Angekommen

Hanni, Taucherin • 14. November 2022

Tauchkurs, Langstrecke, Indonesien


Heute Abend haben wir mit unserem Tauchlehrer Yustus Cocktails getrunken, zum Cinderella-Lied der indonesischen Belegschaft getanzt und mit unseren neuen deutsch-schweizerisch-finnischen Tauchfreunden gescherzt und gegessen. Im Hintergrund rauschte leise die Celebessee in unserer geschützten Blue Bay, die zwei Haushunde Maxi und Puti strichen uns um die Beine, die Moskitos freuten sich über Frischfleisch und manchmal krachte eine Kokosnuss von einer Palme.


So fühlt es sich an, wenn man nach knapp einer Woche im Norden Sulawesis, einer der unbekannteren Inseln Indonesiens, in einem deutsch-indonesischen Tauchresort heimisch wird. Unser Bungalow steht direkt am Meer (neben den Palmen) und es hat kulturell passend ein sogenanntes Mandi und keine Dusche. Man schöpft sich einfach Wasser über den Kopf - und das am besten mehrfach am Tag, denn Hitze und Luftfeuchtigkeit sind schlichtweg tropisch.

Am meisten halten wir uns jedoch unter Wasser auf, denn wir haben beschlossen, tauchen zu lernen. Was uns nicht klar war, ist, dass Tauchen nicht nur eine Freizeitbeschäftigung ist, die man mal machen kann. Oh nein, wer taucht, tut das mit Haut und Haaren bzw. teilweise ohne Haare, um stromlinienförmiger zu sein, aber vor  allem mit Neoprenanzug, Neoprenschuhen, Flossen, Maske, Luftflasche (sackschwer!), Bleigewichten, Tauchjacket und einem Regulator, Inflator, zweitem Regulator, Finimeter und Tauchcomputer. Wahlweise noch Neoprenstirnband, Haube, Kamera, Sticks etc. Ehrlich gesagt, schaffe ich es fast nicht ins Wasser mit der Ausrüstung, weil sie so schwer ist.


Aber nun doch von Anfang an: Am 08. November haben wir an einem strahlend schönen Tag unsere bayerische Heimat verlassen. Mit elterlichem Beistand haben wir es zum Flughafen und schließlich hinter die Sicherheitskontrolle geschafft. Da war uns klar, dass unser nächstes Abenteuer jetzt anfängt.

Allerdings ist uns auch aufgefallen, dass wir unser letztes Abenteuer - die Halsalm bewirtschaften - noch gar nicht so richtig verdaut haben. All die lieben Menschen und die Kühe, die Berge und das Heu, der Tagesrhythmus - vielleicht kommt dazu nochmal ein Blogeintrag.


Beim Fliegen hatten wir sehr viel Glück, wir hatten eine Reihe für uns und dazu noch ganz vorne, wo man extra viel Platz hat. Warum die Crew nicht wollte, dass ich mich dort auf den Boden lege, um halbwegs zu schlummern, habe ich nicht ganz verstanden. Den Flug haben wir mehr oder weniger im Delirium verbracht: halb schlafend, halb dösend, sich herumwälzend im Sitz, mit wie immer gruseligem  Flugzeugessen und unfassbar viel Verpackungsmüll - mit großen Bedenken und mehreren Tränen. Ich glaube, ich war völlig durch von den vier Wochen vorher, in denen wir in großem Stress versucht haben, alle Arzttermine zu schaffen, alle Impfungen zu besorgen, alle Ausrüstungsgegenstände zusammenzubestellen, möglichst viele liebe Menschen zu treffen etc. Und natürlich fängt man in diesem Dämmerzustand auch immer wieder an zu überlegen: Warum machen wir das? Wieso bleiben wir nicht in Deutschland? Warum haben wir unsere gemütliche Wohnung aufgegeben? Was sollen wir später arbeiten bzw. unser Geld verdienen? Wird es der Familie und allen Freunden in der Zwischenzeit gut gehen? Werden alle Beziehungen halten? Nun, gottseidank sind wir zu zweit und auch der längste Flug geht einmal zu Ende.


Der Flughafen in Singapur flasht einen dann erneut, dort gibt es sogar einen Schmetterlingsgarten... und schließlich der Flug nach Manado, einer größeren Stadt im Norden Sulawesis. Spätestens hier dämmerte uns, dass Sulawesi vor allem von Tauchern besucht wird - aus aller Welt, denn es gibt hier eine unglaubliche Unterwasserwelt, die noch relativ intakt ist. In Manado am Flughafen wollte man uns schließlich nicht durchlassen, weil wir kein Ticket zur Weiterreise hatten. Dass man Indonesien mit dem Schiff verlassen kann, hat man uns nicht durchgelassen. Aber Backpacker sind ja gut vernetzt und so haben wir eine Seite gefunden, auf der es stornierbare Flugtickets gibt und durften schließlich doch einreisen.


Von unserem coolen kleinen Tauchresort wurden wir von einem Fahrer abgeholt, der uns schließlich an einem winzigen Hafen auf ein Boot setzte, das bis dahin nur von Einheimischen belegt war. Das Hallo war groß, irgendwie fanden uns alle urkomisch. Im Nachhinein betrachtet verstehe ich das besser: wir waren (und sind es vermutlich noch) unglaublich blass, hatten lange Hosen und Wanderschuhe an und schauten sicherlich etwas verwirrt. Inzwischen glaube ich nicht mehr ganz, was ich meiner Mama versichert hatte, nämlich, dass man in jedem Land Schuhe kaufen kann. Hier läuft exakt niemand mit etwas anderem als Flipflops herum und seit dem ersten Abend hier auf der Insel Sahaung haben auch wir unsere Schuhe nicht mehr gesehen...barfuss oder Schlappen oder höchstens noch Tauchschuhe sind die Devise, alles andere wirkt quasi außerirdisch.


Naja, und jetzt sind wir wirklich genau da angekommen, wo sich viele Menschen hinträumen. Unter Kokospalmen, Bananenstauden, mit weißen Sandstränden, Bungalows aus Holz mit Hängematte, Geckos und Krabben und einer wunderschönen Bucht.


Das bringt mich zurück zum Tauchen :-). Warum wir hier noch auf keinem Hof sind, fragt sich bestimmt der ein oder andere. Ehrlich: Wir brauchen erstmal Urlaub, nachdem wir den Sommer durchgearbeitet haben. Und wir möchten eine Wwoof-Weltreise machen, wir werden also immer wieder mal Reisen und immer wieder vor Ort auf Höfen helfen. Das Tauchen lernen ist sogar im Grund genommen, eine heftige Fortbildung; wir möchten gerne unsere Fähigkeiten in allen möglichen Formen erweitern. Man liest stundenlang Theorie im ersten Kurs, dem sogenannten Open Water Diver, und lernt unglaublich viel über Luft&Wasser, atmosphärischen Druck, die Anatomie des menschlichen Körpers und schließlich lernt man eine unfassbare Welt kennen, die man über Wasser nicht mal erahnen. kann. An dieser Stelle ganz lieben Dank an alle, die uns zum Tauchen ermutigt haben, uns ganz unerwartet wertvolle Startinfos gegeben haben (@Sebastian Waldemer) und schließlich an unseren genialen Tauchlehrer Yustus, der direkt hier von den Inseln stammt, hervorragend Englisch spricht und eine Engelsgeduld mit Neulingen hat. Inzwischen haben wir sieben Tauchgänge mit ihm gemacht, vier zur Ausbildung und drei sogenannte Fun Dives, in denen er uns aber auch unter seine Fittiche genommen hat. Wir sind jetzt zertifizierte Taucher und dürfen überall auf der Welt Tauchequipment ausleihen und zusammen bis 18m Tiefe tauchen. Wer tauchen lernen will, der kann dies hier, bei den Blue Bay Divers an einem wunderschönen Ort wunderbar lernen! Wir vermitteln gerne den Kontakt. Mit am schönsten ist aber eigentlich der Umgang untereinander in der Tauchcommunity. Manch einer hatte hier über 5000 Tauchgänge - aber jeder Anfänger wird freundlich willkommen geheißen, man bekommt auf jede noch so grundlegende Frage eine geduldige Antwort und Hinweise, falls man etwas Wichtiges nicht fragt ;-). Und schließlich wird man - nach erfolgreichem Abschluss des Kurses - fest in die Arme geschlossen!


In die Unterwasserwelt einzutauchen ist genial - ich hatte früher immer ein wenig Angst vor dem Wasser, insbesondere im Meer. Aber jetzt weiß ich, dank Theorie und Praxis, dass man sich wirklich keine Sorgen machen muss und vor allem, was mich auch unter Wasser erwartet. Die Welt ist wieder ein bisschen weniger fremd geworden für mich. Aber sie wird immer faszinierender, allein gestern und heute haben wir Steinfische (sehr grantig aussehende Wesen!), Scorpionfische, einen winzigen Korallenshrimp, azurblaue Drückerfische, bunteste Nacktschnecken, einen Kuhfisch (passender gehts ja wohl nicht), einen Kugelfisch, einen schwarz-weißen Jungaal, einen Geist-Pfeifen-Fisch, eine Zebra-Muräne, Christbaum-Würmer sowie Nemo und seinen Papa (Clownfische) als Highlights gesehen und dazu unzählige weitere bunte Fische und Korallen in allen Formen und Farben. Das alles zu genießen und zu beobachten ist für einen Tauchanfänger übrigens gar nicht so leicht, man ist meistens mit atmen, Druckausgleich für die Ohren machen, grad im Wasser liegen, nicht auf den Grund aufkommen und auf seinen Partner achten beschäftigt. Aber Tauchgang für Tauchgang macht es mehr Spaß!


Ich schließe mit dem Motto der Blue Bay Divers, das wir hier täglich befolgen: Sleep, eat, dive - repeat!



Ps: Unterwasser konnten wir keine Bilder machen... aber das ist eigentlich das Faszinierende am Unterwasser-Sein für uns. Wir haben davon keine fotographischen Eindrücke - nur die Erinnerung und das Erleben selbst. Für unsere foto-affine Welt ist das eine wohltuende Besonderheit. Aber vielleicht darf ich mal Fotos von unseren neuen Tauch-Buddies posten!




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von Johanna Baer 12. Januar 2026
Am zweiten Januarwochenende hat mir Tobi auf einer sehr lustigen Familienfeier jemanden mit den Worten vorgestellt: da ist jemand ein Fan von uns 😊. Und mir ist das Herz aufgegangen. Uns hatten auf dieser großen Feier von Tobis großem Bruder schon einige Menschen gesagt, wir toll sie unsere Erlebnisse und Unternehmungen finden. Mit am nettesten war die Begrüßung: „Oh Tobi, der Kleine! Du bist genau wie früher und bringst allen Schnaps“, denn Tobi war damals in der Musikkapelle immer einer der Jüngsten gewesen. Dass er nun fast alle überragt, hat niemanden davon abgehalten, in den Kleinen zu nennen und völlig überrascht zu sein, dass er schon seit über sechs Jahren verheiratet ist… Aber zurück zu unserem Fan 😊. Es hat sich herausgestellt, dass die liebe Bekannte immer so gerne unsere Berichte und kleinen Posts liest und sich richtig darüber freut, wenn wir etwas schreiben. Das war so schön zu hören, denn oft sitze ich vor meinem PC und frage mich, wer das liest und ob das überhaupt Sinn macht, zu schreiben. Es ist zwar in jedem Fall auch wie ein bisschen ein Tagebuch für uns, aber als Buch wollte es bisher auch keiner herausbringen. Also wird es wohl einfach weiter ein Blog sein, aber einer, den ich auch wieder mehr wertschätze, weil ich weiß, dass es doch einige liebe Menschen gibt, die ihn gerne lesen! Das Jahr 2025 haben wir kaum etwas geschrieben, also werde ich jetzt einen kurzen Jahresdurchgang machen. Vom Obstbäumeschneiden in Niederbayern über wunderschöne arbeitsreiche Monate auf einer Schweizer Alp und einer kleinen Tour de France, die schließlich in eine echte Auszeit in der Bretagne gemündet ist. Winter und Frühling Vielleicht passt Winter und Frühling ganz gut zu den beiden Orten, an denen wir in den ersten Monaten des Jahres 2025 gearbeitet haben. Einerseits war Tobi in einem Seminarhaus an unserem damaligen Wohnort tätig, andererseits haben wir beide beim Streuobstbetrieb Stöckl in Niederbayern gearbeitet. Es fällt mir schwer über die frostige, winterliche Zeit am ersten Ort zu schreiben, denn es hat sich herausgestellt, dass dort nicht der richtige Ort für uns war. Auch wenn wir dort viele sehr nette Menschen kennengelernt haben und im Jahr zuvor einen ganzen kleinen Gemüsebetrieb aufgebaut haben (mit Gewächshaus und Businessplan etc.), haben manche Begegnungen dazu geführt, dass wir sehr traurig und psychisch heftig angegriffen nach einem anderen Wohn-, Arbeits- und Lebensort gesucht haben. So viel zu diesem Winter-Teil, wer mehr wissen möchte, darf sich gerne direkt an uns wenden! Der parallel verbrachte Frühling bei Familie Stöckl in Niederbayern, so nennen ich es jetzt mal, auch wenn es manchmal fünf Grad und Nieselregen waren, haben uns oft über die schwierigen Zeiten weitergeholfen. Gemeinsam bei Sonne, Regen, Wind und Wetter die Obstbäume in Zentralbayern so zu schneiden, dass sie optimal wachsen und qualitativ hochwertige Früchte tragen, hat im gemeinsamen Team immer Freude gemacht. Selbst wenn man mit der Mistgabel dem Anhänger hinterherläuft, um den Mist auf der 2 Hektar großen Wiese unter den Bäumen mit Schwung zu verteilen, ist die Arbeit immer wohltuend, nie stressig, aber durchaus herausfordernd und vor allem sehr zufriedenstellend gewesen. Auch die Tage, die ich im Büro verbracht habe, habe ich in guter Erinnerung. Nicht nur, weil immer ein Kaffee und ein Schwätzchen in der Küche mit jemandem aus der Familie möglich ist, sondern auch, weil es ich zwar nach wie vor eine sitzende Tätigkeit vor einem Bildschirm nicht mag, aaaaaaber die Verwaltung eines Betriebs nun einmal sein muss und ich dabei einen Beitrag leisten kann. So nutzt das Computer- und Verwaltungswissen einem guten Zweck und Selbstwirksamkeit hat ja noch keinem geschadet! Der wirtschaftliche Streuobstanbau ist für mich ein Betriebszweig, der wirklich Sinn macht – dort werden Umweltschutz und regionale Lebensmittelversorgung, lokal verfügbare Arbeitsplätze mit hohem Weiterbildungs- und Verwirklichungspotential und der Schutz der Biodiversität zukunftsfähig zusammengedacht. Außerdem haben wir die lustigste Fortbildung unseres Lebens gemacht und sind jetzt Staatliche geprüfte Obstbaumpfleger. Nach vier Ausbildungswochenenden in Passau, so viel Lachen, wie man sich niemals vorstellen kann, ein paar geschnittenen Bäumen, einer saftigen Prüfung haben wir Freunde fürs Leben gefunden und dürfen jetzt ganz offiziell Förderungen aus dem Streuobstpakt beantragen…(oder so ähnlich). Wir haben lange überlegt, ob wir nicht gleich nach Niederbayern ziehen und zu echten Streuobst-Mit-Bauern werden, aber der Drang, nochmal etwas Neues kennenzulernen, war dann doch größer und wir haben uns ziemlich spontan eine Schweizer Alp gesucht. Denn auf die Frage, was wir am liebsten arbeiten, lautet die Antwort scheinbar alle paar Jahre wieder: „Zwischen Kühen sitzen!“ Deshalb haben wir Anfang Mai unser Hab und Gut in einen Container geräumt (Spoiler-Alarm, dort ist es noch immer!) und den Rest in unser Auto gepackt. Auf dem Weg in die Schweiz, wo wir bereits erwartet wurden, denn die Kühe waren dank des milden Frühlings schon ohne uns auf der Alp, ist uns unser Auto mitten auf der Bundesstraße ausgegangen. Wir dachten beide, wir spinnen. Nach super stressigen Umzugs-/Putz-/Erledigungstagen hatten wir alles in das Auto gequetscht und dann geht es einfach aus. Und es war leider keine einfache Panne, sondern der Motor war kaputt. Ja, richtig gehört, Zahnriemen gerissen, kurz nach der Gewährleistungsfrist und keine Werkstatt, die das so einfach richten kann. Kostenaussicht 5.-10.000€. Wir waren mental so fertig, dass wir eigentlich gar nicht mehr wussten, ob wir lachen oder weinen sollen. Gottseidank neigen wir beide in solchen Situationen nicht zum Verzweifeln, sondern zum sofortigen Handeln und so waren wir ein paar Stunden nach der Panne, in einem zu kleinen Mietwagen mit nur der Hälfte von unserem Zeug, auf der Autobahn Richtung Schweiz. Völlig ungeplant haben wir dann die Nacht mal wieder bei unseren lieben Freunden auf einem Schafshof bei Mindelheim verbracht, zum Weiterfahren war es einfach zu spät. Und am nächsten Tag waren wir in der Schweiz – auf der Alp – und sind dort eingezogen. Das Drama, wie unser Auto schließlich doch noch repariert worden ist, wie der Mietwagen NICHT zurück an den richtigen Abgabeort gekommen ist und wie sehr wir uns mit der Autovermietung gestritten haben, lasse ich an dieser Stelle aus. Sonst rege ich mich zu sehr auf und ich glaube, das habe ich damals schon genug getan. Seltsamerweise wird alles irgendwann gut – auch wenn es uns zwei Monatsgehälter gekostet hat. Das ist wohl der Preis für das Alles-Gut-Werden, aber im Grunde genommen – und das habe ich von Tobi gelernt – ist es „nur Geld“. Nicht unsere Gesundheit, nicht ein schlimmer Unfall und nicht unser Lebensglück. Zum Thema Geld, ich glaube, das ist ein wichtiges Thema, gerade bei „Weltreisenden“ oder wie sie gesehen werden 😊. Es mag sie geben, die Menschen, die mit null Euro Startguthaben oder auch nur mit 2000 Euro auf dem Bankkonto um die Welt ziehen. Wir waren das nie und werden das auch nicht sein; denn finanzielle Sicherheit ist mir unglaublich wichtig. Die Frage, woher wir das Geld haben, so viel zu reisen oder nicht jahrelang demselben akademischen Job nachzugehen, hat viele Facetten. Die erste und wichtigste ist, dass wir beide unglaublich großzügige Eltern und Verwandte haben. Wir haben beide ein Studium finanziert bekommen, dazu teilweise auch noch die Mieten als Studenten und wirklich großzügige Geschenke zu Weihnachten, Geburtstagen oder auch einfach sonst einmal. Dafür sind wir unendlich dankbar, denn das Glück, in Familien aufzuwachsen, die uns finanziell und emotional mehr als nur eine stabile Basis gegeben haben, ist weltweit sehr selten. Auch aus diesem Grund schreiben wir über unsere Erlebnisse – damit alle, die es gerne möchten, aber aus verschiedenen Gründen nicht können oder wollen, diese ein bisschen miterleben. Wenn wir das alles erleben dürfen und können, dann möchten wir es so vielen Menschen wie möglich auch zur Verfügung stellen. Dieser familiäre Grundstock hat es uns dann ermöglicht, zu sparen und wir sind während unserer Studien beide auch Studentenjobs nachgegangen. Und schließlich haben wir beide gut bezahlte Jobs (für den sozialen Bereich 😉) gehabt, in denen wir einige Jahre lang gearbeitet haben. Auch wenn wir natürlich viel Geld für die Miete in München und Umgebung ausgegeben haben, pflegen wir außer unseren Reisen und gutem, ökologischem Essen keine kostspieligen Hobbies (okay, das mit dem Tauchen hätten wir nicht anfangen sollen, wenn es danach geht). Sagen wir mal, wie haben keinen kostspieligen alltäglichen Lebensstil – keine unnötigen Amazonbestellungen, kein Schmuck, keine schicken Autos, keine technischen Gadgets, wenig Klamotten und Schuhe, kaum Deko – wobei ich finde, wir haben eh unendlich Kram! – und vermutlich vergesse ich all die Dinge, an die wir einfach nie denken würden, sie zu kaufen. Also zum Beispiel auch kein Haus, kein Grundstück, kein Darlehen dafür und keine finanziellen familiären Verpflichtungen. Das Allerwichtigste finde ich, dass jeder das für sich macht/kauft/tut, was zu ihm passt. Bei uns sind es eben die Reisen, dafür aber viele andere Sachen nicht, die für andere Menschen wichtig sind. Bei all unseren Jobs achten wir darauf, dass wir genug verdienen, um unseren Alltag und die Zeiten der Reisen finanzieren können und nebenher noch etwas für die Rente zur Seite zu legen. Also nein, wir sind nicht die Mit-Null-Euro-Um-Die-Welt-Backpacker. So mutig (?) wären wir nie und wollen es auch nicht sein. Vielleicht ist damit das Geheimnis um unsere Weltreise-Geldbeutel gelüftet 😊. Da ich völlig vom Thema abgekommen bin, werde ich über die 22 gemütlichen Schweizer Milchkühe, das kleine Kälbchen und die Tonnen an Käse aus Miraculix Kupferkessel das nächste Mal schreiben! Ich freue mich, wenn ihr dabei seid!
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