxi und Puti strichen uns um die Beine, die Moskitos freuten sich über Frischfleisch und manchmal krachte eine Kokosnuss von einer Palme.
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           So fühlt es sich an, wenn man nach knapp einer Woche im Norden Sulawesis, einer der unbekannteren Inseln Indonesiens, in einem deutsch-indonesischen Tauchresort heimisch wird. Unser Bungalow steht direkt am Meer (neben den Palmen) und es hat kulturell passend ein sogenanntes Mandi und keine Dusche. Man schöpft sich einfach Wasser über den Kopf - und das am besten mehrfach am Tag, denn Hitze und Luftfeuchtigkeit sind schlichtweg tropisch.
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            Am meisten halten wir uns jedoch unter Wasser auf, denn wir haben beschlossen, tauchen zu lernen. Was uns nicht klar war, ist, dass Tauchen nicht nur eine Freizeitbeschäftigung ist, die man mal machen kann. Oh nein, wer taucht, tut das mit Haut und Haaren bzw. teilweise ohne Haare, um stromlinienförmiger zu sein, aber vor  allem mit Neoprenanzug, Neoprenschuhen, Flossen, Maske, Luftflasche (sackschwer!), Bleigewichten, Tauchjacket und einem Regulator, Inflator, zweitem Regulator, Finimeter und Tauchcomputer. Wahlweise noch Neoprenstirnband, Haube, Kamera, Sticks etc. Ehrlich gesagt, schaffe ich es fast nicht ins Wasser mit der Ausrüstung, weil sie so schwer ist.
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           Aber nun doch von Anfang an: Am 08. November haben wir an einem strahlend schönen Tag unsere bayerische Heimat verlassen. Mit elterlichem Beistand haben wir es zum Flughafen und schließlich hinter die Sicherheitskontrolle geschafft. Da war uns klar, dass unser nächstes Abenteuer jetzt anfängt.
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           Allerdings ist uns auch aufgefallen, dass wir unser letztes Abenteuer - die Halsalm bewirtschaften - noch gar nicht so richtig verdaut haben. All die lieben Menschen und die Kühe, die Berge und das Heu, der Tagesrhythmus - vielleicht kommt dazu nochmal ein Blogeintrag.
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           Beim Fliegen hatten wir sehr viel Glück, wir hatten eine Reihe für uns und dazu noch ganz vorne, wo man extra viel Platz hat. Warum die Crew nicht wollte, dass ich mich dort auf den Boden lege, um halbwegs zu schlummern, habe ich nicht ganz verstanden. Den Flug haben wir mehr oder weniger im Delirium verbracht: halb schlafend, halb dösend, sich herumwälzend im Sitz, mit wie immer gruseligem  Flugzeugessen und unfassbar viel Verpackungsmüll - mit großen Bedenken und mehreren Tränen. Ich glaube, ich war völlig durch von den vier Wochen vorher, in denen wir in großem Stress versucht haben, alle Arzttermine zu schaffen, alle Impfungen zu besorgen, alle Ausrüstungsgegenstände zusammenzubestellen, möglichst viele liebe Menschen zu treffen etc. Und natürlich fängt man in diesem Dämmerzustand auch immer wieder an zu überlegen: Warum machen wir das? Wieso bleiben wir nicht in Deutschland? Warum haben wir unsere gemütliche Wohnung aufgegeben? Was sollen wir später arbeiten bzw. unser Geld verdienen? Wird es der Familie und allen Freunden in der Zwischenzeit gut gehen? Werden alle Beziehungen halten? Nun, gottseidank sind wir zu zweit und auch der längste Flug geht einmal zu Ende.
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           Der Flughafen in Singapur flasht einen dann erneut, dort gibt es sogar einen Schmetterlingsgarten... und schließlich der Flug nach Manado, einer größeren Stadt im Norden Sulawesis. Spätestens hier dämmerte uns, dass Sulawesi vor allem von Tauchern besucht wird - aus aller Welt, denn es gibt hier eine unglaubliche Unterwasserwelt, die noch relativ intakt ist. In Manado am Flughafen wollte man uns schließlich nicht durchlassen, weil wir kein Ticket zur Weiterreise hatten. Dass man Indonesien mit dem Schiff verlassen kann, hat man uns nicht durchgelassen. Aber Backpacker sind ja gut vernetzt und so haben wir eine Seite gefunden, auf der es stornierbare Flugtickets gibt und durften schließlich doch einreisen.
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           Von unserem coolen kleinen Tauchresort wurden wir von einem Fahrer abgeholt, der uns schließlich an einem winzigen Hafen auf ein Boot setzte, das bis dahin nur von Einheimischen belegt war. Das Hallo war groß, irgendwie fanden uns alle urkomisch. Im Nachhinein betrachtet verstehe ich das besser: wir waren (und sind es vermutlich noch) unglaublich blass, hatten lange Hosen und Wanderschuhe an und schauten sicherlich etwas verwirrt. Inzwischen glaube ich nicht mehr ganz, was ich meiner Mama versichert hatte, nämlich, dass man in jedem Land Schuhe kaufen kann. Hier läuft exakt niemand mit etwas anderem als Flipflops herum und seit dem ersten Abend hier auf der Insel Sahaung haben auch wir unsere Schuhe nicht mehr gesehen...barfuss oder Schlappen oder höchstens noch Tauchschuhe sind die Devise, alles andere wirkt quasi außerirdisch.
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           Naja, und jetzt sind wir wirklich genau da angekommen, wo sich viele Menschen hinträumen. Unter Kokospalmen, Bananenstauden, mit weißen Sandstränden, Bungalows aus Holz mit Hängematte, Geckos und Krabben und einer wunderschönen Bucht.
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           Das bringt mich zurück zum Tauchen :-). Warum wir hier noch auf keinem Hof sind, fragt sich bestimmt der ein oder andere. Ehrlich: Wir brauchen erstmal Urlaub, nachdem wir den Sommer durchgearbeitet haben. Und wir möchten eine Wwoof-Weltreise machen, wir werden also immer wieder mal Reisen und immer wieder vor Ort auf Höfen helfen. Das Tauchen lernen ist sogar im Grund genommen, eine heftige Fortbildung; wir möchten gerne unsere Fähigkeiten in allen möglichen Formen erweitern. Man liest stundenlang Theorie im ersten Kurs, dem sogenannten Open Water Diver, und lernt unglaublich viel über Luft&amp;amp;Wasser, atmosphärischen Druck, die Anatomie des menschlichen Körpers und schließlich lernt man eine unfassbare Welt kennen, die man über Wasser nicht mal erahnen. kann. An dieser Stelle ganz lieben Dank an alle, die uns zum Tauchen ermutigt haben, uns ganz unerwartet wertvolle Startinfos gegeben haben (@Sebastian Waldemer) und schließlich an unseren genialen Tauchlehrer Yustus, der direkt hier von den Inseln stammt, hervorragend Englisch spricht und eine Engelsgeduld mit Neulingen hat. Inzwischen haben wir sieben Tauchgänge mit ihm gemacht, vier zur Ausbildung und drei sogenannte Fun Dives, in denen er uns aber auch unter seine Fittiche genommen hat. Wir sind jetzt zertifizierte Taucher und dürfen überall auf der Welt Tauchequipment ausleihen und zusammen bis 18m Tiefe tauchen. Wer tauchen lernen will, der kann dies hier, bei den Blue Bay Divers an einem wunderschönen Ort wunderbar lernen! Wir vermitteln gerne den Kontakt. Mit am schönsten ist aber eigentlich der Umgang untereinander in der Tauchcommunity. Manch einer hatte hier über 5000 Tauchgänge - aber jeder Anfänger wird freundlich willkommen geheißen, man bekommt auf jede noch so grundlegende Frage eine geduldige Antwort und Hinweise, falls man etwas Wichtiges nicht fragt ;-). Und schließlich wird man - nach erfolgreichem Abschluss des Kurses - fest in die Arme geschlossen!
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           In die Unterwasserwelt einzutauchen ist genial - ich hatte früher immer ein wenig Angst vor dem Wasser, insbesondere im Meer. Aber jetzt weiß ich, dank Theorie und Praxis, dass man sich wirklich keine Sorgen machen muss und vor allem, was mich auch unter Wasser erwartet. Die Welt ist wieder ein bisschen weniger fremd geworden für mich. Aber sie wird immer faszinierender, allein gestern und heute haben wir Steinfische (sehr grantig aussehende Wesen!), Scorpionfische, einen winzigen Korallenshrimp, azurblaue Drückerfische, bunteste Nacktschnecken, einen Kuhfisch (passender gehts ja wohl nicht), einen Kugelfisch, einen schwarz-weißen Jungaal, einen Geist-Pfeifen-Fisch, eine Zebra-Muräne, Christbaum-Würmer sowie Nemo und seinen Papa (Clownfische) als Highlights gesehen und dazu unzählige weitere bunte Fische und Korallen in allen Formen und Farben. Das alles zu genießen und zu beobachten ist für einen Tauchanfänger übrigens gar nicht so leicht, man ist meistens mit atmen, Druckausgleich für die Ohren machen, grad im Wasser liegen, nicht auf den Grund aufkommen und auf seinen Partner achten beschäftigt. Aber Tauchgang für Tauchgang macht es mehr Spaß!
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    &lt;/span&gt;&#xD;
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           Ich schließe mit dem Motto der Blue Bay Divers, das wir hier täglich befolgen: Sleep, eat, dive - repeat!
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    &lt;/span&gt;&#xD;
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           Ps: Unterwasser konnten wir keine Bilder machen... aber das ist eigentlich das Faszinierende am Unterwasser-Sein für uns. Wir haben davon keine fotographischen Eindrücke - nur die Erinnerung und das Erleben selbst. Für unsere foto-affine Welt ist das eine wohltuende Besonderheit. Aber vielleicht darf ich mal Fotos von unseren neuen Tauch-Buddies posten!
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    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 14 Nov 2022 14:05:50 GMT</pubDate>
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      <title>Gestresste Zwischenzeiten</title>
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  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           14 Impfungen und das nicht mal gegen Corona
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    &lt;/span&gt;&#xD;
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    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auf dem Bild sieht man nur drei von fünf - was? Na, Impfungen für unsere Reise! Vor ca. zwei Wochen haben wir begonnen, uns intensiv auf unsere Wwoof-Weltreise (WorldWide Opportunities on Organic Farms) vorzubereiten. Dazu gehört - sicherheitsbesorgt wie wir sind - uns alle Impfungen geben zu lassen, die verfügbar sind. Dass das Schlagwort "verfügbar" zum Problem werden könnte, hatten wir vor unserem ersten Besuch im Münchner Tropeninstitut nicht auf dem Schirm.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dort sind wir frohgemut hineinspaziert und wurden erstmal aufgeklärt, dass wir online unsere Termine falsch gebucht haben. Eine Beratung für eine Weltreise dauert nämlich normalerweise länger. Aber man hatte Mitleid mit uns (ich nehme an, dort haben sie öfter Mitleid mit Verwirrten Vor-Reisenden) und wir wurden zu einem sehr netten Arzt bugsiert, der sogar noch zwei Arztpraktikanten bei sich hatte. Was folgte, war bühnenreif. Der Arzt sprang zunächst (ungelogen!) auf die Patientenliege und fragte: "Na, wo wollen Sie denn hin auf der Weltreise?". Er verfolgte unsere Träumerein von Indonesien über Australien, Neuseeland und ganz Amerika mit dem Finger auf der Weltkarte. Dann wollte er noch wissen, ob wir auch nach Afrika wollten. Wir sagten, erstmal sei das noch nicht geplant, aber wer weiß? Er deckte schließlich mit der Hand ganz Mittelafrika ab und sagte: "Also, wenn Sie sich was einfangen wollen, dann fahren sie hierhin!"
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir waren leicht schockiert, aber es ging gleich weiter. Er fing an, unsere zerfledderten Impfpässe weiter zu zerfleddern und machte sich die wirrsten Notizen, die ich je auf einer Tabelle (an sich hübsch geordnerte Übersicht des Tropeninstituts für alle Impfungen) gesehen habe. Es ist KEIN Wunder, dass ich am Ende mit einer Impfung zu viel aus dem Zimmer kam, die an der Kasse kein Mensch mehr zuordnen konnte. Die Sprechstundenhilfe ging also wieder ins Zimmer und fragte, warum ich denn fünf statt vier Impfungen bekommen hatte und sagte dann etwas kleinlaut zu mir, dass ich die fünfte auch nicht zahlen müsse, die wäre eigentlich nicht vorgesehen gewesen... aber sie würde natürlich absolut nicht schaden, das war nur nochmal Tetanus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           All das wäre kein Problem gewesen, doch leider fehlte im Tropeninstitut ein Impfstoff, der in ganz Deutschland vergriffen ist - und zwar gegen Japanische Enzephalitis. Der nette Artzpraktikant von der Bundeswehr, der die gesamte Beratung mitbekommen hatte, hat uns ziemlich eindringlich geraten, dass wir diese aber brauchen; insbesondere, wenn wir auf Feldern mitarbeiten. Auch in der Truppe sei das derzeit schwierig - vielleicht sollten wir uns nochmal genau überlegen, ob wir denn zum Beispiel auch wirklich nach Ost-Timor wollten. Vorsichtig deuteten die Ärzte an, es habe schon seinen Grund, warum dort, ehrlich gesagt, nicht so viele Leute wohnen. Hm, mich hat das sehr zum Nachdenken gebracht; warum wollen wir in Gegenden, die manche Menschen lieber verlassen wollen? Doch dazu in einem anderen Blogartikel mehr!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wäre das Impfthema nicht in aller Munde, käme uns das, was wir derzeit tun, vielleicht gar nicht so erstaunlich vor. Doch unsere Gesellschaft hat sich damit ja in den letzten Jahren ausführlich beschäftigt, dass ein anderer Blick vielleicht ganz interessant für unsere Leser*innen (und für uns sowieso) ist. Uns ist eine gesundheitliche Vorsorge durch Impfungen auf jeden Fall so wichtig, dass Tobi in den letzten Tagen schließlich nach Kufstein gefahren ist, um den Impfstoff noch zu bekommen. Den, den wir über eine internationale Apotheke in Deutschland bestellt haben, ist noch immer nicht da. Vom Preis ganz zu schweigen! In Österreich ist das alles kein Problem, da ist er vorrätig. Die restliche Welt hat jedoch aufgrund von Rohstoff-Engpässen, globalen Lieferketten und weiteren komplexen Zusammenhängen ein echtes Problem damit.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir spüren an diesen Dingen vor allem, wie privilegiert wir hier in Deutschland sind. Wir können uns aussuchen, ob wir geimpft werden wollen, wir fahren kurz in ein anderes EU-Land, falls hier etwas nicht vorrätig ist und wir haben die finanziellen Mittel, uns all diese Medikamente kaufen zu können. Mir wird in unserer Reiseplanung immer mehr bewusst, welcher Luxus es ist, dass wir monatelang auf Reisen gehen können - bestens versorgt vor, während und nach der Reise. Ich hoffe sehr, dass wir den Menschen, denen wir begegnen, etwas von unserem Reichtum abgeben können in Form unserer Arbeitskraft und einem Beitrag zu einer friedlichen globalen Verständigung. Tollwut, Gelbfieber, Typhus, Windpocken, Zecken, Malaria oder jetzt die japanische Enzephalitis werden uns auf jeden Fall keinen Strich mehr durch die Weltrechnung machen :-).
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 01 Nov 2022 19:30:00 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Kuhliebe</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach einem emotionalen Almabtrieb
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Drei Wochen ist es jetzt her, dass wir nicht mehr im Berchtesgadener Land wohnen. Vor einigen Tagen sind wir aber noch einmal in die Ramsau gefahren und siehe da, auf einmal standen im Stall sechs neue kleine Kälbchen. Unsere Kühe haben endlich ihren Nachwuchs bekommen und sie sind tatsächlich zuckersüß. Ich durfte auch gleich zu ihnen, unsere Bäuerin hat schon das Gatter aufgehalten, damit ich gleich hineinschlüpfen konnte. Schon stand ich zwischen sechs niedlichen Kälbchen, die sofort begonnen haben, an mir herum zu schlabbern. Vorzugsweise haben sie an meiner Hose und dem Pullover gekaut oder an meinen Fingern. Der größte von den Kleinen hat mich ständig in den Bauch gehauen. Er wollte wohl alle Aufmerksamkeit, könnte man sagen, vermutlich ist es allerdings eher instinktiv, da Kälbchen normalerweise das Euter der Kuh anstupsen, um den Milchfluss anzuregen. Die zehn Minuten, die ich dort drin war, sind so schnell vergangen und jetzt wo wir wieder weggefahren sind, ist mir aufgefallen, wie sehr ich die Tiere und den nahen Kontakt zu ihnen vermisse. Jede Minute, die ich mit ihnen verbracht habe, hat mich glücklich gemacht.Aber im Alltag, wenn man mit dem Auto nach München fährt, sich im Tropeninstitut fünf Impfungen holt, zwischendurch noch versucht etwas zu essen zu bekommen und dann wieder mit dem Auto zum nächsten Termin jagt, dann vergisst man, wie schön die Zeit auf dem Hof war und man vergisst, wie glücklich, einen die Tiere machen. So glücḱlich, dass der Abschied sehr schwer fällt. Dazu ein paar Anekdoten vom Almabtrieb.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemessen am Weinen beim Abschied von unserem Almsommer unterscheiden sich Tobis und meine Art der Emotionalität erheblich; aber es zeigt die vielen Facetten unserer Zeit dort und wie wir an den Menschen, an dem Ort, an den Tieren und der ganzen Atmosphäre hier gehangen haben. Tobi hat quasi den gesamten Almabtrieb seine Tränen abgewischt – zwischen den unzähligen Videos, die er gedreht hat: vom Losgehen bei der Hütte, wo wir mit der ganzen Familie die Namen der Kühe gerufen haben, damit sie – stolz ihre wunderschönen riesigen Glocken tragend – uns Richtung Gatter folgen; vom Hinunterlaufen auf dem Wanderweg, bei dem ich genötigt wurde, vorneweg zu gehen („Geh fiere, Hanni!“), von unserem Bauern Seppi, der direkt hinter mir gegangen ist und die ersten Kühe leicht zurückgehalten hat, damit ich schön voranschreiten kann, von unserer Bäuerin Hannal, die unglaublich froh war, dass unsere Kühe so ruhig waren in diesem Jahr, von den Bauernkindern, die professionell ihre Kühe in Schach gehalten haben, von den Helfern, die ebenso professionell in aller Ruhe die letzten beiden Kühe nach Hause gebracht haben (mit circa einer Stunde Verspätung – wie sich später herausgestellt hat mit gutem Recht, beide haben Zwillinge bekommen!), und von Seppi und Michi, die an verschiedenen Stellen unseres Weges mit ihren Trompeten bayerische Weisen gespielt haben. Als Tobis Mama unten am Weg gewartet hat, wo wir mit den Kühen den 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Berg heruntergekommen sind, als er mit mir, Hand in Hand, die letzten Meter vor den Kühen gelaufen ist. Man kann sich also vorstellen, dass der Almabtrieb feucht-fröhlich war. Nicht nur wegen Tobis rührender Tränen, sondern auch von dem vielen Schnaps, den uns liebe Nachbarn auf dem Weg zum Bauernhof angeboten haben und den man natürlich nicht ablehnen darf.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe mich natürlich genauso über die lieben Freunde gefreut, die tatsächlich beim Almabtrieb am Weg standen und uns gewunken haben! Über den geschafften Sommer, die gesunden Kühe, die feinen Käselaibe und meine neue Alltagszufriedenheit. Wann ich geweint habe? Zwei Wochen vor dem Almabtrieb, als ich gerade den Hang hinaufgeschnauft war zu unseren kleinen Kälbchen Oimarausch, Lerchei, Zeder und Tapfer. Die mich zur Begrüßung abgeschlabbert haben und dann von sich aus die Almwiese hinuntergehüpft sind zum Stall, so dass ich gar nicht mehr hinterhergekommen bin. Ich habe ihnen zugesehen und in dem Moment flog ein Flugzeug über meinen Kopf. Da musste ich weinen, überwältigt von der Freude über unsere kleinen Tiere, denen wir beigebracht hatten, so wie hinlaufen müssen, die sich gefreut haben, wenn sie uns sehen und gleichzeitig von dem Sprung, dass wir in wenigen Wochen in einem solchen Flugzeug sitzen würden zu fernen Ufern und die Halsalm, die jetzt unser ganzes Universum war, auf einmal ein winziger Punkt auf dem Globus sein würde. Das hat mich etwas umgeworfen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tatsächlich traurig, so dass mich Tobi schluchzend auf der Weide festgehalten hat, war ich aber nur in einem Moment. Als ich mich von Buddal, meiner Lieblingskuh, verabschiedet habe, die ich täglich gestreichelt habe, die mich begonnen hat abzuschlecken als Teil ihrer Herde, die geduldig morgens und abends vorm Stall gewartet hat, bis alle anderen Kühe eingestallt waren und die neben mir den ganzen Almabtrieb vorneweg Richtung Hof gelaufen ist. Eine Wegbegleiterin, von der ich mich nun endgültig verabschieden musste. Im Gegensatz zu den lieben Menschen, denen wir auf Wiedersehen gesagt haben, konnte sie mir das jedoch nicht sagen. Ich glaube nicht, dass sie in dem Moment verstanden hat, dass wir uns länger nicht sehen und dass unsere gemeinsame tägliche Zeit nun vorbei ist. Für mich ist das das Essentielle einer Tier-Mensch-Beziehung geworden. Man kann sie nur im Augenblick leben, man nimmt sie nicht mit, man telefoniert nicht, man schreibt keine Emails, man kann sich nicht mal sagen: bis bald, ich hab dich gern, es war schön mit dir. Es gibt keine Zukunft in dieser Beziehung, nur die pure Zeit, die man direkt miteinander verbringt. Das ist wunderschön und man spürt das Leben in diesen Moment in einer großen Glücklichkeit. Die Tiere sind einfach da – mit ihrer körperlichen Präsenz, mit ihrer Neugier, mit ihrer Zutraulichkeit, wenn man sich lange Zeit gut um sie gekümmert hat, mit ihrem Geruch und ihrer Wärme, ihrem Fell, ihren flauschigen Ohren, ihren dreckigen Schwänzen, ihren hochinteressanten Eutern, ihren langen Wimpern, den harten Hörnern, und den rauen Zungen. Doch wenn man Abschied nehmen muss, dann tut es weh; denn es gibt keinen Trost, wie wir Menschen ihn uns geben, indem wir uns versichern, dass wir uns bald wiedersehen und dass wir gemeinsam an die verbrachte Zeit denken. Mir ist das schlagartig bewusst geworden, als ich dort in der Ramsau auf der Weide stand, zwischen all den Kühen und mich verabschiedet habe. Es war ein einseitiger Abschied – die Kühe waren wie immer. Buddal hat mich einfach mit ihrer rauen Zunge abgeschleckt, ihren warmen, weichen Kopf an meine Beine gelegt und sich wohlig kraulen lassen. Zumindest ich werde das nie vergessen. Vielleicht 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           bleibt auch den Kühen der Eindruck von zwei Sennern, die sie sehr gemocht haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 01 Nov 2022 08:00:00 GMT</pubDate>
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      <title>Abschied nehmen</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Vom unerbittlichen Schnee und der Wehmut zu gehen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In wenigen Tagen ist unser Almsommer zu Ende – am ersten Oktober werden wir gemeinsam mit unseren 19 Kühen (wir glauben, es könnten in den nächsten Tagen noch mehr werden!) von der Halsalm hinunter in die Ramsau absteigen. Wenn ich das so schreibe, dann bildet sich ein Kloß in meinem Hals – so stark ist die Verbindung zu unseren Kühen geworden und so heimisch fühlen wir uns auf diesem Fleckchen Erde mit Blick auf eine wunderschöne Welt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dieses lieb Gewonnene zu verlassen, tut uns weh; der Abschied ist schmerzhaft, denn diese Zeit, die wir hier erlebt haben, kehrt nicht mehr zurück. Das Erlebte ist erlebt, es folgt dann erstmal kein weiterer Tag mit Kühe Holen, Melken, Käsen, Abspülen, Stall putzen, Käse drehen, Gäste bewirten, Kühe Holen, Melken, Käsen. Außerdem verlassen wir unser derzeitiges zu Hause – ohne in eine eigene neue Wohnung zurückzukehren. Unsere Zukunft ist eher ungewiss, auch wenn das erste Reiseziel unserer Welt-Wwoof-Reise schon feststeht. Die Halsalm war ein wunderschön gelegenes, außergewöhnliches (erbaut Mitte des 19 Jahrhunderts), gemütliches Zuhause mit tierischen Mitbewohnern, die wir beide noch nie hatten. Wir haben die Stille hier oben genossen, sei es beim Frühstück oder beim Melken, an Regentagen und abends. Nur die Kuhglocken, der Wind, manchmal Regen waren unsere akustische Hintergrundkulisse (abgesehen von ein paar Hubschraubern, Eurofightern und Flugzeugen, die man aber nur manchmal gehört hat).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum nicht bleiben? Die Natur schmeißt uns ehrlich gesagt raus – und das macht es leichter zu gehen. Die Bergspitzen um uns herum sind schon weiß und letzte Woche haben wir bei Eisregen unsere Kühe geholt. Abends heizen wir die Stube auf Saunawärme, damit nachts das Schlafzimmer darüber nicht ganz auskühlt. Wir melken in Thermohosen, haben Mützen und Handschuhe rausgeholt und fast immer trocknen Klamotten über unserem Holzofen. Wenn der Schnee vor unserer Hütte liegen geblieben wäre, hätten schon die ersten Kühe nach unten gehen müssen; es ist zu gefährlich, dass sie auf dem Schnee ausrutschen. Gottseidank sind die weißen Flocken aber nur auf den obersten Weiden liegen geblieben. Zudem suchen unsere Kühe nun gerne an den abgelegensten Stellen noch nach frischem Gras – das hat mich schlussendlich zur morgendlichen Begleitung von Tobi beim Kühe Holen gemacht. Alleine die Kühe und unsere Kälbchen, die nun nachts raus dürfen, aus dem letzten Winkel der Alm zu holen, war kaum mehr machbar. Naja, so lerne ich noch etwas mehr Ecken unserer Alm kennen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch unsere Kälbchen sind größer geworden. Sie dürfen nachts raus und werden inzwischen mit dem Jungvieh gefüttert. Zeder erschrickt nicht mehr dauernd, wenn wir uns nähern und Almrausch (sprich: Oimarausch) hat mich als Teil der Herde akzeptiert und schlabbert mich von oben bis unten ab, wenn ich sie von der Weide hole. Sie werden über den Winter richtig zulegen und schon im nächsten Jahr gehören sie nicht mehr zu den Kleinsten… denn die Bäuche unserer Milchkühe sind dick geworden, zwischen manchen kommen wir im Stall nicht mal mehr richtig durch. Im Oktober werden voraussichtlich mindestens vier Kälbchen geboren.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Milch unserer Kühe ist weniger geworden, manchmal reicht es abends nicht mal mehr für einen Käse. Das Käsekammerl ist leerer (noch kann man aber bei uns eine Bestellung aufgeben!) und das Drehen des Käses dauert nicht mehr stundenlang. Die warme Honigmilch ist ein Renner geworden und die Teepäckchen werden auch langsam weniger. Das Duschen ist zur logistischen Herausforderung geworden – wann ist genug warmes Wasser vorhanden, wenn keine Sonne scheint? – und wir werden immer schneller, denn das Waschkammerl hat keine Heizung. Die Schilderung, wie voll das Plumpsklo ist, erspare ich euch an dieser Stelle. Der Holzstapel wird sichtlich kleiner hinter der Hütte und wir haben begonnen aufzuräumen. Es verbrennt uns kein Kuchen mehr im Holzofen und die Tage werden kürzer.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist Zeit, unseren Almsommer würdig zu beenden; mehr zum Almabtrieb schreiben wir dann nächste Woche. Denn eigentlich ist unser Sommer ein großer Grund zum Jubeln :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 27 Sep 2022 16:50:12 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Die Berge - aus Hannis Sicht</title>
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      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von der Notwendigkeit des Bergsteigens
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Papa: Tragen!“ – so sah lange Zeit meine Sicht auf die Berge aus. Die Ausflüge in den Bayerischen Wald mit meiner Familie waren stets wunderschön; aber auf das Wandern hatte ich irgendwie nicht so viel Lust. Für ein bisschen Aussicht (die sich dann auch noch meistens gleicht) stundenlang bergauf laufen; dem konnte ich einfach nichts abgewinnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und wenn ich ehrlich bin: so ist es noch heute. Ich mag die Berge – und hier in den Berchtesgadener Alpen sind sie wirklich imposant. Noch ein bisschen schöner als in der Garmischer Gegend, finde ich. Höher, naturbelassener, mit traditionelleren Tälern – aber grundsätzlich sehe ich das Zeit- und Kraft-Verhältnis von Anstrengung beim Hoch- und Runterlaufen und der Aussicht für eine kurze Zeit nicht direkt als adäquat an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Umso schöner, dass ich nun auf einer Alm leben kann! Der Satz „Wir sind vor allem auf einer Alm, weil Tobi mich dann nicht den ganzen Sommer auf verschiedene Berge jagt!“, birgt trotz allem Witz schon auch eine gewisse Wahrheit in sich. Mir ist es endlich möglich, wunderschöne Ausblicke, eine unglaubliche Wolken-Sonne-Stimmung (von der ich dachte, die gibt es nur in der Bretagne), die Abgeschiedenheit und die Ruhe der Natur täglich zu genießen; und das ohne den Aufstieg. So machen auch mir die Berge viel Freude!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich glaube, meine Abneigung gegen das Wandern hängt also damit zusammen, dass mir der Zweck der Aussicht und der Fitness schlichtweg nicht reicht. Doch hier auf der Alm habe ich etwas bemerkt, was mir schon öfter an mir aufgefallen ist. Ist das Berg-Hinaufgehen nicht zu Freizeit-Zwecken, sondern ist ein für mich tieferer Sinn damit verbunden, dann ist die Anstrengung überhaupt kein Problem! Am Tag des Almauftriebs mussten wir zweimal von der Halsalm hinunterwandern und mit den Kühen wieder hoch. Kein einziges Mal dachte ich mir: ist es noch weit, warum mache ich das, sind wir endlich etc. Ich war völlig konzentriert auf meine Tätigkeit des Kühe-Treibens. Dasselbe gilt morgens und abends, wenn wir die Kühe holen. Wir müssen sie schlichtweg holen, damit sie gemolken werden können. Da gibt es keine Möglichkeit, kein Machen-wir-das-heute-oder-nicht, kein schlechtes Wetter und auch keinen zu steilen Weg – sondern die Pflicht zu unserer Arbeit und die Sorge um unsere Kühe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: wie all die Berge um uns herum heißen, weiß ich bis jetzt nicht. Aber die Taktik, sich täglich lieber nur einen zu merken, als einem Bergbegeisterten zuzuhören, der einem noch den hintersten Gipfel erklärt und meint, man wüsste dann alles ;-), hat sich als hilfreich herausgestellt. Am liebsten mag ich den Gipfel namens „Pudding“ – selbstverständlich nicht vom Gipfel aus, sondern den Anblick von unserer Halsalm aus!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pps: Wer wirklich etwas über die Berge hier erfahren möchte, sollte möglicherweise lieber Tobis bald erscheinenden Artikel lesen :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 18 Sep 2022 12:39:26 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Amsel is in the house</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/amsel-is-in-the-house</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hallo erstmal...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hallo erstmal… ich in die Amsel. Jaja, ich weiß, Vogelname für ne Kuh – ist schon klar, habe alle Witze darüber schon gehört, glaubt mir. Und das bei meiner Größe, blablabla…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           So, jetzt aber zum Thema: ihr habt ein bisschen warten müssen, weil ich hab‘s nicht so mit der Eile. Auch wenn die Hanni immer wieder versucht hat, mir neben Wassereimer und Heu den Laptop unterzuschieben. Aber ich bin halt nicht dazugekommen; Schlafen, Fressen (das Heu ist der Hammer! und dann auch noch freie Lieferung!), Wiederkäuen und Leute beobachten, die hier in den Stall kommen und für Kuhverhältnisse winzige Fläschchen und Brettchen raustragen und garantiert alle fragen „Was macht denn die Kuh im Stall?“ (gute Frage bei nem Kuhstall, nicht wahr?); hat einfach insgesamt alle Zeit eingenommen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum ich im Stall war? Ach, irgendwas an meiner Klaue. Fand ich ja gar nicht so schlimm, aber nachdem der Horst – der einzige Tierarzt, den sogar Kühe mögen! – da war, hat alles ziemlich weh getan, da an meinem Füßchen, und sie haben beschlossen, dass ich im Stall bleiben muss. Meine Sennleute habe ich ja tagelang erstmal nicht angeschaut und ordentlich gemuht! Waren die gar nicht gewohnt… Aber irgendwann konnte ich meine Begeisterung über die Vollpension mit Wellness-Krauleinheiten nicht mehr unterdrücken und habe mich gönnerhaft wieder streicheln lassen. Komischerweise haben sie mich dann wieder rausgeschmissen – davor habe ich Tobi noch telefonieren hören mit unserem Bauern von wegen „Die Amsel scheint schon im Winter-Stall-Bequemlichkeits-Amsel-Modus zu sein…“. Noch am selben Abend hieß es wieder raus auf die Weide.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Naja, ich dehne jetzt dort mein Fitness-Programm für meine Sennerin aus – und genieße zusätzlich den Blick von ganz oben über alle meine Kühe aus der Herde, insbesondere unsere niedlichen vier Kälbchen, auf die ja irgendjemand aufpassen muss. Neulich war Hanni so erschöpft vom Aufstieg, da hat sie sich glatt einfach neben mich gesetzt und sich angelehnt. Den Blick über den Hintersee bis zum Hohen Göll haben wir dann zusammen genossen. War eigentlich ganz nett, wenn die sich mal entspannt und nicht dauernd rumwuselt…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt hat übrigens die junge Kuh Moastal grad meinen Platz im Stall eingenommen – ich weiß nicht, die Sennleute sind zwar irgendwie voll traurig, dass nachts im Stall keine Glöckchen mehr läuten (die Kleinen dürfen jetzt auch nachts raus, was ein Abenteuer!), aber auf verletzte Kühe stehen sie irgendwie auch nicht. Hat doch glatt die Hanni den Horst gefragt, ob auch alles in Ordnung mit mir ist, ich hätte so viele Haufen gemacht über Nacht. Der musste dann doch grinsen und hat sie Senner aufgeklärt, dass Kühe halt so viel fressen, da machen sie auch jede Menge Mist J. Normalerweise landet der halt auf der Weide und nicht im hochheilig geputzten Stall. Was Moastal hat? Keine Ahnung, Horst kommt morgen wieder; neulich hat der denn Sennern sogar Schafkopfkarten mitgebracht – falls er noch öfter kommen muss. Nur irgendwie hat seltsamerweise hier immer niemand Zeit zum Karten spielen… das liegt aber sicher nicht an uns Kühen, stimmt’s?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: die hübsche große Kuh auf den Fotos mit dem hellbraunen Fell und dem wunderschönen Kopf, an den Seiten hellbraun, in der Mitte weiß, ist Amsel! Man blicke auch auf die niedlichen Härchen am Ohr! (Anmerkung der persönlichen IT-Angestellten von Amsel)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 08 Sep 2022 17:50:56 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/amsel-is-in-the-house</guid>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kuhscheiße II</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/kuhscheisse-ii</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ella: Ich kann auch anders!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220621_170934.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hallo liebe Leserschaft,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           scheinbar hat euch mein letzter Blogartikel gefallen, zumindest werde ich auf der Weide jetzt immer wieder drauf angesprochen. Auch wenn alle glauben, dass Glückei ich sei – nur weil sie auf dem Foto in der Hütte abgebildet ist, wo der Blog beworben wird. Naja, so bleibt mir bei aller Berühmtheit noch ein wenig Ruhe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber zum Thema: mein Dünnpfiff wird besser! Wer hätte das gedacht – Hanni und Tobi auch nicht, die hätten sich beinahe in die Haare gekriegt, als sie festgestellt haben, dass hinter meinem Platz ein ordentlicher Haufen (statt der verstreuten Sch****-Blume) liegt. Der Tobi hat felsenfest behauptet, dass das die Gela war. Dabei hat die jetzt auch nicht den besten Schiss, unter uns gesagt. Aber die Hanni hat darauf bestanden, dass sie mich beobachtet hat – der Haufen ist von mir. Ich bin ja fast rot geworden vor Stolz :-). Bisschen blöd war dann nur, dass ich beim Rausgehen nochmal musste und nicht ganz in Hannis Eimer getroffen habe… sie muss das Armpeeling aber gelassen hinnehmen, wir haben nämlich mitbekommen, dass unsere zwei Sennleute eine Abmachung getroffen haben: Wer sich über Kuhscheiße aufregt, muss einen Euro in die Urlaubskasse zahlen. Und wer den anderen Senner grantig anfährt, wenn er angeblich nicht auf unsere Hinterlassenschaften aufgepasst hat, dann muss er fünf Euro zahlen. Warum Hanni das wohl eingeführt hat ;-)? Auf jeden Fall sorgt es für bessere Stimmung im Stall – die Humordichte ist deutlich gestiegen und erstrecht die Frustrationstoleranz. Wusste ich doch, dass die beiden ihr Persönlichkeitsentwicklungs-Seminar bei uns erfolgreich absolvieren werden…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neulich hat hier übrigens sehr nett eine ganz Familie mitgeholfen. Und tatsächlich hat sich nur der Jüngste getraut, die Sache mit dem Scheißeeimer zu übernehmen, Maxl hieß er, glaub ich. Hat das sehr routiniert gemacht; nur am zweiten Tag wollte er aus unerfindlichen Gründen nicht hinter Gela oder mir herlaufen. Das hat er aber nur sehr vorsichtig der Hanni zugeflüstert. Da waren wir bzw. unsere Verdauung wohl am Vortag etwas zu nervös gewesen :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Sonst gibt es gar nicht so viel Neues auf der Halsalm – gottseidank, wir sind im alm-himmlischen Kuhalltag angekommen. Morgens holt uns Tobi, der hat‘s nicht ganz so einfach, wir sind halt morgens noch etwas müde. Aber spätestens wenn die Pinzgauer Hannis Futtereimer schütteln hören, geht die Post ab. Wir Fleckvieh können nicht ganz so schnell den Berg runter, aber Amsel macht da ohnehin immer das Schlusslicht. Da fallen wir anderen gar nicht auf!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Dann wird in Ruhe gemolken, sehr angenehm; vor allem, weil vier von uns schon gar keine Milch mehr geben, dafür aber ziemlich dick werden. Ich versuche noch auf meine schlanke Linie zu achten, aber was soll man machen auf dieser saftigen Weide? Nach dem Melken legen wir uns dann gepflegt vor das Berg-Kreuz und genießen die hübsche Aussicht und die lustigen Besucher. Wenn dann unsere Senner zum Essen am Nachmittag draußen sitzen, machen wir uns langsam auf den Weg zu Gatter. Hannis Mama war neulich da und hat uns äußerst überzeugend dargelegt, dass wir nachmittags für ihr Töchterchen gefälligst pünktlich zum Stall kommen sollen!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wieder nach dem Melken fallen die meisten von uns gleich hinterm Tor um und pofen eine gemütliche Runde. Schließlich müssen wir fit sein, wenn wir nachts über die Alm streifen und das feine Gras mit den Tautropfen genießen! Was für ein schönes (Kuh-)Leben! Kommt doch vorbei…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 27 Aug 2022 17:15:00 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Gefühltes Leben</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/gefuehltes-leben</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Intensiv, bunt, schmackhaft
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warm fühlen sich unsere Kühe an, wenn wir zwischen ihnen stehen und sie für das Melken am Euter putzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach Kräutern und nach unseren Kühen duftet und schmeckt die Milch, die wir jeden Tag ausschenken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Kehlig wird die Stimme, wenn wir nach Gela, Ella, Buddal, Flocke, Amsel, Glückei, Stolzei und Nagei rufen und den Eimer mit Futter schütteln.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schwer sind die Arme, nachdem wir eine halbe Tonne Käse mit Salzlake eingeschmiert haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und glücklich sind wir, wenn wir vor unserer Alm sitzen und die Berge im Sonnenuntergang rötlich schimmern sehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Plötzlich führen wir ein anderes Leben – und man merkt das nicht nur am Ortswechsel oder an der neuen Berufsbezeichnung. Wir spüren die Veränderung tatsächlich jeden Tag mit allen Sinnen. Das kann übrigens auch manchmal unangenehm sein ;-), zum Beispiel wenn Hände oder Rücken täglich schmerzen. Oder als ich nach ungefähr drei Wochen auf der Alm einmal unten im Tal beim Essen war und mir zufällig meine Hände in den Blick gefallen sind. Der rechte Zeigefinger hatte eine dicke Hornhaut bekommen und die war auch noch verdammt dreckig. Ich bin so was von erschrocken! Gleichzeitig habe ich aber auch ein Gefühl von Stolz empfunden – endlich habe ich eine Arbeit, wo man sich im wahrsten Sinne des Wortes die Hände schmutzig macht für eine lebensnotwendige Sache.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine alte Freundin aus meinem Fußballverein ist neulich hier auf die Alm gewandert und zum Abschluss sagte sie: „Für uns Fußballer ist das hier eigentlich genau das Richtige. Man wird dreckig, man setzt sich für etwas ein mit voller Kraft und es ist egal, wie man dabei aussieht!“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber nicht nur den Dreck, den Mist, die Kuhscheiße, die Flecken vom Käse und von der Molke auf der Kleidung sieht man – es gibt auch so viel Schönes, das man hier einmal nicht nur durch das Sehen aufnimmt, sondern das man mit seiner Haut fühlen kann. Die schönsten Momente des Tages sind die, in denen ich die Kühe streichle, striegle, sie an meiner Hand schnuppern (und dann manchmal mit voller Schlonze abschlabbern), in denen ich sie kraule, in denen sie mich zwischen sich einquetschen im Stall oder wenn das kleinste Kälbchen oder auch die ausgewachsene Jungkuh ihren Kopf auf meine ausgestreckten Arme legen. Das Glücksgefühl und die innere Zufriedenheit, die ich dabei spüre, haben nicht nur etwas mit dem flauschigen Fell zu tun; sondern vor allem, weil ich das Vertrauen und die ganz besondere Verbindung zu den Tieren spüre. Wir haben neulich diskutiert: sind die Kühe wie Freunde? Wie Familienmitglieder? Aber all das passt nicht richtig, ich glaube, es ist eine ganz andere, enge Verbindung, die zwischen Menschen und Tieren entstehen kann. Ich bin mir sicher, dass es auch hier ein gegenseitiges Wohlwollen gibt, das man spürt und das durch das Zusammenleben auf der Alm entsteht. Nicht tiefgründige Gespräche oder eine lange gemeinsame Vergangenheit sind die Basis wie bei menschlichen Freundschaften, sondern die Wochen auf der Alm, in denen wir den Kühen mit Respekt, mit Freude und mit der Sorge um ihr Wohlergehen begegnen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nun zu den weiteren Sinnen: bei unserem Leben auf der Alm spielen übrigens auch unser Gehör, unser Geschmackssinn und unsere Stimmen eine erhebliche Rolle. Bei Nebel können wir unsere Kühe zwar durch eine ungefähre Angabe auf der GPS-App orten; aber um alle zu finden, muss man sich manchmal sehr auf sein Gehör verlassen. Dafür sind Kuhglocken übrigens notwendig. Die Alternative wäre, alle Kühe mit einem GPS-Gerät auszurüsten, was auch ressourchentechnischen Gründen aber auch nicht sinnvoll erscheint. Abends hören wir unsere Kälbchen dann im Stall unter uns leise klingeln. Oder auch nicht, nämlich dann, wenn sie ihren Kopf auf ihre Beine legen oder auf die Nebenkuh und selig schlummern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Da Rufen nach den Kühen, damit sie lernen, auch dann zu kommen, wenn sie nicht der persönliche Abholservice einzeln einsammelt, fällt eher unter die Kategorie „unangenehme sinnliche Wahrnehmung“. Tobi und ich brüllen morgens und abends was das Zeug hält, damit unsere Kühe endlich lernen, von selbst zum Stall zu kommen. Dazu schüttelt man noch einen Eimer mit Kraftfutter – auf was sie am Ende hören, ist uns völlig egal, solange irgendetwas den gewünschten Effekt hat. Immerhin, die Jungkühe haben die Verbindung von Rufen, Eimer und leckerem Fressen am Stalltor schon ziemlich verinnerlicht. Die ältere Generation ist da etwas langsamer…
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Rufen führt übrigens auch dazu, dass einen eine Horde sonnenanbetender Menschen, die doch tatsächlich freiwillig um fünf Uhr morgens an unserem Gipfelkreuz stehen, ganz schön belämmert guckt, wenn unsere Rufe den romantischen Blick energisch durchhallen. So hatten sie sich ihren Ausflug vermutlich nicht vorgestellt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Oh, und ich habe etwas vergessen: neulich stand ein kleines Mädchen vor unserer Ausschank-Tür und hat sich die Nase zugehalten. Ich habe länger gebraucht, um überhaupt zu verstehen, warum. Schließlich habe ich gesagt, dass es ohne den Geruch vom Kuhstall eben auch keinen Käse und keine Milch gibt. Ich war wirklich etwas traurig und entsetzt. Für das Kind war der Geruch scheinbar nicht auszuhalten! Der Geruch, der hier unser Leben begleitet – aber der am Ende dieses Blogeintrags steht. Weil ich ihn völlig vergessen habe.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 15 Aug 2022 16:26:12 GMT</pubDate>
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    </item>
    <item>
      <title>Leitkuh gesucht</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/stellenausschreibung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Stellenausschreibung (Pinzgauer / Fleckvieh / andere)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
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&lt;/div&gt;&#xD;
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  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jobbeschreibung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           DU bist eine junge Milchkuh, die hoch hinauswill? Dann haben wir für dich genau den richtigen Lebens- und Arbeitsplatz! Wir suchen eine junge Kuh, die sich langfristig binden will und die Halsalm-Herde zusammenschweißt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Du bist bestenfalls in der Lage, alle Kühe pünktlich zu den Melkzeiten zum Stall zu bringen und hörst genau auf die Anweisungen der Sennleute. Beim Almauftrieb gehst du voran und bringst durch dein Muhen die ganze Herde dazu, zügig zu folgen. Selbiges gilt für den Almabtrieb. Im Winter bist du der Ruhepool im Laufstall und sorgst auch hier für Pünktlichkeit und den friedlichen Verlauf des Melkprozesses. Du weist jeder Kuh ihren passenden Platz im Stall und in der Rangordnung zu. Jedes Jahr integrierst du aus der Jungtierherde neue Milchkühe, die an ihre neuen Aufgaben herangeführt werden müssen (Melken, Rangordnung, bei Gewitter in den Wald gehen etc.).
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Deine Kolleginnen sind sehr liebe Tiere mit teils ausgeprägtem Selbstbewusstsein und manchmal dezenter Sturheit. Derzeit ist der Begriff „Herde“ für sie mehr eine Möglichkeit, denn eine schöne Notwendigkeit. Ella, Gela, Stolzei und Amsel sind Fleckvieh, Buddal, Nagei, Flocke und Glückei hingegen Pinzgauer – die gemischte Herde sorgt für eine wunderschöne Optik, eine ausgeglichene Milchleistung und ein bereits vorhandenes Gefühl für das Anderssein jeder einzelnen Kollegin.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Sennleute und Bauern behandeln dich wie einen Teil der Familie – du wohnst direkt mit der Herde nebenan bzw. auf der selben Almhütte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anforderungsprofil
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            jüngere Milchkuh mit ausgeprägten Führungsqualitäten
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            starker Charakter und Durchsetzungsfähigkeit in der Herde
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hohe Disziplin gegenüber Sennleuten und Bauern
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ausgeprägtes Zeitgefühl
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            harmonische Ausstrahlung
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            hoher gesundheitlicher Standard, besonders bei den Klauen (steile Almweide!)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            adäquate Milchleistung (nicht Hauptkriterium)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Kuschelfähigkeit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir bieten:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Vergütung nach TvK (Tarifvertrag Kuhwirtschaft) bei Vollzeittätigkeit, mit extra Zulagen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Arbeitsplatz im schönsten Fleckchen Bayerns, dem Berchtesgadener Land
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Besonderheiten: Sommer auf der Halsalm im Nationalpark (hohe Biodiversität, tolles Gras mit hoher Wahlmöglichkeit, super Aussicht, reichlich Auslauf) – im Winter: warmer Laufstall nach Biokriterien mit Familienanschluss
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tierarztkosten werden in voller Höhe übernommen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Leckerli zusätzlich zu feinem Almgras und Ramsauer Heu/Silage
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            kein Stier in der Herde :-)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            extra Krauleinheiten (leistungsbezogen)
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bewerbung
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zumuher bitte an die Halsalm 1b / Ramsau b. Berchtesgaden – bestenfalls mit Bewegungsvideo von der vorangegangenen Tätigkeit. Stelle ist alsbald zu besetzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 11 Aug 2022 11:12:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/stellenausschreibung</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Käse, lieber Käse mein</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/kaese-lieber-kaese-mein</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jeden Tag eine halbe Tonne
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220708_093111.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            „Das sieht ja aus wie richtiger Käse!“ – Aussage einer nahen, nicht näher zu definierenden Verwandten ;-), als sie unseren Käse zum ersten Mal gesehen und auch probiert hat. Also so viel sei vorweg genommen: Auch wenn wir vor der Alm zwar gerne Käse gegessen, aber bis dato noch keinen einzigen selber hergestellt hatten – es funktioniert! Unsere Almbauern haben uns das Käsen zu Beginn zwei Tage gezeigt und seitdem läuft die Käseproduktion. Und zwar ganz schön. Mittlerweile haben wir tatsächlich schon über 300 Laibe hergestellt. Eine Zahl, die mich selber gerade total überrascht hat. Aber ja, anfangs haben unsere acht Milchkühe tatsächlich so viel Milch gegeben, dass täglich sechs Laibe rausgekommen sind. Das heißt im Umkehrschluss jedoch auch: sechs Mal die gesamte Käseprozedur bewerkstelligen (inklusive Abspülen ;-)). Aber mal ehrlich – es ist so erfüllend zu sehen, wie aus der Milch vom Melken innerhalb eines halben Tages ein Käselaib wird.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Die Milch wird nach dem Melken nur gefiltert, dann mit einer Säuerungskultur und schließlich mit Lab versetzt und nach ca. 45 Minuten schneiden wir die feste Milch mit der Käseharve zu Käsebruch. Mit großen Ächzen heben wir dann zu zweit den 30-40 Litertopf auf den kleinen Holzofen und man beginnt, den Käsebruch langsam zu rühren, damit er nicht anbrennt. Bei einer bestimmten Temperatur (Betriebsgeheimnis!) muss der Topf schließlich vom Ofen runtergehoben und der Käsebruch mit einem Sieb in einen Form geschöpft werden. Nach ca. einer halben Stunde, wird der Bruch, der nun schon ein weißer, noch eher weicher Käselaib ist, gewendet, damit er von allen Seiten abtropfen kann und eine glatte Rinde bekommt. Er wandert am nächsten Tag in eine Salzlake und schließlich auf das berühmte Käsebrett.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nach ca. vier bis sechs Wochen sieht er aus wie ein veritabler Almkäse („wie gekauft“) und liegt dann auf unserem Käsebrot. In der Zwischenzeit haben wir ihn insgesamt ca. 30 Mal (jeden Tag!) gewendet, mindestens zehnmal mit Salzlake eingeschmiert und ihn selbstverständlich in Tobis Käsebuch eingetragen. Hanni sagt, wenn sie das nicht täte, dann würde hier aber der Almsegen schief hängen…so ein Quatsch…es gibt ja nur ein ausgeklügeltes System in unserem Käsekammerl, wo jeder Käse seinen Platz und seine individuelle Nummerierung hat, alles in einer bestimmten Reihenfolge gewendet wird, jeder Käse der verkauft wird, im Bücherl nach dem Bestimmungsort (eingelegt in Öl, Direktverkauf auf der Alm, Käseladen Berchtesgaden (nur hin und wieder ein paar Laibe) eingetragen wird und…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           hmmm…vielleicht ist ja doch ein Fünkchen Wahrheit dran…;-). À prospos Käsekammerl: Zwischenzeitlich waren 136 Käselaibe gleichzeitig dort, was ungefähr dem Gewicht einer halben Tonne entspricht. Also für unser tägliches Armmuskelprogramm war, ist und wird bis zum Ende des Almsommers bestens gesorgt sein… Kommt doch vorbei und lasst euch den Käse schmecken - so wie Hanni es jeden Morgen viertelpfundweise tut :-)!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 06 Aug 2022 12:41:25 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/kaese-lieber-kaese-mein</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Interview mit Sennerin Hanni</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/interview-mit-sennerin-hanni</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Erster Almsommer, Highlights und Zwischenfazit
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220608_092406-764120ab.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobi: In meinem Interview habe ich schon viel erzählt, aber wie ist das eigentlich bei dir, Hanni?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wie passen die Vorstellung des Almlebens und die Wirklichkeit in deinem ersten Almsommer zusammen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hm, also vieles habe ich mir so vorgestellt, wie es hier ist. Das Melken, das Käsen und Bewirten. Nicht ganz so habe ich mir die Zeit des Abspülens vorgestellt :-). Dass es so viel Zeit in Anspruch nimmt, meine ich. Und irgendwie dachte ich etwas unrealistisch, dass mehr Zeit bliebe zum Lesen, Genießen etc. Naja, ansonsten habe ich mir vorgestellt, ich springe auch mehr wie eine Gams den Berg hoch, um die Kühe zu holen. Dass ich mich in Latschen verlaufe, auf dem Allerwertesten die Wiese runterrutsche und es dabei regnet, hatte ich nicht ganz auf dem Schirm. Aber es gibt auch positive Überraschungen: am Tag des Almauftriebs zweimal den Berg runter und wieder hoch zu gehen, hat mir gar nicht so viel ausgemacht. Das Kühetreiben hat so viel Aufmerksamkeit gebraucht, da waren wir ganz schnell oben, ohne dass ich mir Gedanken über meine Fitness hätte machen können.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was hat sich verändert zwischen deinem bisherigen Job als Geschäftsführerin beim „Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft“ und der Rundumversorgung einer ganzen Alm?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Hahaha…eine super Frage! Ich würde sagen: alles. Von der Örtlichkeit (Stall, Käsekammerl und Stube versus Arbeitszimmer) über die Kolleg*innen (meinen Ehemann, eine ganz liebe Bauernfamilie versus Vorstände, Geschäftsführer, Social Media Experten und Projektmanagerinnen) und Arbeitsmittel (Kühe, Melkgeschirr, 30-Liter-Töpfe versus Tastatur und Deutsche Bahn) bis hin zu den Tätigkeiten (Melken, Brote schmieren, im Käsetopf rühren, Käse einsalzen versus Mitgliederversammlung planen, Videokonferenzen moderieren und Mails schreiben).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Beide Jobs haben ihre Vor- und Nachteile: so vermisse ich den politischen Einfluss, den wir im Bündnis erreicht haben und die vielen interessanten Gespräche; die handwerkliche routinierte Tätigkeit auf der Alm tut mir allerdings gesundheitlich sehr gut und ich spüre weniger Stress.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was sind deine Tages-Highlights bzw. von was zehrst du in anstrengenden Momenten?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Kühe – die sind immer mein Tageshighlight! Die Nähe zu den Tieren beim Melken mag ich sehr gerne, es ist so etwas Besonderes zwischen ihnen zu stehen, ihre warme Haut zu spüren und ihre Blicke, bei denen man manchmal das Gefühl hat, sie haben einen auch gern. Ich streichle sie auch wirklich gerne (zumindest die, die das mögen und einem nicht die Hörner reinhauen!), vor allem unsere kleinste, das Kälbchen Tapfer. Sie legt, wenn man sie quasi unterm Kinn krault, immer ihren ganzen kleinen Kopf in meine Arme.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Bergfrühstücksbrunch ist der schönste Moment zusammen mit Tobi – wir futtern nach vier Stunden Arbeit die leckersten Sachen: den eigenen Käse, Kuchen aus dem Holzofen, Bionella usw. Dafür nehmen wir uns Zeit und bei schönem Wetter sitzen wir draußen und schauen unseren Kühen zu.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was war dein bisher kuriosestes oder lustigstes Almerlebnis?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also der große, tätowierte Mann, der neulich vor der Tür stand und um ein Glas Milch gebeten hat, war schon sehr erheiternd.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ansonsten musste ich doch sehr über mein: ich-stecke-mit-meinen-Socken-im-Matsch-Erlebnis bei strömenden Regen während des Küheholens lachen. Da war dann auch schon alles egal. Die Schuhe habe ich gottseidank wieder rausbekommen, bin halb sockig zurückgelaufen und habe erstmal ein Video mit Tobi gedreht...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ui, und Ella, die mitten auf dem Weg vom Stall zur Weide wie eingefroren stehen geblieben ist, damit ich ja nicht aufhöre, sie zu striegeln :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und vor allem, was hat dich auf die Idee gebracht, gemeinsam mit mir einen Almsommer zu verbringen und Job und Wohnung aufzugeben?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Puh, das wäre einen ganzen Blogeintrag wert. Ich versuche es mal stichpunktartig:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            spontane Eingebung beim Wandern auf eine Alm, dass man das doch auch mal selber machen könnte
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            die Erinnerung an Tobis Almsommer, bei dem ich drei Tage mithelfen durfte und nie vergessen habe, wie schön es ist, zwischen Kühen zu sitzen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            grundsätzlich Tiere in meiner unmittelbaren Nähe zu haben
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            das große Interesse, Landwirtschaft für längere Zeit selbst zu praktizieren und die Herausforderungen hautnah kennenzulernen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            meine ständigen Kopf- und Augenschmerzen von der Computer-Arbeit
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            der Wunsch, endlich aus der Stadt mehr in die Natur zu ziehen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            das Sehnen nach einer Lebenstätigkeit, die mich als ganzen Menschen fordert (intellektuell, seelisch, körperlich) und erfüllt
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            meine neu gewonnene Sicherheit und Zuversicht, dass ich und wir im Leben einen guten, bereichernden Weg finden werden – auch wenn wir vielleicht gesellschaftlich ungewohnte Wege gehen
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dein bisheriges Fazit?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das alles ist genau richtig! Wir sind genau am richtigen Fleck gelandet, so fühlt es sich an. Auch wenn ich morgens um fünf Uhr für eine Viertelstunde das Gegenteil denke J, die restliche Zeit fühle ich mich zufrieden und oft sehr glücklich. Für mich war es nicht mutig, diesen Schritt zu gehen, sondern notwendig. Und ich freue mich, auf alles, was in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren kommt!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 16 Jul 2022 11:16:11 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/interview-mit-sennerin-hanni</guid>
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      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220608_092406-764120ab.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220608_092406-764120ab.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Zwiegespräch mit Kuh Nagei</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/zwiegespraech-mit-kuh-nagei</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (durch die Küchentür gesehen von Hanni)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220707_060728.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Tobi: Ach, Nagei, jetzt musst du gleich wieder raus aus dem Stall. Aber ich streichel dich noch ein wenig, das magst du ja so.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nagei: *schnurr*….ui, toll, danke. Aber ich mag jetzt eigentlich nicht aus dem Stall gehen. Es ist so nett bei dir.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobi: Ja, aber draußen ist es doch viel schöner auf der Weide! Das grüne Gras, die anderen Kühe und morgen sehen wir uns ja wieder. Ach ja, dazu eine Bitte: Könntest du vielleicht nicht immer ganz so weit von den anderen Kühen weggehen? Und auch nicht bis ans hintere Ende der Alm? Dann müsste ich dich morgens um fünf Uhr nicht so lange suchen, das ist ziemlich anstrengend!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nagei: Naja, also ich mag das Gras doch da am Ende der Alm so gerne. Da ist es so schön wie in einem Zauberwald, lauter Bäume, unter denen man sich bei Regen unterstellen und verstecken kann. Und du weißt doch, ich fühl mich noch nicht so wohl in der Milchkuh-Herde. Ich wäre so gerne noch ein Kälbchen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobi: Ja, das verstehe ich. Aber du bist doch auch noch sehr niedlich und ich kraul dich auch gerne. Aber ich hätte mehr Zeit dich zu kraulen (und auch ein bisschen für mich), wenn ich dich nicht bei Sturm und Regen unter den Bäumen suchen müsste!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nagei: Hm, aber die anderen Kühe gehen auch immer so weit. Bei schönem Wetter lieben wir es, ganz weit oben Richtung Fels zu gehen. Und wir freuen uns immer, wenn du dann morgens nach uns rufst. Wir warten dann immer, dass du jeden von uns einzeln abholst. Das ist ein toller Service. Und auch, dass du dann immer mit mir noch einen extra Spaziergang machst! Ich geh ja nicht so gerne steil den Berg runter, lieber mehr den Hang entlang.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobi: Nagei, Nagei, weißt du eigentlich, dass es (außer meiner Frau) wenige Lebewesen gibt, die mich so zur Weißglut bringen können und trotzdem so niedlich gucken können? Hanni hat schon gesagt, sie erkennt mich manchmal nicht wieder, weil ich öfter mal so grantig morgens in den Stall komme. Also ein bisschen Entgegenkommen wäre schon toll – zumal du auch noch den GPS-Sender trägst! Das ist eine große Verantwortung für die Milchkuhherde.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Nagei: Ja, ok, ich überlegs mir mal. Sag mal, hast du noch so ein Stück Vollkornbrot? (Neigt den Kopf zu Tobis Hosentasche) Die Semmeln mag ich nicht so…*niedlichgugg*
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tobi: Aber sicher, für meine Damen (19 Kühe und 1 Ehefrau) tue ich doch alles…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Tobi krault Nagei ausführlich am Kopf und alle schauen sehr glücklich…)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sat, 16 Jul 2022 10:28:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/zwiegespraech-mit-kuh-nagei</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Es kreucht und fleucht</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/es-kreucht-und-fleucht</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Betrachtungen zur stechenden Biodiversität
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220627_182537-f556c1d1.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           „Ui, was für ein cooler blauer Schmetterling“, „Wart ihr schon bei den Bartgeiern?“, „Vorsicht, die Rinderbremsen stechen übel“ und „Jaaaaaaaa, wieder zwei Fliegen erwischt“ – zwischen diesen Extremen bewegt sich hier auf der Halsalm unser Umgang mit der vorhandenen Fauna.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir befinden uns im Nationalpark Berchtesgaden, in der Pflegezone, die aufgrund der Almbewirtschaftung eine besonders große Dichte an Pflanzen- und Tierarten aufweist. Das ist auf der einen Seite wunderschön: selten habe ich so viele verschiedene Schmetterlinge auf einmal in freier Natur gesehen (in München gibt es das nur im Botanischen Garten und man bewundert dann nur äußerst exotische Schmetterlinge) – aber hier: hellblau, weiß-schwarz-gestreift (Blauweißling), der kleine Fuchs, der Apollofalter, der Natterwurz-Perlmuttfalter, der Traumermantel (megacool in Schwarz-Blau-Weiß), der Admiral und nicht zuletzt das Tagpfauenauage. Die Schmetterlinge fliegen am Liebsten zu den kleinen Wasserlachen auf unserem Kiesweg, die durch das Wegschwappen der Kuhhinterlassenschaften entstanden sind. Sie sind etwas schreckhaft, aber lassen sich aus der Ferne durchaus beobachten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ganz anders die aufdringlichsten Käfer, die mir je begegnet sind. Sie lieben Strohhüte und besetzen diese förmlich, wenn man versucht, sein Mittagessen zu genießen. Notfalls nehmen sie auch Haare und kaum ein Besucher hat mit uns gesprochen, ohne von einem der grünen Käfer im Haar belauscht zu werden. Aber sie stehen auf der Liste der Alltagsnerver nicht ganz oben, denn das ist eindeutig: die gemeine Fliege. Nie hätte ich gedacht, dass Tobi und ich (ich halte uns für sehr friedlich und tierliebend) uns zurufen: „35 Stück, ich habe nen neuen Rekord“ und der andere sagt: „Prima, weiter so, ich hatte heute morgen nur 15“. Sie sind unverschämt, haben einen gewaltigen Geschlechtstrieb, sind aber gottseidank nicht die hellsten (sie gehen gerne in Fallen, wo schon Fliegen sind – aus Neugier). Aber sie haben die Alm fest im Griff…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anfangs bin ich übrigens noch schreiend auf den Duschwannenrand gesprungen (kein Witz!), als mir eine Spinne aus dem Ausfluss entgegenkam. Heute lasse ich die Spinnweben auf dem Plumpsklo hängen, weil ich mir denke: „Da könnte ja eine Fliege drin landen.“ Mal wieder ein Perspektivenwechsel!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ebenso wie ich mir noch dachte, ach, die Zeckenimpfung kann ja nicht schaden, aber ich hab ja eigentlich eh nie welche. Inzwischen lausen wir uns jeden Abend :-) und haben eine neue Zeckenzange per Internet bestellt…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nun aber zu etwas größerem Getier, das mir nicht gerade auf dem Arm herumkrabbelt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Unser Lieblingsgast ist Rosalie, die Waldgämse, die in den ersten Tagen hier genüsslich vor der Alm am Abend geweidet hat. Vermutlich ist es jetzt zu viel Trubel, wir haben sie schon länger nicht gesehen, hoffen aber auf ein Wiedersehen im Herbst. Dann gibt es das noch den brünstigen Birkhahn, der jeden Morgen penetrant durch die Gegend schnattert. Ich hoffe, die Damen haben bald ein wenig Mitleid! Ein anderer Birkhahn, in der Region schon bekannt, da er neben einer Straße gewohnt hat, ist leider wohl eines Tages zu nah an die Straße gekommen oder ein Pendler dachte sich, dass er sich nicht mehr jeden Tag den Weg von dem frech schnatternden Vogel versperren lassen will…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Außerdem wären da noch: Kreuzotter, Adlerpaare, Motten, Heuschrecken, Vögel, die Tobi immer versucht, unserer Altbäuerin zu beschreiben, nur um dann festzustellen, dass die Beschreibung auf mehrere Vögel zutreffen könnte (*hihi*) und Raupen. In der Außenwirkung übertroffen werden diese alle jedoch von den zwei Bartgeierweibchen, die im Nationalpark Anfang Juni ausgewildert wurden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Zeitung titelte neulich: Bartgeierdame Dagmar begeistert Experten mit Jungfernflug. Uns haben die Bartgeier vor allem eingebracht, dass wir viele Praktikant*innen aus dem Nationalpark kennenlernen durften. Allesamt sehr interessierte, freundliche junge Menschen, die sich für den Naturschutz einsetzen. Und tatsächlich durfte ich Daggi, so wird die eine Bartgeierdame im Praktikantenmund genannt, neulich durchs Fernglas mit den Flügeln schlagen sehen. Bis dahin war ich mir nicht so sicher, ob da nicht nur zwei große Fellknäule zu Touristenzwecken ausgestellt worden waren. Aber der Flügelschlag (Spannweite 2,90m!!!) war für mich mal wieder ein Glücksmoment der intensiven wilden Tierbeobachtung!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           *Für alle germanistisch Interessierten: Diese endreimende Paarformel stammt von den alten Beugungsformen der Verben „kriechen“ und „fliegen“ (eigentlich „fleugt“ aus dem Neuhochdeutschen). Als Zitat aus Schillers "Wilhelm Tell" (1804) ist sie zum geflügelten Wort geworden. Mal wieder also einem der Dichterfürsten zu verdanken…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Tue, 05 Jul 2022 12:45:18 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/es-kreucht-und-fleucht</guid>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wetterlaunen</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/wetterlaunen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Frage nach dem Blitzableiter
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220623_070836.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
      
           Dieser Artikel ist quasi eine Auftragsarbeit für meine Tante Wuddy. Sie wollte wissen, wie wir denn die Gewitter in den Bergen so erleben. Zu diesem Zweck werde ich euch unten erstmal ein paar Videos verlinken. So zum Beispiel gleich aus der zweiten Woche unserer Almzeit:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir waren gerade mit dem Melken fertig, die Kälbchen waren gottseidank im Stall, die Kühe schon wieder draußen und dann tobte ein gehöriges Unwetter auf uns herab. Ich habe es im Grunde gar nicht so heftig empfunden, schließlich waren wir und die Kälbchen (und ein Teil unserer Bauernfamilie, die gerade auf der Alm waren) im Trockenen und sicher untergebracht. Die Frage, ob wir einen Blitzableiter haben, konnte mir zwar keiner beantworten, aber nachdem die Halsalm (oder Vorgängerbauten) seit dem 13. Jahrhundert hier ohne große Zwischenfälle steht, würde es schon gut gehen. Es hat schließlich so stark geregnet, dass ein ganzer Sturzbach vor unserer Hütte entlangrauschte und einigen Kies mitgespült hat. Tobi hat gefilmt, unsere Altbäuerin hat seelenruhig weiter Kränze für die Pfingstmesse gebunden, Hannal, die Bäuerin hat das Wetter beobachtet, um zu wissen, wann ein Moment zum Runterfahren kommen könnte, und Sophie, die jüngste Tochter hat aufgeregt mit Tobi dem Regen zugeschaut. Ich habe den Stall geputzt, denn das war eben gerade dran und am Wetter hätte ich ohnehin nichts ändern können J. Nach dem heftigen Regen sind Tobi und ich später nach unseren Kühen schauen gegangen. Entlang des Wanderwegs, der mehr eine große Wasserlache war. Schlau, wie unsere Kühe sind, verziehen sie sich aber bei Gewitter immer in ein Waldstück und allen ging es wunderbar (das konnten wir feststellen, als wir sie endlich alle hinter den Bäumen gefunden hatten). Also alles gut überstanden und doch glatt mal 75 Tausend Klicks bei Instagram für das Video…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Grundsätzlich erlebt man hier Blitz und Donner schon etwas näher als im Tal. Aber wir sind – im Gegensatz zu meinem städtischen Verhalten früher – sehr wetterberichtfixiert und wissen, wenn ein Unwetter kommt. Dann heißt es nämlich: Kälbchen rein (sie sind noch etwas zart besaitet), Tischdeko in die Hütte räumen und hoffen, dass es bis zur Melkzeit aufhört. Und sonst heißt schlechtes Wetter auch: Juhu, Zeit zum Schlafen. Denn bei Sturm und Regen kommen keine Wanderer :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Muss man hingegen die Kühe zum Melken holen und es regnet, hilft es nichts als entweder möglichst wenig anziehen (T-Shirt und kurze Hose) oder den Ganzköperregencape drüber ziehen. Ich präferiere ersteres, denn meistens hört der Regen bald wieder auf und grundsätzlich brauche ich eine gewisse Zeit um die Kühe zu holen und fange dann sowieso an zu schwitzen. Das ist nicht lustig, wenn das Regencape dann auch noch von innen nass wird… und durch Latschen klettern bzw. den Berg hin- und herlaufen, um Kühe zu finden, ist durchaus schweißtreibend. Sie sehen das mit dem Herdenverbund mehr so als Möglichkeit denn als Notwendigkeit. Das hat mich am ersten Morgen, an dem Tobi und ich mit dem Küheholen getauscht hatten, bei Sturm und Regen morgens zwischen 5 und 6:30 Uhr in einen mittelgroßen Nervenzusammenbruch getrieben. Aber: die Kühe waren schlussendlich alle acht im Stall und ich bin weder den Abhang runtergestürzt (war öfter kurz davor), noch habe ich mir eine Blutvergiftung zugezogen, obwohl ich mir alles aufgekratzt habe, noch eine Erkältung bekommen (Jacke, Pulli etc. habe ich nach kurzer Zeit trotz Regens verschwitzt ausgezogen). Seitdem geht Tobi wieder jeden Morgen… nachmittags stehen die Kühe oft schon fast abholbereit vorm Tor!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: Noch ein wetterbezogener Eindruck: wenn der Nebel morgens aus dem Tal hochzieht und die Sonnenstrahlen beginnen durchzublitzen, lieben wir diesen Ort besonders. Und alle Strapazen sind vergessen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Pps: Genauso, wenn der laue Sommerregen auf die Arme nieselt und ein Regenbogen das Tal umspannt…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 29 Jun 2022 15:55:09 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/wetterlaunen</guid>
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      </media:content>
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      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Interview mit Senner Tobi</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/interview-mit-senner-tobi</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einmal Alm, immer Alm
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220531_102832.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Lieber Tobi,
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           das ist ja schon dein vierter Almsommer! Die letzten drei hast du vor mehr als acht Jahren in Österreich verbracht (Großvenediger und Fallerschein) – und zwar als junger Schulabgänger bzw. Student.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Warum wolltest du jetzt wieder auf die Alm?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wenn ich ehrlich bin, habe ich da noch nie lange darüber nachgedacht. Als Hanni bei einer Wanderung vor über einem Jahr so ganz spontan die Idee hatte, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich glaube, dass es beim Alm-Gehen so ist, das man es entweder einmal macht und dann war es eine schöne Erfahrung und gut ist es, oder man ist vom Alm-Virus infiziert und dann gibt es bei der kleinsten Gelegenheit kein Halten mehr. Für uns beide ist es aber auch die perfekte Gelegenheit, unserem Lebenstraum von einem eigenen kleinen Hof ein bisschen näher zu kommen und „Landwirtschaft“ einmal zusammen auszuprobieren. Außerdem bin ich zwar mit großer Leidenschaft Seelsorger, aber es war an der Zeit, dass ich von der Institution Kirche mal eine Auszeit nehme (@liebe Theolog*innen und Seelsorger*innen: Kann ich wirklich nur wärmstens empfehlen – es gibt da noch was anderes außerhalb des kirchlichen Dunstkreises… ;-)).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist an diesem Sommer anders als in denen zuvor?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Oh, ich darf ihn mit der Liebe meines Lebens verbringen und wir tragen zusammen die gesamte Verantwortung für die Alm, die Tiere, den Käse, den Ausschank usw.!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was hast du an deiner Senner-Partnerin Hanni neu kennengelernt?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dass sie von der ersten Minute an so ganz selbstverständlich und soooo gut mit den Kühen, Koimern und Kaibain umgegangen ist und, dass wir, obwohl wir sonst völlig unterschiedliche Arbeitstypen sind, hier perfekt zusammen passen und wirken.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist das Schönste auf der Halsalm?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Einfach ALLES!!! Ich finde, sie ist die perfekte Alm für mich und uns! J Wir haben die liebsten Kühe, die fantastischste Aussicht, die allerbeste Landwirtsfamilie, die tollsten Gäste und den wunderschönsten Wohn- und Arbeitsplatz.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Welche Tätigkeiten machst du am liebsten? Und welche nicht?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt werden bestimmt einige schmunzeln, denn am liebsten ratsch ich und erzähl sehr gerne von unserem Alltag, den Kühen, dem Käsen, …, wenn ich von interessierten Wander*innen gefragt werde. Und bei Sonnenaufgang die Kühe zum Melken holen! Nicht sooooo gerne mache ich: abwaschen, abwaschen, abwaschen, abwaschen… ;-)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und jetzt die Fangfrage: wer ist deine Lieblingskuh?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist eine Frage, über die ein ganzes Buch geschrieben werden könnte, denn jede Kuh hat so eine ganz eigene einzigartige Persönlichkeit (wie euch unsere Kuh Ella ja schon auszugsweise gezeigt und erzählt hat, s. Blogartikel „
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;a href="http://www.baersbioblog.de/kuhscheisse" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           Kuhscheiße
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           “). Es gibt aber eine von allen, die mir schon besonders ans Herz gewachsen ist, und das ist die jüngste und kleinste in der ganzen Herde: unsere Tapfer.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Fragen stellte JCI Bär.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 29 Jun 2022 15:08:59 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/interview-mit-senner-tobi</guid>
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      </media:content>
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        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Was ich nicht vermisse</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/was-ich-nicht-vermisse</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Verkehr, Termine? Fehlanzeige
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220621_170911-a603e370.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Neulich fragte mich eine liebe Besucherin, was ich hier auf der Alm vermissen würde. Zunächst war ich tatsächlich kurz sprachlos; denn auf den ersten Blick vermisse ich NICHTS.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei weiterem Nachdenken habe ich dann geantwortet, dass neben einer warmen Dusche, die wir haben, ein warmes Badezimmer, das wir nicht haben – wir duschen im Abspülraum mit stets geöffnetem Fenster – sehr nett wäre. Später habe ich dann aber tatsächlich noch etwas gefunden, das noch elementarer ist. Ich vermisse es, Zeit zu haben: jeden Tag so ein bis zwei Stunden, die nicht verplant sind mit Arbeit, Essen oder Schlafen. In denen man telefonieren, lesen, Serien gucken oder an diesem speziellen Ort einfach in die Natur blicken kann. Ich hoffe sehr, dass diese Zeiten noch kommen, wenn wir noch mehr Routine in den Arbeiten haben und wenn die Kühe über den Sommer weniger Milch geben (= weniger Zeit beim Melken, weniger Käseverarbeiten, weniger Käse drehen etc.).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber weg von der Themaverfehlung zu dem, was ich nicht vermisse.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am wenigsten vermisse ich den Straßenlärm und den Anblick von Asphaltiertem. Wir leben hier auf dem Balkon der Ramsau, so bezeichnet es unsere Altbäuerin. Hinter uns der Gebirgszug der Reiteralm, vor uns der Blick auf das grüne, mit Höfen punktuell verzierte und von hohen Bergen im Hintergrund eingegrenzte weite Tal. Die Wege hier bestehen aus dem Kies, der sich aus der Erde gewaschen hat oder schlichtweg in Trampelpfaden, hier und da mit einem Kuhfladen dekoriert. Manchmal ist es eine so wohltuende Stille, wenn der Nebel in der Früh an unserer Alm vorbeizieht und es ist eine völlig andere, nicht stressende Geräuschkulisse, wenn man die Vögel zwitschern, die Kuhglocken bimmeln und den Wind über die Wiesen säuseln hört. Jeden Tag dann zweimal das Geräusch der Melkanlage pfütt-pfütt-pfütt. Am lautesten sind unsere Kühe beim Fressen. Sie glauben einfach nicht, dass JEDE JEDEN Tag dieselbe Ration im Eimer bekommt – da muss dringend bei der Nachbarkuh auch in den Eimer geschaut werden…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was ist auch nicht vermisse, sind Termine. Keine Videokonferenz um 13:30 Uhr, kein Corona-Test-Termin um 17:15 Uhr, kein Abgabeschluss am Soundsovielten. Hier gibt es einfach nur das Notwendige zu tun – und das macht man so lange, bis man fertig ist. Wir müssen melken, käsen, abspülen, Stall putzen und dann Gäste bewirten. Bis das Melken wieder von vorne anfängt. Es ist kein Platz für Stress oder für Überlegungen, was man noch alles schaffen muss. Die Routine und die Notwendigkeit, die Dinge zu tun, fühlen sich für mich sehr viel weniger stressig an als das „man müsste dies und dies und dies noch schaffen“. Zum Abschied habe ich meinen Kollegen die Notizen von Johannes XXIII. geschenkt, zu den Regeln der Gelassenheit. Das Wohltuende für mich ist, dass ich sie hier nicht mehr brauche. Denn hier auf der Alm lebt man eben einfach jeden Tag für sich („Nur für heute“). Sich für das Melken am nächsten Tag zu stressen ist weder sinnvoll noch notwendig.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Schöne ist, dass ich Freunde und Bekannte auch nicht vermissen muss, denn sie kommen uns zahlreich besuchen und wir haben hier zusammen so einmalige Erlebnisse, dass wir uns daran sicher lange erinnern werden (Zelten im Lagerraum, die Verleihung der Goldenen Glocke, gemeinsames Käse-Einlegen und Kühe holen, Kochen und den Ausblick beim Essen genießen). Dazu aber mehr in einem der späteren Blogeinträge…
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Artikel könnte noch viel länger werden, aber ich glaube auch, dass sich die Dinge, die man vermisst oder nicht vermisst in den nächsten Monaten sicher noch ändern werden. Also mal sehen, was wir im September vielleicht (nicht) vermissen :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 27 Jun 2022 16:27:06 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/was-ich-nicht-vermisse</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220621_170911-a603e370.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kuhscheiße</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/kuhscheisse</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich kann gar nichts dafür!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220606_111258.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Muh...äh, also Servus, ich bin die Ella. Meines Zeichens Milchkuh auf der Halsalm. Die erste von links auf dem Foto...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und ich möchte jetzt hier mal was klarstellen: ich kann gar nichts dafür!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ständig beschweren sich diese Menschen darüber, dass sie manchmal kleine Hinterlassenschaften von uns Kühen im Stall oder auf dem Weg zum Stall oder auf deren Kleidung oder am Euter oder an den Futtereimern finden. Aber was soll man machen? Wer kräftig futtert und tolle Milch gibt, der muss eben viel verdauen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Naja, ich weiß schon, ich hab da ein kleines Durchfallproblem, aber im Stall sieht man das halt auch immer soooo deutlich an den Wänden, auf den kleinen Kälbchen hinter mir und die ganzen Spritzer am Boden. Im Gegensatz zu Kuh Flocke kann ich halt keine coolen Blumenbilder schei*en, pah. Aber die Gela neben mir, die hat dasselbe Problem. Was soll man bzw. frau da machen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerade die Hanni hat sich am Anfang ganz schön daran gewöhnen müssen, dass es ständig um Kuhscheiße geht. Auf einer Alm wird sehr häufig über Fäkalien geredet (das Fremdwort hab ich von ihr gelernt, sie hat ja noch leichte Sprachprobleme mit dem Bayerischen). Haben die Kälbchen nämlich Dünnschiss, dann könnte das problematisch sein - sie sind ja noch so klein, vor allem die liebe Tapfer. Alle vergöttern sie, weil sie das kleinste und tatsächlich das niedlichste Kälbchen ist. Sie kann sich auch noch nicht wehren, Hanni und Tobi führen sie manchmal einfach an der Glocke und sie tapst hinterher! Das wäre ja als ausgewachsene Milchkuh nicht denkbar, man hat ja einen Ruf zu wahren als respektvolles großes Weidetier, das die Städter in weitem Bogen umkreisen (unseren Lieblingsplatz am Bergkreuz räumen wir nie).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Aber zurück zu Tapfer...hat sich die doch gleich zweimal ins Fettnäpfchen gesetzt. Einmal hat sie der Hanni beim Rausgehen aus dem Stall mitten in den Weg ihr kleines Häufchen gesetzt und beim nächsten Mal auf dem Kiesweg!
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir mussten uns ja schwer zurückhalten, nicht allzu süffisant zu muhen; geben sich die beiden doch alle Mühe, dass ihr Weg immer sauber bleibt. Uns begleiten sie doch glatt einzeln nach dem Stall den Weg hinauf mit einem Eimer ;-). Naja, wegen meinem Durchfall treff ich nicht immer so gut rein, aber die Klamotten von den beiden sind sowieso ganz schön dreckig. Und einen Schutz für die Augen haben sie ja auch! Und wie schon Tobis Mama in jungen Jahren wusste: Kuhscheiße im Gesicht soll schöner machen...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 19 Jun 2022 16:25:52 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/kuhscheisse</guid>
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        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220606_112850-743a01b9.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ein verrückter Almtag</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/ein-verrueckter-almtag</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Kuh macht Muh, viele Kühe...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220616_051121-1-.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        &lt;span&gt;&#xD;
          
             ﻿
            &#xD;
        &lt;/span&gt;&#xD;
        
            ... machen Mühe! Wie habe ich noch gelacht über diesen Spruch, als ein Arbeitskollege ihn mir zum Abschied geschickt hatte. Heute lächle ich etwas geschmerzt über diesen kleinen Witz, der eine
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            große
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wahrheit enthält ;-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es hat etwas gedauert, diesen Blogeintrag zu schreiben. Allerdings nicht, weil nicht viel erlebt hätten, oder weil ich nicht gewollt hätte. Aber jede freie Minute habe ich versucht, zu schlafen! Denn:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (Hier nun die Kurzfassung, die ich neulich meinen früheren Chefs per Mail geschickt habe)
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           "Ich wollte schon lange euch allen mal ein Update schicken, aber besagte Zeitnot hält mich etwas davon ab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Boris hatte absolut Recht mit seinen Wünschen - uns tut einiges weh, mir war nicht klar, dass man wohl Muskelkater in den Händen haben kann! Meine Tippfähigkeiten leiden etwas, könnte auch an der dicken Hornhaut liegen, die sich derzeit an manchen Fingern entwickelt.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber: es geht uns prima! Tatsächlich ist die Zeitnot nicht mit Stress gleichzusetzen. Wir haben einfach von morgens um 04:30 bis abends um 20 Uhr gut zu tun. Kühe holen, Melken, Käsen - Gäste bewirten - Kühe holen, Melken, Käsen. Und dazwischen unendlich viel Spülen (Geschirr, Käsezeug, Melkzeug etc.). Es ist eine völlig andere Art des Arbeitens und sie macht zufrieden auf ihre eigene, wiederkehrende, aber nicht eintönige Art.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Hier nun in aller Kürze: die Kühe sind toll,
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           die Kälbchen hinreißend
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (finden sie wohl bei mir auch, sie knabbern gerne an mir), unsere Bauernfamilie ein absoluter Glücksgriff, das
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bayrisch äußerst ausgeprägt
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , die Gäste überwiegend sehr freundlich und sehr interessiert, unsere privaten Besucher absolut begeistert, der erste Käse ist reif, die Töpfe mit Milch unendlich schwer, der Misthaufen zur Hälfte gefüllt, alle
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Klamotten nach fünf Minuten dreckig
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            (Mist, Kuhhaare, Essen, Spülmittel, Käselauge etc.), der
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ausblick grandios
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            , abends ist es still und tagsüber umtriebig. Wir sind mitten im Nationalpark, mitten in den
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Debatten über den Wolf
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            und ob er hierher gehört, schlafen zum Gebimmel von Kuhglocken, laufen in
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dirndl und Lederhosen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            rum und sind glücklich."
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Wir wollen euch aber auch gerne etwas ausführlicher über die einzelnen Tätigkeiten erzählen, das werden wir jeweils in den einzelnen Blogeinträgen ausführen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute mal dazu, wie unser täglicher Vormittag läuft, der Beginn eines normalen, verrückten Almtags:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schwieriges Aufstehen um 4:30 Uhr, dann geht meist Tobi die Kühe holen (ich habe dabei neulich einen Nervenzusammenbruch gehabt bei Sturm, Regen und unauffindbaren Kühen), ich richte derweil das Melkgeschirr, das Käsegeschirr, den Ofen, die Futtereimer und viele weitere Kleinigkeiten her. Die Sonnenaufgänge werden immer schöner, das Wetter insgesamt auch.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Anschließend mache ich die Kühe im Stall fest und melke sie, Tobi beginnt mit dem Käse auf dem Ofen. Morgens backt einer von uns möglichst noch einen feinen Kuchen im unberechenbaren Holzofen mit Bio-Zutaten! Und danach wird geputzt was das Zeug hält: der Stall muss piccobello sein, da hier unsere Gäste durchgehen zum Brotzeit holen, das Käsegeschirr muss ebenfalls blitzsauber sein und schließlich ist noch der Boden im Lager dran, der durch das viele Hin- und Hergehen mit Stallschuhe durchaus etwas brauner ist als sonst.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zu diesem Zeitpunkt versuchen wir, unser Frühstück zwischenzuschieben; am besten draußen mit wundervoller Aussicht auf die Raumsau und den Untersberg sowie unsere Kühe. Kleine Zwischenbemerkung: wir essen hier sehr leckere und unglaublich viel und trotzdem rutschen die Hosen ;-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und dann stehen meisten schon die ersten Wanderer vor uns, die sich freuen, dass sie gleich eine feine Brotzeit bekommen. Da ist es meisten gegen 10 Uhr.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bei mir ist es neun Uhr, heute habe ich statt Kuchenbacken einen Blogeintrag dazwischen geschoben :-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bald berichten wir mehr über Kuhscheiße, Solaranlagen, Molke-Probleme und jede Menge Wehwehchen...
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Fri, 17 Jun 2022 06:05:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.baersbioblog.de/ein-verrueckter-almtag</guid>
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    </item>
    <item>
      <title>Almauftrieb</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/almauftrieb</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Endlich auf der Halsalm
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220519_133852.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Seit Monaten haben wir auf diesen Moment hingefiebert - meist mit Vorfreude, manchmal mit dem Gedanken im Kopf "Für was haben wir uns denn da entschieden???". Aber immer mit großer Neugier, was wohl auf uns zukommen wird.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jetzt wohnen wir seit einer guten Woche auf der Halsalm, oberhalb von Ramsau bei Berchtesgaden. Man sieht sie wunderschön auf dem Foto oben. Es gibt mehrere Bereiche in der Alm, die unterschiedlich groß sind ;-)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          - Stall: zum Kühe melken und nachts für unsere süßen Kälbchen
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          - Stube: Wohnzimmer, Küche und Essen herrichten zugleich (klein!)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          - Schlafzimmer: dort sind wir von ca. 21 Uhr bis 04:20 Uhr, meist im komatösen Schlaf
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          - Lagerraum (groß) für Futter, Kühlschränke, Werkzeug, Lebensmittel etc.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          - Heuboden (groß)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber von vorne: Am Samstag, den 21. Mai, hat unser Almleben so richtig begonnen. Und zwar mit einem doppeltem Almauftrieb!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Tobi und ich sind morgens um kurz vor 6 Uhr losmarschiert Richtung Tal - am Gatter unten ist dann unsere Bauernfamilie mit Traktor und Anhängern angekommen, aus denen sieben sehr muntere, aufgeregte Jungtiere herausgesprungen sind. Ungelogen, sie sind herausgehopst und auf uns zugerannt. Aber sie haben nicht mit Sophie und Magdalena gerechnet, die schon so geübt waren, dass sie mit Leibeskräften die Kühe aufgehalten haben. Ich bin etwas verschreckt am Wegrand gestanden, Tobi hat sich gleich voll mit den Mädels ins Zeug gelegt. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Allerdings war mir nicht klar, dass die Tradition besagt, dass die Senner immer vorne weggehen und die Kühe sozusagen rufen, damit diese sich an ihre Stimme gewöhnen. Irgendwann wurde ich dann quasi von der Familie nach vorne getrieben ;-) "Du musst fiere!!!" und durfte den Berg an einer Abkürzung hochrennen. Warum? Die Kühe sind im ersten Teil des Weges ziemlich schnell; sie sind aufgeregt und freuen sich auf die Alm und rasen in einem Affenzahn (Kuhzahn gibts nicht so wirklich) die erste Strecke hoch. Als ich vor ihnen war, waren sie gottseidank schon genauso ausgepowert wie ich.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es ging dann gemächlicher hinauf mit viel auf den Rücken klopfen, rufen, anhalten, damit alle hinterherkommen und manche Kühe aus dem Dickicht wieder auf den Weg bringen. Wir sind dann alle aber gut oben angekommen, haben mit der Familie am Kreuz vor der Alm noch ein Gebet gesprochen und uns erstmal ordentlich gestärkt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          PS: Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass es beim Runtergehen in Strömen geregnet hatte!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das alles hätte für einen Tag durchaus schon gereicht, wenn man bedenkt, dass ich darauf bestehe, grundsätzlich nur Touren mit maximal einer Stunde Steigung zu gehen. Aber tatsächlich ist es etwas völlig Anderes, wenn man den Berg hinauf arbeitet. Da vergeht die Zeit wie im Flug und ich hatte eine Aufgabe, so dass auch die Anstrengung seltsamerweise ganz anders auszuhalten ist.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dasselbe Spiel haben wir am Nachmittag noch mit unseren Milchkühen gemacht; Berg runterlaufen, aufgeregten Kühen entgegenstehen, den ersten Teil hochjoggen und den zweiten Teil die Kühe motivieren hochzugehen. Man lernt ja dazu, also bin ich diesmal gleich schneller vorne gewesen und habe mich versucht, als Leitkuh zu etablieren ;-). Das kam zunächst nicht so gut an, aber nach einigen "wer ist jetzt schneller und wer ist hier der Chef", habe ich doch glatt eine Follower-Kuh gewonnen! Buddal (Butter im hiesigen Dialekt) ist mir irgendwann tatsächlich so brav hinterhergelaufen, dass sie mir auf die Wadeln gesabbert hat. Auch jetzt habe ich eine spezielle Verbindung zu ihr, ich behaupte an dieser Stelle einfach mal, dass sie nach wie vor besonders auf mich hört :-).
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Hier möchte ich auch noch von unserer Kuh namens Amsel teasern: sie hat ca. zweieinhalb Stunden und insgesamt fünf Leute gebraucht, um den Weg auf die Alm zu schaffen. Dazu ein andermal mehr!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Was wir seitdem tun? Melken, Käsen, Gäste bewirten, Stall putzen, Abspülen, Abspülen, Abspülen... Auch dazu schreiben wir bald mehr; um es kurz zu sagen. Erst jetzt hatte ich die Zeit für diesen Blogeintrag, da wir sonst entweder arbeiten oder versuchen, so viel Schlaf wie möglich zu bekommen!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ps: Noch ein paar Worte zu unserer wunderschönen Gegend, dem Berchtesgadener Land
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
         Die letzten Tage vor dem Almauftrieb haben wir übrigens dazu genutzt, die Gegend besser kennenzulernen!  Inzwischen kennen wir auch alle Wege zu unserer Alm: der Steig vom Parkplatz Halsalm ist am schönsten. Ca. 1,5h, nur an manchen Stellen etwas steiler mit Treppen, sonst sehr angenehm zu gehen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Außerdem haben wir die Vorsaison genutzt und sind über den Königssee geschippert; mit obligatorischem Trompeten-Echo auf dem Schiff, einem Besuch der weltberühmten Kirche St. Bartholomä und einer kleinen Wanderung zur Fischunkel-Alm ganz am Ende vom See.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nicht, dass wir nicht schon immer begeisterte Bayern gewesen wären - aber ehrlich gesagt, ist das Berchtesgadener Land ein echter Traum und legt nochmal eine Schippe auf das Heimatgefühl drauf. Hohe Berge, teils noch schneebedeckt, saftige grüne Wiesen, Bergbäche und tiefgrüne Seen, dazu verstreute, traditionelle Bauernhäuser, leckeres regionales Essen und Kühe, wo man nur hinsieht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In diesem Sinne möchten wir euch ganz herzlich einladen, zu uns in die südlichste Ecke Bayerns zu kommen. Die Natur ist beeindruckend und wir sind fröhlich in Vorfreude auf eure Besuche…
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Pps: früh eine Unterkunft reservieren, hier ist es oft ausgebucht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Sun, 29 May 2022 18:47:50 GMT</pubDate>
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      <title>Im Tal</title>
      <link>https://www.baersbioblog.de/im-tal</link>
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      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Angekommen in der Ramsau
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/0f7e0781600c414787f668e52a500084/dms3rep/multi/20220517_200044.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die letzten 2 Wochen ist so viel passiert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll…
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im Moment sitze ich unter dem Apfelbaum unserer Bauernfamilie in der Ramsau (Ja, die berühmte Ramsau mit der Kirche als Postkartenmotiv). Wenn ich mich umdrehe, sehe ich die Halsalm - sie liegt wunderschön in einem Gebirgsmassiv, das Reiteralm heißt. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Heute war ein Tag, über den man allein einen ganzen Blogeintrag schreiben könnte; denn wir haben gemäht… Beziehungsweise eigentlich hat der Traktor gemäht, aber wir mussten das geschnittene Gras von den Feldrändern an der Straße, bei den Zäunen oder einem kleinen Bachlauf per Hand weiter in das Feld hinein rechen, damit die Maschine es später aufnehmen kann. Tatsächlich ist in den Bergen die Landwirtschaft noch harte Handarbeit. Wir waren aber zu viert und so ging es relativ leicht von meiner Schreibtischhand, die tatsächlich ohne Blasen geblieben ist zum Erstaunen aller… allerdings möchte ich mir diese Arbeit nicht im Hochsommer vorstellen, bei über dreißig Grad. Und wenn man dann auch noch wirklich Heu macht, bedeutet das, dass man drei Tage lang schweißtreibend beschäftigt ist. Gerade kommt hier der Traktor in den Hof hineingefahren, der einen Ballen unseres heutigen Heus bzw. der Silage bringt (nicht ganz getrocknetes Heu, das nur einen Tag trocknen muss) ins Lager fährt. Es wird insgesamt 4 mal gemäht über den Sommer, wenn die Kühe bei uns oben auf der Alm sind, um genug Futter für den Winter zu haben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Apropos Kühe: Wir verstehen uns schon richtig gut :-). Tobi und ich können inzwischen alle Namen von den Milchkühen, dem Jungvieh und den Kälbchen. Und auch das Melken klappt ganz gut (heute Lob vom Bauern, dass kein Schmutz im Filter war!), mal davon abgesehen, dass wir ständig zu viele durch die Tür in den Melkstand lassen, weil wir uns noch nicht so richtig durchsetzen können. Der partizipative Leitungsstil meines ehemaligen Geschäftsführerdaseins ist nur bedingt anwendbar :-)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber wir haben noch gar nichts von unserem Umzug berichtet. Und das ist doch berichtenswert, denn es hat uns intensiv beschäftigt. So haben wir ja nicht einfach einen Hausstand von einer Wohnung in eine andere umgezogen, sondern wir haben für verschiedene Projekte gepackt, wie Tobi im letzten Blogartikel schon berichtet hat.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Komplexität des Umzugs hat uns ganz schön an unsere Grenzen gebracht, aber wir hatten tolle Helfer für unseren Umzüge in die verschiedenen Orte. Ich zitiere Freund und Umzugshelfer Benni: 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           "Man sagt heutzutage eigentlich nicht mehr 'Ich habe dich gern' zu seinen Freunden, sondern man zeigt seine Zuneigung dadurch, dass man Freunden über 30 beim Umzug hilft, die sich eigentlich ein Möbelunternehmen leisten könnten."
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           Liebe Freunde, liebe Eltern, an dieser Stelle: Wir haben euch lieb, vielen Dank! 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nachdem mein lieber Mann und Tobi kurz vor dem Umzug auch noch einen Hexenschuss bekommen hat, musste jeder nämlich ein bisschen mehr tragen. Unter anderem weiß ich nun, wie viel die Hälfte eines Bauernschranks wiegt beim Treppe-Runtertragen. Dennoch werde ich nicht dieselbe Aussage treffen wie vor 2 Jahren, dass wir nie wieder umziehen werden. Die Vergangenheit hat mich gelehrt, dass es manchmal schneller gehen kann und vor allem anders, als man denkt. ABER: das nächste Mal lagere ich nicht nur bei den kräftigen Männern in Jesenwang ein, sondern werde diese auch engagieren… anstatt selbst den starken Mann zu markieren. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir haben in den letzten anderthalb Wochen sehr schöne Zeiten verbracht mit unseren Familien und Freunden, die uns umfassend geholfen haben, verschiedenste Fuhren erledigt, mit uns geputzt, für uns gekocht oder uns einfach mal eine Auszeit in einem Gespräch gegönnt haben. Danke :-)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ps: Morgen ziehen wir auf die Alm! Und zwei Tage später kommen die Kühe &amp;#55357;&amp;#56324; 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Thu, 19 May 2022 09:31:52 GMT</pubDate>
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    <item>
      <title>Ich packe meinen Koffer...</title>
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&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         ...gut, dass ist nun wirklich nicht ganz richtig! Zum einen, weil es Singular ist und zum anderen: WIR packen alles andere als je nur einen Koffer! Das wäre ja wirklich zu einfach. WIR packen unseren ganzen Hausstand oder versuchen es zumindest und das auch noch in verschiedenen Kategorien. So gibt es Kisten und Ecken für Sachen, die jetzt noch gebraucht werden, griffbereit bleiben müssen, auf die Alm mit sollen, ins Lager gehören, mit auf die längere Arbeitsreise ab Herbst genommen werden oder gänzlich unseren Haushalt verlassen dürfen. Gerade Letzteres manövrierte uns in den vergangenen Tagen zu sehr netten und auch kuriosen Momenten. Unsere Einrichtungs-Aussortier-Aktion führte nämlich u.a. zu netten Teerunden mit Regalverkäufen, quer durch München geradelten und dann mit dem Zug nach Augsburg weitergereisten Avocadopflanzen, diversen Ebaykleinanzeigenantwortmailsbeantwortungsrunden und zu folgender Szene: eines schönen Feiertagsabend konnte mitten in unserem derzeitigen noch Wohnort Neuried beobachtet werden, wie zwei junge Männer einen ausgewachsenen Sekretär quer durch den Ort trugen (nachdem das Auto um 2 cm zu klein war und das Rollbrett unterwegs den Geist aufgegeben hatte...). Wäre ja gelacht, wenn wir nicht alles dahin bekommen würden, wo es hin gehören soll. Darüber hinaus haben wir bereits drei Autoladungen mit Büchern (ja, dass mit dem Bücherbär ist wahrlich keine Übertreibung) in Hannis altes Kinderzimmer befördert, wo erst einmal Platz geschaffen werden musste, damit die 17 Bücherkisten auch in Regale wieder eingeräumt werden konnten (nicht zu Letzt auch, um die Statik eines ganzen Hauses auf die Probe zu stellen ;-)). Und es bleibt weiter spannend, denn gerade überlegen wir unseren Umzugstermin noch einmal um eine Woche zu verschieben. Wie heißt es so schön: alles ist im Fluss...und wir schwimmen fröhlich weiter!
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          P.S.: Von ganzem Herzen vielen, vielen Dank für all die unzähligen lieben und netten Emails, Anrufe und Nachrichten mit sooo vielen guten Wünschen und ganz viel Unterstützung, die wir in letzter Zeit von so vielen von euch erhalten haben!!! Es ist ein großes Geschenk so viele liebe, nette Menschen um uns herum haben zu dürfen!!!
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           (geschrieben von Tobi)
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Wed, 27 Apr 2022 09:30:41 GMT</pubDate>
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      <title>Vorbereitungen auf die Alm</title>
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      <content:encoded>&lt;div&gt;&#xD;
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  &lt;span&gt;&#xD;
  &lt;/span&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Endlich war es soweit....wir würden unseren künftigen Arbeitsplatz und Lebensort zum ersten Mal sehen - die Halsalm bei Berchtesgaden!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gemeinsam mit unserer super netten Landwirts-Familie, die uns für die Alm im Sommer anstellen wird, haben wir uns auf den Weg gemacht, um im Schnee zur Halsalm zu wandern.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das Auto einmal auf dem Parkplatz am idyllischen Hinteresee abgestellt ging es am Nationalpark-Haus vorbei auf einem großen Forstweg. Sehr bald sind wir aber schon abgezweigt auf den richten Weg zu unserer Alm (mit großer Freude haben wir dort einen hübschen Stellplatz für Mountainbikes gesehen - zu uns darf man nämlich nur zu Fuß :-). Ich war unglaublich froh, dass die jüngste Tochter der Familie mit uns unterwegs war, ein echter Sonnenschein, mit der man sich trotz ihrer neun Jahre super unterhalten kann. Und die uns - in unserer winterlichen Nicht-Fitness einfach den Weg hinauf hochgequatscht hat!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            Und siehe da - die Halsalm liegt wirklich so wunderschön, wie man sich das von unten vorstellt. Mit Blick auf den Hintersee, auf den Untersberg und so viele weitere Berge, die ich mir natürlich alle nicht merken konnte. Ich habe beschlossen, dass ich mir jeden Tag jeweils einen Berg versuche zu merken, damit ich eine Chance habe, das mental in meinem Schreibtisch-Hirn dauerhaft zu speichern!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Tür zum Stall mussten wir erstmal von den Schneemassen befreien, bis wir den ersten Blick hineinwagen konnten. Nun...ich würde sagen: klein, aber unglaublich fein! Die nächsten Monate werden wir sehr viel Zeit in einer Stube verbringen, die kleiner ist als mein Arbeitszimmer jetzt und dort Unmengen Milch zu Käse verarbeiten, Brote schmieren und Getränke ausgeben. Der Holzofen ist ein echtes Schmuckstück, wie viel Essen uns am Anfang darauf bzw. Kuchen darin verbrennen wird, wird sich allerdings noch zeigen ;-).
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 04 Apr 2022 10:11:31 GMT</pubDate>
      <author>websitebuilder@1and1.de</author>
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