Ein Tag im Paradies

Hanni, glücklich • 20. November 2022

Mit Fun Facts


5:43 Uhr

Es kitzelt an der Nase, die ersten Sonnenstrahlen leuchten in unserem Bungalow, der direkt am Strand liegt. Während Hanni grummelig weiterpooft, ist Tobi zum ersten Mal wach.


6:33

Tobi beginnt am Handy zu daddeln, Hanni pooft weiter.


6:34

Tobi beschließt, sich nochmal umzudrehen und doch nochmal zu schlafen. Er nimmt Hanni in den Arm, beide schwitzen wie blöde. Temperatur 30 Grad.


06:50 Uhr

Tobis Wecker klingelt.


07:08

Tobi steht auf.


07:10

Hannis Wecker klingelt.


07:15 Uhr

Hanni steht auf.


07:30 Uhr

Alle anderen Gäste sitzen vor unserer Villa beim Frühstück.


07:32 Uhr

Hanni zu Tobi: „Wir kommen schon wieder zu spät, bist du endlich fertig?“


07:35 Uhr

Auch wir sitzen beim Frühstück, das gerade angeliefert wird. Es gibt Toast, Omelett oder Spiegelei, Nasi oder Mie Goreng (gebratener Reis oder Nudeln), Marmelade, Käse, Butter und immer frische Früchte. Alle witzeln darüber, dass es schon wieder Wassermelone gibt, obwohl sie teils stehengelassen wird und wir sie nicht mögen. Dass wir alle exotische Früchte lieben, scheint trotz gemeinsamem Ausflug mit dem Resortleiter und den Angestellten auf den Markt nicht durchgedrungen zu sein. Reihum darf jeden Tag einer von uns bitten, ob wir die exotischen Früchte auch haben dürfen ;-). Kati und Franz (Schweizer Ehepaar mit insgesamt über 6000 Tauchgängen), Gaby (ebenfalls sehr erfahrene Taucherin und liebenswerte Österreicherin), Johanna1 (junge, abenteuerbegeisterte Veganerin) und wir beide diskutieren über die Energiewende, Plastikprobleme oder veräppeln uns reihum.


08:15

Alle stellen fest, dass wir uns dringend zum Tauchen fertig machen müssen.


8:30 Uhr 

Fast alle sind auf dem Boot – Hanni steht noch am Strand und ruft nach Tobi, ob er nun auch endlich kommt… Wir werden fröhlich von unserer Tauchcrew begrüßt „Selamat pagi! Guten Morgen!“ und los geht’s. Im Boot stehen unsere Kisten mit den Tauchmaterialien, die Luftflaschen sind gefüllt und wir breiten unsere Handtücher auf dem kleinen Deck aus und genießen die Fahrt zum Tauchplatz durch lauter kleine Dschungelinseln mit weißen Sandstränden und türkisblauem Meer.


09 Uhr

Unser Tauchguide gibt Bescheid, dass wir uns umziehen können. Während Hanni in ihren Neoprenanzug schlüpft, die Neoprenschuhe anzieht und Flossen und Tauchmaske herauslegt, versucht Tobi ein Bein in seinen Anzug zu stecken. Gottseidank gehen unsere erfahrenen Tauchfreund immer vor uns ins Wasser, so dass wir etwas mehr Zeit haben.


Alle legen ihre Bleigürtel und Tauchjackets an (in die man Luft blasen kann, mit der man den Auftrieb unter Wasser regelt), testen die Luftschläuche und schultern die schwere Ausrüstung, um sich auf den Bootsrand zu setzen. Die Crew hilft beim Anziehen der Flossen, man steckt den Atemschlauch in den Mund, setzt die Maske auf und *schwups* lässt man sich nach hinten ins Wasser fallen. Das kostet zwar erstmal Überwindung, aber das Lustige ist, dass man ja ausnahmsweise mal kein Wasser in Mund und Nase bekommt!


09:30 Uhr

Der Tauchgang beginnt. Einer der Guides passt immer auf uns beide auf, weil wir ja blutjunge Tauchanfänger sind und zu allem viel länger brauchen. Alle anderen Taucher sind schon längst unter Wasser. Tobi und ich liegen im Wasser, schauen uns an und machen die Zeichen für „Abtauchen“ und „Ok“. Langsam tauchen wir ab und lassen Luft aus unserem Tauchjacket. Wir sinken hinunter und halten uns immer wieder die Nase zu, um den Druck auf den Ohren auszugleichen.


Und irgendwann sind wir unten und es geht los: wir sehen Korallen in allen Formen und Farben, kleine und große Fische, Krebse, Schnecken in unfassbar bunten Farben und versuchen zu alledem immer schön uns auszutarieren, damit wir gerade so einen halben Meter über dem Untergrund schweben. Ganz ehrlich: lernt tauchen, es ist unfassbar schön!


10:20

Tobi geht langsam die Luft aus, er nimmt Hannis zweiten Luftschlauch und wir tauchen noch etwas weiter. Eine unserer Tauchfreundinnen schilderte eines ihrer Highlights des Tauchgangs: zwei Bären, die Händchen halten! Dann tauchen wir langsam wieder auf und lassen uns vom Boot einsammeln.


10:30-12 Uhr

Wir machen alle zusammen eine lustige Oberflächenpause mit Kuchen, frischen Früchten und warmen Tee (Lufttemperatur ca. 35 Grad). An einem ganz besonderen Tag sind wir auf Bogisa Island gefahren, eine winzige Insel mit einem Sandstrand, der sich weit ins Meer zieht. Wir gehen am Strand spazieren, sammeln Muscheln (nur zum Fotografieren, nicht zum Mitnehmen) und als wir zurück zum Boot kommen, spielt die Bootscrew Gitarre und singt Lieder. Wir gehen im türkisblauen Wasser schwimmen und versuchen lustige Seesterne als Gruppe zu bilden. Es ist ein wunderschöner Tag!


12-12:50 Uhr

Zweiter Tauchgang; wiederum unglaubliche Eindrücke unter Wasser!


13:30 Uhr

Duschen im Draußen-Bad unserer Strandvilla und anschließendes Mittagessen. Es gibt bestimmt etwas Frittiertes ;-). Unser lieber Chef des „Restaurants“ (wir sind ja nur sechs Personen) bedankt sich nach dem Essen immer, dass wir bei ihm gegessen haben, er ist immer sehr nervös und äußerst bemüht.


14:30-16 Uhr

Jeder genießt die Ruhe, man liest, liegt im Schatten oder in der Villa, Tobi daddelt am Handy, Hanni schläft. Die Wellen rauschen…


16 Uhr irgendwas

Franz kommt mit Caramello auf dem Arm. Alle Frauen stürmen zu ihm „Ooooooh, ist der süß! Wie niedlich! Darf ich auch mal halten?“

Hiermit möchten wir euch Caramello vorstellen: den Welpen der Insel, der gerade so ein bisschen herumtapsen kann und karamell-braun ist. Und unfassbar süß.

Wir durften ihn alle mal auf dem Arm halten, gottseidank haben wir uns alle so gut verstanden, dass wir ihn uns auch untereinander weitergegeben haben. Ich glaube, jeder hätte ihn am liebsten für sich behalten. Irgendwie ist dann die Idee entstanden, dass wir mal auf die andere Seite der kleinen Insel gehen (50m), um den Sonnenuntergang anzusehen. Die nächste Idee zu einem Sundowner-Cocktail war da in greifbarer Nähe. Also machten wir uns mit Caramello auf den unterschiedlichen Armen oder alternativ mit dem Handy zum Fotos knipsen in der Hand auf den Weg durch die Palmen zum anderen Strand. Hanni ist dann mit Caramello und einem der anderen jungen Hunde zu Caramellos erstem Strandspaziergang aufgebrochen; selten ist etwas niedlicher als ein kleiner Hund, der immer den Wellen ausweicht. Und ein etwas größerer Hund, der sich liebevoll um den kleinen kümmert und sich aber wirklich alles gefallen lässt, was dem kleinen einfällt: auf ihm herumkrabbeln, an den Ohren knabbern, in den Hals beißen etc.


17 Uhr irgendwas

Der Sundowner mit Arak und frischem Ananas-Saft ist fertig. Nach dem ersten Schluck sind alle begeistert. Nach der Hälfte das Glases traut sich jemand zu sagen, dass das eigentlich ganz gruselig schmeckt . Macht aber nix, die Stimmung ist hervorragend.

Die Angestellten starten ihre Jam-Session bei ihren Bungalows, wir fragen, ob sie nicht zu uns kommen wollen und wir singen bzw. schunkeln gemeinsam. Die Sonne geht unter und beleuchtet uns und unser paradiesisches Eiland.


18 Uhr irgendwas

Unsere Tauchguides drücken sich charmant um das Tauchdebrefing, wo man bespricht, was man gesehen hat. Macht nix, alle sind leicht angetüdelt und wir bringen zu sechst Caramello wieder nach Hause in die Mitte der Insel.


19 Uhr

Mit leichten Kopfschmerzen treffen wir uns zum Essen wieder, es gibt garantiert Frittiertes und die süße Dip-Sauce wandert in hohem Tempo über den Tisch, da wir alle verrückt da nach sind. Die Angestellten lassen es sich nicht nehmen und kommen nochmals mit Gitarre und selbstgebautem Schlagzeug. Ein paar von ihnen tanzen ein bisschen – da steht Franz auf und tanzt mit, bis wir schließlich alle ausgelassen um den Tisch herumhopsen. Alle Gäste, die Crew der Insel, der Resortleiter und die Hunde. Mehr kann man sich für einen Tag nicht wünschen.



Wir freuen uns unseres Lebens und des Glücks, wohlbehalten an einem solch wunderschönen Ort mit solche wundervollen Leuten sein zu dürfen!


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von Johanna Baer 12. Januar 2026
Am zweiten Januarwochenende hat mir Tobi auf einer sehr lustigen Familienfeier jemanden mit den Worten vorgestellt: da ist jemand ein Fan von uns 😊. Und mir ist das Herz aufgegangen. Uns hatten auf dieser großen Feier von Tobis großem Bruder schon einige Menschen gesagt, wir toll sie unsere Erlebnisse und Unternehmungen finden. Mit am nettesten war die Begrüßung: „Oh Tobi, der Kleine! Du bist genau wie früher und bringst allen Schnaps“, denn Tobi war damals in der Musikkapelle immer einer der Jüngsten gewesen. Dass er nun fast alle überragt, hat niemanden davon abgehalten, in den Kleinen zu nennen und völlig überrascht zu sein, dass er schon seit über sechs Jahren verheiratet ist… Aber zurück zu unserem Fan 😊. Es hat sich herausgestellt, dass die liebe Bekannte immer so gerne unsere Berichte und kleinen Posts liest und sich richtig darüber freut, wenn wir etwas schreiben. Das war so schön zu hören, denn oft sitze ich vor meinem PC und frage mich, wer das liest und ob das überhaupt Sinn macht, zu schreiben. Es ist zwar in jedem Fall auch wie ein bisschen ein Tagebuch für uns, aber als Buch wollte es bisher auch keiner herausbringen. Also wird es wohl einfach weiter ein Blog sein, aber einer, den ich auch wieder mehr wertschätze, weil ich weiß, dass es doch einige liebe Menschen gibt, die ihn gerne lesen! Das Jahr 2025 haben wir kaum etwas geschrieben, also werde ich jetzt einen kurzen Jahresdurchgang machen. Vom Obstbäumeschneiden in Niederbayern über wunderschöne arbeitsreiche Monate auf einer Schweizer Alp und einer kleinen Tour de France, die schließlich in eine echte Auszeit in der Bretagne gemündet ist. Winter und Frühling Vielleicht passt Winter und Frühling ganz gut zu den beiden Orten, an denen wir in den ersten Monaten des Jahres 2025 gearbeitet haben. Einerseits war Tobi in einem Seminarhaus an unserem damaligen Wohnort tätig, andererseits haben wir beide beim Streuobstbetrieb Stöckl in Niederbayern gearbeitet. Es fällt mir schwer über die frostige, winterliche Zeit am ersten Ort zu schreiben, denn es hat sich herausgestellt, dass dort nicht der richtige Ort für uns war. Auch wenn wir dort viele sehr nette Menschen kennengelernt haben und im Jahr zuvor einen ganzen kleinen Gemüsebetrieb aufgebaut haben (mit Gewächshaus und Businessplan etc.), haben manche Begegnungen dazu geführt, dass wir sehr traurig und psychisch heftig angegriffen nach einem anderen Wohn-, Arbeits- und Lebensort gesucht haben. So viel zu diesem Winter-Teil, wer mehr wissen möchte, darf sich gerne direkt an uns wenden! Der parallel verbrachte Frühling bei Familie Stöckl in Niederbayern, so nennen ich es jetzt mal, auch wenn es manchmal fünf Grad und Nieselregen waren, haben uns oft über die schwierigen Zeiten weitergeholfen. Gemeinsam bei Sonne, Regen, Wind und Wetter die Obstbäume in Zentralbayern so zu schneiden, dass sie optimal wachsen und qualitativ hochwertige Früchte tragen, hat im gemeinsamen Team immer Freude gemacht. Selbst wenn man mit der Mistgabel dem Anhänger hinterherläuft, um den Mist auf der 2 Hektar großen Wiese unter den Bäumen mit Schwung zu verteilen, ist die Arbeit immer wohltuend, nie stressig, aber durchaus herausfordernd und vor allem sehr zufriedenstellend gewesen. Auch die Tage, die ich im Büro verbracht habe, habe ich in guter Erinnerung. Nicht nur, weil immer ein Kaffee und ein Schwätzchen in der Küche mit jemandem aus der Familie möglich ist, sondern auch, weil es ich zwar nach wie vor eine sitzende Tätigkeit vor einem Bildschirm nicht mag, aaaaaaber die Verwaltung eines Betriebs nun einmal sein muss und ich dabei einen Beitrag leisten kann. So nutzt das Computer- und Verwaltungswissen einem guten Zweck und Selbstwirksamkeit hat ja noch keinem geschadet! Der wirtschaftliche Streuobstanbau ist für mich ein Betriebszweig, der wirklich Sinn macht – dort werden Umweltschutz und regionale Lebensmittelversorgung, lokal verfügbare Arbeitsplätze mit hohem Weiterbildungs- und Verwirklichungspotential und der Schutz der Biodiversität zukunftsfähig zusammengedacht. Außerdem haben wir die lustigste Fortbildung unseres Lebens gemacht und sind jetzt Staatliche geprüfte Obstbaumpfleger. Nach vier Ausbildungswochenenden in Passau, so viel Lachen, wie man sich niemals vorstellen kann, ein paar geschnittenen Bäumen, einer saftigen Prüfung haben wir Freunde fürs Leben gefunden und dürfen jetzt ganz offiziell Förderungen aus dem Streuobstpakt beantragen…(oder so ähnlich). Wir haben lange überlegt, ob wir nicht gleich nach Niederbayern ziehen und zu echten Streuobst-Mit-Bauern werden, aber der Drang, nochmal etwas Neues kennenzulernen, war dann doch größer und wir haben uns ziemlich spontan eine Schweizer Alp gesucht. Denn auf die Frage, was wir am liebsten arbeiten, lautet die Antwort scheinbar alle paar Jahre wieder: „Zwischen Kühen sitzen!“ Deshalb haben wir Anfang Mai unser Hab und Gut in einen Container geräumt (Spoiler-Alarm, dort ist es noch immer!) und den Rest in unser Auto gepackt. Auf dem Weg in die Schweiz, wo wir bereits erwartet wurden, denn die Kühe waren dank des milden Frühlings schon ohne uns auf der Alp, ist uns unser Auto mitten auf der Bundesstraße ausgegangen. Wir dachten beide, wir spinnen. Nach super stressigen Umzugs-/Putz-/Erledigungstagen hatten wir alles in das Auto gequetscht und dann geht es einfach aus. Und es war leider keine einfache Panne, sondern der Motor war kaputt. Ja, richtig gehört, Zahnriemen gerissen, kurz nach der Gewährleistungsfrist und keine Werkstatt, die das so einfach richten kann. Kostenaussicht 5.-10.000€. Wir waren mental so fertig, dass wir eigentlich gar nicht mehr wussten, ob wir lachen oder weinen sollen. Gottseidank neigen wir beide in solchen Situationen nicht zum Verzweifeln, sondern zum sofortigen Handeln und so waren wir ein paar Stunden nach der Panne, in einem zu kleinen Mietwagen mit nur der Hälfte von unserem Zeug, auf der Autobahn Richtung Schweiz. Völlig ungeplant haben wir dann die Nacht mal wieder bei unseren lieben Freunden auf einem Schafshof bei Mindelheim verbracht, zum Weiterfahren war es einfach zu spät. Und am nächsten Tag waren wir in der Schweiz – auf der Alp – und sind dort eingezogen. Das Drama, wie unser Auto schließlich doch noch repariert worden ist, wie der Mietwagen NICHT zurück an den richtigen Abgabeort gekommen ist und wie sehr wir uns mit der Autovermietung gestritten haben, lasse ich an dieser Stelle aus. Sonst rege ich mich zu sehr auf und ich glaube, das habe ich damals schon genug getan. Seltsamerweise wird alles irgendwann gut – auch wenn es uns zwei Monatsgehälter gekostet hat. Das ist wohl der Preis für das Alles-Gut-Werden, aber im Grunde genommen – und das habe ich von Tobi gelernt – ist es „nur Geld“. Nicht unsere Gesundheit, nicht ein schlimmer Unfall und nicht unser Lebensglück. Zum Thema Geld, ich glaube, das ist ein wichtiges Thema, gerade bei „Weltreisenden“ oder wie sie gesehen werden 😊. Es mag sie geben, die Menschen, die mit null Euro Startguthaben oder auch nur mit 2000 Euro auf dem Bankkonto um die Welt ziehen. Wir waren das nie und werden das auch nicht sein; denn finanzielle Sicherheit ist mir unglaublich wichtig. Die Frage, woher wir das Geld haben, so viel zu reisen oder nicht jahrelang demselben akademischen Job nachzugehen, hat viele Facetten. Die erste und wichtigste ist, dass wir beide unglaublich großzügige Eltern und Verwandte haben. Wir haben beide ein Studium finanziert bekommen, dazu teilweise auch noch die Mieten als Studenten und wirklich großzügige Geschenke zu Weihnachten, Geburtstagen oder auch einfach sonst einmal. Dafür sind wir unendlich dankbar, denn das Glück, in Familien aufzuwachsen, die uns finanziell und emotional mehr als nur eine stabile Basis gegeben haben, ist weltweit sehr selten. Auch aus diesem Grund schreiben wir über unsere Erlebnisse – damit alle, die es gerne möchten, aber aus verschiedenen Gründen nicht können oder wollen, diese ein bisschen miterleben. Wenn wir das alles erleben dürfen und können, dann möchten wir es so vielen Menschen wie möglich auch zur Verfügung stellen. Dieser familiäre Grundstock hat es uns dann ermöglicht, zu sparen und wir sind während unserer Studien beide auch Studentenjobs nachgegangen. Und schließlich haben wir beide gut bezahlte Jobs (für den sozialen Bereich 😉) gehabt, in denen wir einige Jahre lang gearbeitet haben. Auch wenn wir natürlich viel Geld für die Miete in München und Umgebung ausgegeben haben, pflegen wir außer unseren Reisen und gutem, ökologischem Essen keine kostspieligen Hobbies (okay, das mit dem Tauchen hätten wir nicht anfangen sollen, wenn es danach geht). Sagen wir mal, wie haben keinen kostspieligen alltäglichen Lebensstil – keine unnötigen Amazonbestellungen, kein Schmuck, keine schicken Autos, keine technischen Gadgets, wenig Klamotten und Schuhe, kaum Deko – wobei ich finde, wir haben eh unendlich Kram! – und vermutlich vergesse ich all die Dinge, an die wir einfach nie denken würden, sie zu kaufen. Also zum Beispiel auch kein Haus, kein Grundstück, kein Darlehen dafür und keine finanziellen familiären Verpflichtungen. Das Allerwichtigste finde ich, dass jeder das für sich macht/kauft/tut, was zu ihm passt. Bei uns sind es eben die Reisen, dafür aber viele andere Sachen nicht, die für andere Menschen wichtig sind. Bei all unseren Jobs achten wir darauf, dass wir genug verdienen, um unseren Alltag und die Zeiten der Reisen finanzieren können und nebenher noch etwas für die Rente zur Seite zu legen. Also nein, wir sind nicht die Mit-Null-Euro-Um-Die-Welt-Backpacker. So mutig (?) wären wir nie und wollen es auch nicht sein. Vielleicht ist damit das Geheimnis um unsere Weltreise-Geldbeutel gelüftet 😊. Da ich völlig vom Thema abgekommen bin, werde ich über die 22 gemütlichen Schweizer Milchkühe, das kleine Kälbchen und die Tonnen an Käse aus Miraculix Kupferkessel das nächste Mal schreiben! Ich freue mich, wenn ihr dabei seid!
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