Tana Toraja

28. November 2022

Grenzerfahrungen im Inland


Heute waren wir in Tana Toraja – wenn jemand Sulawesi kennt, dann entweder wegen der tollen Tauchspots oder wegen Tana Toraja. Ich spanne euch nicht länger auf die Folter, was sich hinter diesem Namen verbirgt: eine Region in der Mitte Sulawesis, gelegen ca. 700m über dem Meeresspiegel auf einer Hochebene. Wir sind hier, um mit unserem Guide Henrik zwei Touren zu machen: Kultur mit dem Besuch einer Beerdigungszeremonie und traditionellen Dörfern und Natur mit wunderschönen Reisterrassen, einem Berg mit 1700m, Flüssen und Dschungel.


Heute also Kultur; wir sind in den vergangenen Wochen und Tagen tausende Kilometer gereist, um die berühmten Beerdigungszeremonien in den traditionellen Dörfern der Torajer kennenzulernen. Dank Reiseführer gut vorbereitet, wussten wir, dass auf den Beerdigungen Wasserbüffel und Schweine getötet werden. Aber: Wer sensibel ist und nichts über geopferte Tiere lesen möchte, der muss an dieser Stelle aufhören zu lesen (ernsthaft). Der ein oder die andere fragt sich nun: Hm, die tierliebende Johanna ist nicht sensibel? Die Antwort lautet: doch. Aber auch sehr neugierig, wissbegierig und jetzt um ein furchtbares Erlebnis, aber auch einen tiefen Einblick in eine andere Kultur an Erfahrung gefüllter. Reicher möchte ich nicht schreiben, aber es hat mich mal wieder zum Nachdenken gebracht, welche ethischen Grundlagen weltweit gelten sollten.


Also zum Tagesgeschehen: in der Früh sind wir zu viert aufgebrochen, nach feinen Ananas-Bananen-Pancakes in unserer süßen Unterkunft von unserem Guide. Modern und sauber, das Badezimmer westlich (man darf das Klopapier in das Klo werfen!!!), aber ohne Internet. Auf Sulawesi geht das noch. Gottseidank ist unsere liebe Reisebegleitung, Johanna 1 (so stellen wir uns immer vor: Johanna1, Johanna2 und Johanna3/äh, Tobi) stets großzügig mit ihrem Hotspot…


Wir haben zunächst die Felsengräber der Toraja besucht, wo die Toten in Kammern, die in den Fels gehauen werden, bestattet sind. Davor stehen lebensgroße Statuen mit den Gesichtszügen der Verstorbenen. Unser Guide hat uns im Laufe des Tages unglaublich viel über die Kultur der Torajer erzählt; vor allem, dass der Zusammenhalt in den Familie und in der gesamten Region unglaublich stark ist und durch häufige Zeremonien, Geschenke und einen ausgeprägten Ahnenkult gepflegt wird. Zum Beispiel werden die Toten einmal im Jahr mit (falls noch vorhandener) Haut und Knochen aus den Gräbern geholt, gewaschen und neu eingekleidet.


Aber um zur Beerdigung selbst zu kommen, die übrigens kein trauriges Ereignis ist. Eine Beerdigung muss man sich hier leisten können, die Zeremonie, die wir heute besucht haben, war einem Großvater gewidmet, der vor 17 Jahren gestorben ist. Solange musste die Familie sparen, um dieses riesige Event auszurichten. Inzwischen ist noch eine Familienangehörige gestorben, so dass die Zeremonie nochmals größer war. Ein bisschen muss man sich das vorstellen, wie einen Jahrmarkt: in der Mitte das große traditionelle Familienhaus, gegenüber die kleineren, schmuckvoll verzierten Reisspeicher. Diese Gebäude stehen immer dort. Um sie herum, werden dann weitere Gebäude für die Zeremonienwoche aufgestellt: ein Haus für die Geschenkübergabe an die Familie, das riesige Haus für die beiden Särge, eine riesige Küche zur Verkostung der Gäste und unzählige kleine Pavillons für die Gäste. Als wir ankamen, mussten wir schwarze Saris anziehen, Männer wie Frauen, ansonsten ist die Kleiderordnung seltsamerweise sehr frei (von Flip Flops über Sonnenhüte, Gummistiefel und kostbare Hemden).


Leider habe ich schon aus dem Fenster gesehen, wie ein großes, dunkles Schwein, auf der Seite liegend, mit einem großen Flammenwerfer, aus dem Feuer kommt, die Haare abgeflammt worden. Gottseidank war es schon tot, im Gegensatz zu vielen weiteren Schweinen, die an Bambusstangen festgebunden gequiekt und geschrien haben.


Als wir schließlich das Dorf betreten haben, mussten wir auf dem Weg durch alle Schweine, die teils quiekend lebendig, teils bereits tot und blutend und teils schon halb ausgenommen auf dem Weg lagen. Schweineköpfe, Menschen, die die Gedärme aufgewickelt haben und mit Macheten die Knochen gespalten haben und schließlich in der Mitte des Platzes vier tote Wasserbüffel, ebenfalls blutend, teils ohne Haut und teils schon ausgenommen. Als ich aufgrund dieser Eindrücke die Zeremonie verlassen wollte, hatte unser Guide gerade mit jemanden aus der Familie gesprochen, die uns in einen Sitzpavillon eingeladen haben. Daher konnten wir nicht gehen ohne die Familie zu brüskieren… wir wurden sehr liebevoll versorgt mit Tee, Kaffee und Keksen – stets von Menschen, die kein Wort Englisch sprechen, für die es aber selbstverständlich ist, Fremde als Gäste willkommen zu heißen. Von dort hat man die Schlachtungen nicht gesehen, dennoch aber gehört und die lebendigen, festgezurrten Schweine gesehen. Mir hat es das Herz zerrissen und ich kann nach wie vor nicht verstehen, wie alle Menschen diese Leid aushalten können. Was ich aber schon verstehe, ist, dass wir in Europa völlig abgeschnitten vom Leid der sogenannten Nutztiere sind. In Toraja sehen Kinder von klein auf, wie Tiere geschlachtet werden und wissen, dass sie deren Fleisch verzehren. Bei uns geschieht das hinter verschlossenen Schlachthoftüren und wir bekommen von allem Blut reingewaschenes Fleisch im Supermarkt. Kaum jemand von uns hört ein Schwein quieken oder einen Wasserbüffel ausbluten.


Das Fazit: ich finde, dass in keiner Kultur Tiere leiden dürfen. Man sollte keine Schweine an Bambusstangen festbinden und in der Sonne liegen lassen, so dass sie Schmerzen haben. Aber wenn ich Fleisch esse, muss mir bewusst sein, dass ein Lebewesen getötet wird und wie das passiert. Die Tötung selbst muss aber schmerzfrei geschehen und die Haltung der Tiere artgerecht. Wir sollten uns in Deutschland nicht überlegen fühlen, solange wir Massentierhaltungsanlagen haben – in Sulawesi leben Hühner, Schweine und Wasserbüffel wenigstens in der Natur!


Der kulturelle Hintergrund dieser Opferungen ist außerdem sehr interessant: die Torajer glauben, dass je mehr Tiere geopfert werden, desto besser werden diese Tiere den Toten in das Paradies begleiten. Sie sind auch fest davon überzeugt, dass es ein Gleichgewicht zwischen Lebewesen geben muss; so darf man beispielswiese Bäume auch nur für einen guten Grund fällen und muss in einer Zeremonie darum bitten.


Die Zeremonien sorgen für einen großen gesellschaftlichen Zusammenhalt – schön bürokratisch wird notiert, wer kommt und wie viele Büffel man mitbringt (ein Durchschlag für die Familie der Beschenkten, einer für die Behörde und einer für einen selbst). Sollte in dieser Familie einmal jemand sterben, so ist der heute Beschenkte verpflichtet, ebenfalls wieder einen Büffel zu schenken. Man stelle sich vor, dass Schweine und Büffel zwischen 500€ und 40.000€ kosten (kein Tippfehler)…die Torajer scheinen somit eine der wirklich reicheren Regionen Indonesiens zu sein, was man auch an den wunderschönen traditionellen Häusern sieht. Zum Vergleich: ein normales Monatseinkommen eines Arbeiters hier liegt zwischen 200€ und 600€.


Unser Tag ging dann übrigens noch sehr interessant weiter, wir haben Höhlengräber besichtigt und Kindergräber. Das hört sich nun traurig an, ist aber eine sehr schöne Tradition, wie ich finde. Wenn Kinder tot geboren werden, beerdigen die Familien sie in einem Loch in einem lebenden Baum. Der Saft der Bäume ist weiß wie Muttermilch und das Loch wächst mit der Zeit zu und die Seele des Babys wächst mit dem Baum weiter. Man kann sich auch von anderen Kulturen etwas abschauen!



Ps: ein Artikel, der chronologisch früher eingeordnet wird, erscheint auch demnächst (also in die älteren Beiträge gucken ;-) ).


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von Johanna Baer 12. Januar 2026
Am zweiten Januarwochenende hat mir Tobi auf einer sehr lustigen Familienfeier jemanden mit den Worten vorgestellt: da ist jemand ein Fan von uns 😊. Und mir ist das Herz aufgegangen. Uns hatten auf dieser großen Feier von Tobis großem Bruder schon einige Menschen gesagt, wir toll sie unsere Erlebnisse und Unternehmungen finden. Mit am nettesten war die Begrüßung: „Oh Tobi, der Kleine! Du bist genau wie früher und bringst allen Schnaps“, denn Tobi war damals in der Musikkapelle immer einer der Jüngsten gewesen. Dass er nun fast alle überragt, hat niemanden davon abgehalten, in den Kleinen zu nennen und völlig überrascht zu sein, dass er schon seit über sechs Jahren verheiratet ist… Aber zurück zu unserem Fan 😊. Es hat sich herausgestellt, dass die liebe Bekannte immer so gerne unsere Berichte und kleinen Posts liest und sich richtig darüber freut, wenn wir etwas schreiben. Das war so schön zu hören, denn oft sitze ich vor meinem PC und frage mich, wer das liest und ob das überhaupt Sinn macht, zu schreiben. Es ist zwar in jedem Fall auch wie ein bisschen ein Tagebuch für uns, aber als Buch wollte es bisher auch keiner herausbringen. Also wird es wohl einfach weiter ein Blog sein, aber einer, den ich auch wieder mehr wertschätze, weil ich weiß, dass es doch einige liebe Menschen gibt, die ihn gerne lesen! Das Jahr 2025 haben wir kaum etwas geschrieben, also werde ich jetzt einen kurzen Jahresdurchgang machen. Vom Obstbäumeschneiden in Niederbayern über wunderschöne arbeitsreiche Monate auf einer Schweizer Alp und einer kleinen Tour de France, die schließlich in eine echte Auszeit in der Bretagne gemündet ist. Winter und Frühling Vielleicht passt Winter und Frühling ganz gut zu den beiden Orten, an denen wir in den ersten Monaten des Jahres 2025 gearbeitet haben. Einerseits war Tobi in einem Seminarhaus an unserem damaligen Wohnort tätig, andererseits haben wir beide beim Streuobstbetrieb Stöckl in Niederbayern gearbeitet. Es fällt mir schwer über die frostige, winterliche Zeit am ersten Ort zu schreiben, denn es hat sich herausgestellt, dass dort nicht der richtige Ort für uns war. Auch wenn wir dort viele sehr nette Menschen kennengelernt haben und im Jahr zuvor einen ganzen kleinen Gemüsebetrieb aufgebaut haben (mit Gewächshaus und Businessplan etc.), haben manche Begegnungen dazu geführt, dass wir sehr traurig und psychisch heftig angegriffen nach einem anderen Wohn-, Arbeits- und Lebensort gesucht haben. So viel zu diesem Winter-Teil, wer mehr wissen möchte, darf sich gerne direkt an uns wenden! Der parallel verbrachte Frühling bei Familie Stöckl in Niederbayern, so nennen ich es jetzt mal, auch wenn es manchmal fünf Grad und Nieselregen waren, haben uns oft über die schwierigen Zeiten weitergeholfen. Gemeinsam bei Sonne, Regen, Wind und Wetter die Obstbäume in Zentralbayern so zu schneiden, dass sie optimal wachsen und qualitativ hochwertige Früchte tragen, hat im gemeinsamen Team immer Freude gemacht. Selbst wenn man mit der Mistgabel dem Anhänger hinterherläuft, um den Mist auf der 2 Hektar großen Wiese unter den Bäumen mit Schwung zu verteilen, ist die Arbeit immer wohltuend, nie stressig, aber durchaus herausfordernd und vor allem sehr zufriedenstellend gewesen. Auch die Tage, die ich im Büro verbracht habe, habe ich in guter Erinnerung. Nicht nur, weil immer ein Kaffee und ein Schwätzchen in der Küche mit jemandem aus der Familie möglich ist, sondern auch, weil es ich zwar nach wie vor eine sitzende Tätigkeit vor einem Bildschirm nicht mag, aaaaaaber die Verwaltung eines Betriebs nun einmal sein muss und ich dabei einen Beitrag leisten kann. So nutzt das Computer- und Verwaltungswissen einem guten Zweck und Selbstwirksamkeit hat ja noch keinem geschadet! Der wirtschaftliche Streuobstanbau ist für mich ein Betriebszweig, der wirklich Sinn macht – dort werden Umweltschutz und regionale Lebensmittelversorgung, lokal verfügbare Arbeitsplätze mit hohem Weiterbildungs- und Verwirklichungspotential und der Schutz der Biodiversität zukunftsfähig zusammengedacht. Außerdem haben wir die lustigste Fortbildung unseres Lebens gemacht und sind jetzt Staatliche geprüfte Obstbaumpfleger. Nach vier Ausbildungswochenenden in Passau, so viel Lachen, wie man sich niemals vorstellen kann, ein paar geschnittenen Bäumen, einer saftigen Prüfung haben wir Freunde fürs Leben gefunden und dürfen jetzt ganz offiziell Förderungen aus dem Streuobstpakt beantragen…(oder so ähnlich). Wir haben lange überlegt, ob wir nicht gleich nach Niederbayern ziehen und zu echten Streuobst-Mit-Bauern werden, aber der Drang, nochmal etwas Neues kennenzulernen, war dann doch größer und wir haben uns ziemlich spontan eine Schweizer Alp gesucht. Denn auf die Frage, was wir am liebsten arbeiten, lautet die Antwort scheinbar alle paar Jahre wieder: „Zwischen Kühen sitzen!“ Deshalb haben wir Anfang Mai unser Hab und Gut in einen Container geräumt (Spoiler-Alarm, dort ist es noch immer!) und den Rest in unser Auto gepackt. Auf dem Weg in die Schweiz, wo wir bereits erwartet wurden, denn die Kühe waren dank des milden Frühlings schon ohne uns auf der Alp, ist uns unser Auto mitten auf der Bundesstraße ausgegangen. Wir dachten beide, wir spinnen. Nach super stressigen Umzugs-/Putz-/Erledigungstagen hatten wir alles in das Auto gequetscht und dann geht es einfach aus. Und es war leider keine einfache Panne, sondern der Motor war kaputt. Ja, richtig gehört, Zahnriemen gerissen, kurz nach der Gewährleistungsfrist und keine Werkstatt, die das so einfach richten kann. Kostenaussicht 5.-10.000€. Wir waren mental so fertig, dass wir eigentlich gar nicht mehr wussten, ob wir lachen oder weinen sollen. Gottseidank neigen wir beide in solchen Situationen nicht zum Verzweifeln, sondern zum sofortigen Handeln und so waren wir ein paar Stunden nach der Panne, in einem zu kleinen Mietwagen mit nur der Hälfte von unserem Zeug, auf der Autobahn Richtung Schweiz. Völlig ungeplant haben wir dann die Nacht mal wieder bei unseren lieben Freunden auf einem Schafshof bei Mindelheim verbracht, zum Weiterfahren war es einfach zu spät. Und am nächsten Tag waren wir in der Schweiz – auf der Alp – und sind dort eingezogen. Das Drama, wie unser Auto schließlich doch noch repariert worden ist, wie der Mietwagen NICHT zurück an den richtigen Abgabeort gekommen ist und wie sehr wir uns mit der Autovermietung gestritten haben, lasse ich an dieser Stelle aus. Sonst rege ich mich zu sehr auf und ich glaube, das habe ich damals schon genug getan. Seltsamerweise wird alles irgendwann gut – auch wenn es uns zwei Monatsgehälter gekostet hat. Das ist wohl der Preis für das Alles-Gut-Werden, aber im Grunde genommen – und das habe ich von Tobi gelernt – ist es „nur Geld“. Nicht unsere Gesundheit, nicht ein schlimmer Unfall und nicht unser Lebensglück. Zum Thema Geld, ich glaube, das ist ein wichtiges Thema, gerade bei „Weltreisenden“ oder wie sie gesehen werden 😊. Es mag sie geben, die Menschen, die mit null Euro Startguthaben oder auch nur mit 2000 Euro auf dem Bankkonto um die Welt ziehen. Wir waren das nie und werden das auch nicht sein; denn finanzielle Sicherheit ist mir unglaublich wichtig. Die Frage, woher wir das Geld haben, so viel zu reisen oder nicht jahrelang demselben akademischen Job nachzugehen, hat viele Facetten. Die erste und wichtigste ist, dass wir beide unglaublich großzügige Eltern und Verwandte haben. Wir haben beide ein Studium finanziert bekommen, dazu teilweise auch noch die Mieten als Studenten und wirklich großzügige Geschenke zu Weihnachten, Geburtstagen oder auch einfach sonst einmal. Dafür sind wir unendlich dankbar, denn das Glück, in Familien aufzuwachsen, die uns finanziell und emotional mehr als nur eine stabile Basis gegeben haben, ist weltweit sehr selten. Auch aus diesem Grund schreiben wir über unsere Erlebnisse – damit alle, die es gerne möchten, aber aus verschiedenen Gründen nicht können oder wollen, diese ein bisschen miterleben. Wenn wir das alles erleben dürfen und können, dann möchten wir es so vielen Menschen wie möglich auch zur Verfügung stellen. Dieser familiäre Grundstock hat es uns dann ermöglicht, zu sparen und wir sind während unserer Studien beide auch Studentenjobs nachgegangen. Und schließlich haben wir beide gut bezahlte Jobs (für den sozialen Bereich 😉) gehabt, in denen wir einige Jahre lang gearbeitet haben. Auch wenn wir natürlich viel Geld für die Miete in München und Umgebung ausgegeben haben, pflegen wir außer unseren Reisen und gutem, ökologischem Essen keine kostspieligen Hobbies (okay, das mit dem Tauchen hätten wir nicht anfangen sollen, wenn es danach geht). Sagen wir mal, wie haben keinen kostspieligen alltäglichen Lebensstil – keine unnötigen Amazonbestellungen, kein Schmuck, keine schicken Autos, keine technischen Gadgets, wenig Klamotten und Schuhe, kaum Deko – wobei ich finde, wir haben eh unendlich Kram! – und vermutlich vergesse ich all die Dinge, an die wir einfach nie denken würden, sie zu kaufen. Also zum Beispiel auch kein Haus, kein Grundstück, kein Darlehen dafür und keine finanziellen familiären Verpflichtungen. Das Allerwichtigste finde ich, dass jeder das für sich macht/kauft/tut, was zu ihm passt. Bei uns sind es eben die Reisen, dafür aber viele andere Sachen nicht, die für andere Menschen wichtig sind. Bei all unseren Jobs achten wir darauf, dass wir genug verdienen, um unseren Alltag und die Zeiten der Reisen finanzieren können und nebenher noch etwas für die Rente zur Seite zu legen. Also nein, wir sind nicht die Mit-Null-Euro-Um-Die-Welt-Backpacker. So mutig (?) wären wir nie und wollen es auch nicht sein. Vielleicht ist damit das Geheimnis um unsere Weltreise-Geldbeutel gelüftet 😊. Da ich völlig vom Thema abgekommen bin, werde ich über die 22 gemütlichen Schweizer Milchkühe, das kleine Kälbchen und die Tonnen an Käse aus Miraculix Kupferkessel das nächste Mal schreiben! Ich freue mich, wenn ihr dabei seid!
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